[Schicksalswind] Die Nacht erwacht-Im Schloss

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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht-Im Schloss

Beitragvon Narbash Aro » Mi 7. Feb 2018, 12:02

In guter und normaler Verfassung wäre er vermutlich in der Lage gewesen Shilana zu widerstehen. In seinem jetzigen Zustand jedoch eher nicht.
Trotz seiner starken Schwächung bleibt er zunächst eine ganze Weile regungslos stehen und es scheint für einige Minuten fast so, als könnte Shilana ihn nicht 'unterwerfen'. Seine Körper beginnt dann jedoch aus heiterem Himmel vor Anspannung zu zittern, er wendet nahezu all seine Kräfte auf um sich ihr zu widersetzen.

Das erste Anzeichen dafür, dass Narbash die Kontrolle über seinen Willen verliert tritt schon sehr bald nach dem ersten Zittern seines Körpers auf - der Morgenstern gleitet ihm aus den Händen. Die Anspannung aufgrund seiner Gegenwehr ist so groß, dass er nicht einmal mehr in der Lage ist auch nur den Versuch zu wagen den Morgenstern davon abzuhalten auf den Boden des Waldes zu fallen. Kurz darauf macht er einen Schritt auf Shilana zu, der Zorn und Hass entschwindet seinem Gesicht zunehmend. Doch bei diesem Schritt bleibt es zunächst, weiter geht er nicht auf sie zu. Er mustert sie mit begehrendem Blick. War er ihr tatsächlich bereits verfallen?

Es fällt ihm zunehmend schwerer einen klaren Gedanken zu fassen und sich ihr zu widersetzen.
Ein letztes Aufbäumen, ein letzter finsterer Blick, begleitet von den Worten: "Niemals in meinem Leben komme ich zu euch!" und er muss sich ihr tatsächlich geschlagen geben. Er geht weitere Schritte auf sie zu und bleibt nur wenige Zentimeter vor ihr stehen, das Zittern endet und er blickt sie mehr oder minder Ausdruckslos an.
Dem dunklen Vater auf ewig getreu ergeben wird sein Morgenstern wie einst den Feind um Gnade winseln lassen!
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht-Im Schloss

Beitragvon Arie » Mi 7. Feb 2018, 13:10

Arie, mittlerweile im ungedeckten Rücken Narbash' blinzelt an jenem vorbei.
Der Gedanke Shilanas hat er zwar empfangen, aber wieso die beiden die Gelegenheit nicht nutzten und den fremden einfach mit dem Knüppel eins übergezogen haben, entzieht sich ihm.

Viel anderes als abzuwarten bleibt ihm wohl nicht, schon direkt gelangweilt legt er sich auf den Boden und sieht weiterhin zu dem Fremden auf.
Der 'Kampf' schien ja leicht gewonnen und er freut sich bereit darauf seine Experimente an dem Fremden ausführen zu dürfen. Noch so vieles ist unerforscht!

Noch so vieles das er Ayani zeigen könnte und das perfekte Subjekt dazu auch noch!


Nur, wie bringen Sie den Fremden danach zum Schloss? Shilanas Künste und das Transportieren des Dolches macht sie unentbehrlich. Ayani alleine mit dem Gefangenen zurückreisen lassen ins unbewachte Schloss? Dass will er Ihr nicht verantworten. Und er selbst? Muss wohl.. den bis dahin hoffentlich Bewusstlosen oder sonst willenlosen irgendwie zum Schloss zurückbringen. Sobald er ihn am rechten Ort hat, kann er immer noch nach.. Lichthafen wollten Sie wohl? Reisen und Sie wieder finden.
Seine Gedanken kreisen bereits um ganz andere Probleme während Shilana noch im Kampf ist.
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht-Im Schloss

Beitragvon Lord Landru Vykos » Mi 7. Feb 2018, 13:28

Ein dunkler Schatten legte sich über die Gänge. Eine Präsenz. Für manche bekannt, für manche noch nicht und doch schien die Erkenntnis deutlich zu sein, dass etwas überlebt hatte. Mittlerweile war er verkommen zu einer Kreatur, die rein gar nichts menschliches mehr an sich hatte. IN der Dunkelheit entschwunden und sich an die Bestie verloren. Die Gewölbe waren sicher gewesen.Wie ein schützender Kokon, aber auf Dauer hielt es nicht auf. Mauerwerk war gebrochen, zerfallen und gab frei, was vor Monden einfach verschwand. Glühende Augen.. ein Meer von toten Rattenkadaver. Ein knochiges Antlitz mit glühendem Blick mehr Fledermaus als Humoid, erkennt es die Freiheit und lässt ein kreischendes Echolot durch die unterirdischen Gänge hallen. Ein Kreischen das widerhallt. Laut und unheilvoll.
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht-Im Schloss

Beitragvon Lillyth » Mi 7. Feb 2018, 17:29

Lange Zeit hatte Lillyth auf ihre Waffen vertraut, aber im Krieg und auch in der Liebe brauchte es manches Mal doch schärferes Geschütz, wie sie schmerzvoll hatte lernen dürfen. Doch auch wenn Lillyth sich in den Jahren in der Magie weiter geübt hatte, so war der Bogen selbst noch immer ihre bevorzugte Waffe. Allerdings würde er hier auf kurze Distanz wenig ausrichten. Hier musste sie sich auf ihre anderen Fähigkeiten sowie ihre Sinne verlassen.

Ruhig folgte sie Aphrodite und dem Schattengeschöpf Kyranas die Stufen hinab, während sie ihre unmittelbare Umgebung genau im Auge behielt. Sacht strich sie ein paar Spinnenweben aus dem Weg, die von der Decke hingen, als sie immer tiefer in die Dunkelheit vordrangen. “Ich dachte, du wärst dabei gewesen, als dein Großvater damals erwachte. Dann hab ich mich wohl getäuscht und werde alt.” erwidert Lillyth ruhig gen Melli mit einem leichten Schulterzucken.

Schemenhaft zeichneten sich die Umrisse der Türen zu den Kerkern ab an denen sie vorbei schritten. Es wunderte sie, dass nicht eine Maus oder Ratte ihren Weg kreuzte, so als hätten sie allesamt die Flucht ergriffen und man hörte zunächst nichts als abgrundtiefe Stille, die ab und an von einem von der Decke perlenden Wassertropfen durchbrochen wurde. Alles roch modrig, feucht und nach Tod.

