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[Pupurschuppe] Asche zu Asche

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Jeremias Rabenherz
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[Pupurschuppe] Asche zu Asche

#1

Beitrag von Jeremias Rabenherz » Mi 25. Mai 2016, 16:03

Ewig im Dunkeln gewandert bis der Ort gefunden war, dass Vermächnis Xyrons neu zu beleben. Mit Pergament und Feder, dem Blut Ogrimars gesammelt im Schädel begann er zu schreiben. Buchstabe um Buchstabe. Wort um Wort. Damit es niemals vergessen möge, was einst war und immer sein wird. Dunkelheit. Die Allmacht des Herrn. Es hat Tage, Wochen, Monate sogar Jahre verschlungen das Werk zu vollenden. Das heilige Buch, den Kodex Ogrimars verwahrte er an einem Ort, an dem niemand das Werk schänden könnte. Jetzt nach all der Zeit, er hat vergessen wie lange es her sein möge, kehrt er mit einem schweren Buch zurück. Einer sorgfältigen Abschrift dessen, was er versteckt hatte. Der Mann war alt geworden und doch trotzte er der Gefahr durch Krankheit und Gebrechen. War noch jemand da? Gab es noch die alte Welt? Oder war der Dom völlig verlassen. Eine schwere Bürde und wer weiß wer sich überhaupt daran erinnerte. Vargus war noch da. Ein demütiges respektvolles Neigen des Kopfes zu der einzigen Konstanze in diesen Hallen "Wie viele habt ihr kommen und gehen sehen, Vargus.. In einigen Jahren, werde ich auch nur noch ein Jahre in einer Liste voller Priester sein." Er hievte das Buch auf den steinernden Sockel des Altars. "Das wahre Vermächtnis ist sicher, für alle Zeit. Aber das Original wäre zu wertvoll, als es hier zu lassen. Wie viele Jahre hat es gekostet, diese Abschrift zu fertigen." Vargus hob leicht die Schultern. "Lange." Ein bedeutsames Nicken. "Gut.. ich werde warten, wer sich noch erinnert und Zweifler gab es immer schon. Ich glaube kaum, dass die Zeit die Zweifel ausgemerzt haben. Die gab es immer und wird es auch immer wieder geben." Mit einem leisen Seufzten ließ er sich auf der Bank nieder. "Was ist übrig?" Stellte er eine Frage und doch.. Vargus schwieg.
Zuletzt geändert von Ypselon am So 14. Jan 2018, 08:39, insgesamt 3-mal geändert.
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Gawjn Rabenherz JdF
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Asche zu Asche

#2

Beitrag von Gawjn Rabenherz JdF » Mi 25. Mai 2016, 20:59

* Der Dom war niemals völlig verlassen und wird es wohl auch nie sein, solange mindestens einer Derer Rabenherz auf Althea weilte. Es gab auch immer irgendeinen Grund, aus dem man das Haus Ogrimars betrat. Zufällig führten die Schritte nie dorthin. Manchmal nur waren die Gründe den Betreffenden nicht bewußt - zumindestens nicht sofort.
Der Jäger hatte immer mindestens einen Grund, den Dom aufzusuchen, wobei ein jeder immer irgendwie mit der Familie zu tun hatte. Der Felsendom war von daher auf eine gewisse Art ein bißchen wie ein Anbau an das Kaminzimmer eines Rabenherzen-Anwesens. Ein Wohnzimmer, ein Salon oder eine Abstellkammer - und gerade dieser Vergleich hinkte kein bißchen.
Es war also dieses Mal im Grunde wie es immer war. Als Gawjn das Gotteshaus betrat, blieb er kurz stehen, nachdem das Portal geschlossen war.
Andacht und Ehrfurcht senkte sich in die Gedanken des widerspenstigen Querkopfes und erinnerte ihn an ein altes schlechtes Gewissen.
Sein Blick galt dem Altar, als er voranschritt und vorn schließlich das Knie beugte und schweigend seinen Gruß entbot*
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Jeremias Rabenherz
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Re: Asche zu Asche

#3

Beitrag von Jeremias Rabenherz » Mi 25. Mai 2016, 21:15

Erstaunlich das manches überdauerte und wie das verdammte Blut der lichten Anhänger war auch das derer Rabenherz kaum klein zu kriegen. Er wusste bereits wer da kam, bevor er ihn sah. Nicht zuletzt, weil sein Augenlicht schon immer ein wenig trüb gewesen war und er deshalb anhand von Schritten erkannte, um wen es sich handelte. Seine Augen waren mittlerweile sehr miserabel geworden, aber er konnte noch lesen und dank der Magie auch genug wahrnehmen, um wehrhaft zu bleiben. Der Greis auf der Bank mit dem vollen aber störrischen weiß-grauen Haaren ließ sich zu einem Lächeln hinreißen. Ein Lächeln das die starre von Brandnarben gezeichnete Visage kurz verzog und der Stab, der auch als Gehhilfe diente, klopfte wie eine Begrüssung auf den Boden. "Der Herr ist mir gewogen, wenn der Erste ein Verwandter ist, den er mir sendet. Gawjn.. " Wie mag es ihm ergangen sein. Jeremias war sang und klanglos verschwunden, mit dem wichtigen Auftrag seines Herren. Es wäre anmaßend zu sagen Ogrimar persönlich habe zu ihm gesprochen, aber die Zeichen die er gedeutet hatte mussten wahr sein. Das Werk lag nun im Haus des Herren, das Vermächtnis von Xyron, Pydacor und auch seiner selbst. Aufzeichnungen, gewachsene Schriften, Gebete und Rituale. "Zeit ist bedeutungslos, denn für den Herrn ist es nur ein Wimpernschlag. Unbedeutend, jede noch so geringe Existenz .. nur ein Hauch seines Atems. Wohl an, setze er sich zu mir und berichte, so er berichten kann." Die knochige Hand klopfte neben sich auf die Bank. Den Blick weiter gen Altar gerichtet auf den das, in aufwändigem Leder, genähte Buch lag.
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Gawjn Rabenherz JdF
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Asche zu Asche

