Jay hörte still zu, wie Lyrielle über das unendliche Leben und den ewigen Hunger sprach. Es faszinierte sie noch immer, wie viel Menschlichkeit sich ihre Ziehmutter bewahrt hatte.
Sie setzt sich zu Lyrielle, und sah mit schmerzerfülltem Blick auf die feinen Narben an Lyrielles Händen, als diese die Handschuhe auszog, das Wissen, dass ihre Ziehmutter für sie sogar die sengende Sonne der Wüste ertragen würde, rührte sie zu Tränen.
Jayla nahm den warmen Becher in ihre Hände, um die eigene innere Kälte zu vertreiben. Sie trank einen kleinen Schluck Tee den Lyrielle so liebevoll für sie bereitgehalten hatte, und spürte die Normalität,die ihr so lange gefehlt hatte.
Als Lyrielle jedoch den Namen von Lhyra erwähnte, stockte Jaylas Atem und starrte in den dampfenden Kräutertee. „Du hast sie also auch gehört“, flüsterte sie leise und spürte, wie ihr Herz wieder schwerer wurde.
"Ich spüre, dass sie mir nicht fremd ist, aber mein Vertrauen ist wie mein Zopf damals als Kind. Es wurde abgeschnitten und ich weiß nicht, ob man es so einfach wieder reparieren kann nicht einmal mit Magie.“
Sie blickte zur Tür, durch die Sirr vorhin verschwunden war.
„Ich bin nicht ohne Grund in dieser Hütte gelandet. Die Wochen auf der Flucht waren hart, und ich dachte, ich könnte mich hier verstecken. Dass du genau jetzt auftauchst, rettet mich vor der Dunkelheit in meinem eigenen Kopf. Ich weiß einfach nicht ob ich Lhyra überhaupt noch vertrauen kann, ich bin genauso hin und hergerissen wie damals als Kind, aber im Grunde ist es nicht ihre Schuld, sondern wohl eher die von Saerdna s großen Herz? Weißt du im Grunde hatte ich , nein habe ich, zwei Mütter, Lhyra ebenso wie dich"
Jayla zuckte seufzend mir den Schultern.
Das vertraute Gefühl wieder bei Lyrielle zu sein ließ Jaylas Herz ein wenig ruhiger schlagen,obwohl das Treffen mit Lhyra noch schwer in ihren Gedanken lag. Sie setzte sich aufrecht hin, den Blick fest auf ihre Ziehmutter gerichtet. „Erzähl mir von dir.. Ly..“ flüsterte sie sanft.. „Wo wohnst du jetzt?Und sag mir, wie geht es deiner Mutter Arachnia? Geht es Killian gut? Ich habe sie alle so vermisst.“
Es gab so viele Lücken in all den Jahren der Trennung, die sie füllen wollte.
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Haus Zardoz
Forumsregeln
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Bitte beachtet, das fremde Texte nicht so einfach benutzt werden dürfen. Es hilft auch nichts, wenn man die Namen ändert oder einzelne Wörter austauscht. Benutzt ihr für eure RP fremde Texte, muss eine Quellenangabe bzw. die Erlaubnis des Erstellers vorliegen.
Bei Verstoß dagegen erfolgen folgende Strafen :
1. Verstoß
Verwarnung des Users, sowie Löschung der auf das Urheberrecht bezogenen Texte
2. Verstoß
Forumsperre für ALLE Accounts des Users für 48 Stunden, sowie Löschung der auf das Urheberrecht bezogenen Texte
3. Verstoß
Dauerhafte Sperrung sämtlicher Forenaccounts des Users, sowie Löschung der auf das Urheberrecht bezogenen Texte
Dieses betrifft nur eure Accounts hier im Forum und nicht eure Spielaccounts für Die 4te Offenbarung.
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Jayla Zardoz
- Kräuterkundiger / Kräuterkundige
- Beiträge: 17
- Registriert: Mi 25. Mär 2026, 11:11
- Danksagung erhalten: 1 Mal
#801
Aus meiner Verzweiflung, meiner Dunkelheit strecke ich dir flehend meine Hand entgegen,
taste nach einem Lichtstrahl, und greife ins Leere. Meine stummen Schreie verhallen im Rauch der Gleichgültigkeit.