Noch während Lillyth diesen Gedanken nachhing und ihre Sinne weiter schärfte, hörte man ein kurzes Krachen. Als ihre Augen hinab blickten, sah sie einen zerdrückten Schädel unter ihrem Stiefel. Vermutlich eine Ratte. Noch bevor sie zu den anderen noch etwas warnendes sagen konnte, erfüllte schon ein Mark erfüllender Schrei die Gänge. Unmenschlich und furchterregend, genau wie die Präsenz die diese Kreatur ausstrahlte.

Ihr Blick sucht den der anderen. Das Blitzen in ihren Augen drückt dabei ihren Gedanken förmlich aus. Landru hatte wie erwartet die Ahnen nicht schutzlos zurückgelassen.

Dass sich noch jemand auf andere Weise Zutritt zu den Katakomben verschafft hatte, war Lillyth dabei noch nicht bewusst. Wüsste sie davon, insbesondere wer es war, wären ihre Vorsätze und die Vorsicht vermutlich dahin. Doch im Moment überschattete die Präsenz des Ursprung des Schreies alles andere. Hatte sie nicht gesagt, dass es eine dumme Idee war?
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht-Im Schloss

Beitragvon Melli Vykos » Mi 7. Feb 2018, 18:13

mmhhh.. nein, war ich nicht..

dabei hing der Blick weiter auf die Schattenwesen die schwebend um und vor Aphro herum schwirrten.
Verrückt, sie kannte Magie, aber solch Wesen hatte sie noch nie gesehen und hatten sie doch tatsächlich für den Moment gefangen bis ..
Bis zu dem Moment wo ein Schrei, schlimmer als ein Schrei ihnen durch die Gänge entgegen schlug.

Wie erstarrt stand sie da.. Alles in ihr schien für den Moment zum still stand zu kommen, ehe sie etwas erfasste was sie für den Moment noch nicht fassen konnte. Nicht einmal das Geräusch des zerbrechenden Schädels kann sie aus ihrer kurzen Starre holen.

Papas...

Ein flüstern.. die Hände zu Fäusten geballt, rauschte ein Zittern durch sie hindurch.
Das war ER.. sie konnte ihn plötzlich spüren mit jeder Faser ihres Körpers und alles in ihr Schrie förmlich danach los zu stürmen.

Wie sollte es also anders sein, wenn sie keiner hielt, würde sie direkt an Aphro vorbei stürzen.. hinein in die Dunkelheit der Gänge..
jegliche Vernunft und Gefahr vergessen, denn dazu suchte und vermisste sie ihn schon viel zu lange.. außerdem, war es doch .. ihr VATER ..
Zuletzt geändert von Melli Vykos am Mi 7. Feb 2018, 18:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht-Im Schloss

Beitragvon Ayani » Mi 7. Feb 2018, 18:15

Noch ein paar Schritte hatte sie um den Fremden herum gemacht, sodass sie ihn von drei Seiten umzingelt hatten. Doch auf Shilanas Wink hin verharrte sie und beobachtete den Fremden zugleich wachsam. Behielt auch Arie im Auge. Denn wer wusste schon, zu was er sich in dieser Gestalt alles hinreißen ließ, falls ihn vielleicht sogar wieder die Verwirrung einholte?! Zugleich lauschte sie weiterhin aufmerksam in die Umgebung und den Nebel hinein, für den Fall, dass hier noch ein weiteres Wesen sein Unwesen trieb, das vielleicht gar nicht hier hin gehörte und eine Gefahr darstellen könnte.

Fasziniert wanderten dann ihre Augen zwischen Shilana und dem Fremden hin und her. Offensichtlich kämpfte er gegen etwas, das jedoch nicht sichtbar war, aber aufjedenfall von Shilana ausging. Als er schließlich den Morgenstern fallen ließ und letztlich auf Shilana zuging, machte sie geschwind ein, zwei Schritte und sammelte die Waffe ein. Man wusste auch da schließlich nie, wozu man die noch brauchen konnte. Und sie wollten ja auch nicht, dass der Kerl da es sich anders überlegte! Dann wieder ein Blick zu Arie, der fast wie ein Schoßhung im Gras lag und das Schauspiel ebenso beobachtete. Ein leises Kichern rang sich ihre Kehle hinauf bei diesem Anblick und sie grinste breit.

>Was machen wir nun mit ihm?< Fragend schaute sie von einem zum andren und lehnte den Morgenstern gegen ihre Schulter.
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht-Im Schloss

Beitragvon Kain » Mi 7. Feb 2018, 18:18

Was dachten sie alle, was sie dort taten? War es der freie Wille zu entscheiden, der sie antrieb? War es Fügung, dass sie sich hier versammelten, und zudem bei einer im Gegensatz zu den vergangenen Krisen gesehenen Lappalie, darüber nachdachten die Ahnenruhe zu stören?

Vermutlich. Denn der Glaube an den freien Willen sollte niemand verlieren. So sollten sie denken, dass es alles einfach Schicksal war. Es regte sich etwas in der Dunkelheit. Düster und alt. Uralt. Ein Wesen, dessen Durst nicht durch ein paar Ratten zu stillen war. Eine Kreatur, die viele Generationen auf Althea hatte kommen und gehen sehen. Und sie, die hier durch die Mauern streiften, sie alle waren seine Kinder.