#4

Beitrag von Gawjn Rabenherz JdF » Sa 28. Mai 2016, 02:08

* Erst wandte sich nur der Kopf zu seinem Großvater herum. Zögerlich erschien ein Lächeln in Gawjns Gesicht. Er freute sich, wirklich und tatsächlich aufrichtig, den Priester wiederzusehen, doch leuchtete die Freude ungewohnt verhalten in seinem Blick. Man mochte ihn vielleicht eher kennen, als jemanden, der sein Gemüt auf der Zunge trug und Ärger und Freude ungefiltert ausdrückte - auch spontan und extrem wechselnd; doch in diesem Moment schien Gawjn fast gehemmt oder unsicher.
Langsam erhob er sich vom Knie und kam zu Jeremias, wie dieser gewünscht hatte. Der Jäger streckte dem Priester seine Hände entgegen, als er sich näherte*

"Ich grüße Dich, Großvater. Ich freu mich Dich zu sehen. "

*Er räusperte und ließ sich nur mit einer Gesässhälfte auf der Bank nieder. Gawjn betrachtete das Gegenüber einen kurzen Moment, senkte dann den Blick zu Jeremias Händen hinab und schluckte*
" Ich brauche Deine.....ich brauche Eure Hilfe, Priester Jeremias "
* er hatte die Anrede abgebrochen und sogleich korrigiert. Wie ein unbeholfener Kommunionsschüler sah er zu Jeremias*

"Ich habe eine Beichte abzulegen."
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Jeremias Rabenherz
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Re: Asche zu Asche

#5

Beitrag von Jeremias Rabenherz » Sa 28. Mai 2016, 10:37

Einen Moment flackerte es im Blick. Eine Beichte. Was lag so schwer auf der Seele des Raben, dass er so betrübt war. Trotzdem war auch er bedacht. Die knochigen Hände fühlten sich recht kalt an. Sie wurden schlecht durchblutet was schlicht am Alter des Greises lag. Doch neben all den Gebrechen wirkte er momentan recht fit. Für seine Verhältnisse. "Mhm.. klingt bedeutend." Nachdenklich. Gawjn hatte sich sorglos und manchmal kopflos, aber immer loyal verhalten. Es gab keinen Grund an der Aufrichtigkeit bis jetzt zu zweifeln, aber.. einen Moment zog es beklemmend im der Magengegend. "Der Herr hört. Also sprich und erleichtere deine Seele. Ein aufrichtiger Glauben wird dich auch durch die Prüfungen.. senden und dich befreien von Schuld und Sühne." Allerdings und das wusste Gawjn waren die Methoden der Buße oft mit eigenem Leid verbunden, gefährlich und je nach schwere der Schuld schwer zu bewältigen. "Komm.." Nicht weit, aber doch um ein wenig Abstand zu den Domschiff zu bekommen. Eine direkte Beichtkammer gab es schließlich nicht. "Vargus.. bitte sorge dafür, dass wir einen Moment nicht gestört werden." Zumindest bis die Beichte zu Ende ist. Die Kammer gehörte Vargus selbst. Der loyale Mann neigte den Kopf erneut und verschloss - sobald Gawjn eingetreten war - hinter ihnen die Tür. Mit einem leichten Fingerschnipsen des Greises entzünden sich die Kerzen. Feuermagie war nicht unbedingt sein Streckenpferd, aber um Kerzen an zu zünden reichte es. "Niemand ist frei von Schuld. Niemand frei von Fehlern, aber der Herr wird bestimmen wem er vergibt und wem nicht. Er riecht Angst, er riecht Unsicherheit und sicher wird er auch Zweifel riechen. Gnade ist nicht unbedingt eine Eigenschaft unseres Meisters, aber du bist eines seiner Kinder. Also .. wie jeder guter Vater wird er zuhören und urteilen. Du bist aus freien Stücken gekommen und dazu gehört viel Mut. Das wird er auch sehen." Davon ging er zumindest aus. Hoffentlich hatte Gawjn nicht eine allzu große Dummheit begangen.
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Severina Synx
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Re: Asche zu Asche

#6

Beitrag von Severina Synx » Sa 28. Mai 2016, 21:46

Es war eine leichte Brise aufgekommen,
als Severina wieder festes Land unter den Füßen
hatte. Doch ihre Füße trugen sie leichten
schrittes richtung Dom. Es war immer
ihr erster Weg gewesen sobald sie wieder in
den Landen war. Vargus war gerade dabei für
Ruhe zu sorgen als sie eintratt.

Ogrimar zum Gruß!

Lächelte sie ihn an und wurde freudig
wie immer begrüßt von Vargus.
Sie hob die Finger an den Mund und zwinkerte.
Wer wusste wer hier nun Priester war.
Da sie auch ungute Bekanntschaften gemacht hatte,
wartete sie nun geduldig auf einer Bank im Dom.

Vielleicht wäre es eine interessante Messe die sie nun verfolgen durfte oder eine neue Persönlichkeit, die sie
kennenlernen durfte.
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Gawjn Rabenherz JdF
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Asche zu Asche

#7

Beitrag von Gawjn Rabenherz JdF » Di 31. Mai 2016, 01:00

* Nun galt es.
Gawjn stand mit dem Rücken noch zur Tür, als diese geschlossen wurde. Sein Blick wanderte kurz durch den Raum und sank dann zu seinen Fußspitzen. Er spürte, wie ihm unangenehme Beklemmung den Nacken hinaufkroch und ihn förmlich zwang, den Kopf zu senken.
Mit einem Räuspern sah Gawjn Jeremias ins Gesicht, preßte die Lippen etwas zusammen und versuchte sich das gütige und weise Anlitz darin vorzustellen, von dem Oma Lunata immer erzählt hatte. Gawjn rechnete nicht mit Güte, nicht mit Gnade oder Verständnis.
Doch es mußte heraus.
Hier und jetzt.
Mit einem Ruck ging er auf den Priester zu, beugte ein Knie hinab zum Boden und wandte den Blick nach unten. Kraftlos fast und ein wenig heiser klangen wohl seine Worte.

"Vergib mir, Ogrimar, mein Herr, ich habe gesündigt. Sieh hinab auf meine schwere Schuld und gewähre mir Läuterung, Strafe und Erkenntnis."

