In diesem Forum gelten Regeln für Signaturen. Auch wenn die Grafiken automatisch verkleinert werden, gelten die Regeln dennoch. Dieses hat damit zu tun, das auch Leute mit Smartphones dieses Forum aufrufen, und keine Lust haben, nur die Banner zu sehen.
Dieser Bereich dient für Rollenspiele die sich nicht direkt auf einen Server beziehen oder auch von D4O losgelöst sind.
Forumsregeln
Bezgl. Urheberrecht
Bitte beachtet, das fremde Texte nicht so einfach benutzt werden dürfen. Es hilft auch nichts, wenn man die Namen ändert oder einzelne Wörter austauscht. Benutzt ihr für eure RP fremde Texte, muss eine Quellenangabe bzw. die Erlaubnis des Erstellers vorliegen.
Bei Verstoß dagegen erfolgen folgende Strafen :
1. Verstoß
Verwarnung des Users, sowie Löschung der auf das Urheberrecht bezogenen Texte
2. Verstoß
Forumsperre für ALLE Accounts des Users für 48 Stunden, sowie Löschung der auf das Urheberrecht bezogenen Texte
3. Verstoß
Dauerhafte Sperrung sämtlicher Forenaccounts des Users, sowie Löschung der auf das Urheberrecht bezogenen Texte
Dieses betrifft nur eure Accounts hier im Forum und nicht eure Spielaccounts für Die 4te Offenbarung.
Der kleine Rubin rief sie.
So wie die Vampiress immer gerufen wurde wenn Jayla auf Althea an dem Stein rieb.
Im Schatten versteckt, sah sie dem Kind, welches keines mehr war nur nach. Wir haben beide zu viel erlitten.
Sie zog die Kapuze tiefer in ihr Gesicht.
Weg war sie nicht nur gut versteckt um aus dem Schatten zu wachen.
Lhyra hielt Jaylas Blick noch einen Moment fest, als würde sie sich vergewissern wollen, dass dieses leise Nicken wirklich da gewesen war… dass sie es sich nicht nur eingebildet hatte.
Dann senkte sie kaum merklich den Kopf und wandte sich langsam ab.
Ohne ein weiteres Wort setzte sie sich in Bewegung.
Ihre Schritte waren ruhig, bedacht, nicht zu schnell – als würde sie darauf achten, Jayla nicht zu verlieren… und sie gleichzeitig nicht zu drängen. Immer wieder glitt ihr Blick kurz zur Seite, prüfend, ob Jayla ihr folgte.
Der Weg führte sie fort von der Taverne, weg vom Lärm, hinein in die ruhigeren Gassen… bis sich die Umgebung langsam öffnete.
Ein Park lag vor ihnen.
Weitläufig, still, beinahe friedlich. Verschiedene Blumen in sanften Farben säumten die Wege, Büsche und alte Bäume warfen lange Schatten im Licht der Laternen. In der Mitte plätscherte ein großer Brunnen, dessen Wasser sich in einer leichten Fontäne erhob, bevor es wieder ruhig hinabfiel. Mehrere Bänke standen darum herum, als hätten sie schon unzählige Geschichten miterlebt.
Lhyra blieb kurz stehen, ließ den Blick über den Ort gleiten… prüfend.
Dann ging sie weiter, direkt auf eine der Bänke am Brunnen zu.
Erst dort hielt sie inne.
Langsam ließ sie sich nieder, ihre Bewegungen noch immer vorsichtig, als hätte sie Angst, selbst die Stille zu stören. Für einen Moment legte sie die Hände in ihren Schoß, doch ihre Finger fanden keine Ruhe – sie verschränkten sich, lösten sich wieder, suchten Halt.
Lhyra wusste, dass Lyrielle sich von Anfang an in die Herzen geschlichen hatte… auf eine Weise, die man kaum verhindern konnte. Und vielleicht hatte sie es auch nie wirklich gewollt. Sie hatte gesehen, wie Jayla sie ansah… wie leicht es für Lyrielle gewesen war, da zu sein, wo sie selbst gefehlt hatte.
Und sie konnte es Jayla nicht einmal verübeln.
Es war ihre eigene Schuld.
Sie hatte geschwiegen… zu lange geschwiegen. Nur, weil Saerdna keinen Widerspruch duldete.
Ja… er hatte ein großes Herz. Das war es gewesen, was sie einst so an ihm geliebt hatte.
Doch am Ende… war darin kein Platz mehr für sie gewesen.
Und genau deshalb war sie gegangen.
Langsam hob Lhyra den Blick wieder zu Jayla.
Ihre Augen waren ruhig… aber schwer. Voll von Dingen, die viel zu lange unausgesprochen geblieben waren.
