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Melyndra
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht-Im Schloss

#301

Beitrag von Melyndra » Mi 21. Mär 2018, 11:36

Unwillkürlich zieht sie die Decke noch ein wenig enger um sich, während sie schweigend einen Moment über die Worte nachdenkt.
Wenn ich nicht trinke...wird das Gift erneut seine Wirkung entfalten...mich besiegen?
Fragt sie leise nach, nur um ganz sicher zu gehen. Die Worte der kühlen Blonden jagen ihr Angst ein, aber vermutlich sollen sie auch genau dies tun. Angst sorgt für Achtsamkeit und Vorsicht, solange man nicht zulässt, dass sie einen lähmt.
Einen Moment überlegt sie, bevor sie bedauernd den Kopf schüttelt.
Ich weiß es nicht. Es waren so viele...es ging alles so schnell...er lag schon am Boden, als er noch einmal hochkam...es ging alles so schnell. Doch Mutter müsste es wissen.
Ihr Blick fällt wieder auf den Herrn, der noch immer voller Verzückung zu ihr aufsieht. Langsam streckt sie ihre Hand aus und streichen ihr Fingerspitzen über dessen Wange. Sie kann fast spüren, welches Glücksgefühl sich in diesem erhebt. Ein wenig beugt sie sich vor. Durch die Bewegung verrutscht die Decke ein wenig, entblößt einen Teil ihrer Schulter und ihres Rückens und offenbart zarte geschwungene Linien auf der sonst so makellosen Haut. Eine Tätowierung offensichtlich. Sie bemerkt es kaum, lässt die Decke vorerst wo sie ist. Ihre Aufmerksamkeit gilt dem Manne vor ihr. Fast sanft umfasst sie seinen Arm und nur Augenblicke später versenken sich ihre Zähne in seiner Haut.
Ihre Augen weiten sich einen Moment, bevor sie sich schließen....zu köstlich ist es zu spüren wie der warme Quell ihren Mund füllt...ihre Kehle herabrinnt. Ein Rausch, welcher sie jedes mal bisher in seinen Bann zog.
Viel benötigt sie nicht...gestärkt hatte man sie zuvor durchaus ausreichend. So dauert es nicht lang, bis sie ablässt und den Mann sanft in Niobes Richtung schiebt.
Rasch zieht sie die Decke wieder ihren schlanken Leib und ihrem Lächeln haftet ein Hauch von Verzweiflung an, als sie zu Niobe sieht.
Wir flohen mit nichts weiter als den Kleidern auf unserem Leib. Ich hoffe Mutter hat ein Gewand welches mir passt.
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~und sie verlor ihr Herz an~
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Lillyth
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht-Im Schloss

#302

Beitrag von Lillyth » Mi 21. Mär 2018, 19:01

Niemand hielt Lillyth zurück, so dass sie einige Augenblicke nach Norax den Saal verließ. Sie hörte nur wie Landru Vater berichtete, bruchstückhaft und trotzdem war sie sich selbst sicher, dass gerade er nur ein Urteil hierbei fällen konnte. Ebenso wie es nur das eine für all jene gab, die es selbst miterlebt hatten. Und verdammt, es war gnädig, wenn es nur einfach die Auslöschung bedeuten würde.

Aber wer im Glashaus sitzt wirft nicht mit Steinen. Daher sagt sie weder etwas dazu, noch drängt sie sich Norax hinterher, als er geht. Sie beschreitet ihren Weg. Allein hinab ins Dunkel der Verliese. Was immer ihr Gemahl noch holen würde, nun sie gönnte ihm das Vergnügen.

Sie hörte nur bereits Stimmen vor sich. Bruchstücke von Worten. Hochverrat ... Schuld. Das Lächeln auf ihren Lippen nahm zu, gar ein Stück unheimlich wurde. Dieses Mal war ihr Rachedurst mit dem von Norax fast gleich auf. Ihr genügte dabei nur die Vergeltung, jedoch er würde Blut sehen wollen.

"Es gab auch keine aggressiven Handlungen gegen ihn, als er aus einer Laune heraus ein Heer vor unsere Tore geführt hatte." Lillyths Stimme klang fest und kühl, fast schon ein wenig spitz, als sie sich den beiden näherte. Ihr Gang wurde langsamer und mit jedem Schritt schien er auch graziler zu werden. Einen Fuß sauber vor den anderen. "... Ihr stimmt mir doch zu Argonar?" Selbstverständlich erwartete Lillyth keine Antwort, es war nur ein verbaler Tritt. "...er hat nach Blut gelechzt... nach Verderben und Tod... "

Lillyth lag es fern derart persönlich gegen Aphrodite vorzugehen wie Norax. Immerhin hatte sie kein persönliches Problem mit ihr im Gegenteil. Sie hatte das Gefühl, dass bei Aphrodite etwas wie ein Beschützerinstinkt eine Rolle spielte. Rohe Gewalt würde da nicht zur gewünschten Einsicht führen. Eher zum Gegenteil. "Er hat sich mit den Fanatikern verbündet, ritt Seite an Seite mit den al Ads.... " Ihre dunklen Augen wanderten zur Zellentür, als sie kurz und knapp die Anschuldigungen vorbrachte. "... helft mir auf die Sprünge, Argonar. Es war kein Besuch zum Tee, nicht wahr?"

Mittlerweile stand sie neben Norax. Sachte legte sich ihre Hand auf seinen Arm, vielleicht mit dem Hintergrund ihn bezüglich Aphrodite zu beschwichtigen. "Er hat verraten, gemordet und den Tod eines jeden von uns gerade zu genossen... und wenn sich ihm die Möglichkeit geboten hätte, hätte er persönlich sogar jeden von uns ausgelöscht.... Und nun sagt mir, welche Form von Gerechtigkeit hat er nach alledem verdient und mit welchem verdammten Recht?" Das Dunkel ihrer Augen legte sich auf Aphrodite. Nicht feindselig, aber durchaus rachedurstig gegenüber Argonar. "Ihr könnt gerne bleiben und Euch davon überzeugen, dass er noch lebendig ist. Ganz so wie der Regent es wünscht... Ihr habt mein Wort. Ein schneller Tod wäre sowieso zu gnädig. Aber nun würde ich ihm aus dem Weg gehen." Ihre Hand glitt sanft an Norax Arm hinab. "Denn ich denke, die Herren haben etwas zu besprechen."
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Mutter ihres kleinen Sternenlichts Neomi ~ Tochter seiner Lordschaft Kain Vykos und seiner Gattin Enoia Vykos
† Es ist schon immer eine gefährliche Unterschätzung des Bösen gewesen, ihm zu unterstellen, es kenne keine Liebe. †
† Lieben zu können ist kein Vorzug des Guten, sondern das einzige, was es mit dem Bösen verbindet. †

Aphrodite
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht-Im Schloss

#303

Beitrag von Aphrodite » Mi 21. Mär 2018, 19:10

"NEIN!"

Schallt nun deutlich ihre Stimme gen Norax- und auch gen Lillyth, die sich dazugesellt hat. Ihre Stimme ist hart und kalt. Kurz wendet sie sich um und sieht Argonar an- tieftraurig, enttäuscht, als sie vernimmt, weswegen er hier in dieser Zelle sitzt. Weshalb er ein Verräter ist. Sie glaubt den beiden, sie hatte gespürt, wie jeder hier zusammenzuckte wenn man seinen Namen aussprach, wie gebrochen Shilanas Herz war. Und auch sie kannte argonar, seine Wut, seine Unbändigkeit. Ja, es passte.
Und gerade zerriss es die -gar nicht mehr so junge- Brujah innerlich. Sie versucht, ruhig zu bleiben, trotz der Worte von Norax, trotz des Schwertes vor ihrer Nase. Ruhig umfasst sie den Knauf ihres Schwertes fester und blickt Norax in die Augen.

"Nein."

Wiederholt sie nun ruhiger.

"Er begab sich freiwillig hierher. Ihr werdet Euch nicht an einem Gefangenen auslassen, der sich nicht wehren kann oder darf, weil es für ihn alles schlimmer macht. Ihr werdet Ihn in Ruhe lassen bis ihre Lordschaften sich entschieden haben, wann sie ihn anhören werden. Womöglich hatte er Gründe. Vielleicht hatte er keine. Vielleicht verdient er den Tod oder Qualen, vielleicht nicht. Das habt Ihr nicht zu entscheiden."

Sie strafft sich nochmals.

"Und nein, ich teilte nie das Lager mit ihm. Er war mein Mentor. Mein Lehrmeister und mein Kommandant. Er hat mir mehr als einmal das Leben gerettet, als ich als Jungspund meinen Kopf nicht einsetzte. Nun..schütze ich das seine. Und solltet Ihr der Meinung sein, dass ich deshalb ein VErräter bin, werde ich das akzeptieren."

Nun bebt ihre Stimme etwas- nein, das war nicht schön. Gerade schien es doch, als wolle es für die Brujah etwas besser laufen. Und nun? Vermutlich war sie in fünf Minuten tot oder saß in der Zelle nebenan.
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Argonar
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht-Im Schloss

#304

Beitrag von Argonar » Mi 21. Mär 2018, 20:06

Argonar musste Aphrodite ihre Verteidigung hoch anrechnen. Sie riskierte viel und das wusste er nur zu gut. Er beobachtete wie Norax seinen Bogen an die Wand stellte und die Brujah anwies zur Seite zu treten. Nun, der Einäugige ahnte worauf es hinauslaufen sollte. Für einen Moment geriet er ins Wanken ob seiner Entscheidung zurückzukehren. Wollte er wirklich wieder Teil eines Clans sein, in dem sich stellende unbewaffnete Gefangene ohne Richtspruch des Regenten oder gar Kains gefoltert werden? Er hoffte das Norax die Ausnahme bildet. Natürlich verstand er das Blut der Brujah und konnte seine Wut auch verstehen, aber hatte nicht alles Grenzen? Er wollte Aphrodite bitten zur Seite zu treten. Sie musste nicht für ihn sühnen. Argonar wusste nicht wie gut sie geworden war, aber er wollte auch keinen Kampf zwischen den Beiden provozieren. Er schlug seine Kämpfe lieber allein, auch wenn er im Moment eindeutig im Nachteil war.