*Gawjn stockte. Mit bebenden Fingern tastete er in die Tasche seiner Jacke und nahm etwas heraus. Metallisch. Glänzend durch jahrzehntelangen Gebrauch von berufenen Händen. Ein Siegel der Kirche Ogrimars. Der Jäger konnte in diesem Moment kein Wort hervorbringen. Er drückte Jeremias das einst entwendete Kleinod in die Hände, sah hastig und scheu in des Priesters Augen, bevor er wieder zurück sank. Wie ein jammervolles Häufchen Elend kauerte Gawjn zu den Füßen Jeremias am Boden. Er wußte, daß er sich zu Recht auf Tod oder Leben dem Urteil des Priesters ausliefern mußte. So hielt er den Atem an*

"Ich war's...."

*flüsterte er noch, dann war Stille*
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Jeremias Rabenherz
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Re: Asche zu Asche

#8

Beitrag von Jeremias Rabenherz » Di 31. Mai 2016, 09:13

Vargus begrüsste die Priesterin mit dem leichten Senken des Hauptes. "Er ist zurück." Erklärte er ihr nüchtern, dabei aber sagte er kein Ton wer zurück war. Einfach eine Information, als wäre es nicht sonderlich spektakulär. Es gab einige Kandidaten die Vargus meinen könnte, aber einige davon schieden auch gleich aus. Ob sie verstand? Er setzte sich zu ihr. "Er hat eine Abschrift vom Buch gemacht." Erklärt er weiterhin und deutet auf das Werk, welches nun vollendet auf dem Tisch lag. Nicht sonderlich aufwendig, aber sorgfältig. In Leder geschlagen, mit Metallbeschlägen an den Ecken. Es trug keinen Titel, bis auf einen eingebrannten Chaosstern. Die Seiten waren handgeschrieben und sorgfältig verziert worden. Er musste ewig gebraucht haben.

Einen Moment sah er auf Gawjn herab und versuchte, dass 'ich wars' in einen Kontext zu bringen. Er betrachtete das Siegel eine ganze Weile. Noch sagte er nichts, er schien erst mal Verbindungen zu knüpfen. Dann endlich. "Du warst was?" War es nicht offensichtlich? Er hielt ein Siegel der Kirche in der Hand. Etwas was Gawjn normalerweise nicht besitzen dürfte. Trotzdem, er wollte das er seine Tat beschreibt. Sie ausspricht. Dann ließ er ihn knien, er soll es spüren in den Knien, die Last, die Schuld, den kalten rauen Boden des Doms. "Warum?" Ein Siegel brauchte man, um Dinge zu bekunden. Sie in einem gewichtigen Namen zu veröffentlichen. Die Stimme hatte einen tonlosen Klang bekommen. Weder gnädig noch hart, sie war scheinbar noch nicht sicher wie er das ganze bewerten sollte. Natürlich war es Diebstahl, keine Frage und vermutlich war auch Fälschung im Spiel, aber er musste es genauer wissen.
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Gawjn Rabenherz JdF
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Asche zu Asche

#9

Beitrag von Gawjn Rabenherz JdF » Di 31. Mai 2016, 12:05

*Jeremias müsste es doch wissen oder sich erinnern, dachte Gawjn bei sich. Er wünschte sich, der Priester hätte ein anderes Wort gesagt, als - Warum - ,denn der Hall dieses Wortes bohrte sich wie ein gefräßiger Wurm in sein Inneres. Der Jäger quälte sich damit, das tief Vergrabene wieder in das Bewußtsein zu lassen. Ein paar ewig scheinende Augenblicke suchte er nach passenden Worten, bevor er endlich etwas hervorbrachte*

"Wegen Fadela...."

*wieder kurze wortlose Stille. Dann erzählte er, zögerlich zuerst, doch schließlich fand seine Stimme ihren Klang wieder. Er berichtete von jenen Tagen, da seine Geschwister Faerghas und Efghenya das letzte Mal zu Besuch angereist waren. Gawjn erzählte von der Kutschfahrt zum dem Anwesen, in welchem Xyron's vermeintlicher Sproß mit seiner * Bekannten * weilte. Neben seinem Bruder hatte Gawjn auf dem Kutschbock gesessen und sich nur abweisende und arrogante Äußerungen anhören müssen. Der Jäger berichtete weiter und schob Begebenheiten aus Vergangenheit und späteren Geschehen dazwischen. Tradition und Ansehen, welches er, der ungeratene Außenseiter, niemals würde wahren können, hatte man ihm von allen Seiten entgegen gehalten. Und dann auch noch die Romanze mit einer Dame außerhalb von Stand und Familie, welche einen Haufen Schulden hatte und auf den Steckbriefen der Stadtwachen stand. So kam der Jäger dann zu dem Teil der Geschichte, als er zwei Urkunden *angefertigt* hatte, um seiner Angebeteten eine standesgemäße Identität zu verschaffen, damit beide endlich unbehelligt gemeinsam würden leben können. Das es schließlich doch trotzdem ganz anders kam, ließ er dann noch kurz anklingen. Nach einigen Minuten hatte Gawjn sich in zunehmenden Enthusiasmus geredet und sich erhoben, während er fortfuhr*
" Ich war es so satt ! Ich war es leid, jeden Tag aufs Neue daran denken zu müssen, was der ehrenwerten Familie wohl alles einfallen könnte um sie und mich zu trennen. Ich hatte die Gelegenheit, die Fähigkeiten und passende Verbündete. Ich habe es getan, einfach weil ich es konnte - und mußte."
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Joceline
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Re: Asche zu Asche

#10

Beitrag von Joceline » Di 31. Mai 2016, 16:42

*Dieser Tag begann anders. Es war stiller, sie konnte sogar die Blätter in den Bäumen raschen hören, da das Fenster geöffnet war und der leichte Wind durch's Zimmer glitt. Die Nacht hatte sich zurück gezogen und Joceline brauchte etwas, um einfach wach zu werden. Wie so oft in den vergangene Monaten,
sass sie in dem hochgezogenen Kissen, verschlafen und zerzaust vom Schlaf, noch eine Weile in ihrem Bett und liess den Traum Revue passieren.
Wie sehr sich alles verändert hatte , doch keinesfalls zum Negativen, denn sie fühlte sich so gut wie lange nicht mehr, auch wenn noch so vieles unbeantwortet blieb.