-eingefrorene Gefühle-
taste nach einem Lichtstrahl, und greife ins Leere. Meine stummen Schreie verhallen im Rauch der Gleichgültigkeit.
-eingefrorene Gefühle-
- Lhyra Maloy
- Knecht / Magd
- Beiträge: 8
- Registriert: Di 28. Apr 2026, 06:58
- Hat sich bedankt: 4 Mal
#802
Lhyra blieb noch eine Weile auf der Bank sitzen, während die Nacht um sie herum immer ruhiger wurde.
Neben ihr lag Sirr zusammengerollt auf den alten Holzbrettern, die Nase unter dem buschigen Schweif verborgen. Nur seine Ohren bewegten sich hin und wieder leicht, aufmerksam wie immer.
Ein warmes Lächeln legte sich auf Lhyras Gesicht.
Langsam hob sie die Hand und strich dem kleinen Wüstenfuchs vorsichtig über das weiche Fell. Nicht aufdringlich, sondern mit jener ruhigen Vertrautheit, die man den Geschöpfen der Wüste entgegenbrachte.
Sirr ließ es geschehen.
Lhyra spürte die Ruhe, die von ihm ausging, und gleichzeitig diese tiefe Verbundenheit, die er zu Jayla hatte.
Eine Weile sagte sie nichts.
Dann begann sie leise zu sprechen.
„Weißt du, kleiner Freund...“
Ihre Finger glitten langsam durch sein sandfarbenes Fell.
„Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht bereue gegangen zu sein.“
Der Wind bewegte sanft einige Strähnen ihres Haares.
Ihr Blick verlor sich für einen Moment in der Dunkelheit des Gartens.
„Damals dachte ich, ich tue das Richtige. Ich dachte, ohne mich wären alle glücklicher.“
Ein bitteres Lächeln huschte über ihre Lippen.
„Wie falsch ich doch lag.“
Sirr hob kurz den Kopf, als hätte er ihre Stimmung wahrgenommen.
Lhyra lächelte schwach und strich ihm erneut über den Rücken.
„Aber eines sollst du wissen...“
Ihre Stimme wurde noch etwas leiser.
„Egal wo ich war... egal wie weit mich mein Weg geführt hat... Jayla habe ich nie vergessen.“
Ein kurzer Kloß bildete sich in ihrem Hals.
„Nicht einen einzigen Tag.“
Ihre Augen senkten sich auf den kleinen Fuchs.
„Sie war immer in meinem Herzen.“
Lange blieb es still.
Nur das Rascheln der Blätter begleitete die Nacht.
Dann atmete Lhyra langsam aus und musterte Sirr.
„Du passt gut auf sie auf.“
Wieder strich sie sanft über sein Fell.
„Besser, als ich es konnte.“
Die Worte waren weder Selbstmitleid noch Vorwurf.
Nur ehrliche Traurigkeit.
Dann wurde ihr Blick wieder etwas wärmer.
„Und trotzdem glaube ich, dass sie dich inzwischen vermisst.“
Ein kleines Schmunzeln erschien auf ihrem Gesicht.
„Wenn du noch länger hierbleibst, sucht sie am Ende die ganze Stadt nach dir ab.“
Sirr bewegte eines seiner Ohren.
Lhyra lachte leise.
Ein seltenes, ehrliches Lachen.
„Ja, ich weiß. Wahrscheinlich entscheidest du das ohnehin selbst.“
Sie gab ihm noch einen letzten sanften Kraul hinter den Ohren.
„Aber wenn du zurückgehst... dann richte ihr nichts aus.“
Ein sanfter Blick lag in ihren Augen.
„Sie soll kommen, wenn sie bereit ist.“
Dann lehnte sich Lhyra wieder zurück und blickte in den Sternenhimmel, während Sirr neben ihr lag.
Für einen Moment fühlte sich alles erstaunlich friedlich an. Nicht geheilt. Nicht vergessen.