Er kam nicht zu Wort. Lillyth kam hinzu und war wohl getrieben von eben solchem Zorn. Auch kam Argonar nicht umhin ihr teilweise Recht zu geben. Teilweise.

"Al Ad ritt mit mir. Eine einzige von Ihnen. Wenn das schon ein Bündnis ist, dann ja...", seine Hand fuhr durch das dunkle Haar, welches lose sein Gesicht rahmte. Er nickte langsam. "Vielleicht hätte ich das. Aber ich erdolche niemanden in seiner Zelle. Ich werde mich rechtfertigen. Bei Zeiten." Sie sprach vom Regenten. Also war er es, der Argonar richten würde und dem er Rechtfertigung ablegen würde. Er schuldete sie allen, das war klar. Aber es machte nicht den Eindruck, als würden diese Beiden ihm wirklich zuhören wollen. "Und ich erinnere mich an eine Schlacht in der sich die Vampire trefflich wehrten und nicht unbewaffnet in einer Zelle standen...", ein schwacher Versuch an so etwas wie Ehrgefühl zu appelieren. Es würde nichts Nützen, aber darauf kam es nicht an.

Sein Auge war dunkel und doch funkelte etwas darin. Wie glühende Kohlen unter Asche vergraben. Kaum zu sehen, aber mit dem Potential eines Feuersturms. Er trat an das Gitter, blieb eine Handbreit davor stehen und wandte den Blick erneut kurz Aphrodite zu. "Habt Dank Aphrodite, aber wenn es Ihm helfen sollte..."

Er drehte die Hände. Die Handfläche in den ausgestreckten Armen zeigten nach vorn. Wenn sich Norax von feiger Grausamkeit Linderung versprach. Nun, dann sollte es so sein. Er war natürlich kein Freund von Schmerzen, aber würde er sie fürchten, hätte er wohl nie ein Schwert aufgenommen.
Zuletzt geändert von Argonar am Mi 21. Mär 2018, 20:13, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht-Im Schloss

#305

Beitrag von Landru » Mi 21. Mär 2018, 20:14

Ein Nicken gen Shilana. Noch dazu Mellis Worte. So gerne er diese Entscheidung einfach aussitzen würde, es schien offensichtlich das sich die Meinungen über das wann teilten. "Nun gut,.. ziehen wir ihn vor, auch wenn es mich stört, dass er diesen Moment .. " Es klang unwirsch und er sprach es nicht zu Ende aus. Natürlich überschattet es Kains Rückkehr jetzt und stellt diese Zusammenkunft in den Hintergrund. Eigentlich sollte das nicht so sein. Doch was gibt es momentan noch groß zu sagen. Der Blick zu Kain verrät, dass es ihm frei stand ihn zu begleiten. Die Hand schloss sich um den Schlüssel und er forderte nicht den Zweiten ein. Sowas wie Vertrauen muss gegeben sein, wo käme er dahin, wenn er jedem misstrauen würde. Dann wäre alles was sie geschaffen hatten nichts mehr wert. Das es sich gerade vor den Zellen aufbaute und drohte zu eskalieren ahnte er noch nicht. So war es, werfe ein Stück Fleisch in einen Käfig voller Tiere und schrei Fass.. und sie werden fassen, gesteuert von der inneren Bestie. Insofern war es vielleicht nicht ganz so klug gewesen, den Brujah zu schicken. "Welch' unrühmliches Ende für diese Zusammenkunft. Ich bitte das zu entschuldigen und entlasse euch in die Nacht." Womit er dieser Klüngel sich durchaus auflösen kann.

Er selbst lenkte seine Füsse gen Kerker und mit jedem Schritt in dem er den Schlüssel hält schossen alte Erinnerungen durch seinen Geist. Viele Erinnerungen. Natürlich stand es Mutter und Vater frei, ihm zu folgen, er würde ihnen niemals Vorschriften machen. Er scheint genau richtig zu kommen. "Erstaunlich.. wehrlos.. waffenlos und eingesperrt und doch ist er der Grund, dass ihr euch fast.. an die Kehle geht. Ganz.. ohne Heer. Das nenne ich mal .. effektiv." Tönte schon bald die Stimme im Hintergrund. Er registrierte auch Lillyths Anwesenheit, natürlich.. manchmal war sie wie Gift, manchmal wie Öl das noch mehr Feuer entfacht. Sie verlangten Genugtuung und es wird schwierig sie zu erlangen. Argonar konnte auch Shilana in seinem Rücken wahrnehmen. Wie treu.. trotz allem, konnte er keinen Hass in ihrer Aura entdecken und im Gegensatz zu anderen vermochte er Auren zu lesen. "Du hast die Liebe der Rosen nicht verdient.. " Murmelte es mürrisch, ach wie ihn das ärgerte, dass er sich damit befassen musste. Eines der weniger schönen Dinge als Entscheidungsträger und wer weiß wie es künftig sein wird. Vielleicht findet er mit Vater und Mutter eine Möglichkeit, die Verantwortung für sowas zu teilen. "Wie auch immer, bringen wir es hinter uns." Mit einem Wink warf er tatsächlich Norax den Schlüssel zu und ihm war es gleich ob Shilana und Aphrodite möglicherweise entsetzt sein werden. "Begleitet ihn einen Raum weiter.. damit.. wir reden." Es waren wenige Schritte. Zugegeben, Norax kann in wenigen Schritten sehr viel Schaden anrichten, das würde er vielleicht auch so dürfen. Ist die Frage wie weit der Brujah sich nun gehen lassen will. Er tat sich selbst schwer mit dem stolz und gewisse Befehle auszuführen, aber nichts desto Trotz - noch - sollte er jene ausführen. Er konnte nun abwägen, nach seiner Ansprache an Aphrodite über Verrat.. der Clan war doch gelehrt? Oder?

Er hatte sich bereits abgewandt und war im Raum neben an. Ein einfacher Raum indem manche Seele starb, bei Verhören, bei gewissen schmerzhaften Unterhaltungen. Teilweise waren die Geräte sogar noch erhalten, aber er brauchte sie nicht, wenn er Schmerzen zufügen will. Nein, er hatte sie nie gebraucht. Mal sehen was Argonar sagen wird, wie wohl und weise er seine Worte gewählt hatte, um seine Missetaten zu erklären oder gar zu .. rechtfertigen. Wenn es dafür eine Rechtfertigung geben kann, denn das war sicher Ansichtssache.
Zuletzt geändert von Landru am Mi 21. Mär 2018, 20:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht-Im Schloss

#306

Beitrag von Kain » Do 22. Mär 2018, 15:44

Auf seinen Zügen spielten sich keinerlei Emotionen ab, während Landru nüchtern berichtete, was geschehen war, während er die Begrüßung Mellis gegenüber Enoia beäugte. Sein Blick wandte sich auf jedoch direkt auf Melli, als diese an etwas wie Ehrgefühl appellierte. „Würdest Du noch immer so gnädig sein, wenn Dein Vater in dem Krieg gefallen?“ entgegnete er mehr als deutlich. Er hatte in diesem Punkt niemals Gnade gekannt und würde es auch niemals.

Kurz wandten sich seine Augen auf Shilana. Nun es erklärte einiges, wenn auch nicht alles. Emotionen. Er würde nie verstehen, weshalb man sich daran klammerte, aber jeder fällte diese Entscheidung für sich. Das er sich Enoia tief verbunden fühlte, schrieb er keinem Gefühl zu. Sie waren füreinander bestimmt, ein Puzzle, dass nur vereint ein ganzes war.

Natürlich würde er Landru zu den Verliesen folgen. Vorerst schweigend. Hier bot sich ihm nun selbst die Möglichkeit zu sehen, wie sein Sohn in seiner Funktion als Regent agierte - in der Zwickmühle zwischen Zusammenhalt, Verrat, Gerechtigkeit und Entscheidung. Jeder forderte etwas und bei weitem auch wenn diese Forderungen gerechtfertigt waren, waren sie nicht immer unbedingt die beste Wahl. Bei der Ewigkeit der Nacht, er wusste, wie schwer der Drahtseilakt sein konnte. Trotzdem Gnade würde er keine kennen. Ehre... Kurz sah er zu Melli. Nun anerkennend, dass jener sich dem Urteil freiwillig stellte, würde er vermutlich auch hören wollen, was jener Verräter zu sagen hatte. Ehre vielleicht, Gnade? Sein Blick wandte sich auf Shilana. Nein, auch wenn seine Meinung vermutlich ausnahmsweise objektiver war, als die der anderen Alten.

Er legte Enoia führend und ein Stück weit besitzergreifend die Hand in den Rücken. Sie hätte offenbar auch damals sterben können. Die Mutter seiner Kinder, die Frau an seiner Seite. Nun vermutlich hätte ihn dann nichts mehr gehalten. Ehre wäre dann nur ein bedeutungsloses Wort. Argonar konnte froh sein, dass sie unversehrt war.

„Wir kommen mit.“
Die kurze Antwort, eine Feststellung zeugte davon, dass er seine Gemahlin mit einschloss, und ebenso Melli, die vermutlich sowieso gefolgt wäre. So schritt er an der Seite seiner Frau die Stufen hinab. Er selbst war impulsiv, launisch, aber kein Narr. So wie er es einschätzte, würde er vermutlich zuhören, um jene, die Argonar verbunden gegenüber waren, zu besänftigen und ihm eine vermeintliche Chance zu geben. Jene Worte würde er zusammen mit den Taten mit ihnen abwägen und ihnen auf seine Weise verdeutlichen, weshalb ein Urteil unumgänglich war.