Irgendwann warf sie aber schliesslich doch die Beine über den Rand des Bettes und kleidete sich an. Das Frühstück würde sicher warten und die 'Jungs' Hunger haben,doch selbst jetzt blieb sie ihrer Ruhe treu und band eine Kordel nach der Anderen am Kleide zu und endete mit einer kleinen Schleife auf dem Dekolleté. Innerhalb der Mauern trug sie keinen Schleier mehr, was nicht bedeutete das sie ihn nicht stets bei sich trug und ihn band, sobald Besuch eintraf oder sie sich hinaus begab. Gewaschen, gebürstet und mit ihrem Anblick zufrieden, trat sie später aus ihrem Zimmer und fand schon bald Gawjn's Nachricht vor.

''.... , dass ich heute früh nicht zu Hause bin, wenn Du aufstehst....''


Allein die Aussage sorgte dafür, dass ein kühles Gefühl sie ergriff. Sie solle sich nicht sorgen? - zu spät.

''.... , ... bin zum Dom aufgebrochen um zu Sehen, ob Opa Jeremias nicht endlich zurückgekehrt ist.
Wenn ich wiederkomme würde ich gerne etwas mit Dir besprechen...''


Spätestens nun war sein erster Satz überflüssig, denn selbstverständlich sorgte sich Frau - jetzt erst recht!
Aber, sie hatte gelernt zu vertrauen. Gawjn war stets irgendwann aufgebrochen und immer wieder eingekehrt und es lag kein Grund vor, dieses an diesem Tage nicht auch zu tun. So las sie die Nachricht zu Ende und sah einen Augenblick zum Fenster hinaus. Die erbaute Schaukel wandt sich mit dem Winde.

Wenn Jeremias wirklich zurück war, würde er Gawjn überreden mit ihm Heim zu kommen? Was war im Falle Wenn.. noch zu tun?
Sie zögerte nicht lang und ging ihren Dingen nach, die sie sonst ebenso verrichtete. Sie wollte etwas herrichten, wollte in den Garten hinter dem Haus.
Bald schon hatte sie es sich und den Kindern gemütlich gemacht. Eine riesige Decke, gleich nah bei der Schaukel unter dem Baum ...wenig später sollte dann der Rest folgen.

Den Gedanken Gawjn nun nach zu laufen verbot sie sich im Augenblick, er würde wissen das sie ihm beistehen würde, wenn er sie brauchte.
Trotzdem blieb sie in Gedanken bei ihm und Jeremias, .. zu schön wäre es wenn er wieder Daheim wäre.
Sie hatte ihn schmerzlich vermisst und es gab doch so viel zu erzählen. *
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Die Wahl des richtigen Zeitpunkts ist alles. Auf das Wann kommt es ebenso sehr an, wie auf das Wie.
Geblieben sind ihr, Ihre kleinen Raben, Baraj & Cian Rabenherz.

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Severina Synx
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Re: Asche zu Asche

#11

Beitrag von Severina Synx » Di 31. Mai 2016, 18:24

Ein kleines raunen verließ ihre Lippen
und doch schmunzelte sie zu gleich.

Der Priester Rabenherz...

Wisperte sie mehr als sie sprach.
Sie kannte ihn kaum und doch kannten sich
alle wahren Priester doch irgendwie.

Bewundernswert das er es getan hat.
Das Orginal gehört beschützt und er hat es
Verstanden.

Bin ich als einzige....


Ihre Stimme erstarb in diesem Satz als würde
es ihr zu schwer fallen Vargus gerade raus zu fragen.
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Jeremias Rabenherz
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Re: Asche zu Asche

#12

Beitrag von Jeremias Rabenherz » Di 31. Mai 2016, 19:24

Fast schon erleichtert wirkte der Blick. Er lächelte nicht, er fand es nicht gut, aber trotzdem. Er war erleichtert. Im Verhältnis zu anderen Sünden war dies noch eine recht harmlose. In Anbetracht der Erfahrungen wäre es schlimmer gewesen, Gawjn hätte ich einer Glaubenssünde schuldig gemacht. Die Probleme der lieben Familie, oh.. er kannte sie. "Rabenherz war immer eine sehr eigenwillige Familie. Die Disharmonie des eigenen Fleisches, Zorn, Eifersucht, Neid und sogar Mord.. es ist erstaunlich, dass diese Familie überhaupt noch existiert in all ihrem chaotischen Wirren." Er selbst sah schließlich nicht so hübsch aus, weil er es gewollt hätte. "Manche der Familie verabscheuen die Blutslinie von Lunata und mir. Sie halten uns für.. verdorben." Das war nun mal Fakt. Die weißen Raben waren schließlich nicht wirklich ein Segen. "Ich verstehe deine Beweggründe und doch.. " Er holte tief Luft. "Wirst du für die Fälschung und den Diebstahl belangt werden müssen. Dafür hast du zwei Möglichkeiten. Du kannst dich dem staatlichen Gericht des Königs stellen und landest vielleicht.. im Kerker. Mit Pech.. blenden sie dich, oder schlagen dir eine oder beide Hände ab." Er erwähnte es aus guten Grund. Denn die Alternative war natürlich hier. Er glaubte die Antwort zu kennen. "Oder du .. begibst dich in die Hand des Herrn und erträgst seine Strafe was auch immer er dir auferlegt." Das.. war im schlechtesten Fall, auch der Tod. Da war Ogrimar recht wankelmütig, Götterstrafen waren immer ein russisches Roulette und es konnte sehr sehr viel dabei passieren. "Der Dom.. und seine Priester haben nur die Macht, die ihnen gegeben wird, als Verbindung zu gelten. Dies hier ist ein Symbol, aber keine Wahrheit. Wahrer Glauben benötigt keine Häuser, keine Siegel, keine Priester und somit hast du am Ende nur um Symboliken betrogen. Nur.. " Er machte eine Pause. "Nur Symbole können auch sehr stark sein. Ich frage dich.. Gawjn.. hat es sich gelohnt? Für eine Frau? Für Liebe.. warum hast nicht auf IHN vertraut? Auf seine Wirken? Er hätte euch zusammen geführt, so hat er dich bestraft und gewarnt." Er sah aufs Siegel. Oh, schwach erinnerte er sich daran, aber möglicherweise lag es auch daran, dass Gawjn nie Gelegenheit hatte wirklich mal ein vertrauliches Gespräch zu suchen. "Welches Gericht wählst du.. " Fragte er schließlich und glaubte die Antwort bereits zu kennen.