Ja sie würden kommen und er dann würde er wiederkehren. Die Zeit war bereit die ernte einzufahren. Die Welt hatte einen spürbaren Wandel vollzogen und nun würde der Clan zurückkehren. Nicht zerschlagen und im Verborgenen versteckt, nein! Als Einheit und mit absoluter Dominanz!
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht-Im Schloss

Beitragvon Lord Landru Vykos » Mi 7. Feb 2018, 18:32

Natürlich hat sie nicht unbewacht gelassen. Niemals würde er sie unbewacht lassen. Am Ende hatte er selbst bei ihnen gewacht und gewartet. Worauf? Er könnte es nicht sagen, vielleicht war es bedeutungslos. Irgendwann kam der Hunger und dann verlor er die Kontrolle. Das Ungeziefer hatte sich verzogen, weil ein größeres Raubtier seine Bahnen zieht. Ein schmutziges Ding von Kreatur, dass seinen Bezug zur Zivilisation verloren hatte. Es witterte und wirkte abgemagert. Ratten hielten den Körper gerade so funktionsfähig, waren aber sicher nicht das was man als gute Nahrung bezeichnen könnte. In er beschränkten Art zu denken, hatte er den Ausgang nicht mehr gefunden, saß fest und nicht in der Lage mehr zu tun als seine Krallen an den Steinwänden zu kratzen bis diese eben nachgeben. Er trug fast nichts mehr am Leib, die Fetzen waren zerschlissen und alt. Aus dem Rücken ragten knöchrige Sporen, zwei ledrige Schwingen fast aschgrau säumten die Schultern. Hier unten waren sie mehr hinderlich als förderlich, es war zu eng um damit zu fliegen. Die Finger waren ungewöhnlich lang und zu langen Klauen verformt. Die Haare hatten ihre helle Farbe verloren und wirkten eher verfilzt und vom Dreck schmutzig. Er hatte Glück, dass er hier zu Hause war. Er zog die Luft in die Nase, witterte was sich näherte und doch war es das zarte Flüstern von einer Blutlinie die eng mit der eigenen verknüpft war. Das lässt ihn zögern raus zu preschen und sofort anzugreifen, aber das Tier versteht den Zusammenhang nicht und vermag diese Verbindung nicht recht zu deuten. Ein missbilligendes Schnauben und ein ungeduldiges scharren der Krallen über den Boden war die Antwort an das stumme Zwiegespräch. Aber es versteht natürlich nicht, wie kann es auch, wenn es nur noch Instinkt war das gerade agierte. Mit einem erneuten wütendem und vor allem hungrigen Gebrüll hörte man nun doch den Satz eines Leibes der vorwärts prescht und auf die Quelle des Geruches zujagte.

Nur um kurz vor Melli haarscharf zu bremsen, einen Moment zu schlittern und ungelenk zum Stehen zu kommen. Den Kopf über die Schulter drehend und merklich kleiner werden, als wäre da etwas.. was noch viel viel schrecklicher sein würde. Das sogar sein eigenes tiefere Tier sich davor fürchtete. Fast demütig sinkt es ab, angestrengt schnaufend, obgleich es keine Erschöpfung war.
Zuletzt geändert von Lord Landru Vykos am Mi 7. Feb 2018, 18:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht-Im Schloss

Beitragvon Aphrodite » Mi 7. Feb 2018, 18:38

Schritt für Schritt hinab ins Übel- zumindest fühlte es sich so an. Mit jedem Stück fühlte sie sich unwohler- nd zugleich doch, auf ganz makabre und obskure Art, Zuhause. Konzentriert auf die Umgebung, zuckt sie fürchterlich zusammen, als Lillyth's Fuß den Schädel zum Bersten bringt. Fast vorwurfsvoll ruckt ihr Kopf herum zu jener- vielleicht nur böse, um den eigenen Schrecken zu verbergen. Ja, sie ist angespannt. Furcht? Auch. Diese verstärkt sich um ein hundertfaches, als auch sie beginnt, etwas zu spüren- etwas bekanntes. Nichts gutes. Oh nein, die Kriegerin fürchtete nicht den Tod, nicht die Dunkelheit, nicht den Zorn Kains oder Enoias- aber den Landrus durchaus.

Die Erinnerungen vergangener Tage waren verschwommen- aber durchaus war die Brujah eine Schande gewesen. Aufmüpfig, frech, zu emotional und zu fordernd. Das wusste sie. Jetzt. Früher nicht. Und sie erinnerte sich, wie Landru sie beinahe enthauptet hatte. Hieb für Hieb mit seinen Krallen. Und auch das hatte sie verdient. Wie war sie überhaupt davon gekommen? Sie wusste es nicht mehr. Aber gewiss war sie nicht im Guten mit dem Lord auseinandergegangen, so fürchtete sie. Und gewiss würde auch er durstig sein.

Ein Schauer überläuft ihren Rücken ob des Schreis, der Präsenz folgt. Sie schluckt. Vollkommen unnötig, aber dann und wann mussten alte Gewohnheiten noch sein.

Als dann Melli vorstürzt, reagiert sie jedoch und wirbelt herum, um einen Arm um sie zu schlingen und sie festzuhalten- fast unbewusst drückt sie das Mädchen dabei an sich und hält den SChild vor sie, das Schwert jedoch weg. Selbst ihre zerfetzten Flügel legen sich um Melli.

"Nicht, kleine Lady."

Flüstert sie. Es klingt nicht wie ein Befehl. Vielmehr wie eine liebevolle Bitte, ein Flehen.

"Bleib hinter mir. Wir finden ihn. Oder er uns. Dann hast du Zeit. Denk an die Fallen- oder was hier noch so lauert. Bitte."

Da kam jedoch schon etwas aus der Dunkelheit geprescht. Reflexartig schiebt sie sich nun gänzlich vor Melli, Schwert und SChild erhoben- nun selbst mit einem Knurren. Abwartend.
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht-Im Schloss

Beitragvon Tristan » Mi 7. Feb 2018, 18:57

Zurück in seiner alten Heimat. Und der mit Blut versetzte Wein von Halam schmeckte noch immer wie Schweinepisse.

Etwas hatte ihn zurückgetrieben. Ein innerer Instinkt, der ihn gerufen hatte zurück zu den Fesseln seiner Vergangenheit. Das Band, welches er niemals gänzlich hatte zerreissen können. Er trank einen Schluck von dem widerlichen Fusel. Wenn er bleiben sollte, musste sich das auf jeden Fall ändern.

Es war wie in den alten Zeiten. Die Weiber animierten die Männer zum Saufen, vielleicht schmeckten die Menschen nicht, was für billiges Abwasser ihnen Halam da als Wein verkaufte oder vielleicht wollten sie es auch nicht.

Tristan war zuhause. Allerdings war ihm noch unklar, ob es ein gutes Gefühl war, ob die Entscheidung die richtige war. Doch eine Antwort, würde er nur durch einen Besuch in der Festung oder seine Karten erfahren.