Er wollte beobachten und wenn es sich entsprechend der Erzählungen zugetragen hatte, nun bei aller Ehre, dann gab es nur einen Richtspruch für ihn. Auslöschung. Doch überließ er es dem Regenten selbst, immerhin war jener ein Zeitzeuge gewesen, jemand der die richtigen Fragen kannte und ein Recht darauf hatte Antworten zu erhalten. Einmischen könnte er sich immer noch. Zeit war nicht sein Gegner. Im Moment.

Unten angekommen hörte er bereits die vier dort verweilenden. Seine Tochter, von der er wusste, dass sie durchaus auf ihre Weise redegewandt war. Norax, dem er nachempfinden konnte, dass er Blut sehen wollte. Dann ein ihm noch namenloses Gesicht. Sie hatte er in der Kammer gesehen. Sie schien von deutlicher Loyalität gegenüber jenem in der Zelle und doch war sie zerrissen zwischen dem was sie tun wollte und dem was tun sie musste. Ebenso wie jene Dame, die Landru und ihnen hinab gefolgt war. Shilana war ihr Name, wenn er es richtig gedeutet hatte. Kurz musterten seine dunklen Augen alle anwesenden, bevor er schweigend Landru in den Raum folgte.

Über die Verlagerung der Führung würden sie anschließend sprechen. Nun konnte er erst einmal sich ein eigenes Urteil bilden. Die Führung in guten Zeiten war recht simpel, aber genau solche Fälle erforderten Kalkül und Fingerspitzengefühl. Er würde sehen, wer in welcher Form sich dabei ihm gegenüber beweisen würde.
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† Kain Vykos † Lord des Clans der Vampire † Oberhaupt der Familie Vykos †
Religionskriege sind Konflikte zwischen erwachsenen Menschen, bei denen es darum geht,
wer den tollsten, imaginären Freund hat.

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Enoia
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht-Im Schloss

#307

Beitrag von Enoia » Do 22. Mär 2018, 15:55

.... schnell die alte. Nun das war relativ. Nein die alte war sie weder körperlich noch mental und in welcher Form die Wunden heilen würden oder ob Narben zurück blieben, würde die Zeit zeigen und niemand anderes.

Auch wenn Enoia sich an die Auren oder Gedanken tasten würde, was sie aufgrund ihres angeschlagenen Zustands nicht tat, so wäre sie dennoch niemandem niemandem böse über diesen Gedanken. Im Grunde hätte sie dies sogar als eine Form von Anerkennung empfunden. Eine Bestätigung dafür, dass sie den Schein trotz allen makellos aufrecht erhalten konnte. Enoia war geübt darin die Fassade stets zu wahren, erst recht, wenn es sich um etwas offizielles handelte. Sie diente Kain und das mit Leib und Seele, sofern man ihren Geist oder ihr innerstes noch so nennen durfte. Und es war egal was auf diesen lasten mochte oder welchen Tribut es fordern würde.  Im Grunde war es der feine Unterschied zwischen Schein und Sein, den bei ihr nur wenige differenzieren konnten.

Als Kain zusammen mit Melli an sie herantrat, glitten ihre Augen kurz zu ihm, vielleicht für einen Wimpernschlag, denn viel länger dauerte es nicht, da wurde sie von jemand ganz anderem gar liebevoll umarmt. Da Lächeln auf ihren feinen Lippen gewinnt an Wärme und erreicht sogar ihre Augen, während ihre Hand zärtlich über Mellis Kopf streichelt und Enoia sie  dann ebenfalls in die Arme schließt. “Ich freue mich auch Dich zu sehen, mein Engel.”

Ihre Stimme ist ein wenig gesenkt, ob der Gesprächsthematik der Herren, etwas, was dem kleinen Freigeist in ihrem Arm jedoch scheinbar gleich war, besonders, da sie gar nicht so unrecht mit dem hatte; was sie frei heraus sagte. Aber es war fraglich, ob der Erste ebenso dachte, ebenso wie der Regent. Doch schien Kain Landrus Handeln in keinster Weise zu torpedieren. Es gab Zeiten, da hätte er direkt die Auslöschung gefordert. Nun schien er aber diese Gelegenheit für sich zu nutzen, um Landrus Führungsweise zu sehen und sich vorerst nicht einzumischen.

Zweifelsfrei hätte sie ihn damals vor Ort auch entgegen ihrer Einstellung getötet, er hatte ihr Heim, ihre Kinder angegriffen und damit seinen Eid gebrochen. Etwas unentschuldbares. Doch eine Frage brannte seither in ihren Gedanken. Warum hatte der Sohn Valias das getan? Von daher ging sie ein Stück weit mit Melli konform. Er war hier… um zu reden, nun sie konnten zuhören, verstehen, vielleicht eigene Fehler erkennen und dann immer noch richten. Jede Münze hatte zwei Seiten, nicht wahr?

Enoia spürte Kains Hand in ihrem Rücken. Eine Aufforderung zu folgen, der es nicht weiter bedurfte, war es ihr selbst ein Anliegen Antworten zu bekommen, wobei fraglich war, ob Norax noch etwas übrig gelassen hatte, was antworten konnte. Zum anderen löste diese eine Berührung, die so unbedeutend sie nach außen hin scheinen mochte, etwas in ihr aus, und zeigte innerlich Auswirkungen bis in ihre letzten Nervenenden. Es war so lange her, dass er ihr so nah war.

Den wohligen Schauer und die daraus resultierenden Emotionen unterdrückend, legte selbst ihre Hand sanft auf Mellis Schulter. “Komm wir gehen mit Deinem Vater…” Ihre Augen legten sich kurz auf das Kind, von der sie wusste, dass sie einen solch schweren Gang selbst schon hinter sich hatte. Sie untermalte die Geste mit einem leichten Nicken, eine schweigende Zustimmung darauf, dass sie es ähnlich sah und auch hören wollte, was Argonar bewegt hatte, die Waffen zu senken und sich zu ergeben.

Ihre Augen ruhten zärtlich auf ihrer 'Enkelin', während in ihr drin die Frage aufkeimte, ob jene Norax zurückhalten wollen würde, wüsste sie, dass Argonar ein Duell mit Landru gefordert hatte auf ‘Leben’ und Tod? Wenn es zu einem solchen Duell gekommen wäre. Vermutlich nicht. Hier ging es um weit mehr für sie als irgendwelche Vampire. Die meisten waren für sie ein Teil Familie… gleich welches Namenswappen sie trugen. Egal was er sagen würde, wäre ein Exempel unvermeidlich, so bedauerlich dies im schlimmsten aller Fälle für die zarten Rosen auch sein mochte. Auch würde sie niemandem die Rache oder Genugtuung absprechen wollen, aber nicht auf barbarische Weise ohne ein Urteil. Ein Mann, der zu seinen Fehlern steht, sollte angehört werden, jemand der mutig genug ist sich allem zu stellen, verdiente wenigstens diesen Respekt, doch würde dies seine Taten niemals aufwiegen oder gar in irgendeiner Form vergessen machen.

Sanft raschelte der Stoff ihrer schlichten weißen Robe, als sie an Kains Seite und sofern Melli mit ihnen kam und es zuließ mit ihr an der Hand Landru hinab folgten. Erneut in Richtung der erdrückenden Dunkelheit., in welche sich nun scheinbar alles verlagerte. Es waren einige die Antworten wollten und eine unter ihnen schien sich auch wenn sie versuchte es zu verbergen sich genau vor diesen Antworten zu fürchten. Liebe... Genau an ihrer Seite blieb Enoia stehen. Wenn Kain oder Melli weitergehen wollten, war es an ihnen.

Ihr Blick glitt über die Gruppe vor der Zellentür. Die Emotionen waren durch und durch spürbar, dafür brauchte es keiner Kräfte, um dies wahrzunehmen und besonders die schlimmste von allen. Rache. Von ihrer Tochter wusste sie wie weit sie gehen würde, aber bei Norax? Ihre kühlen blauen Augen ruhten einen Augenblick länger auf ihm, als auf jedem anderen. Landru war offenbar mehr als bereit den Verlust des Verräters in Kauf zu nehmen. Erst schickte er immerhin den rachedurstigen Brujah hier hinunter und nun warf er ihm auch noch die Schlüssel wie selbstverständlich zu. Oder, so wie sie es sah, gab ihr Sohn zwar den Befehl, überließ Norax aber dabei am Ende die Zügel, die Kontrolle darüber, ob und wie der Gefangene sein Ziel erreichen würde.

Kurz senkte sie ihre Wimpern. Fast als wolle sie Norax beschwören Kontrolle zu wahren und bedacht zu handeln. Immerhin würde es Stärke beweisen indem man dem entwaffneten zeigte, dass man sich beherrschen konnte, dass man mehr als nur ein wildes Tier war. Ihn hier und jetzt vor den Augen aller zu demütigen würde hingegen eher Schwäche demonstrieren. Schwäche indem man sich der Rache oder inneren Genugtuung hingab ohne vielleicht über die Konsequenzen nachzudenken. Wäre man dann besser als jener hinter der verschlossenen Tür?
Zuletzt geändert von Enoia am Do 22. Mär 2018, 16:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Schautest mich an was sahest du? - Dein Lächeln war Antwort genug - Deine Lippen sagten es stumm - Mehr brauchte ich nicht.
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† Omnia vincit amor ~ Semper tua †

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Melli Vykos
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht-Im Schloss

#308

Beitrag von Melli Vykos » Do 22. Mär 2018, 19:12

Sie stand eine Weile still da, überlegend, nachdenkend über Kain's Frage.
Was würde sie tun ? Eigentlich musste sie nicht wirklich lange über diese Frage nachdenken.
Sollte jemand ihren Vater angreifen oder gar töten, gebe es nur eine einzige Option für sie !