Aber friedlich.
Neben ihr lag Sirr zusammengerollt auf den alten Holzbrettern, die Nase unter dem buschigen Schweif verborgen. Nur seine Ohren bewegten sich hin und wieder leicht, aufmerksam wie immer.
Ein warmes Lächeln legte sich auf Lhyras Gesicht.
Langsam hob sie die Hand und strich dem kleinen Wüstenfuchs vorsichtig über das weiche Fell. Nicht aufdringlich, sondern mit jener ruhigen Vertrautheit, die man den Geschöpfen der Wüste entgegenbrachte.
Sirr ließ es geschehen.
Lhyra spürte die Ruhe, die von ihm ausging, und gleichzeitig diese tiefe Verbundenheit, die er zu Jayla hatte.
Eine Weile sagte sie nichts.
Dann begann sie leise zu sprechen.
„Weißt du, kleiner Freund...“
Ihre Finger glitten langsam durch sein sandfarbenes Fell.
„Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht bereue gegangen zu sein.“
Der Wind bewegte sanft einige Strähnen ihres Haares.
Ihr Blick verlor sich für einen Moment in der Dunkelheit des Gartens.
„Damals dachte ich, ich tue das Richtige. Ich dachte, ohne mich wären alle glücklicher.“
Ein bitteres Lächeln huschte über ihre Lippen.
„Wie falsch ich doch lag.“
Sirr hob kurz den Kopf, als hätte er ihre Stimmung wahrgenommen.
Lhyra lächelte schwach und strich ihm erneut über den Rücken.
„Aber eines sollst du wissen...“
Ihre Stimme wurde noch etwas leiser.
„Egal wo ich war... egal wie weit mich mein Weg geführt hat... Jayla habe ich nie vergessen.“
Ein kurzer Kloß bildete sich in ihrem Hals.
„Nicht einen einzigen Tag.“
Ihre Augen senkten sich auf den kleinen Fuchs.
„Sie war immer in meinem Herzen.“
Lange blieb es still.
Nur das Rascheln der Blätter begleitete die Nacht.
Dann atmete Lhyra langsam aus und musterte Sirr.
„Du passt gut auf sie auf.“
Wieder strich sie sanft über sein Fell.
„Besser, als ich es konnte.“
Die Worte waren weder Selbstmitleid noch Vorwurf.
Nur ehrliche Traurigkeit.
Dann wurde ihr Blick wieder etwas wärmer.
„Und trotzdem glaube ich, dass sie dich inzwischen vermisst.“
Ein kleines Schmunzeln erschien auf ihrem Gesicht.
„Wenn du noch länger hierbleibst, sucht sie am Ende die ganze Stadt nach dir ab.“
Sirr bewegte eines seiner Ohren.
Lhyra lachte leise.
Ein seltenes, ehrliches Lachen.
„Ja, ich weiß. Wahrscheinlich entscheidest du das ohnehin selbst.“
Sie gab ihm noch einen letzten sanften Kraul hinter den Ohren.
„Aber wenn du zurückgehst... dann richte ihr nichts aus.“
Ein sanfter Blick lag in ihren Augen.
„Sie soll kommen, wenn sie bereit ist.“
Dann lehnte sich Lhyra wieder zurück und blickte in den Sternenhimmel, während Sirr neben ihr lag.
Für einen Moment fühlte sich alles erstaunlich friedlich an. Nicht geheilt. Nicht vergessen.
Aber friedlich.

Man kann nichts Ungeschehn machen was einst war aber man lernt undwächst mit seinen Fehlern.
Hat nie aufgehört zu Lieben was sie im Herzen trägt.
Hat nie aufgehört zu Lieben was sie im Herzen trägt.
- Lyrielle
- Bürger / Bürgerin
- Beiträge: 320
- Registriert: Di 8. Jun 2010, 12:53
- Danksagung erhalten: 2 Mal
#803
Saerdna...
Lyrielle musste schlucken. Der Name brach immer noch ihr Herz.
Eine Blutrote Träne rollte ihre Wange hinab so das sie kurz den Kopf schüttelte.