Seine Hand fuhr in die Tasche seines Umhangs, aus dem er sein Tarot hervor holte. Er strich fast zärtlich über den Rücken der Karten. Er würde sehen….
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„Die Zukunft hat eine lange Vergangenheit“
Das heute ist das gestern von morgen. So liegt unser aller Schicksal in unserer Hand, während wir uns entscheiden welchen Weg wir im hier und jetzt gehen. Doch sollten wir stets unsere Schritte bedenken, denn wir können hier und heute das morgen noch bestimmen, aber das gestern können wir nicht mehr verändern.
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht-Im Schloss

Beitragvon Kyrana » Mi 7. Feb 2018, 19:05

Eben schritt sie noch vorsichtig und auf der Hut hinter den anderen her...mehr darauf bedacht, die Ghule beisammen zu halten und dabei dem kurzen Gespräch zwischen Lillyth und Melli lauschend...da spürt auch sie etwas. Düster und beklemmend scheint es durch die Gänge zu ihnen zu dringen...unaufhaltsam. Es verschlägt ihr den Atem, den sie nicht mehr braucht...und gleichzeitig kommt es ihr wie ein Deja vue vor. Melli hat Unrecht...sie war seinerzeit hier in den Verliesen...hatte keine Furcht vor der finsteren Präsenz ihres Großvaters...und sie selbst, Kyrana, war nicht in der Lage, sie zu bremsen...obwohl Landru sie damit beauftragt hatte, den kleinen Wirbelwind zu hüten.

In erstem Impuls wollen ihre Füße einfach stillstehen...nicht mehr weiter gehen...dem nahenden Grauen entkommen. Denn dieser Schrei, der ihr durch Mark und Bein geht...nein, was auch immer...wer auch immer...es hat nichts Menschliches an sich. Melli scheint zu wissen...Landru... Kyranas Schritt kommt ins Stocken und bald darauf steht sie knapp hinter den anderen...wachsam und nach allen Seiten Ausschau haltend. Zu sehen ist nicht viel...zu hören jedoch umso mehr. Ein Scharren und Kratzen zeugt deutlich von einer Anwesenheit... Hinter ihr rotten sich die Ghule zusammen...man könnte meinen, sie wüssten, was auf sie alle zukommt, denn sie wimmern und winseln...treten unruhig auf der Stelle.

Kaum dass Melli vorprescht und von der Kriegerin am Losrennen gehindert wird, taucht in der Dunkelheit vor ihnen ein Wesen auf...das kaum mehr an den Lord erinnert, den sie kennt...wild, zerzaust und völlig abgemagert...nicht Herr seiner Sinne, so scheint es. Mit einer flinken Handbewegung bringt sie ihre beiden Schattenwesen zwischen Landru und den anderen in Stellung...Vorsicht ist besser als Nachsicht. Knurrend und schrille Laute ausstoßend wabern sie hin und her...ihre roten Augen glühen in der Dunkelheit gefährlich.
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht-Im Schloss

Beitragvon Lillyth » Mi 7. Feb 2018, 19:49

Das er selbst der Schutz sein würde, hatte Lillyth am wenigsten erwartet. Ihre Augen konnten den einst so stolzen Regenten kaum noch in jener Kreaturerkennen, die er nun darstellte. Zerschlissen und abgemagert, entstellt und gebrandmarkt von unstillbarem Durst und dem Verlust von Kontrolle und Zeit. Er war in der Vergangenheit schon manchmal zu einem Untier geworden, aber jene Form hatte damals deutlich etwas erhabenes, etwas auf seine grausame Weise wunderschönes in sich gehabt. Was nun auf sie zu preschte hatte keinerlei Ähnlichkeit mehr zu dem . Instinktiv wich Lillyth augenblicklich zurück und wollte Melli mit sich ziehen. Doch jene war flink wie ein Wiesel. Melli bestätigte Dabei, was sie durch das Blut, was sie miteinander verband, verspürte. Es musste ihr Bruder sein. Und er hatte verdammt nochmal schon bessere Tage erlebt.

Gerade noch wollte sie die Hand ausstrecken und Melli trotz allem zurückhalten, aber sie entzog sich ihr, bevor es überhaupt möglich war zu reagieren. Verdammt. Nichts wäre schlimmer, würde er sich auf sein Kind stürzen. Vermutlich würde er es sich und erst recht ihnen, die ihn nicht abgehalten haben, verzeihen, würde dem Mädchen etwas zustoßen.

Doch da hielt Landru inne. Sein Blick schaute fast demütig hinter sich, in genau jene Richtung, die das Ziel der Gruppe ursprünglich war. Aber nicht, weil er sie erkannt hatte, dafür war er zu sehr von animalischen Trieben geleitet. Vielmehr griff dasselbe nach ihm und drang in sein Inneres, wie es auch Lillyth erreichte. Eine Präsenz, die auch sie ergeben machte. Dunkler und düsterer älter und kompromissloser als alle anderen. Es waren so viele Zufälle, so dass es einen Zusammenhang geben musste. Aber zuerst stand nun das Tier, dass ihr Bruder war zwischen Ihnen und dem Ersten. Und sie wusste auch er hörte den Ruf.

Sie war sich sicher, dass sie keine andere Wahl hatten. Daher ging Lillyth ein paar Schritte zurück an Kyrana vorbei und packte sich einen der Blutbeutel. Wortlos führte sie ihn nach vorn. Ihre Hand presste sich auf die Schultern des Burschen und zwang ihn nur wenige Meter vor Landru auf die Knie in den Dreck. Sacht neigte Lillyths Kopf sich in die Schräge, als musterte und beobachtete sie genau die Reaktionen von ihm, während sie leise, fast besänftigend flüsterte ~Trink...~
Sie konnten unmöglich zwei oder gar drei vielleicht noch mehr Ahnen mit dem bisschen Frischfleisch erwecken und nähren. Aber sie konnten vielleicht ihren Bruder besänftigen. Und dann, dann vielleicht würde sie ihren Weg in die Tiefen antreten, im Zweifelsfall alleine mit dem Rest an Freiwilligen.
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht-Im Schloss

Beitragvon Melli Vykos » Mi 7. Feb 2018, 20:22

Aufgebracht über Aphros tun, zettere und trampelte sie in deren Umklammerung. Verdammt, es war doch ihr Vater ! und da war es ihr so egal wie er aussah, was er war.. Sie fürchtete sich nicht vor ihm, egal in welcher Verfassung er war.