Ich würde sie alle töten

Dabei folgte ihr Blick ihrem Vater hinaus. Ja, sie würde es auf jedenfall versuchen, egal ob sie dabei selbst sterben würde.

Dann kam ein Ruck durch ihren Körper die Geste Kains war klar und auch die Berührung Enoia's sagten ihr, das
es ihr gestattet war zu folgen, wobei sie so oder so gefolgt wäre, ganz so wie Kain schon vermutete.

So also Schritt sie direkt den zwei folgend die Stufen hinab in die Kerker und kaum unten, blieb sie nur kurz
an Enoia's Seite stehen, das Geschehen aufnehmend, Argonar einen Moment betrachtend, bevor sie schon an der Wand lang
den Weg weiter durch den Raum verfolgte, bis hin zu jenen weiteren Raum in dem ihr Vater wartete.
Sie würde Lügen, wenn sie sagen würde, sie wäre nicht neugierig auf das was nun kommen würde.
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Stolze ewige Tochter des Lord Landru Vykos
~ auf Ewig ~
-- Ich mag ja Klein sein, aber wartet nur.. --
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Ayani
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht-Im Schloss

#309

Beitrag von Ayani » Fr 23. Mär 2018, 13:34

Der Saal füllte sich... Und leerte sich kurz darauf auch ebenso schnell wieder. Schweigend neben Kyrana verharrend hatte sie das Gehen der übrigen beobachtet und warf nun der Dame neben sich einen kurzen Blick zu. >Mich zieht es hinaus... Und das hier ist nicht meine Rache.< Und damit schenkte sie jener noch ein Lächeln und wandte sich zum Gehen. Natürlich war sie auch neugierig und diese Neugier schimmerte, wie immer, offensichtlich in ihren Augen. Doch all dieser Ärger geschah lange vor ihrer Zeit. Und sie würde mit Spannung das Ergebnis des Ganzen beobachten. Allerdings würde Ayani sich nicht einmischen, da sie schlicht nichts beizutragen hatte. Sollten sich jene des Ganzen annehmen, die die Situation kannten oder Entscheidungsgewalten hatten... Zumal alles in ihr nun danach schrie, diese nun wieder wahrlich gut bewohnten Mauern hinter sich zu lassen. Intrigen, Machtgeschichten und auch alles, was zu einem anständigen gesellschaftlichen Zusammenleben beitrug und ihr sowieso nicht lag, vorerst im Wald für ein paar Stunden zu vergessen. Stattdessen die Ruhe, Einfachheit und Vertrautheit des Waldes sie umschließen zu lassen. Leise fällt die Tür hinter ihr wieder ins Schloss und schon sprang sie die Stufen hinunter, schritt durch die Eingangshalle und suchte sich ihren Weg... Vielleicht würde sie dort draußen sogar Arie wieder über den Weg laufen, wer wusste das schon.
Zuletzt geändert von Ayani am Fr 23. Mär 2018, 13:34, insgesamt 1-mal geändert.
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~ Kind im Blute und Gefährtin des Arie Aiur ~ Gangrel ~
~ Wer leuchten will, der flieht das Licht. Der schaut der Nacht ins Angesicht. ~

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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht-Im Schloss

#310

Beitrag von Norax » Fr 23. Mär 2018, 17:35

ehre ..was für eine illusion gab er sich hin ..er hatte schon schlachtfelder als mensch verwüstet ..
getötet und gemordet ..das war es wo drinnen er gut war
ehre war das erste was auf dem schlachfeld zu tode kam...
sobald die schlacht begonnen hatte .....etwas das jeder auf die harte tour lernte

auch die reaktion von Aphrodite ....die ihm keinen platz machen wollte ..
sich vor einen ehrlosen hund warf.. nur damit dieser nicht getreten wurde ....
war das ehre ..oder war es mitleid ..oder einfach nur angst ..er wusste es nicht zusagen
er wusste nur das es ihm egal war ..er war nicht zum reden hier ...
er wollte keine weiteren ausreden hören ...

er spürte seine gemahlin schon bevor sie ihn erreicht hatte ...ihre berührung ..
war sie auch nur leicht ..so war sie doch etwas das ihm mehr bedeutet ...als das leben der anwesenden
und genau das war es war Argonar in gefahr gebracht hatte ..und nicht nur das von Lillyth

kurz geht sein blick zu ihr ...dann wieder zurück zu Argonar und Aphrodite ...auch die worte
seiner gemahlin ....waren worte die nur das ausdrückten... was die meisten hier dachten

nun folgten seiner gemahlin weiter präsenzen ..kurz schweifte sein blick zur seite ..Landru
in Begleitung von Shilana ...er hörte die worte von Landru ... du hast die rose nicht verdient ....
seine tiefschwarzen augen musterten Shilana ... war sie also die gefährtin von Argonar ...

dann ein aufblitzen ..in den augenwinkeln ..und er hatte den schlüssel in händen ...
der schlüssel zu seinem glück ...
ein kaltes und diabolisches grinsen legte sich auf seine lippen ....als sein blick wieder zu Aphrodite geht ..

geht zur seite ...Aphrodite ... ihr habt den regenten gehört .... seine stimme frohlockte förmlich bei jedem wort ....

kaum hatte er die worte gesprochen als auch schon Lord Kain an der seite seiner gemahlin Enoia mit der kleinen Melli den raum betraten ...
er spürte den blick von Enoia in seinen rücken ...auch sie kannte ihn gut genug ..sie wusste das man den hund nicht von der leine lies ..
nicht wenn man nicht wollte das wer gebissen wird ...
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Kyrana
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht-Im Schloss

#311

Beitrag von Kyrana » Fr 23. Mär 2018, 18:44

Wie sehr Kyrana es bedauert, dass die Wiedersehenszeremonie...so abrupt und aus unschönem Grund endet. Wie gerne hätte sie noch mehr über Enoia oder Kain erfahren. Wie gerne hätte sie gewusst, wie jene beiden die Zukunft des Clans planen...hätte vielleicht die Gelegenheit bekommen mit jedem hier ein paar Worte zu wechseln. Doch schon hat sich der Saal wieder fast geleert.
Die Alten...wie sie wohl genannt werden...haben sich geschlossen aufgemacht, den Verräter zu besuchen. Bilder aus der Vergangenheit machen sich in ihrem Kopf breit...und sorgen für einen Moment der Beklemmung. Sie erinnert sich an eine ähnliche Situation in ihrer alten Heimat...der Grund, weshalb sie überhaupt heute hier ist. Doch, im Gegensatz zu damals...ist dies nicht ihr Kampf.

Als Ayani sich davon macht, beschließt Kyrana, es ihr gleich zu tun. Die Einsamkeit und Frische des nächtlichen Waldes wird auch ihr gut tun. Ein wenig die Einsamkeit genießen und die Geschehnisse der letzten Zeit verarbeiten. So steht auch sie kurz darauf vor dem Tor des Schlosses. Es dauert lediglich ein paar Sekunden, bis sich ihre Gestalt in die des Wolfes gewandelt hat. Witternd streckt er seine Nase in den kühlen Wind...und macht sich schon wenig später auf seinen Weg.
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Aphrodite
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht-Im Schloss

#312

Beitrag von Aphrodite » Fr 23. Mär 2018, 19:15

Die Brujah steht stocksteif da. Es war, als hätte man sie Jahre in die VErgangenheit geschleudert. Da stand sie wieder, gefangen zwischen Pflicht und Herz. Hin- und hergerissen und davon beinahe entzweit. In ihren eisblauen Augen steht Angst- nein, nicht um sich selbst. Um den Mann, der hinter ihr im Käfig hockt. Unsteht flirrt ihr Blick gen Norax, dann auch zu den anderen- sämliche Lords und Ladies waren da, und der Fußabtreter ließ den Folterknecht seine Arbeit nicht tun. Das konnte nicht gut für sie enden. Also- was nun tun?

Stehen bleiben? Beiseite gehen? Um Gnade für Argonar flehen?Kämpfen?

Es schien alles keine Opotion. Stur. Feige. Beschämend. Dumm.

Zu guter Letzt entscheidet sie sich für stur. Sie würde ihn nicht attackieren, sie würde nicht winseln und betteln, aber sie würde nicht zur Seite treten. Einfach, weil sie gerade nicht wusste, wem sie loyal sein sollte. Nicht wusste, was sie tun sollte. Auf diese Weise..sah man vielleicht ihre Zerrissenheit, vielleicht würde man es auch als VErrat deuten. Vielleicht brauchte auch sie gerade die Reaktion um zu sehen, was es zu tun galt? Oder sie war einfach..hilflos.
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Shilana
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht-Im Schloss

#313

Beitrag von Shilana » Fr 23. Mär 2018, 20:06

Natürlich spürt sie die Blicke. Und doch hält sie den Kopf hoch erhoben. Sie hatte sich nichts vorzuwerfen. Dem Clan gegenüber ihre Loyalität bewiesen, den Verräter in den Kerker geführt, ohne jegliches Blutvergießen. Das sie ihr Innerstes dabei zerbrach, wie es tief in ihr aussieht und auch der Umstand dass ihre Liebe trotz allem durch nichts zu erschüttern war, war allein ihre Sache, so wie sie allein sehen musste, wie sie mit all dem fertig wird. Nur der Blick zu ihrem Krieger in der Zelle gibt ihr die Kraft hocherhobenen Hauptes neben der Priesterin zu stehen, keine Schwäche zu offenbaren.
Und Argonar allein gilt ihr Blick, weicht nicht von ihm. Nur für einen kurzen Augenblick, in welchem sie nach vorne tritt, ungeachtet aller, die sich versammelt haben, Aphrodite sacht die Hand auf den Arm legt, hoffend dass jene sie gewähren lässt. Ein Moment sieht sie diese nur stumm an, bevor sie sacht zunickt. Ein Lächeln versucht sie gar nicht erst, ahnend dass es gerade in jenem Moment kläglich scheitern würde. Aber sie spürt die Verwirrung, den Kampf der jungen Bruhja, die Zerissenheit, welches Handeln das Richtige ist.
Es ist in Ordnung Aphrodite. Es war seine Entscheidung und er wusste was ihn erwartet. Von dir erwartet er Treue gegenüber dem Clan, den zu schützen du einst geschworen hast. Er wird nicht wollen, dass du dich für ihn opferst, ohne das es auch nur irgendeinen Nutzen hätte. Dies ist ein Weg den allein beschreiten will und muss.
Gereiche ihm zur Ehre indem du beweist, dass er dich wohl gelehrt hat, im Sinne des Clans und für den Clan.