Oh mein Kind er hat geliebt und ich ebenso.
Gerne würde ich bedauern für Lhyra das ich Ihn je getroffen habe.
Doch
Sie schaute Jayla liebevoll an und ihr sso untotes Herz schmerzte nur noch mehr.
Hätte ich Euch Kinder auch nie kennengelernt und gerade dich mein liebstes Knispelchen würde ich so sehr vermissen.
Die Vampirin erzählte Jayla von der ewigen Einsamkeit.
Doch sie sie immer spürte wenn sie gebraucht wurde, in dem sie auf Jaylas Stein an der Kette deutete.
Davon das sie ihre Fähigkeit verloren hatte wenigstens kurz in der Sonne zu wandeln und das ihr Herz immer noch schmerzte weil sie alle so sehr vermisste.
Langsam begann sie dann zu sagen..
Lhyra liebt dich mein Kind den du bis genauso Ihr Kind. Wie du für immer mein Kind sein wirst.
Sie schenkte ihr ein aufmunterndes lächeln.
Nur zu gut konnte Sie verstehen wie verloren sich Jayla fühlen musste.
Doch sie fand auch das Jayla gesegnet war mit zwei Frauen die sie über alles liebten.
Erst als das Gespräch auf Arachnia und Killian schwenkte verdunkelte sich ihr Blick und sie verlor sich kurz in Gedanken.
Ihr Blick schwenkte zum Fenster hinaus als würde sie dort etwas suchen was dort nicht war.
Arachnia ist gestorben!
Sagte sie ganz leise bevor sie noch hinzufügte.
Ich weiß nicht wo Killian ist er hat es vermutlich nicht gut verkraftet, ich habe ihn sehr lange nicht mehr gesehen. Leider.
Den ich vermisse Ihn sehr. Genauso wie ich Dich jeden Tag vermisst habe.
Sie blinzelte heftig um nicht weinen zu müssen.
Lyrielle musste schlucken. Der Name brach immer noch ihr Herz.
Eine Blutrote Träne rollte ihre Wange hinab so das sie kurz den Kopf schüttelte.
Oh mein Kind er hat geliebt und ich ebenso.
Gerne würde ich bedauern für Lhyra das ich Ihn je getroffen habe.
Doch
Sie schaute Jayla liebevoll an und ihr sso untotes Herz schmerzte nur noch mehr.
Hätte ich Euch Kinder auch nie kennengelernt und gerade dich mein liebstes Knispelchen würde ich so sehr vermissen.
Die Vampirin erzählte Jayla von der ewigen Einsamkeit.
Doch sie sie immer spürte wenn sie gebraucht wurde, in dem sie auf Jaylas Stein an der Kette deutete.
Davon das sie ihre Fähigkeit verloren hatte wenigstens kurz in der Sonne zu wandeln und das ihr Herz immer noch schmerzte weil sie alle so sehr vermisste.
Langsam begann sie dann zu sagen..
Lhyra liebt dich mein Kind den du bis genauso Ihr Kind. Wie du für immer mein Kind sein wirst.
Sie schenkte ihr ein aufmunterndes lächeln.
Nur zu gut konnte Sie verstehen wie verloren sich Jayla fühlen musste.
Doch sie fand auch das Jayla gesegnet war mit zwei Frauen die sie über alles liebten.
Erst als das Gespräch auf Arachnia und Killian schwenkte verdunkelte sich ihr Blick und sie verlor sich kurz in Gedanken.
Ihr Blick schwenkte zum Fenster hinaus als würde sie dort etwas suchen was dort nicht war.
Arachnia ist gestorben!
Sagte sie ganz leise bevor sie noch hinzufügte.
Ich weiß nicht wo Killian ist er hat es vermutlich nicht gut verkraftet, ich habe ihn sehr lange nicht mehr gesehen. Leider.
Den ich vermisse Ihn sehr. Genauso wie ich Dich jeden Tag vermisst habe.
Sie blinzelte heftig um nicht weinen zu müssen.