Aber auch sie, kam für einen kurzen Moment zum still stand. Lauschte und spürte die uralte Macht die durch die Gänge drang.

Doch dann war es Lillyth die sie aus der Starre holte und schon versuchte sie nach Aphro zu treten.

Lass mich zu ihm !

Und das erste mal seit so vielen Jahren, drang ein knurren dabei aus ihrer Kehle.
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht-Im Schloss

Beitragvon Shilana » Mi 7. Feb 2018, 20:25

Kurz leuchten ihre Augen auf. Viel zu lange hat sie schon auf die Jagd verzichtet. Und sie liebt es, genießt es, zu jagen, mit der Beute zuspielen, sie gänzlich ihrem Willen zu unterwerfen, stets hoffend das ihre Wahl einen starken willen innehält. Die Herausforderung macht den Sie umso süßer.
Mit einem zarten Lächeln auf den Lippen hebt sie die Hand und ihre Finger streichen sacht seinen Hals entlang. Natürlich könnte er versuchen dem auszuweichen, doch einmal in den Fängen ihrer Präsenz lechzen die Opfer förmlich nach ihrer Berührung. Langsam beugt sie sich vor, ihren Blick jedoch auf Ayani ruhend und ihr leicht und anerkennend zunicken, bevor ihre Lippen sich seinem Ohr nähern, er vielleicht sogar eine sanfte Berührung zu spüren vermeint.

Dein Hände....strecke sie vor....

Bevor sie sich wieder aufrichtet, mit einer raschen Bewegung das seil aus der Tasche ihres Sattels zieht. Einmal gefesselt würde er ihnen kaum mehr entweichen.

Abrupt erstarrt sie mitten in ihrer Bewegung, verliert einen Augenblick lang den Augenmerk auf die Präsenz, was jene sichtlich schwächen dürfte. Ein Augenblick welcher durchaus genügen könnte die Flucht zu wagen, wären da nicht Ayani und Arie.
Ein zartes Zittern rinnt durch ihren Körper und ihre leise stimme ist kaum mehr als ein Hauch.

Er erwacht....

Schon immer war sie empfänglich für die leisen Schwingungen der Auren. Fast körperlich spürt nun sie den Ruf, dunkel und finster, den Respekt nicht erwartend sondern kompromisslos fordernd. Und doch stiehlt sich ein Lächeln auf ihre Lippen.

Es waren nur wenige Augenblicke, eigentlich kaum mehr als ein Wimpernschlag, bevor sie ihren Augenmerk wieder auf das Geschehen vor sich richtet.
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht-Im Schloss

Beitragvon Lord Landru Vykos » Mi 7. Feb 2018, 20:52

Oh und wie er es spüren konnte. Selbst in dem verwilderten Zustand der Bestie, verstand auf eine niedere Ebene sein Geist, dass es sein Gebieter war. Jenes Blut was ihn einst diese Existenz vermöglicht hatte. Er war dankbar darum, aber diesen Moment brauchte es und er war gut, denn lenkte es vom Impuls sich aufs Blut zu stürzen ab. Erst das förmliche Donnern eines Herzschlages riss ihn wieder herum. Der Blutbeutel sieht der verzerrten Fratze entgegen die ihn angrollte und gar Speichelfäden in die Richtung schleuderte. Er sah kaum den Menschen vor sich, viel mehr ein Geflecht aus roten Linien die verlockend pulsierten. Menschliches Blut war länger her und vermutlich auch in Ermangelung dessen der Grund für sein sehr erbärmliches Aussehen. Die Kraft hatte nie groß gereicht, um sich aus der aus Unachtsamkeit geschaffenem Gefängnis zu befreien. Zwei lange und zwei kürzere Fänge schlagen sich ins Fleisch. Klauen umgreifen die Beute in eine fast liebevolle Umarmung. Kein Blut sollte durch Wunden verschwendet werden. Jeder Schluck kehrte Farbe in die aschgraue Haut zurück und schien sie frischer und saftiger erschienen zu lassen. Irgendwas.. steht an. Etwas größeres. Dieses mal war es anders als die anderen Male wo sich vereinzelnde Kinder gefunden hatten. Sie würden ihn ohne hin brauchen, um den Zauber zu brechen, der zur Sicherheit des Methusalems gesprochen war. Ein guter Magier könnte ihn sicher brechen, aber es gab noch mehr was auf den Weg dorthin gewusst werden sollte.

Kurz vor dem letzten Tropfen hatte er abgelassen und alleine diese Speisung hatte seinem Antlitz etwas mehr Lebendigkeit verliehen. Das Biest kehrte zurück in die Tiefe und der Nebel lichtete sich. Gleichzeitig wurde das Gefühl stärker, dass ziehen in seinen Venen, der Ruf der deutlich machte, dass etwas großes in Gange ist. "Es wird der Tag kommen, an dem nach Schatten und Stille, Staub und Asche.. die Zeit scheinbar obsiegt. An diesem Moment wird das Schicksal sich wenden und ein neues Zeitalter des Blutes anbrechen." Krächzte er wie eine alte Prophezeiung. "Sie werden sich erheben, stolzer und stärker als je zu vor. Die Banner werden gehisst, die Waffen geschmiedet und die Nacht wieder uns gehören. Es ist soweit." Die Hand streckte sich nach Melli aus. Wahrlich hätte er weder sich das verziehen noch sonst jemanden. "Könnt ihr es hören?" Natürlich können sie, deswegen waren sie hier.
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht-Im Schloss

Beitragvon Aphrodite » Mi 7. Feb 2018, 21:09

Sie stand dort wie erstarrt und umklammerte Melli. Nein, sie dachte ums VErrecken nicht daran, sie loszulassen! Versteinert blickte sie gen Landru. Dann auf seine Mahlzeit, und wie er sich stärkte. Erst nach einer gefühlten Ewigkeit, als er seinen Durst gelöscht hatte, ließ sie Melli los- und wich zugleich ein paar Schritte zurück. Hastig wurde der Kopf geneigt und ein leises "Mylord" genuschelt- dann hielt sie sich aber möglichst unauffällig im Hintergrund.
Der Blick starr, die Haltung nun beinahe verkrampft. Es war wohl besser, wenn Landrus Aufmerksamkeit von den anderen auf sich gezogen wurde- so würde sie still stehen bleiben. Selbst auf seine Worte hin reagiert sie nicht- anfangen konnte sie ohnehin nichts damit.
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht-Im Schloss

Beitragvon Melli Vykos » Mi 7. Feb 2018, 21:17

Paps !