Vargus nickte langsam. "Die Sammlung ist über Jahre entstanden und sie wächst mit jedem ihrer Diener. Auch mit euch. Jeder Diener des Herrn kann seine Erfahrungen, seine Erkenntnisse, seine Offenbarungen, niederlegen. Glaube ist wie eine zerbrechliche Blume. Sie will gehegt und gepflegt werden, sonst welkt sie." Er musterte sie lange. Fragend, aber nicht drängend. Er würde ihr Zeit geben. Vargus war die einzige Regelmässigkeit. Ab und an, brauchten selbst die Diener des Herrn ein Ohr und einen Rat.
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Re: Asche zu Asche

#13

Beitrag von Severina Synx » Di 31. Mai 2016, 22:45

Sie nickte langsam.
Vargus war ihr oft ein guter Ratgeber gewesen.
In den dunklen Stunden und in den Unruhen
die der unglaube schwächlich sich immer wieder
ausbreitete wie eine Pest über die Jüngeren.

Vergesst meine Frage.
Wäre diese Person hier hätte ich es vermutlich
schon lange erfahren!


Noch immer sprach sie in rätseln wenn es um ihre
Person ging oder um jene die zu ihr gehörten.
Doch vermutlich würde sich das nie ändern.

Nun erzählt bitte was gibt es zu berichten über
die Landen. Ich bin gerne Informiert, bevor es die Runde
macht das ich hier weile.


Ihr blick ruhte auf Vargus.
Seit ihrem letzten Besuch war sehr viel Zeit vergangen
und man verpasste dadurch oft das wichtigste.
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Gawjn Rabenherz JdF
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Asche zu Asche

#14

Beitrag von Gawjn Rabenherz JdF » Mi 1. Jun 2016, 11:10

"Im Nachhinein......heute.... war das alles wohl überflüssig."

*gab er zurück und hob mit krauser Stirn zu Schultern. Kurz sah er Jeremias an, um noch etwas anzufügen. Doch er schwieg und ließ den Blick kopfschüttelnd wieder sinken. Die Gegenfrage, ob es sich nicht immer lohnte, für eine Liebe zu kämpfen stellte sich hier nicht. Die Art und Weise stand zur Beurteilung, doch Gawjn war sich nicht sicher, ob er in Zukunft fähig sein würde, einen vernünftigeren Weg zu wählen und sicher bis zum gewünschten Ziel zu verfolgen. Das würde sich in der Zukunft zeigen - vielleicht*

" Ich habs Euren Händen genommen, Priester Jeremias. Darum stehe ich hier, und überlasse mein Schicksal Eurem Urteilsspruch. "

*Das was Staat und König zu sagen hatten, interessierte den Jäger wenig. Das war schon immer so und er hielt sich an die allgemeinen Regeln nur dort, wo es unbedingt nötig war. Steuern zahlen, unauffällig bleiben. Das sollte normalerweise wohl genügen*
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Joceline
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Re: Asche zu Asche

#15

Beitrag von Joceline » Do 2. Jun 2016, 01:39

*Hatte er es wirklich? Ihn bestraft und gewarnt? Oder war es letztendlich alles so gekommen wie es kommen sollte? Geführt durch Seine Hand, die Orgrimar selbst doch ständig -durchs Chaos- ans Ziel führte?
Joceline hatte keine Ahnung warum sie an diesem Tage so unruhig war. Vermutlich war es wirklich das Schreiben, warum sie ständig zum Eingang sah und sich kaum auf ihre Arbeiten konzentrieren konnte.
Eine Frau hatte an der Seite ihres Mannes zu stehen - ...
Auch in Zeiten, in denen es drunter und drüber ging, - ...

''...Wenn ich wiederkomme würde ich gerne etwas mit Dir besprechen.''

Was, wenn sie es falsch betonte und die Betonung auf dem Wörtchen -Wenn- lag ... ? - Ihr drehte sich einen Augenblick der Magen um.

Sehr kurz, aber energisch beschlossen, warf sie mit einem Ruck das seidene Hemd in den Korb, der mit frischer Wäsche vor ihr stand.
Sehr kurz, aber energisch beschlossen, lupft sie an den Füssen die Robe und eilt zum Hauseingang um ihrem Schal zu fassen.
Sehr kurz, aber energisch beschlossen, knallt die Türe das Hauses einfach ins Schloss und sie war auf dem Weg zum Dom.

Es war Zeit den Schlaf abzulegen, genug in sich geruht und genug geschlummert, sich versteckt!
Sie war sonst kein Kampfgeist, nicht auf die wortwörtliche Art, doch dieses Mal stand eine Entschlossenheit in ihrem Blick, der reichte um den Weg eiligst hinter sich zu bringen. Hoffentlich fand sie ihn dort wirklcih vor und hoffentlich war es nicht schon zu spät. Nicht das er Ihretwegen Unsinn verzapfte. Er war schliesslich auch nur ein Kerl und Frau wusste ja, was ein männlicher Rabe alles so anzustellen wusste.

Kurz vor dem Tore zum Dom hielt sie inne. Völlig ausser Atem muss sie sich sogar an einer der Säulen lehnen, ihre Hände auf die Knieen abgestützt lehnt sie da, bis die Lunge mit frischem Sauerstoff gefüllt war. Dann stiess sie sich ab, band ihren seidenen Schal wie gewohnt so ums Gesicht, das man nur Augen erkennen konnte, gehalten von der goldenen Spange.

Erhobenen Hauptes trat sie aufs Portal zu, einen Herzschlag der seines gleichen suchte, kalte Hände, samt einem unsicherem Blick.

Kam sie womöglich zu spät?
Zumindest hielten die Wachen sie erst einmal auf und sie war bereit - bereit zu kämpfen.*
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Jeremias Rabenherz
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Re: Asche zu Asche

#16

Beitrag von Jeremias Rabenherz » Do 2. Jun 2016, 20:13

Vargus berichtete. Gewöhnlich mit knappen aber präzisen Worten. Wen sie meinte, fragte er nicht nach. Es war nicht an ihm, die Priesterin zu drängen. Ebenso wie Jocelin vermutlich eingelassen wurde.