Ohne ein Wort machte sie eine kleine, vorsichtige Bewegung mit der Hand neben sich auf der Bank. Keine auffordernde Geste… eher ein stilles Angebot.
Wenn du willst.
Mehr sagte sie nicht.
Sie wartete einfach Still.
Und ließ Jayla die Entscheidung.
Lhyra Zardoz - Wüstenblume - Man kann nicht ungeschen machen was einst war - Man lernt und wächst mit seinen Fehlern. Hat nie aufgehört zu Lieben was sie im Herten trägt.
Jayla sagte nichts, als Lhyra sie bat mitzukommen, sondern folgte ihr ruhig und ohne Eile, jedoch mit etwas Abstand.
Sirr blieb dicht an ihrer Seite, der kleine Wüstenfuchs mit gespannten Ohren, immer wieder prüfend in die Schatten blickend als hätte er Lyrielle bemerkt.
Sie vernahm kein Geräusch und spürte nur dieses vertraute Ziehen irgendwo tief in ihr, ein leiser Hauch von Anwesenheit, der sich kaum bemerkbar machte und doch sofort erkannt wurde. Sie wusste, wer dort war, noch bevor der Gedanke sich ganz formte, dieses Gefühl, das sie immer dann erreichte, wenn die Vampiress besonders über sie wachte… sie fühlte sich sicher und geborgen.
Jay ging weiter, Schritt für Schritt ohne zu wissen, wohin Lhyra sie führen würde. Als sie den Ort erreichte den sie ausgesucht hatte blieb Jayla einen Moment stehen als müsste sie erst überlegen ob sie bereit war, sich wirklich zu setzen. Dann ließ sie sich langsam neben ihr nieder ihren Blick auf das Wasser gerichtet welches leicht schimmerte.
Sie wartete ab was Lhyra ihr zu sagen hatte, weil sie verstehen wollte, was all die Jahre unausgesprochen geblieben war, und was das alles mit Lyrielle zu tun haben sollte…. Immer wieder erinnerte sich Jayla zurück… an jenem schicksalshaften Tag ihrer Entführung wollte sie zu ihrem Großvater und zu Lyrielle reisen, da sie sich mit ihrem Vater zerstritten hatte.
Aus meiner Verzweiflung, meiner Dunkelheit strecke ich dir flehend meine Hand entgegen,
taste nach einem Lichtstrahl, und greife ins Leere. Meine stummen Schreie verhallen im Rauch der Gleichgültigkeit.
-eingefrorene Gefühle-
Als Jayla sich schließlich neben sie setzte, hielt Lhyra einen Moment inne.
Sie rückte nicht näher. Ließ ihr Raum. Genug Luft zwischen ihnen, damit es sich nicht wie ein Zwang anfühlte… sondern wie eine Entscheidung.
Ein leiser Atemzug.
Dann begann sie zu sprechen.
Ruhig. Langsam. So, als müsste sie jedes Wort erst durch all die Jahre hindurch tragen.
„Du warst nie der Grund… warum ich gegangen bin, Jayla.“
Ihre Stimme war leise, aber klar. Und ehrlich.
Für einen Moment schweifte ihr Blick ab, verlor sich irgendwo im Spiel des Wassers im Brunnen, während Erinnerungen in ihr aufstiegen.
**Ich erinnere mich noch genau… an seine Worte.“
Ein kaum merkliches Zucken ging durch ihr Gesicht.
„‚Ich dulde keinen Widerspruch… und keine Unruhe im Haus.**
Sie schluckte leicht.
„Und ich habe geschwiegen.“
Ihre Finger verschränkten sich fester ineinander.
„Dir zuliebe… ihm zuliebe… dem Frieden zuliebe.“
Ein bitteres Lächeln huschte über ihre Lippen.
„Ich habe gedacht, wenn ich still bleibe… wenn ich nachgebe… dann bleibt alles zusammen.“
Langsam senkte sie den Blick.
„Aber das Gegenteil ist passiert.“
Ein kurzer Moment der Stille.
„Lyrielle…“
Ihr Atem stockte kaum merklich bei dem Namen.
„Sie hat sich ihren Platz genommen. Nicht mit Gewalt… nicht offen… sondern leise. Stück für Stück.“
Lhyra hob den Blick wieder, sah Jayla an.
„Und ich habe es zugelassen.“
Da war kein Ausweichen in ihren Augen. Keine Rechtfertigung.
Nur Wahrheit.
„Ich habe gesehen, wie sie näher an euch beide heranrückte… wie ich selbst immer weiter in den Hintergrund trat… bis ich irgendwann… kaum noch da war.“
Ihre Stimme wurde leiser.