Endlich lies sie Aphro los.. und kaum das sie ihre Freiheit verspürte stürzte sie auch schon auf ihn zu.. auf seine Hand, nein vorbei direkt an seinen knochigen Körper.

Seine Worte, sie hatte sie verstanden, sie fühlte es ja auch.. spürte den Drang der auch sie nach unten zog..der ihr erzählte.. der sprach..
Aber ER, auch wenn er es vielleicht nicht sein sollte, so war ER doch für sie persönlich wichtiger als alles andere ! Das würde sie natürlich niemanden sagen, selbst wenn es der ein oder andere wohl ahnen konnte.

Oh Paps..

schon klammerte sie sich an ihn wie eine ertrinkende. Wie lange nur hatte sie ihn gesucht, nie aufgegeben und immer gehofft.
Und nun war er wieder da.. jetzt würde sie ihm eine gute brave Tochter sein, oh ja! na ja.. vielleicht..
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht-Im Schloss

Beitragvon Kyrana » Mi 7. Feb 2018, 21:23

Starr beobachtet sie die Szene...wobei auch nach ihr diese Macht greift, die sie schon kennt...und nie vergessen hat. Ein Frösteln wandert durch ihren Körper. Solche mächtigen Präsenzen ist sie nur von den Obersten der Häuser in ihrer alten Heimat gewöhnt. Hier hat sie das nur einmal erlebt...bisher. Und jetzt wieder. Jeder hier scheint es zu spüren, natürlich, denn sie alle sind Seine Kinder. Sogar Landru als Regent...selbst er scheint vor Ehrfurcht wie erstarrt, kaum dass er sich gestärkt hat. Seine Worte klingen pathetisch...und unwirklich für sie. Nie hat sie den Clan in voller Blüte erlebt...als sie in dessen Reihen aufgenommen wurde, schien es schon einen gewissen Niedergang zu geben.

Und während sie ihre Schatten verpuffen lässt...die derzeit wohl nicht mehr gebraucht werden, sieht sie sich nach Aphrodite um, die schweigend in die hintere Reihe zurückgewichen ist...sie wirkt verkrampft und so, als fühle sie sich unwohl. Ein schnelles Lächeln Kyranas soll ihr Zuversicht geben...dass jetzt alles gut ist...wird. Denn Landru ist zurück...was das Lächeln noch tiefer werden lässt, als sie ihn wieder ansieht.

Es bleibt die Frage in ihr...was aus der ursprünglichen Mission wurde, die Priesterin zu wecken...Inzwischen scheinen andere, größere Ziele ins Auge gefasst worden zu sein...Ziele, deren Bedeutung sie bisher nur erahnen kann.
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht-Im Schloss

Beitragvon Norax » Do 8. Feb 2018, 10:09

hinunter immer weiter in die finsternis ...er folgte den gängen nun schon eine weile
hier und da waren die gänge so schmal...das er fast mit der rüstung stecken blieb

so drehte und wand er sich nun...durch die katakomben der vergangenheit
immer mehr präsenzen strömten auf ihn ein ....je tiefer er nun kam

kurz hielt er an einer kreuzung inne ...seine rechte legte sich auf das feuchte kalte mauerwerk
er lauschte in die dunkelheit ...
und wieder bricht eine welle an eindrücken über ihn zusammen ....
ein kaltes leises knurren kommt über seine blassen lippen ....
seine linke ballte sich zu einer faust ....es war nicht so das er sich fürchtete ..oder gar angst
vor dem hatte was hier vorging ....

aber diese eindrücke die seine sinne nicht nur berührten ..sondern auf sie einhämmerten
als versuchten sie nägel in sein hirn zutreiben

das war es was in nun immer noch hier verweilen lies für einen moment ...sein blick wanderte
über kadaver und knochen von ratten ....
irgendetwas lebte noch hier ..etwas das ihm dennoch bekannt vorkam ...
aber darum war er nicht hier ...noch immer folgte er dem gefühl das jemand ihn gerufen hatte ...

und nein nicht Kain ...seine präsenz war hier überall ..erdrückend und doch kannte er sie..
war doch er es ...
der ihn zu dem gemacht hatte was er nun war
und doch versuchte er noch immer sich gegen alles aufzulehnen ...ob nun gegen Kain,Ladru
den clan ....

und doch ...etwas oder eher jemand trieb ihn immer wieder zurück ....
so drückte er sich nun von der wand ab .... diesmal würde er den weg gehen ...
bis zum ende ..
ob es das seine werden würde ..wer konnte das an einem ort der vergangenheit schon sagen
schritt für schritt würde er es herausfinden ...

nach einer weile hielt er wieder inne ..stimmen ..präsenzen ..einige die er kannte
einige unbekannte ...

so machte er die letzten schritte .. trat aus einem der seiten gänge und baute sich als schatten
vor der gruppe auf ....

Tiefschwarze augen wanderten über die gruppe ...
Landru der kaum noch menschliche züge hatte ...und zu seinen füßen lag ein ausgebluteter ghul ...

Melli die an seiner seite stand ...Kyrana und zwei weiter damen die er nicht kannte dahinter ..
ein paar ghule ..
die sich in eine der hinteren ecken herum drückten ...

doch das alles hatte er nur am rande war genommen ...seine dunklen augen lagen nun
auf der person ..
auf der einen person warum er das alles auf sich geladen hatte ...

seine blassen lippen öffneten sich und ein wort kam über seine lippen
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht-Im Schloss

Beitragvon Narbash Aro » Do 8. Feb 2018, 10:35

Aktuell ist es Narbash unmöglich sich Shilanas "Kontrolle" zu entziehen. Die Berührung seiner Lippen, sowie die vermeintliche Berührung ihrer Lippen an seinem Ohr, bevor sie ihm den nächsten Befehl ins Ohr haucht, wecken immer mehr Begierde und er verfällt ihr immer mehr.

Seine Hände streckt er Shilana wie befohlen ohne jegliches Zögern entgegen. Selbst der Moment, in dem Shilana etwas abgelenkt wird genügt nicht, um Narbash wieder zum Herren seiner selbst werden zu lassen. Ohne irgendwelche Fragen zu stellen lässt er seine Hände nach vorn gestreckt, auf das wartend, was auch immer sie mit ihm vorhabe.