Der Greis nickte zufrieden. Soweit er zufrieden sein konnte. Es war nie leicht, sich einem Götterurteil zu stellen und doch war es die ehrlichste Form des Gerichtes. Zumindest fand er es so. Denn welches Urteil war besser, gerechter als die ihres eigenen Gottes? Keiner der Richter wäre könnte dieses in Frage stellen. "Gut. Du wirst ein Götterurteil erfahren, dass bedeutet es kann alles passieren. Er wird über dein Schicksal entscheiden und wie es endet. Dafür wirst mit mir in die Berge gehen, tief in die Schluchten wo die Felsen so schwarz wie der Obsidian. Dort bekommst du einen Trank und danach beginnt deine Reise und niemand weiß wie sie enden wird. Aber wenn er dir gewogen ist, wird er dich leiten." Wenn nicht.. wer weiß schon was ihm dann passierte. "Als irdische Kraft.. ist meine Maßnahme simpel. Die Anmaßung an Kirche und den Diebstahl.. verhänge ich eine öffentliche Züchtigung, fünfzig Schläge mit der Bullenpeitsche. Deine Buße.. ist die Götterprüfung." Kehrt er zurück, egal wie, war ihm vergeben, vergessen und niemand dürfte sich seiner mehr ereifern und seiner Tat. Doch dieser Pfad war nie leicht. Er war meistens mit weiteren Schmerzen verbunden, mit Fallen, Gefahren oder gar Gegnern. Es war durch den Trank schlicht unmöglich klar zu denken, die Drogen vernebelten den Verstand, in einer Art Trance fügt man sich ganz den Leiten seines Herren, wenn sie darauf vertrauen und manchmal war dieser sehr.. sadistisch. Mancher mag diese Maßnahmen in keinem Verhältnis sehen, aber es war besser als wegen Diebstahl ihm beim König die Hände abhacken zu lassen, in sofern.. "Die Vollstreckung werde ich bekannt geben, Gawjn. Es.. " Er machte eine Pause. "Es wird hart, bereite dich darauf vor." Für manchen klang das harmlos. Was waren schon fünfzig Schläge, aber das die Peitsche einen das Fleisch von den Knochen schälen kann, dass sie teilweise scharf war und immer wieder in frische Wunden schlug, vergaßen viele. Am Ende waren die meisten schon nach zwanzig oder dreißig Schlägen kraftlos und in den Seilen hängend. "Gawjn.. Liebe ist es nicht wert, dafür zu sündigen. Seine Gunst ist viel mehr wert, als jede Liebe sein könnte. Bete.. und bereite dich vor auf das was kommen möge." Er durfte sich keine Gnade erlauben, selbst wenn dieser den Namen Rabenherz trug. Keine Gnade.. Gawjn wusste das.
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Asche zu Asche

#17

Beitrag von Gawjn Rabenherz JdF » Fr 3. Jun 2016, 11:39

*Er hatte fast gelächelt, als er die Worte des Priesters vernahm. Beinahe fühlte er soetwas wie Erleichterung.
Kein Kerker, keine Unterbringung in einem Verlies. Nicht gefesselt für eine Ewigkeit ohne Tageslicht. Das hätte der Jäger wirklich als schlimmste Strafe empfunden. Gawjn nickte ernst und mit leichter Anspannung Jeremias entgegen. Er würde sich fügen und die Strafe annehmen. Ehe er sich versah, traten auch schon 2 Wachleute heran und nahmen ihn in die Mitte. Sie würden wohl wissen, wohin der Verurteilte zu bringen sein würde*
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Re: Asche zu Asche

#18

Beitrag von Severina Synx » Fr 3. Jun 2016, 14:46

Severina setzte gerade an um etwas
zu sagen als sich die Tore zum Dom
öffneten.

Bitte fürs erste sagt nicht wer genau,
Ich bin, wir klären dies zu einem besseren
Zeitpunkt auf.


Vargus nickte verstehend.
Oft war es leichter ein Gespräch zu beginnen
wenn keiner wusste das man zum Klerus
gehörte.

Sie stand auf und zupfte die schwarze Robe zu recht
als sie auf die Dame die eintrat zu ging.

Ogrimar zum Gruße.
Mein Name ist Severina kann ich euch helfen?!


Vargus räusperte sich hinter ihr.

Entschuldigt ich glaube es geht eine Krankheit umher.
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Jeremias Rabenherz
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Re: Asche zu Asche

#19

Beitrag von Jeremias Rabenherz » Fr 3. Jun 2016, 14:59

Die Wachen waren da und jeder legte eine Hand auf die Schulter des Verurteilten. Er würde die Zeit bis zu beiden tatsächlich eingesperrt verbringen. Auch wenn Jeremias nicht glaubte, dass Gawjn sich dem entzog. "Ich versuche alles so schnell wie möglich zu organisieren." Zumindest das was er eben konnte. Er wusste wie ungern Gawjn eingesperrt war und doch, da musste er jetzt leider durch. Die Wachen dirigieren ihn aus dem Raum. Kurz durchs Kirchenschiff wo er vermutlich Jocelin und Severina sehen würde. Würden sie was sagen? Würden sie irgendwas tun? Sie würden ihn weiter dirigieren wollen, wenn er stehen blieb bekam er einen fordernden Schubs in die richtige Richtung. Es gab einen Kerker. Einen mit ein oder zwei Zellen für die Sünder. Doch anders als in einem Gefängnis, wo sie abgeschieden sind, die Käfige und Zellen hier offensichtlich. Sie dienen als Pranger, als Warnung, als Demütigung für den Sünder. Genau in einen dieser Käfige wurde er gebracht. Ein Rabe im Käfig.. eingesperrt, gerade genug Platz um sich zu setzen. Nicht um zu liegen. Öffentlich.

Jeremias war nach den Wachen wieder in das Schiff getreten und die Züge waren verhärtet, wenn auch nicht eiskalt. Der Blick hebte sich als im Gewahr wurde, dass doch mehrere im Haus Ogrimars waren, mehr als nur Vargus. Er senkte grüssend den Kopf gen Severina und dann glitt der Blick vorbei an ihr gen Jocelin. Fast abwartend. Während sich eine Wache an der Zelle Gawjns postierte. Die Andere etwas weiter abseits ebenfalls.
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Re: Asche zu Asche

#20

Beitrag von Joceline » Fr 3. Jun 2016, 15:29

*Des Raben 7ter Sinn....

Gerade wollte sie Severina erklären warum sie in Windes Eile hier eingekehrt war, da nahm auch schon alles seinen Lauf.