Leise nur dringen die Worte zu Aphrodite, während ihr Blick noch immer unverwandt auf dieser ruht und hoffend, dass jene sie erreichen. Langsam tritt sie einen Schritt von dieser zurück, ein leise Aufforderung oder auch nur Bitte, es ihr gleich zu tun, in den Augen, bevor diese wieder unweigerlich von dem Mann in der Zelle angezogen werden. Langsam tritt sie zurück an die Seite der Priesterin, noch immer aufrecht, die schmalen Schultern gestrafft und den Kopf erhoben. Nur ihre Augen verraten den Schmerz.
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Lillyth
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht-Im Schloss

#314

Beitrag von Lillyth » Sa 24. Mär 2018, 20:03

Lillyth hatte keine Lust das ganze weiter wie einen Kindergeburtstag zu zelebrieren und darauf zu warten, dass das bockende Kind endlich aufhörte mit den Füßen auf dem Boden herum zu stampfen. Das hier war alles andere als ein Spiel. Weder konnte sie hier in irgendeiner Form als Sieger hervorgehen und erst recht niemanden retten. Bindungen, Emotionen was auch immer spielten keine Rolle. Es war ein Kampf gegen Windmühlen, den Aphrodite niemals gewinnen konnte.

Auch machte es die Sache nicht im geringsten besser. Und für was tat Aphrodite dies alles? Für wen stellte sie sich in die Bresche? Alles für den Verräter da hinter der Tür. Er, der in ihren Augen nichts weiter als eine kleine dreckige verlogene Made war... eine Made, die zugegeben gut gekämpft hatte.

Es gab weder damals noch heute einen Sieger. Oder meinte sie etwa, dass sie es zum Vergnügen taten? Nein er hatte sich in allen Belangen schuldig gemacht. Er hatte ihnen damals den Krieg erklärt und sie angegriffen. Was erwartete sie, dass sie nun taten? Dass sie ihm dafür vielleicht noch einen Orden verliehen? Nein. Sogar Argonar wusste durchaus, was sein Kommen für Folgen mit sich bringen würden, und dass sie nur ein Urteil dafür kennen konnten. Und das mit aller Härte. Er war ein Mann der Schlacht und so wie sie ihn einschätzte sich auch durchaus aller Konsequenzen bewusst.

Aber vermutlich dachte diese ebenso verdammt sture Brujah nicht so weit. Vielleicht lag diese Kurzsichtigkeit und das Stolzgehabe ihnen ja im Blut. Einen Selbsterhaltungstrieb schienen sie dabei selbst sogar zu unterdrücken. Zumindest lag es nahe. Zumindest hatte sie einige einschlägige Erfahrungen damit.

Ihr Blick glitt zu Norax. Sie wusste um seinen Zwiespalt und der Tatsache, dass er durchaus um Kontrolle rang. Bei ihrem Blute, sie war selbst kurz davor die ihre zu verlieren. Die Anweisungen Landrus waren ja wohl eindeutig. Was zum Henker versuchte Aphrodite nun damit noch zu beweisen oder gar zu bewirken? Außer der beschissenen Wahl sich im Zweifel an ihr zu vergreifen, wenn sie einen Verräter schützte.

Das Dunkel ihrer Augen war deutlich erfüllt mit Zorn und Unverständnis und ihre Stimme hatten Geduld und Ruhe verlassen und sie sprach frei raus, gleich dem wer alles hier herum stand. „Was willst Du damit bezwecken, verdammt? Meinst Du etwa, Du wirst uns alle von ihm fernhalten können? Und wenn ja zu welchem Zweck? Du hast es gehört... geh ihm aus dem Weg... allerletzte Warnung...“

Kurz verengten sich ihre Augen und in ihrem Blick lag nun eine offene Drohung, während ihre Stimme sich zu einem mehr als deutlich niederträchtigen Flüstern senkte. Einem Flüstern, dass dennoch sicherlich alle hören würden, als sie ihre Frage stellte. Die Frage genau genommen, welche Norax auf die eine oder andere Weise den Weg freigeben würde. „Sag, Aphrodite, wem dienst Du?“ Sie hatte nun ihre Wahl eindeutig und ein letztes Mal zu zeigen, wem ihre Loyaliät galt.
Zuletzt geändert von Lillyth am Sa 24. Mär 2018, 20:05, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht-Im Schloss

#315

Beitrag von Norax » So 25. Mär 2018, 16:34

nun hatte er nicht wahrlich alle geduld der welt aufgebracht ?..kontrolle behalten über seinen dämon ...
nun aber tobte der dämon durch seinen käfig ...knurrte fletschte die zähne und versuchte seine klauen in etwas zu schlagen ....

noch immer hatte er den blick auf Aphrodite gerichtet .....
das seelenlose schwarz wurde mehr und mehr von einem lodernden glühen verdrängt ....
für einen moment schloß er seine augen ...schüttelte den kopf ...als wollte er sich noch einmal
unter kontrolle bringen ...

dann aber drang ein knurren über seine lippen das tief aus seiner brust kam ....animalisch
und gefährlich ..das eines raubtieres was seinem käfig entkommen war ..
vorbei mit spielen ...vorbei mit warten ..nun würden taten folgen ....er öffnet die lider ..
und die schwärze hatte nun einem hass und zorn erfühlten glühen platz gemacht

sagt nicht ich hätte euch nicht eine möglichkeit eingeräumt ....

in seiner stimme lag eine schneidende kälte ...untermalt mit hass und zorn ...
dann warf er den schlüssel in richtung von Aphrodite ... als dieser durch die luft wirbelt
zieht er seine zweite klinge ...diese wirbelt mit einem aufblitzen durch die luft ..und schnellt in
die richtung von Shilana ...

würde diese sich nicht bewegen würde die klinge einen hauch vor der haut ihres halses zum stehen kommen ....
sollte sie sich bewegen ..nun wer würde dann wissen was ihr passierte ..aber das war ihm gerade gleich ...
gleiches mit gleichen vergelten ..Argonar hatte dafür gesorgt das seine gefährtin verletzt wurde
da war es doch nur recht es ihm gleich zu tun oder ?

das alles passierte so schnell das der schlüssel noch in der luft war ..würde Aphrodite in fangen ?
würde er zu boden fallen ?

sein blick ging nun zu Argonar ...ein kaltes diabolisches lachen auf seinen lippen ...

Sag mir Argonar ..was wenn ein Brujah nur aus rachegelüste deine gefährtin verletzt
oder sie gar vernichtet ....
was wäre dann ...würdest du da drinne sein wollen ..dich hinter einem weib verstecken ?

ohhhh was jubelte der dämon ihm ...es würde blut regnen ..sie würde sich darin baden
es trinken ..bis sie nicht mehr konnten ..und dann würde sie von vorne anfangen ..
immer und immer wieder ....bis es nichts mehr gab was sie vernichten konnten ...
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht-Im Schloss

#316

Beitrag von Argonar » So 25. Mär 2018, 17:12

Einer nach dem Anderen kam um den Verräter zu sehen und zu richten. Landru. Der Tzimisce hatte bei Argonar schon immer dafür gesorgt, dass sich seine Nackenhaare aufstellten. Schon damals hatte er nie viel für ihn übrig gehabt. Aber Argonar erinnerte sich auch an die Begnegung auf dem Schlachtfeld. Er hatte Landru für jemanden gehalten, der Wehrlose in Dunkelheit foltert, doch er hatte den Schneid besessen zu kämpfen und das hatte er gut. Das zumindest respektierte der Brujah. Doch was dann kam überraschte ihn. Der Lord höchstselbst begutachtete ihn in seiner Zelle. Sicher hatte er Respekt für viele im Clan übrig. Als Feinde ebenso wie davor. Aber was der Brujah nun spürte war ihm neu. Ehrfurcht. Er sah Kain und spürte, dass er in jeder Beziehung unterlegen war. Für einen Moment senkte er das Haupt. Zum ersten Mal vermied Argonar Blickkontakt. Dann Enoia. Die Priesterin. Unwillkürlich dachte er seine Schulter. Dort hatte sie ihn einst mit einem beachtlichen Blitz getroffen. Aber schon lange davor, war sie nicht nur die Frau Kains, sondern jemand der Achtung verdient einforderte.

Gerade als der Einäugige dachte es würde nun beginnen. Landru ging in das Verhörzimmer oder wie man es auch nennen mochte. Argonar wappnete sich für eine nicht erfreuliche Eskorte durch Norax, da blockierte Aphrodite den Weg. Störrisch wie er sie in Erinnerung hatte und er hätte wohl gelächelt, wenn die Situation eine andere wäre. Shilana hatte gut gesprochen und Lillyth gut verpackte Drohung ließ nun seine Stimme hören.