So unterwürfig er im Moment auch von Außen wirkt, in seinem Inneren entbrennt ab dem Zeitpunkt, als Shilana sich für wenige Sekunden nicht vollends auf ihn konzentriert, ein erbitterter Kampf um die Kontrolle seines Körpers. Sich kampflos einer Vampiress untwerfen? Das wäre gewiss nicht Narbashs Art - auch wenn der aktuelle Kampf, den er führt eher für den Moment aussichtslos erscheint.
Zuletzt geändert von Narbash Aro am Do 8. Feb 2018, 10:36, insgesamt 2-mal geändert.
Dem dunklen Vater auf ewig getreu ergeben wird sein Morgenstern wie einst den Feind um Gnade winseln lassen!
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht-Im Schloss

Beitragvon Coryla Vykos » Do 8. Feb 2018, 12:39

Anders als die meisten des Clan, ruhte sie in den Tiefen des Irrenhauses. Madrigans Gesellschaft und die der verstören Geister waren ihrem rastlosen Geist stets willkommen. Doch etwas war anders. Wie lange war es her seit sie das letzte Mal die Augen aufgeschlagen hatte? Ewigkeiten? Vieles hatte sie gar nicht mehr mitbekommen von der Welt da draußen und doch musste es einen Grund für dieses Erwachen geben. Etwas .. von Bedeutung. Sie labte sich an den Patienten ehe sie Madrigan aufsuchte. Ein leises Flüstern, von dem er sowieso nicht unterscheiden kann, ob es seine Stimmen sind oder die ihren. "Wir sind erwacht und wünschen einen Brief zu verfassen. An das Schloss. Er wird uns dafür Federkiel und Papyrus bringen." In ihrem Kopf eine Unzahl an Stimmen, vereint zu einem großen Kollektiv. Niemand kann sagen welche Stimme eigentlich die ihre ist. Es war nicht wichtig, nicht relevant. "Wir gedenken ihn großzügig mit Weitsicht zu belohnen, wenn er sich fügt." Ein feines Lächeln umspielte die Züge der Untoten, als dies wohl überzeugend genug schien für den Verrückten ihr Folge zu leisten. So setzte sie ein Schreiben auf und ließ es per Raben zum Schloss fliegen. Der Rabe suchte somit einen Empfänger der Nachricht. Jemanden der nicht gerade damit beschäftigt war zu überleben, andere beim Überleben zu helfen oder zu manipulieren.

"Madrigan guter weiser Mann. Nun lausche unseren Wahrheiten, sie werden euch bereichern." Flüsterte sie sanft und legte ihre Hände an die Schläfen des kranken Mannes. Dessen Augen weiten sich als er sich im Blick der Rothaarigen verlor und dann begann zu schreien als der geistige Schmerz in sein Hirn drang und er von Bildern überflutet wurde, die er nicht verstehen konnte und nie verstehen wird.
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht-Im Schloss

Beitragvon Arie » Do 8. Feb 2018, 12:47

Gelangweilt möchte man meinen, hoch das Tier, Arie im Grad, sanft umwoben vom Nebel, als würde er in leicht trüben Wasser sitzen. Es gab ja nichts zu tun, Shilana hat die Sache ganz offensichtlich unter Kontrolle.
Alles verläuft viel reibungsloser wie gedacht, nicht einmal ein Pferd würde gebraucht um den Gefangenen zurück zu bringen!

Der für Menschen unhörbare Ruf klingt in sein Ohren als würde er mitten in der Turmglocke stehen als diese Schlägt, seine Reaktion ist auch ein Schmerzerfülltes kurze aufjaulen, als hätte ihm jemand ein glühendes Eisen in die Seite getrieben!
Er Springt auf dabei und Blickt dann wie gebannt zum Schloss auf, der Gefangene für den Moment vergessen!

Was ist dort passiert?! Was haben Die angestellt?! Gehetzt blickt er zu Ayani, Shilana dem Gefangenen und wieder zum Schloss. Er Kann Ayani und Shilana nicht alleine lassen. Aber dort oben muss etwas aus den Angeln geraten sein!


Von einem Moment auf den anderen, die Welt noch eben in Ordnung, stimmt nun etwas nicht mehr!
Er muss wohl nachsehen, auch wenn er nicht in die Eingeweide des Schlosses will!
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht-Im Schloss

Beitragvon Ayani » Do 8. Feb 2018, 15:29

Immernoch beobachtete sie interessiert, wie brav und fügig der Fremde unter Shilanas Einfluss wurde und einfach tat, was sie ihm auftrug. Ein schmales Lächeln hob sich auf ihre Lippen, denn das hier war ja schon fast zu einfach gewesen! Aber andererseits... Umso einfacher, umso schneller könnten sie weiter in Richtung Stadt reisen.

Doch plötzlich waren diese Gedanken für einen Augenblick unwichtig. Denn auch sie spürte es, obwohl sie sonst kaum in der Lage war auch nur irgendeine Aura ohne mächtig viel Konzentration wahrzunehmen, und erstarrte regelrecht für einen Moment, während ihr Blick in Richtung des Schlosses zurückwanderte. >Was… wer… ist das?< Wisperte sie schließlich mit geweiteten grauen Augen und starrte Shilana an. Von jener erhoffte sie sich eher eine Antwort auf diese Frage, als von Arie. Der schien immerhin genauso verwirrt und erschrocken, wie sie sich ebenfalls fühlte.