Die Wachen kamen mit Gawjin um die Ecke und ihr Blick ruhte nur auf dem Mann, der ihnen in ihrer Mitte folgte. Alles in der Küsterin verkrampfte sich, sie haderte mit dem dicken Kloss im Halse, den aufkommenden Tränen, dem kühlen Gefühl, das ihre Adern empor gekrochen kam, bis hin zu den Beinen die drohten zu versagen. Auch wenn sich ihr Kinn hob und sie nach vorn sah, wer sie kannte wusste in diesem Augenblick genau was in ihr geschah,
wer nicht, mochte glauben sie beobachtete.
Im Grunde ihres Herzens wusste Joce, dass der Hass in ihr fehl am Platz war, denn alles was in diesen Mauern geschah, auch seinen Grund hatte. Doch was in Ogrimars Namen war so gravierend das Gawjin nun dort war, .. wo er war? Warum, um Himmels Willen hatte er keinen Ton gesagt und verdammt, warum geschieht das gerade jetzt? Sie konnte das Gefühl nicht kontrollieren.

Die Männer schritten mit dem Jäger, an ihr vorbei und sie konnte den Blick nicht abwenden, selbst als sie dem Raben das Gitter vor die Nase schoben und das Schloss metallisch in sich einrastete. Joceline war sich sicher...so musste sich das Sterben anfühlen, .. ihr Mund fühlte sich fürchterlich trocken an und sicherlich waren einige Minuten vorrüber bis sie sich von dem Anblick löste.

Sie stellte sich Severina des Anstandes wegen vor, ... was in diesem Moment wie gequält klang.
Sie hasste es gerade den Namen auszusprechen in den sie eingeheiratet hatte, auch wenn sie immer stolz darauf gewesen war.
Sie hasste den Umstand, warum sie dem Herrn gegenüberstand, den sie achtete - liebte und mochte er noch so alt sein und werden.
Sie hasste diesen Augenblick, wie keinen je zuvor in ihrem Leben.

Wie konnte er ihr das nun antun? Jetzt, ... kaum zurück ...

Doch sie schwieg still und sah Jeremias nur an.
Nicht viele erinnern sich an das was man in den Lehren Ogrimars wiedefinden konnte, denn stets kam sein Wille vor allem und das ...würde auch Joceline akzeptieren.

Wie tief mochte er wirklich in diese Seele der Raben sehen können? Ihr Herz schlug ... wütend. *
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Re: Asche zu Asche

#21

Beitrag von Severina Synx » Fr 3. Jun 2016, 20:23

Severina folgte der Szenerie nachdem sie
Jeremias mit einem zunicken begrüßte.
Vielleicht war es doch Zeit sich richtig
Vorzustellen. Als sie Jocelines Namen hörte konnte
die Priesterin nun den Zusammenhang sich dichten.
Severina hob die rechte Hand und legte sie auf Jocelines Arm.

Vargus könntet ihr der Dame ein Glas Wasser bringen.

Natürlich nutze sie Vargus nicht als Diener.
Doch manchmal war es nützlich wenn er
nicht alles mitbekommen würde.

Entschuldigt die Täuschung.
Man weiß nie wer in den Dom gelangt.
Ich bin Priesterin Severina Synx.



Lange Zeit sprach sie den Nachnamen nicht aus.
Nur zu gut wusste sie wie es Joceline gehen musste.
Thanta sah sie immer als Teil der Familie.
Doch mit anderen hatte sie mehr Probleme.

Zur Sicherheit schob sie den schwarzen Umgang
beiseite den sie über ihrer Robe trug,
so das er ihre Insignien preis gab.
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Re: Asche zu Asche

#22

Beitrag von Jeremias Rabenherz » Sa 4. Jun 2016, 00:21

Er sah sie an. Lange. Es schien - für ihn - fast als wäre er erst gestern fort gewesen. Er weiß die Zeit war viel länger gewesen und es quälte ihn, dass er so lange fort gewesen war. Das er es tun musste, dass er sich beugen musste und das ohne wirklich ein Ton zu sagen. Die Wahl hatte nie bei ihm gelegen. Nie. Er machte die ersten Schritte auf sie zu. Noch kein Ton sagend. Es musste ein unglaubliches Bild sein, nach all der Zeit. Er kehrte wieder und das erste was er tat, war einen aus der eigenen Familie einzusperren? Es war immer schwer gegen eigene Familie zu handeln. Schwer Blut und Fleisch zu ignorieren und nur den Glauben zu sehen. Aber er hatte gelernt damit zu leben. Mit der Bürde. Dank der Familie, derer Rabenherz, die selten alle herzlich zueinander gewesen waren, war es nicht schwer den Glauben als höchstes Gut zu betrachten. Doch hätte er genauso gelitten, wenn es Lunata gewesen wäre. Oder? Anders gehandelt hätte er wohl nicht. Er kann ihren Zorn in den Augen sehen, doch wem galt er. Gawjn, der einfach eine Dummheit begangen hatte und nun dafür bezahlen musste. Es sogar tat.. freiwillig. Er hätte schweigen können, hat er aber nicht und das wird ihn vermutlich retten. Am Ende.

Oder galt der Zorn ihm, weil er ihn verurteilte. Oder weil er fort gewesen war? Oder galt er ihr selbst? "Eine ziemlich.. ungünstige Art sich wieder zu sehen." Begann er schließlich das unerträgliche Schweigen zu brechen. Der Blick ging zu Severina und er nickte ihr leicht zu. Sie könnte bleiben, er hatte nichts, rein gar nichts zu verbergen.
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Asche zu Asche

#23

Beitrag von Gawjn Rabenherz JdF » Sa 4. Jun 2016, 00:55

"Bitte gib Joceline Bescheid und laß sie wissen wo ich bin. Sie ist zur Zeit in meinem Haus in Sturmkante. Wegen des Siegels....sie weiß davon...."