"Sie dient dem Clan und wird zur Seite treten...", raunte Argonar ihr zu. Es brachte alles nichts. Selbst wenn sie weiter stehen blieb, würde sie doch nur dsa Unvermeidliche hinauszögern und er selbst wollte es hinter sich bringen. Er wollte gerade ansetze sie weiter zu überzeugen den Weg frei zu geben, da es ohnehin nichts ändern würde, als Norax die Waffe zog. Sein Auge sah, wie die Klinge auf Shilana zuraste und er war noch immer hier drin. Mit einem Ruck packte er die Gitter, Staub rieselte von der Decke. Das Auge nahm für einen Moment einen roten Ton an. Die Bestie brüllte wie Donner im Tal. Wollte raus und den Kopf des Brujah packen der die Rose bedrohte. Ihn zerquetschen wie faules Obst. Doch er musste sich beherrschen...ein einziges Mal nicht die Kontrolle verlieren...das Rot verschwand langsam wieder...langsam...

"Öffne diese Tür Aphrodite...", die Stimme wurde zu einem verbissenem Kratzen. Sollte er sich an ihm auslassen. Shilana zu bedrohen...Argonars Kiefer mahlten aufeinander vor verbissenem Zorn. Das hier war kein offener Kampf. Das war geplante Feigheit. Wer sich auf ein Schlachtfeld stellte muss mit Blessuren oder dem Tode gar rechnen. Aber das hier? Das war eine Eskalation die Argonar eigentlich hätte vermeiden wollen.
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht-Im Schloss

#317

Beitrag von Aphrodite » So 25. Mär 2018, 18:18

Ein helles Klirren ertönt. Zum einen, weil der SChlüssel auf dem Boden landet- zum anderen, weil die Brujah das Schwert hochgerissen hat, um das seine zu bremsen. Vielleicht war sie jünger, aber sie war nicht schlecht. Auch sie knurrt kehlig.

"Bedroht sie noch einmal und ich zeige Euch, was ich kann."


Meint sie, nun ihrerseits eisig. Vielleicht würde dieser Reflex sie das Leben kosten- aber das war ihr gerade egal. Sie hatte nur die Klinge sausen sehen und nicht vorher wissen können, dass er bremsen würde.

"Ich diene dem Clan. Deswegen bin ich hier. Aber Argonar war mein Lehrer und ich verdanke ihm - mehr als einmal- das Leben. Ich bin ihm etwas schuldig. Und ja, ich habe noch so etwas wie Gefühle, was dem Rest von Euch offenbar abhanden gekommen ist.
Und gerade empfinde ich tiefe Scham. Für Euch alle. VErräter hin oder her, er ist freiwillig hier. Und wenn nicht seinet, dann Shilanas wegen sollte er angehört werden, BEVOR man ihn foltert und vielleicht tötet. Mehr verlange ich nicht. Ihretwegen."

Dabei sieht sie kurz zu Shilana herüber, wohl immernoch die Klinge gegen die von Norax haltend.

"Ich bin kein VErräter, nur ein VErsager in Euren Augen- weil ich ein gewisses Maß an Menschlichkeit, was auch Anstand und .-.Ehrgefühl bedeutet, noch zulasse. Ihr kennt alle nur noch..Wut, Raserei und Gier. Wenn ich irgendwann genauso werden muss, damit ich zu Euch gehören kann, tötet mich am besten gleich mit."

Sie knurrt und reckt das Kinn- nein, sie fürchtete sich nicht und das war auch kein Trotz. Es war die Wahrheit.
Zuletzt geändert von Aphrodite am So 25. Mär 2018, 18:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht-Im Schloss

#318

Beitrag von Melli Vykos » So 25. Mär 2018, 19:14

Ihre eben noch empfundene Neugierde kam ins wanken.. denn hinter ihr begann ein Sturm zu toben.
Langsam hatte sie sich wieder herum gedreht und blickte von der Tür zurück, wobei sie nicht umhin kam und ein zwei Schritte in den Zellenraum zurück trat.

Oh.. da soll noch mal jemand sagen, ich wäre bockig..

Murmelnd, schüttelt sie den Kopf, tatsächlich schien das ganze hier aus dem Ruder zu laufen und wäre sie hier der Chef,
dann würde es jetzt aber wirklich ein Donnerwetter geben und zwar an alle Beteiligten, denn das hier war ja wahrlich schlimmer als ein Kindergarten
und den hatte sie tatsächlich sogar mal besucht - auch wenn es lang her war -

So stand sie einfach nur da und folgte dem Geschehen.. Lillyth dessen Worte deutlich drohend waren, Aphro die trotzdem weiter die Zellentür versperrte,
Schwerter die aufeinander trafen, der Gefangene bei dem für einen Moment die Wut überhand nahm und Shilana mitten drin.

Okay.. der Blick blieb auf einen Stuhl nah der Zelle hängen und auf jenen fand sie sich kurz darauf stehend wieder.
So, nun war sie wenigstens auf Augenhöhe alle.

-Boa, hört mit dem Mist auf und kommt mal alle wieder runter !

die Worte platzten aus ihr heraus, wobei ihr schon irgendwie klar war, das wahrscheinlich keiner diese Worte überhaupt auffangen würde,
denn irgendwie brach hier grad ein Krieg aus und das unter ihnen, wo sie doch eigentlich zusammen halten sollten, zusammen stehen und vor allem,
wo sie den Befehlen des Regenten folgen sollten.
Aber nein, hier schien jeder seinen eigenen Kopf durchsetzen zu wollen.
Eines war klar, sollte je wieder jemand mit ihr meckern weil sie bockig war, DANN würde sie jenen oder jene an diesen Tag erinnern! Oh ja, das würde sie!
Zuletzt geändert von Melli Vykos am So 25. Mär 2018, 20:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht-Im Schloss

#319

Beitrag von Kain » So 25. Mär 2018, 19:42

Kain lauschte aufmerksam der regen Diskussion, die sich auftat für jenen den sie Argonar, den Verräter nannten. Im Grunde schon fast amüsant, dass man überhaupt noch diskutierte.

Er betrachtete das Weibchen aus seinen dunklen Augen heraus, wie sie sich gegen Norax stellte und nun mit ihrer ganzen Kraft Shilana verteidigen wollte. Kurz bedachte Kain Melli mit einem anerkennenden Nicken, nachdem diese gesprochen hatte. Auf ihre Art und Weise hatte sie recht. Es glich schon einer Farce, besonders wenn man bedachte, wie viele Jahrhunderte Erfahrung hier versammelt waren und manch einer von ihnen hatte daraus noch immer nicht gelernt. Aber da die Brujah weder auf ihren Mentor, noch auf jeden anderen hier gehört hatte, würde sie vermutlich weiterhin an ihrem Vorhaben festhalten. Ein Lächeln umspielte seine Lippen, als er mehr oder minder aus den Schatten hervortrat. Vielleicht war nun doch schon an der Zeit dafür, bevor das letzte Fünkchen Disziplin sie alle hier verließ. Auch Aphrodites Worte waren treffend... zumindest einige... was ihn betraf...

Wut, Gier, Raserei. Eine ehrlose Bestie – ja vielleicht, denn weder Menschlichkeit noch Emotionen interessierten ihn. Etwas in ihm applaudierte dennoch innerlich bei ihrer Umschreibung, als er sich ihr langsam, Schritt für Schritt näherte. Aber es ging nicht darum.

„Aphrodite... das ist doch Euer Name...“ Seine Stimme war samten, einnehmend, aber ebenso unmenschlich und ein weises Wesen würde die Gefahr dahinter entdecken.

Er blieb zwischen ihr und Norax stehen. Seine rechte Hand legte sich auf die Schwertschneide von Norax, um ihm mit einem leichten Druck verständlich zu machen, die Waffe zu senken. „Norax, Du hast Landru gehört. Kümmere Dich um unseren Gast...“

Seine dunklen Augen lagen jedoch weiterhin auf Aphrodite, beinahe als wolle er sie in seinen Bann ziehen. Das lag ihm jedoch fern auch wenn seiner Stimme auf groteske Art und Weise noch immer etwas anziehendes innewohnte, Als er sein Wort an sie richtete. „Ich an Eurer Stelle, wäre vorsichtig, welche Wünsche ich äußere... Liebes.“ Kains linke Hand fuhr langsam hoch, versuchte sich auf ihre Wange zu legen und so sie ihm nicht ausweichen würde, würden seine Finger fast schon verheissungsvoll über diese hinab zu ihrer Halsflanke streichen. „Manche erfüllen sich sonst schneller, als Ihr deren Äußerung bereuen könnt.“
Zuletzt geändert von Kain am So 25. Mär 2018, 19:44, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht-Im Schloss