Die Nacht ist nicht mein Versteck, sondern mein Königreich

~ Tochter der Kakophonie ~
~ liebt jenes Kind welches keines mehr ist ~

~ Tochter der Kakophonie ~
~ liebt jenes Kind welches keines mehr ist ~
-
Jayla Zardoz
- Kräuterkundiger / Kräuterkundige
- Beiträge: 17
- Registriert: Mi 25. Mär 2026, 11:11
- Danksagung erhalten: 1 Mal
#804
Sirr richtet sich langsam auf. Die behagliche Ruhe des Augenblicks verfliegt, als wäre sie von einem plötzlichen Windstoß hinweggefegt worden. Seine bernsteinfarbenen Augen, die eben noch halb geschlossen waren, fixieren nun die Umgebung mit Entschlossenheit.
Er springt lautlos von der Bank. Sein kleiner, sandfarbener Körper wirkt in der Dunkelheit fast wie ein Schatten, der zwischen den Gräsern und Steinen um das Haus herum huscht. Er ist auf der Suche nach etwas, das Jayla erkennen würde.
Er schnüffelt an einem alten Ast, der nahe der Bank liegt, lässt ihn aber liegen. Sein Blick wandert zu den Gegenständen in der unmittelbaren Nähe, von Lhyra sind.
Er läuft suchend den schmalen Pfad entlang, hält inne, die Ohren gespitzt, und kehrt dann zielstrebig in den kleinen Lichtkegel zurück, zu Lhyra. Er braucht diesen einen Gegenstand, damit Jayla beim Anblick des kleinen Fuchses sofort weiß: Er war dort. Er hat sie gefunden.
…..weit entfernt, getrennt durch die kühle Nacht und ahnungslos von der rastlosen Suche ihres kleinen Fuchses, rang Jayla in der schummrigen Enge der Hütte mit ihren ganz eigenen Schatten. Während Sirr draußen nach einem greifbaren Zeichen der Hoffnung suchte, drohte ihre Welt unter dem Gewicht der Vergangenheit zu zerbrechen.
Jayla senkt den Blick und drückt die Tasse mit beiden Händen so fest gegen ihre Lippen, als wollte sie den Kloß in ihrem Hals ersticken. Erst nach einer langen Pause sieht sie Lyrielle wieder an, ihre Augen glänzen feucht.
„Zwei Mütter“ flüstert sie, und ihre Stimme zittert kaum merklich. „Es fühlt sich an, als würde mein Herz in zwei Richtungen gezerrt werden ….wie damals, als ich mein Vertrauen verlor.“
Plötzlich lässt Jayla die Teetasse sinken. Das Klirren auf dem Unterteller wirkt in der plötzlichen Stille wie ein Donnerschlag. Die Nachricht über Arachnia trifft sie härter, als sie zugeben möchte.
„Gestorben...“ wiederholt sie leise, und ihre Augen füllen sich mit Tränen, die sie mühsam zurückhält. Sie greift über den Tisch und legt ihre Hand auf Lyrielles Handrücken, wobei sie den Stein an ihrer Kette kurz berührt, als wäre er die einzige Verbindung, die ihr in diesem Moment bleibt.
„Ich hatte gehofft, sie wiederzusehen, ebenso wie Killian...“, sie schüttelt langsam den Kopf, während ihr Blick in die Ferne schweift. „Dass er so einfach verschwunden ist, hinterlässt eine Leere, die man nicht einmal mit der Hoffnung auf ein Wiedersehen füllen kann.“ Flüstert sie leise und blickt Lyrielle an.
Er springt lautlos von der Bank. Sein kleiner, sandfarbener Körper wirkt in der Dunkelheit fast wie ein Schatten, der zwischen den Gräsern und Steinen um das Haus herum huscht. Er ist auf der Suche nach etwas, das Jayla erkennen würde.
Er schnüffelt an einem alten Ast, der nahe der Bank liegt, lässt ihn aber liegen. Sein Blick wandert zu den Gegenständen in der unmittelbaren Nähe, von Lhyra sind.