*Das waren die letzten Worte, welche Gawjn noch zu seinem Großvater gesagt hatte. Er brach ab, als die Wachen ihn mit sicherem Griff zur Tür drehten und hinausführten. Trotz aufkommender, unterschwelliger Unruhe trat er ruhig und besonnen hinaus in das Kirchenschiff. Schnell war es mit der Besonnenheit wieder vorbei, als sein Blick auf die Frau seines Cousins fiel.
Unwillkürlich blieb er stehen, wollte ihre Hand nehmen und wenigstens kurz erklären, was vor sich ging. Wollte ihr sagen, dass er bald wieder zu Hause sein würde - doch im gleichen Moment traf ihn ein grober Schub in den Rücken, als die Wachen des Doms ihn hart vorantrieben.
Der Jäger ächzte, stolperte, sah sich kurz noch einmal zu ihr um und wollte Ihr zu viele Dinge auf einmal zurufen, so dass er kein einziges Wort hervorbrachte.
Spätestens jetzt hatte ihn der Ernst der Realität wohl eingeholt und ihm seine Lage klargemacht. Das Scheppern der Gittertür seines Käfigs sprach das unmißverständliche Creszendo. Nahe des Eingangsbereichs fand er sich in einem schattenhaften Seitengang wieder. Hinter sich die kalte Mauer und an den anderen Seiten von Käfigwänden eingepfercht. Selbst wenn er einen Ring gehabt hätte, den er sich über den Finger streifen könnte, würde er nicht hinausschlüpfen können. Gawjn hockte sich auf die Erde, was gerade eben möglich war und versuchte einen Blick durch den Gang zu werfen*
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Re: Asche zu Asche

#24

Beitrag von Joceline » Di 7. Jun 2016, 20:10

*wenn sie nur gewusst hätte was sie darauf antworten sollte, dann wäre dieser Moment nicht zur Ewigkeit geworden.
Gawjin's Blick hatte sich dermaßen eingebrannt, dass sie wusste, die nächsten Nächte würden lang werden, denn niemals würde sie den Ausdruck darin vergessen.
Dankbar nahm sie von Vargus das georderte Glas Wasser an und drehte es in ihren Händen ohne davon zu kosten.
Ein Halt, .. Severina hatte es recht gut eingeschätzt, trotzdem lehnte sich Joce nur gegen eine der Banklehnen und sah Jeremias entgegen. *

Unzählige Male habe ich es mir ausgemalt, wie es wäre wenn ,... , mein Priester, doch hiermit habe ich nicht gerechnet.
Allerdings sind die Zeiten, das ich still halte, seid einiger Zeit vorrüber.
Genug gewartet, genug Zeit an einer Seite verbracht, die letztenlich die Weiten suchte.


*stolz schob sich ihr Kinn vor.*

Ich werde nicht weg sehen. Das stehen wir gemeinsam durch und kommt bloss nicht auf den absurden Gedanken mich fernhalten zu wollen.

*fest entschlossen nimmt sie dieses Mal einen Schluck der kristallenen Flüssigkeit und stellt es beiseite, allerdings war sie noch immer so emotional geladen, das sie ihm nicht weiter entgegentreten konnte.
Es war schlecht auszumachen auf wen sie mehr wütend war.
Ein Stück weit auf sich selber, denn sie hätte merken müssen das Gaw etwas im Schilde führte.
Ein Stück weit auf Gaw, der einfach nicht mit ihr geredet hatte und nun dort sass, wo er war und ihr schlecht wurde bei dem Gedanken, ihn eingesperrt und so gedemütigt zu wissen und...
Ein Stück weit auf alles Andere, dieses bescheuerte Schicksal zum Beispiel, das ihr wieder zwei Raben vor die Nase setzte, die es schafften sie so aus der Bahn zu werfen. *
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Guinya
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Re: Asche zu Asche

#25

Beitrag von Guinya » Mi 8. Jun 2016, 00:00

Mit einigem Schwung schiebt sie die Türe zu der kleinen Hütte auf, die sie ihr eigen nennt. Nur kurz tritt sie ein und hängt die Tasche an die Garderobe, ehe sie wieder nach draußen geht. Ein aufgestellter Holzstumpf dient als Ablage, perfekt um die beiden Hasen zu häuten und anschließend ausbluten zu lassen. Das würde ein köstliches Mahl werden. Ein Lächeln huscht knapp über ihre Mundwinkel und sie macht sich ans Werk, während die frische Brise ihr durchs Haar weht. Bald sind die Felle fein säuberlich aufgehangen, der Rest der Hasen hängt ebenfalls an der Kordel vor der Hütte.

Jene Hütte, die in den letzten Jahren zu ihrem Zuhause geworden war. Sie hatte sich in die Wälder zurück gezogen. Dorthin wo selten eine Menschenseele ihren Weg hin fand. Und nur selten war das Bedürfnis, mit jemandem zu sprechen. Früher... hatte sie viele Gespräche geführt... Bevor sie sich dazu entschloss, das Amt nieder zu legen und sich ganz zurück zu ziehen. Es hatte einige Jahre gebraucht, zu sich selbst zurück zu finden. Doch Ogrimar hatte ihr bei gestanden. Der einzige Ort, den sie gelegentlich aufsuchte war der Dom. Viele Erinnerungen verband sie mit jenem, gute wie weniger guter. Aber der Glaube zog sie immer wieder aus ihrem selbst gewählten Exil heraus dorthin.

Noch einen Moment betrachtet sie ihr Werk zufrieden. Dann wandert ihr Blick die Schatten der Bäume entlang. Ehe sie losstürmt und kurz darauf die weichen Pfoten eines großen Wolfes auf den Boden treffen. Herrlich dieses Gefühl, der Kraft und Schnelligkeit. Dabei so lautlos tragen sie die Pfoten quer durch den Wald hindurch. Über eine Wiese hinweg, bis zum nächsten Wald und dessen Rand. Dort in den Schatten verharrt sie wieder. Beobachtet die alten Felsen und den Eingang zum Dom. Ein Gefühl, mehr ist es nicht, das sie hier her führt. Aber sie will ihm folgen, gepaart mit Neugier. Vielleicht ist es ja gar nichts und der Dom liegt ruhig da, wie sie es gern hat wenn sie ihr Weg hinein führt...
Guinya Gadael
Geweihte, derzeit nicht amtierende Priesterin Ogrimars
~Adoptierte àl Àd ~ Selbernannte Gadael ~ Schwester der Belinda Gadael~



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Bescheid'ne Wahrheit spreche ich Euch, wenn sich der Mensch in seiner Narrenwelt, gewöhnlich für ein Ganzes hält.
Ich bin ein Teil des Teils der anfangs Alles war, ein Teil der Finsternis, die sich das Licht gebar.
(Goethes Faust)

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