#320

Beitrag von Landru » So 25. Mär 2018, 22:54

Zeit verstrich und es war nicht schwer die Worte im Nebenraum jener erhitzten Gemüter mitzubekommen. Es ließ ihn einen Moment seufzen. Ja, was genau hatte er eigentlich erwartet? Einen Moment schwankte er zwischen Wut und dann Erkenntnis, dass es möglicherweise nicht ganz so weise gewesen war Norax zu schicken. Auch wenn Menschlichkeit und Emotionen ebenfalls für ihn zweitrangig waren, wenn sie überhaupt einen Rang bekleideten und er Argonar vieles nachtrug, so ging Norax eindeutig zu weit. Er zog Shilana mit rein, bedrohte sie offenkundig und auch wenn er das Verlangen, es Argonar gleich zu tun verstehen kann, war dies eine Maßnahme die er so nicht tolerieren konnte und wollte. Sie können hören wie er in den Gang zurück gekehrt war, nicht ganz bis zur Zelle. Wie der Kopf sich schief legte und die Situation analysierte. "Melli nimm den Schlüssel." Wies er an, die Stimme hatte einen fast schon tonlosen kalten Klang. "Du willst es ihm gleich tun ja? Dann bist du nicht besser als er. Im Gegensatz zu einigen, hat sie trotz ihrer Gefühle zu ihm gehört auf das was ich gesagt habe." Ging es nun tadelnd an Norax, auch wenn er weiß, dass dieser seine Worte nicht wirklich annehmen würde. "Ich gab dir die Chance dabei zu sein. Zu hören was er zu sagen hat und du richtest deine Waffe gegen die eigenen Leute? Was für ein Verhalten ist das? Würdest du das als richtig betiteln?" Er schnaubte einen Moment. "Da ihr scheinbar nicht in der Lage seid mit dieser Situation gewissenhaft umzugehen und euch sogar verleiten lasst euch untereinander wie ein Haufen Barbaren zu zerfleischen, werdet das uns überlassen. Ich bezweifel nicht, dass er vermutlich nur eines verdient hätte, aber.. wage es nie wieder deine Waffe gegen eines der Kinder zu erheben, die auf deiner Seite stehen, denn sonst.. landest du auch sehr schnell in einer dieser Zellen, Norax." Letztes war eine Warnung, durchaus. Dabei meinte er nicht Aphrodite. Sondern den Angriff - indirekt und nicht durchgeführt, aber angedroht - auf Shilana. "Und du.. " Er wendet den Kopf gen Aphrodite. "Lass Vernunft walten und tritt bei Seite. Sei gewiss, dass für gewisse Verweigerungen ich schlimmere Strafen führe als den Tod, den hier in diesem Raum wahrlich nicht mehr viele fürchten. Ich habe eine Anweisung gegeben und erwarte das sie ausgeführt wird." In den Augen blitzte es auf. Er sah zu Lillyth. Sie hatte sich bedeckt gehalten und doch war sie momentan die einzige Möglichkeit Norax halbwegs zu bändigen. "Ich möchte dich bitten deinen Gemahl hinaus zu begleiten und dafür zu sorgen, dass er dort bleibt. Er hat eindrucksvoll bewiesen, dass er mit der Situation nicht umgehen kann." Möglicherweise hätte er seine Rache bekommen, auf die eine oder andere Weise, aber mit dieser Art erreichte der Brujah gar nichts. Einzig zu Melli und Kain sagte er nichts. "Also.. " Er sah alle drei noch mal an, Lillyth, Norax und Aphrodite. "Wollt ihr euch widersetzen? Das ein Mann mit seiner bloßen Anwesenheit diese Einigkeit spaltet. Wahrlich.. wie leicht werden es erst die Fanatiker haben.. diese Gemeinschaft ist wahrlich schwach geworden und respektlos. Darüber werden wir noch später sprechen. Jetzt geht!" Ein Umstand der geändert werden muss oder die Führung musste überdacht werden, denn Norax wird seinem Wort nur widerwillig Folge leisten. Es bedarf einiges Umdenken, nur fehlte dafür gerade die Zeit. Er trat aus dem Flur um den Weg hinaus frei zu machen. Es schien besser das ganze im kleineren Kreis fortzuführen und die Aggressoren vorerst hinaus zu schaffen. Mag für sie unverständlich sein und noch mehr zu Wut führen, aber lieber Norax wütet draußen als hier drinnen die eigenen Leute.
Regent vom Clan der Vampire
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Sohn seiner Lordschaft Kain Vykos und Enoia Vykos • Vater der Melli Vykos
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht-Im Schloss

#321

Beitrag von Kain » Mo 26. Mär 2018, 11:32

Hatte er nicht gerade etwas gesagt? Kain drehte sich nicht gen Landru, sondern dachte offenbar über diesen Fakt nach, dass er selbst gerade Norax aufgefordert hatte den Kerker zu öffnen. Natürlich hatte Landru mit den Dingen, die er sagte nicht unrecht, aber jenes Alphatier, was mittlerweile in ihm lebte, konnte es absolut nicht leiden, wenn man ihm so offen das Zepter aus der Hand nahm.

Vielleicht war dies ein Glück für Aphrodite, denn er selbst beugte sich zu dem Schlüssel hinab und hob ihn auf, bevor Melli ihn erreichen konnte."Ich denke, wir sollten uns ein wenig unterhalten... umgehend... " Seine Stimme war von ungewöhnlicher Ruhe, während er sich langsam erhob. Bedenken, dass einer der Brujah ihm den Kopf abschlagen würde, hatte er nicht. Auch wenn Norax spürbar innerlich tobte und Aphrodite im Gegensatz zu diesem noch nicht wusste, wo ihr Platz war. In seiner noch gezügelt ruhigen Stimme lag ein deutlicher Befehl, mehr als als. Man konnte heraushören, dass er auf ein Zuwiderhandeln ohne Warnung reagieren würde. "Es gehen alle hinauf, alle, bis auf... "

"... Du.. " seine Augen fixierten Landru.
Dieser wusste welche Fragen zu stellen waren, zudem ist er der Regent. Er war im Krieg dabei gewesen und ihm oblag die Führung. Natürlich würde dieser bleiben und das Verhör leiten. Das er in beiden Positionen durchaus gute Arbeit leistete, würde er nicht bestreiten. Aber ihm sollte bewusst sein, dass Kain es nicht dulden würde, wenn jemand sein Wort außer Kraft setzte.

".. Du " ... sein Blick wanderte weiter auf Norax.
Natürlich hatte Norax Shilana gedroht, etwas, dass auch nicht zu vergessen war. Aber hätte er es durchgezogen? Darüber würde man noch sprechen können. Man konnte keinen Hund scharf machen und ihm dann die Beute vor der Nase einfach wegnehmen. Das er in seiner Rage die Zähne fletschte war nachvollziehbar, ebenso, dass er Blut sehen wollte und wenn es das von unschuldigen war. Und jene die Kain kannten, wussten durchaus, dass er ebenso impulsiv hätte handeln können. Die Wut war aus seiner Sicht berechtigt. Dass er Norax nun im Widerspruch zu Landru erlaubte zu bleiben hatte zwei Gründe. Zum einen, um ihm jenes Geschenk, dass sein Sohn ihm versprochen hatte, nun nicht zu nehmen. Und zum anderen forderte es ihn innerlich dazu auf, Landru daran zu verdeutlichen, dass er selbst gerade dem Gemahl seiner Tochter einen Befehl gegeben hatte und sich nicht über den Mund fahren ließ.

".. und Du Liebes." und blieb vielleicht überraschenderweise nicht an seiner Gemahlin sondern auf Melli ruhend, die vielleicht schon sehr nah bei ihm stand, um den Schlüssel an sich zu nehmen. Sie hatte deutliche Worte gewählt, was mit einem Verräter geschehen sollte, der offen Krieg mit ihnen führte, aber war vielleicht etwas besonnener in ihrem Denken. Enoia selbst schloss er einer Verständlichkeit gleich mit ein, dass sie bleiben würde.

Die Eskalation war weder Norax noch Lillyth anzulasten zumindest dem, was er nun wusste. Es war der Brujah vor ihm zu zuschreiben. Seine dunklen Augen fixierten diese nochmals. Stand er immer noch in ihrer unmittelbaren Nähe. Ob sie eine Drohung oder ein Versprechen in seinem Blick erkannte, war ihre Auslegungssache. Aber er sprach deutlich aus, dass sie noch eine Unterhaltung hätten. Und nicht zuletzt könnte sie dann nochmal ihre Wünsche äußern.

Er schloss seine Finger langsam um die Schlüssel, bevor er seine Stimme noch einmal deutlich erhob. "Der Rest raus hier... auf der Stelle..." Mit diesen Worten wartete er darauf, dass Bewegung hinein kam und erst wenn das Weibsvolk verschwunden wäre, würde er fortfahren.
Zuletzt geändert von Kain am Mo 26. Mär 2018, 11:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht-Im Schloss

#322

Beitrag von Melli Vykos » Mo 26. Mär 2018, 13:23

Da stand sie nun, auf dem Stuhl und in Augenhöhe aller hier im Raum. Irgendwie ein tolles Gefühl und ha, da tat sich sogar direkt nach ihren Worten etwas.
Kain war erwacht und trat dazwischen. Gut so, dabei ballte sich ihre kleine Hand zufrieden zur Faust, denn dieser Kleinkrieg in den eigenen Reihen, das ging
ja mal gar nicht und das bockige nicht hörende Verhalten, das gehörte doch eigentlich ihr !

Sie konnte ihn schon spüren, ehe er den kleinen Raum verlassen hatte und da sie ziemlich mittig stand, brauchte sie sich nicht mal groß drehen um ihren Vater
kommen zu sehen. Seine Worte waren hart und man konnte deutlich den Unmut aus ihnen heraus hören. Dennoch musste sie Lächeln für den Moment jedenfalls.

Schlüssel, okay, schon war sie vom Stuhl gehüpft und wollte grad nach dem Schlüssel greifen, als Kain ihr dann tatsächlich noch zu vor kam.
Verdammt war er schnell, dafür das er grad erst wenige Stunden zuvor erwacht war. Sie sollte an sich arbeiten, oh ja.

Dennoch blieb sie stehen, sehr nah den Beteiligten und lauschte nun seinen Worten. Alle sollten gehen, bis auf ihren Vater.. urgs, das klang als würde es gleich was geben..
Norax, Norax ? okay, die Wahl wäre nicht ihre gewesen.. nicht weil sie ihn nicht mochte, sondern weil sie sich irgendwie nicht vorstellen konnte,
das er sich im Moment unter Kontrolle halten würde können.. aber vielleicht war das eine gute Übung.

Schnell streicht sie kurz eine ihre Strähnen zurück, berührte Aphrodite leicht und schnell an der Hand und schenkte ihr ein kleines aufmunterndes Lächeln.