Er läuft suchend den schmalen Pfad entlang, hält inne, die Ohren gespitzt, und kehrt dann zielstrebig in den kleinen Lichtkegel zurück, zu Lhyra. Er braucht diesen einen Gegenstand, damit Jayla beim Anblick des kleinen Fuchses sofort weiß: Er war dort. Er hat sie gefunden.
…..weit entfernt, getrennt durch die kühle Nacht und ahnungslos von der rastlosen Suche ihres kleinen Fuchses, rang Jayla in der schummrigen Enge der Hütte mit ihren ganz eigenen Schatten. Während Sirr draußen nach einem greifbaren Zeichen der Hoffnung suchte, drohte ihre Welt unter dem Gewicht der Vergangenheit zu zerbrechen.
Jayla senkt den Blick und drückt die Tasse mit beiden Händen so fest gegen ihre Lippen, als wollte sie den Kloß in ihrem Hals ersticken. Erst nach einer langen Pause sieht sie Lyrielle wieder an, ihre Augen glänzen feucht.
„Zwei Mütter“ flüstert sie, und ihre Stimme zittert kaum merklich. „Es fühlt sich an, als würde mein Herz in zwei Richtungen gezerrt werden ….wie damals, als ich mein Vertrauen verlor.“
Plötzlich lässt Jayla die Teetasse sinken. Das Klirren auf dem Unterteller wirkt in der plötzlichen Stille wie ein Donnerschlag. Die Nachricht über Arachnia trifft sie härter, als sie zugeben möchte.
„Gestorben...“ wiederholt sie leise, und ihre Augen füllen sich mit Tränen, die sie mühsam zurückhält. Sie greift über den Tisch und legt ihre Hand auf Lyrielles Handrücken, wobei sie den Stein an ihrer Kette kurz berührt, als wäre er die einzige Verbindung, die ihr in diesem Moment bleibt.
„Ich hatte gehofft, sie wiederzusehen, ebenso wie Killian...“, sie schüttelt langsam den Kopf, während ihr Blick in die Ferne schweift. „Dass er so einfach verschwunden ist, hinterlässt eine Leere, die man nicht einmal mit der Hoffnung auf ein Wiedersehen füllen kann.“ Flüstert sie leise und blickt Lyrielle an.
Aus meiner Verzweiflung, meiner Dunkelheit strecke ich dir flehend meine Hand entgegen,
taste nach einem Lichtstrahl, und greife ins Leere. Meine stummen Schreie verhallen im Rauch der Gleichgültigkeit.
-eingefrorene Gefühle-
taste nach einem Lichtstrahl, und greife ins Leere. Meine stummen Schreie verhallen im Rauch der Gleichgültigkeit.
-eingefrorene Gefühle-
- Lhyra Maloy
- Knecht / Magd
- Beiträge: 8
- Registriert: Di 28. Apr 2026, 06:58
- Hat sich bedankt: 4 Mal
#805
Lhyra beobachtete Sirr eine ganze Weile schweigend.
Zunächst glaubte sie, der kleine Wüstenfuchs sei einfach unruhig geworden. Vielleicht hatte er ein Geräusch gehört oder eine Spur aufgenommen. Doch je länger sie ihn beobachtete, desto deutlicher erkannte sie, dass es etwas anderes war.
Er suchte, Nicht nach Nahrung, Nicht nach Gefahr.
Nach etwas… das nach ihr roch.
Nach einem Zeichen.
Lhyra richtete sich langsam auf der Bank etwas auf und folgte mit ruhigem Blick jeder seiner Bewegungen. Sie sah, wie er an einem Ast schnupperte, ihn verwarf und weiterlief. Wie seine kleinen Pfoten zielstrebig um das Haus huschten und sein Blick immer wieder zu ihren wenigen Habseligkeiten glitt.
Da verstand sie.
Ein sanftes Lächeln legte sich auf ihr Gesicht.
„Du möchtest ihr zeigen, dass du wirklich bei mir warst… nicht wahr?“
Sirr blieb kurz stehen und sah sie mit seinen bernsteinfarbenen Augen an.
Lhyra musste leise schmunzeln.