Den Morgenstern hielt sie nochimmer leicht an ihre Schulter gelehnt fest, doch der Fremde war auch für sie für den Augenblick vergessen. Unbewusst griff sie mit ihrer freien Hand nach einem Stück von Aries Fell und grub ihre Finger hinein. Sie spürte seine Verwirrung und Unruhe deutlich. Und ungefähr genauso erging es ihr ebenfalls.
~ Das Ende einer Idylle ~ Bild~ Kind im Blute des Arie Aiur ~ Gangrel ~ ~ Wer leuchten will, der flieht das Licht. Der schaut der Nacht ins Angesicht. ~
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht-Im Schloss

Beitragvon Lillyth » Do 8. Feb 2018, 17:02

Lillyth opferte einen der Ghule, mit dem Ziel, das Tier zu besänftigen. Es war sicherlich nicht viel, aber er nahm es dankend an und schien ein wenig an Kraft und Bewusstsein wiederzugewinnen. Ihr dunkler Blick ruhte auf ihm, dem Regenten, ihrem Bruder, wie er sich an dem Knaben labte. Aber nicht nur, weil des Schauspiels wegen, sondern vielmehr ein Akt der Vorsicht. Ein Bursche konnte ausreichen, dass er den tierischen Instinkt wieder zu kontrollieren wusste, aber sicher war sie nicht, ebenso wenig, wie sie einschätzen konnte, wie lange er die Oberhand halten können würde. Doch sie konnte unmöglich mehr opfern und sie ging davon aus, dass er verstand. Im Gegensatz zu den anderen, war jenes höhere Ziel von vornherein von ihr angestrebt worden. Ob dies unbewusst geleitet oder hergerührt von den Differenzen, die sie mit ihrer Mutter hatte, war unklar.

"Sicher Landru, ich kann ihn hören." Ein leichtes Nicken ging von Lillyth aus. Es war für sie mittlerweile spürbar, dass es nicht mehr nur eine fixe Idee war, sondern sich zu etwas entwickelte, Etwas, dessen Ausgang sie nun nicht mehr abzuschätzen wusste. Sicherlich, die Präsenz des ersten war bereits schwer zu leugnen, aber wie Melli ihrem Vater vertraute, so ging es ihr nicht anders. Sie vertraute darauf, das richtige zu tun.

Noch bevor sie auf das Vorhaben an sich weiter eingehen konnte, vergrößerte sich die Gruppe abermals.
War es Schicksal, Zufall? Sie konnte sein Nahen erst spüren, als ein Aufeinandertreffen unvermeidlich wurde. Diese Aura, von der sie nicht mehr erwartet hätte, dass sie sie auffangen könnte. Seine dunklen Augen, Lillyth konnte förmlich spüren, wie sein Blick auf ihr ruhte und ob sie wollte oder nicht, ging es auch nicht gänzlich spurlos an ihr vorbei. Für einen Wimpernschlag, senkten sich ihre Lider, beinahe unmerklich, um sich selbst unter Kontrolle zu halten. Würde er sich an seine Worte erinnern? Nun die Chancen, dies herauszufinden stiegen nun um ein vielfaches.

Ein kurzes unheilvollen Funkeln huschte über ihre Augen, als sie diese öffnete und ihr Blick sich von Landru auf Norax legte. Aus einer instinktiven Gewohnheit heraus, sog sie dabei unbewusst scharf die Luft ein, als er ihren Namen aussprach, aber fing sich nur einen Augenaufschlag später wieder. Noch war nicht die Zeit und dies nicht der Ort, um ihre Differenzen auszufechten, aber jene würde kommen. Die Zeit alte Versprechen einzulösen. Für einen fast endlosen Moment hielt sie an seinem Blick fest. "Mein Gemahl... " kam es ungewohnt leise und vor allem ruhig aus ihrem Munde. besonders, da das Aufblitzen ihrer Augen fast schon etwas teuflisches in sich hatte. Ein zartes Lächeln spiegelte sich auf ihren Lippen wieder, beinahe hübsch, hätte es ihre Augen erreicht. So wirkte es nur zufrieden, als Lillyth sich Landru wieder zu wandte. "Scheinbar kann jeder ihn hören... und ich werde folgen.“
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht-Im Schloss

Beitragvon Lord Landru Vykos » Do 8. Feb 2018, 17:19

Unklar wie lange es halten wird. Hoffentlich lange genug. Es gab etwas wichtigeres. Tatsächlich hatte er sich etliche Male ausgemalt wie es sein würde. Wann, wie und vor allem ob Vater zufrieden war. Er konnte es nicht sagen, denn ja, der Clan hatte an Macht verloren und auch an Einfluss. Doch er war und blieb ein fester Bestandteil dieser Welt. So wie es um sie ruhig geworden war, war es auch um die Feinde ruhiger geworden. Fast wie aufs Wort konnte er Norax fühlen. Die Verbindung zu seiner Schwester war ihm zwar bekannt und er akzeptierte sie widerwillig, aber er war immer noch skeptisch. Vielleicht weil die Feindschaft zu Norax ehemaligen Verwandten sehr tief verwurzelt gewesen war. Doch auch er gehörte zu ihnen und diese Entscheidung hatte der Mann getroffen und sich somit gegen alles gestellt was einst sein Inhalt gewesen war. Er wählte die Nacht, statt das Licht. "Ich grüsse dich.. " Kam es leise von der herunter gekommenen Kreatur.

Sein Kopf neigte sich Lillyth entgegen, als sie sagte sie folgte. Ja, dass tun sie alle. Auch er und mit einem Schlag waren uralte Ängste wieder da. Die Zeiten wo er sich beweisen wollte, dass er würdig war. Immer mal wieder abgekommen durch Schwäche und Verblendung, aber doch wieder zurück kehrt. Trotzdem nagte einen Moment der Zweifel an ihm, ob es genug war. Vielleicht erhob er sich auch.. um ihm zu schelten? Was auch immer der Grund für das Erwachen war, er würde sich dem Stellen müssen. Jeglicher Kritik, jeglichen Lobes und vielleicht auch einer gewissen Gleichgültigkeit. Als Sohn war er immer darauf bedacht, seine Eltern zu beeindrucken, sie waren die einzige Familie die er wirklich hatte. "Ich habe die Gruft versiegelt. Aber ich kann sie auch wieder öffnen." Der Vorraum lag frei, doch dahinter ruhten Priesterin und Oberhaupt. "Allerdings.. kann ich SO nicht unter die Augen meiner Eltern treten. Geht vor, ich folge euch,sobald ich mich .. ein wenig dem Umstand angepasst habe." Ihm wurde wohl jetzt erst klar, wie er eigentlich aussah und wie elendig das war.

Melli strich er über den Kopf. Sie hatte was beruhigendes an sich. Sowas zufriedenes. Das beruhigte. "Möchtest du mir helfen?" Fragte er leise. Wenn sie ihm half schnell den Dreck los zu werden und sich was halbwegs intaktes anzuziehen, ginge es schneller.
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