Und dann war sie bereit zu gehen.. öh.. ihr Blick huschte erneut zu Kain und dann nickte sie, wobei das Lächeln noch immer auf ihren Gesicht war,
denn sie und auch Enoia durften tatsächlich auch bleiben. Ha, das würde spannend werden.
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Stolze ewige Tochter des Lord Landru Vykos
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Shilana
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht-Im Schloss

#323

Beitrag von Shilana » Mo 26. Mär 2018, 13:44

Sie hat sich nicht gerührt...nicht einmal gezuckt als die Klinge aufblitzt. Lediglich ein kurzer Blick, ein leises aufblitzen von Dankbarkeit in Aphrodites Richtung gestattet sie sich.
Norax ignoriert sie schlichtweg, so wie sie einen räudigen Hund ignorieren würde. Statt dessen richtet sich ihre Blick wieder auf Argonar. Was keineswegs bedeutet, dass sie von dem geschehen um sie herum nichts mitbekommt.
Doch manchmal ist es besser abzuwarten...das Geschehen einfach zu beobachten.
Fast gleichmütig lauscht sie erst Kain und dann Landru. Als Kain jedoch zum zweiten mal das Wort erhebt, gelingt es nicht mehr jenen Gleichmut zu wahren. In ihren Augen blitzt es auf....wütend ...etwas was bei der Rose selten zu Tage tritt, aber wenn dann umso machtvoller. Es ist nur ein kurzer Augenblick in denen das Feuer in ihren Augen auflodert, bevor sich die Maske der Gleichgültigkeit erneut auf ihre Züge legt. Nur die kleinen Fäuste, zu denen ihre Hände nun geballt sind, lassen ahnen wie sehr es in ihr tobt.
Sie beißt die Zähne zusammen, damit ihr kein unbedachter laut entrinnt, während sie noch versucht zu begreifen.
Er war freiwillig gekommen, hat sich ihr ergeben, ihr seine Waffen ausgehändigt. SIE hat ihn ins Verlies geführt und die schlüssel zu der Kerkertür herumgedreht.
Norax....sie zweifelt nicht daran, dass er sein Schwert ohne zu zögern in ihre Leib versenkt hätte in seinem Zorn. Und auch wenn es bei weitem nicht in dem gleichen Umfang geschah, hat er sich damit des gleichen schuldig gemacht wie Argonar. Ein Mitglied des Clans angegriffen! Und als Belohnung darf jener tollwütige Köter nun bleiben?....sich austoben? Ist es das, was sie Gerechtigkeit nennen? Einer der wahrhaft seltenen Momente, in welchen sie spürt wie das Tier in ihr nach seinem recht verlangt....hervorbrechen möchte. Und einer der noch viel selteneren Augenblicke in denen sie nicht sicher ist, es wirklich im Zaume halten zu können.
Einzig dem Umstand, dass es die Situation von Argonar nur verschlimmern würde, dass niemand damit geholfen ist, ermöglicht ihr das scheinbar unmögliche
Sie sieht Argonar an...ein sachtes Nicken nur...er würde es zu verstehen wissen, jene kleine Geste, die zeigen soll, das sie weiß, das er das was kommt durchstehen kann....muss.

Ein ausdrucksloser und doch in seiner Kühle durchaus beredter Blick streicht anschließend von Kain zu Landru. Erst dann sieht sie nun auch zu Norax. Nur ein kurzes Aufflackern von Wut ist zu erkennen und lässt erahnen dass diese Sache zwischen ihnen noch nicht ausgestanden ist, bevor sie sich ohne ein weiteres Wort umdreht und geht.
Zuletzt geändert von Shilana am Mo 26. Mär 2018, 14:13, insgesamt 3-mal geändert.
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Lillyth
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht-Im Schloss

#324

Beitrag von Lillyth » Mo 26. Mär 2018, 16:05

Sie sollte gehen? Verdammt, was dachte sich Landru. Aphrodite hatte doch den ganzen Mist verzapft. Klar ging Norax vielleicht weiter, als es klug war, trotzdem musste Landru sich nichts vormachen, dass es vorauszusehen war, dass ihrem Gemahl die Pferde durchgehen würden, wenn niemand Aphrodite zurückpfeift. Dass diese Wut sich auf Shilana projezierte - ebenfalls nicht abwegig. Denn sowohl sie als auch Aphrodite waren klare Ziele für die aufgestaute Wut.

Ihre Augen blitzten förmlich ihrem Bruder entgegen. Hatte sie gerade noch erwartet, er und Norax würden einen Schritt aufeinander zugehen, war dies nun mehr als ein Schritt zurück. Wenn er jene Drohung von Norax mit dem Handeln Aphrodites oder gar des Verräters gleich aufwog, nun dann würde es vermutlich in Kürze von ihrer Seite aus sicher ungemütlich werden. Und wenn Landru meinte, sie würde sich dieses Mal gegen ihren Gemahl stellen, da Kain anwesend war, täuschte er sich. Sie hatte ihren Standpunkt und mittlerweile war sie sich im Klaren darüber, was sie wollte.

Es war Kains Stimme, die sie jedoch dazu brachte, ihren Blick von Landru abzuwenden. Er kommandierte sie also auch hinaus? Wie ein kleines Mädchen wurde sie einfach nun auf ihr Zimmer geschickt. Ihr Blick sprach Bände genug darüber, dass etwas fürchterlich in ihr brodelte. Aber sie kannte diese Schwingungen in der Stimme ihres Vaters, so dass sie wusste, dass es unklug wäre, sich jetzt Luft zu machen. Aber vergessen würde sie das durchaus nicht.

Ihr Blick glitt kurz zu Norax, während sie die Luft aus ihren Lungen presste. Ihn nun hier unten lassen und das wo die Geduldsfäden aller anwesenden zum bersten dünn geworden, fiel ihr durchaus nicht leicht. Ein Pulverfass. Und mittendrin offenbar nur Melli. Es war ein Funkeln, ein vielsagender Blick gefolgt von einem kurzen Wimpernschlag, um ihm zu zeigen, dass sie nicht weit sein würde und erwartete, dass er auf zwei Beinen wieder hinauskam.

Dann erst wandte Lillyth sich herum zum gehen. Ihre Augen glitten kurz über ihre Mutter weiter zu Shilana. Es war mehr als deutlich, dass man sie besser nicht ansprach, nicht, wenn man sein Glück nicht herausfordern wollte. Oh sie war wütend und das nicht zu knapp und wer sie nur annähernd kannte, wusste dass sie in ihrem jetzigen Gemütszustand wahrscheinlich nicht mehr über Grenzen und Regeln nachdenken würde.
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Gemahlin von Norax Vykos
Mutter ihres kleinen Sternenlichts Neomi ~ Tochter seiner Lordschaft Kain Vykos und seiner Gattin Enoia Vykos
† Es ist schon immer eine gefährliche Unterschätzung des Bösen gewesen, ihm zu unterstellen, es kenne keine Liebe. †
† Lieben zu können ist kein Vorzug des Guten, sondern das einzige, was es mit dem Bösen verbindet. †

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Niobe
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht-Im Schloss

#325

Beitrag von Niobe » Mo 26. Mär 2018, 16:20

Ich bin mir wahrlich nicht sicher... gestand sie nachdenklich, auf die Frage der jungen Rose hin....Wer wusste schon, welche Tücken das Gift der Elben in sich barg.... Auf jeden Fall schien es ihr sicherer, das Gleichgewicht des Lebenselixiers aufrecht zu erhalten.... Vorsicht ist besser als Nachsicht..... fügte sie daher mit ernster Miene an, um die Dringlichkeit ihrer Worte zu verdeutlichen.... Mein Blut beinhaltet das Licht der Elben....welches wohl einen Gegenpol darstellt.... Hob sie zu einer Erklärung an, von jener sie nicht wirklich wusste, ob sie denn der Wahrheit entsprach.... Einst wurde es mir mit einem Trank eingeflößt....und vertrieb die Magie der Schatten aus meinem Inneren... die sich zur lichten Seite hin veränderte.... Es hat mich nie wieder verlassen....weshalb ich davon ausgehe, dass seine Existenz in mir verankert ist..... Nun konnte ich damit das Gift der Spitzohren in Eurem Körper bannen.... Ich bin mir jedoch nicht sicher, ob es wieder die Oberhand gewinnt, sobald Ihr sehr durstig seid....also seht zu, dass Ihr es gar nicht erst soweit kommen lasst....

Worauf sie erneut den Ausführungen über das schreckliche Erlebnis der beiden Rosen lauschte.... Es schien wahrlich so, als gäbe es keinen Anhaltspunkt über die Herkunft des Dolches..... was sie letztendlich die Schultern zucken ließ.... Sollte dereinst wieder einmal jemand aus meiner alten Heimat zu Besuch sein, so könntet Ihr ihn fragen....womöglich kennen sich die Alten Talavans mit der Waffe aus... Wobei sie nicht sagen konnte, ob es je wieder einen der Ersten oder Zweiten in diese Gefilde verschlagen würde.... In jedem Fall wird es sich lohnen, die Waffe sehr gut zu verwahren...

Mit ihren letzten Worten zog sie den verzückt lächelnden Mann zu sich heran....und strich beinahe zärtlich mit dem Fingernagel über seine Wange...ließ ihn tiefer hinab wandern und erhöhte langsam den Druck...Ein Ächzen entfuhr ihm, als ein rotes Rinnsal seinen Weg aus der Halsschlagader fand....und sich schließlich wärmend und belebend zwischen ihre Lippen ergoss....Wie süß sein pochendes Herz heftiger schlug....aufgeregt und panisch zugleich....Sie lauschte hingerissen...und ließ erst mit Trinken nach, als es zu holpern begann....langsamer wurde... Mit einem sanften Schubs landete der Herr neben ihr auf dem Boden.... Ruhig entnahm sie ihrer Tasche in blütenweißes Spitzentuch....tupfte ihre Lippen ab und verstaute es wieder dorthin, wo es hergekommen war....
~Lady des Lord Landru Vykos~
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~Wenn ich mir erlaube zu fühlen, fühle ich nur Schmerz~
~Mami des Ebenbildes ihrer Jüngsten ~ Nahm das Schattenkind Lycin in ihr Haus auf~

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