„Du bist klüger, als viele Menschen, kleiner Freund.“
Langsam glitt ihre rechte Hand zu ihrer linken.
Dort ruhte seit unzähligen Jahren ein schlichter Ring.
Er war weder prunkvoll noch mit kostbaren Edelsteinen besetzt. Die Zeit hatte feine Spuren auf dem Metall hinterlassen, doch für Lhyra war er wertvoller als jedes Gold.
Behutsam strich sie mit dem Daumen darüber.
Ihre Gedanken wanderten weit zurück.
Zu ihrer Mutter.
Es war einer der wenigen Gegenstände gewesen, die sie von ihr behalten hatte. Ein Geschenk voller Liebe, lange bevor das Leben begann, sie auf unzählige Wege zu führen.
Seit jenem Tag hatte sie den Ring nie abgelegt.
Nicht auf ihren Reisen.
Nicht in der Wüste.
Nicht in den schwersten Stunden ihres Lebens.
Er war immer bei ihr gewesen.
Lhyra betrachtete ihn einen langen Augenblick.
Dann schloss sie für einen Moment die Augen.
„Vielleicht...“, flüsterte sie kaum hörbar, „...ist es an der Zeit, dass er nicht nur mich begleitet.“
Langsam zog sie den Ring von ihrem Finger.
Für einen kurzen Moment wirkte ihre Hand ungewohnt leer.
Sie kniete sich zu Sirr hinunter.
Mit derselben Ruhe, mit der sie den Geschöpfen der Wüste stets begegnete, hielt sie ihm den Ring entgegen.
„Das hier… hat einst meiner Mutter gehört.“
Ihre Stimme war leise.
„Sie gab ihn mir, als ich noch jung war.“
Ein sanftes Lächeln huschte über ihre Lippen, auch wenn ihre Augen feucht wurden.
„Seit diesem Tag habe ich ihn nie abgelegt.“
Behutsam ließ sie den Ring in ihre Handfläche gleiten.
„Nun soll er Jayla zeigen, dass du wirklich hier warst.“
Sie sah Sirr liebevoll an.
„Und vielleicht... versteht sie dann auch, dass ich nichts mehr verbergen möchte.“
Vorsichtig befestigte Lhyra den Ring an einem schmalen Lederband, das sie aus ihrer Gürteltasche nahm. Sie prüfte, dass er sicher hielt und weder Sirr behinderte noch ihm schaden konnte.
Dann legte sie ihm das Band behutsam um den Hals.
Ihre Finger verweilten einen kurzen Moment in seinem weichen Fell.
„Pass gut darauf auf.“
Ein sanfter Blick lag in ihren Augen.
„Und noch besser... pass weiter auf sie auf.“
Lhyra lächelte.
„Das konntest du schon immer besser als ich.“
Sie kraulte Sirr noch einmal liebevoll hinter den Ohren, ehe sie die Hand langsam zurückzog.
„Nun geh...“
Ihre Stimme war kaum mehr als ein Flüstern.
„Sie wartet bestimmt schon auf ihren treuen Begleiter.“
Lhyra blieb auf den Knien sitzen und sah dem kleinen Wüstenfuchs nach.
Nicht mit Traurigkeit.
Sondern mit einem stillen Gefühl, dass der Ring an Jaylas Hals oder in ihren Händen vielleicht mehr sagen würde als tausend Worte jemals könnten
Zunächst glaubte sie, der kleine Wüstenfuchs sei einfach unruhig geworden. Vielleicht hatte er ein Geräusch gehört oder eine Spur aufgenommen. Doch je länger sie ihn beobachtete, desto deutlicher erkannte sie, dass es etwas anderes war.
Er suchte, Nicht nach Nahrung, Nicht nach Gefahr.
Nach etwas… das nach ihr roch.
Nach einem Zeichen.
Lhyra richtete sich langsam auf der Bank etwas auf und folgte mit ruhigem Blick jeder seiner Bewegungen. Sie sah, wie er an einem Ast schnupperte, ihn verwarf und weiterlief. Wie seine kleinen Pfoten zielstrebig um das Haus huschten und sein Blick immer wieder zu ihren wenigen Habseligkeiten glitt.
Da verstand sie.
Ein sanftes Lächeln legte sich auf ihr Gesicht.
„Du möchtest ihr zeigen, dass du wirklich bei mir warst… nicht wahr?“
Sirr blieb kurz stehen und sah sie mit seinen bernsteinfarbenen Augen an.
Lhyra musste leise schmunzeln.
„Du bist klüger, als viele Menschen, kleiner Freund.“
Langsam glitt ihre rechte Hand zu ihrer linken.
Dort ruhte seit unzähligen Jahren ein schlichter Ring.
Er war weder prunkvoll noch mit kostbaren Edelsteinen besetzt. Die Zeit hatte feine Spuren auf dem Metall hinterlassen, doch für Lhyra war er wertvoller als jedes Gold.
Behutsam strich sie mit dem Daumen darüber.
Ihre Gedanken wanderten weit zurück.
Zu ihrer Mutter.
Es war einer der wenigen Gegenstände gewesen, die sie von ihr behalten hatte. Ein Geschenk voller Liebe, lange bevor das Leben begann, sie auf unzählige Wege zu führen.
Seit jenem Tag hatte sie den Ring nie abgelegt.
Nicht auf ihren Reisen.
Nicht in der Wüste.
Nicht in den schwersten Stunden ihres Lebens.
Er war immer bei ihr gewesen.
Lhyra betrachtete ihn einen langen Augenblick.
Dann schloss sie für einen Moment die Augen.
„Vielleicht...“, flüsterte sie kaum hörbar, „...ist es an der Zeit, dass er nicht nur mich begleitet.“
Langsam zog sie den Ring von ihrem Finger.
Für einen kurzen Moment wirkte ihre Hand ungewohnt leer.
Sie kniete sich zu Sirr hinunter.
Mit derselben Ruhe, mit der sie den Geschöpfen der Wüste stets begegnete, hielt sie ihm den Ring entgegen.
„Das hier… hat einst meiner Mutter gehört.“
Ihre Stimme war leise.
„Sie gab ihn mir, als ich noch jung war.“
Ein sanftes Lächeln huschte über ihre Lippen, auch wenn ihre Augen feucht wurden.
„Seit diesem Tag habe ich ihn nie abgelegt.“
Behutsam ließ sie den Ring in ihre Handfläche gleiten.
„Nun soll er Jayla zeigen, dass du wirklich hier warst.“
Sie sah Sirr liebevoll an.
„Und vielleicht... versteht sie dann auch, dass ich nichts mehr verbergen möchte.“
Vorsichtig befestigte Lhyra den Ring an einem schmalen Lederband, das sie aus ihrer Gürteltasche nahm. Sie prüfte, dass er sicher hielt und weder Sirr behinderte noch ihm schaden konnte.
Dann legte sie ihm das Band behutsam um den Hals.
Ihre Finger verweilten einen kurzen Moment in seinem weichen Fell.
„Pass gut darauf auf.“
Ein sanfter Blick lag in ihren Augen.
„Und noch besser... pass weiter auf sie auf.“
Lhyra lächelte.
„Das konntest du schon immer besser als ich.“
Sie kraulte Sirr noch einmal liebevoll hinter den Ohren, ehe sie die Hand langsam zurückzog.
„Nun geh...“
Ihre Stimme war kaum mehr als ein Flüstern.
„Sie wartet bestimmt schon auf ihren treuen Begleiter.“
Lhyra blieb auf den Knien sitzen und sah dem kleinen Wüstenfuchs nach.
Nicht mit Traurigkeit.
Sondern mit einem stillen Gefühl, dass der Ring an Jaylas Hals oder in ihren Händen vielleicht mehr sagen würde als tausend Worte jemals könnten

Man kann nichts Ungeschehn machen was einst war aber man lernt undwächst mit seinen Fehlern.
Hat nie aufgehört zu Lieben was sie im Herzen trägt.
Hat nie aufgehört zu Lieben was sie im Herzen trägt.