„Wie Luft.“
Ein zittriger Atemzug.
„Und irgendwann… konnte ich nicht mehr.“
Sie machte eine kleine Pause, als müsste sie die Kraft sammeln, weiterzusprechen.
„Deshalb habe ich dir Ricco gegeben…“
Ein Hauch von Wärme lag kurz in ihrer Stimme bei dem Namen.
„Weil ich wollte, dass wenigstens ein Teil von mir bei dir bleibt.“
Ihre Augen wurden weicher… trauriger.
„Und dann bin ich gegangen.“
Stille.
Nur das leise Plätschern des Brunnens zwischen ihnen.
„Ich habe gewartet, Jayla.“
Ihre Stimme wurde brüchiger, auch wenn sie versuchte, sie ruhig zu halten.
„Ich habe gehofft… jeden Tag… dass ein Zeichen kommt. Ein Brief. Ein Wort. Irgendetwas… das mir sagt, ich soll zurückkommen.“
Ein langsames Kopfschütteln.
„Aber es kam nichts.“
Ihre Finger lockerten sich langsam.
„Und irgendwann… habe ich angefangen zu glauben, dass ihr… ohne mich glücklicher seid.“
Die Worte hingen schwer zwischen ihnen.
„Also bin ich geblieben, wo ich war. In der Wüste… in dem Leben, das ich kannte.“
Ein schwaches, fast fernes Lächeln.
„Lange Zeit… ganz allein.“
Sie atmete leise aus.
„Bis ich irgendwann wieder unter Menschen gegangen bin… und sich mein Leben… langsam verändert hat.“
Dann wurde sie still.
Für einen Moment sagte sie nichts mehr.
Nur ihr Blick blieb auf Jayla ruhen.
Vorsichtig.
Fragend.
„Und du…?“
kam es schließlich leise. „Wie… ist es dir ergangen?“
Eine kleine Pause.
„Ich sehe… dass du viel in dir trägst.“
Ihre Stimme war sanft, aber ehrlich.
„Mehr, als du zeigst.“
Kein Druck lag darin nur echtes Interesse.
Und vielleicht… ein vorsichtiger Versuch, wieder einen Schritt auf ihre Tochter zuzugehen.
Lhyra Zardoz - Wüstenblume - Man kann nicht ungeschen machen was einst war - Man lernt und wächst mit seinen Fehlern. Hat nie aufgehört zu Lieben was sie im Herten trägt.
Jayla sitzt noch immer vollkommen reglos da, während Lhyras Worte über Lyrielle in der kühlen Abendluft verhallen.
Die Verwunderung in ihrem Blick weicht langsam einer kalten Gewissheit. Ein leises.. fast tonloses Lachen entweicht ihren Lippen, während sie den Blick vom Brunnen abwendet und Lhyra direkt in die Augen sieht.
Du erzählst mir von Lyrielle... flüstert sie.. und ihre Stimme zittert . Du sprichst von Reisen während ich dich frage.. warum niemand kam..Warum erzählst du mir Geschichten von anderen Dingen wenn die Wahrheit doch so viel näher liegt? Du warst im Haus.. Lhyra.. Du hast gesehen wie die Tage verstrichen und auch du hast entschieden das mir keiner hilft....Ich habe eben den Zettel in die Taverne gelegt, weil ich Antworten wollte.. sagt sie leise.. aber mit einer Bestimmtheit.
Du erzählst mir von Lyrielle und dass sie wie eine Mutter zu mir war und damit hast du recht.Sie war da als ich sie brauchte aber Lyrielle war lange vorher in die Burg zurück gekehrt, sie hatte sich von Saerdna getrennt.
Es geht mir auch nicht darum wie oft du auf Reisen warst oder wo diese Reisen hingingen, denn als ich entführt wurde warst du nicht verreist.... du warst bei Saerdna... Ich will wissen... warum mich niemand gerettet hat.. Habt ihr damals überhaupt irgendetwas versucht.. Habt ihr auch nur einen Finger gerührt.. Was genau hast du versucht.. Lhyra..Das ist es.. was mich all die Jahre in der Dunkelheit beschäftigt hat.. während ich gewartet habe.
Jayla lässt den Blick sinken und starrt auf ihre Hände, ein bitteres Lächeln auf ihre Lippen während sie den Kopf langsam wieder hebt. Wie es mir ergangen ist.. wiederholt sie leise.. fast tonlos.. Es ist mir ergangen wie jemandem.. der lernt.. dass man sich auf die Stille verlassen kann.. wenn die Menschen.. die man liebt...schweigen.. In den Nächten hatte ich viel Zeit zum Nachdenken.
Sie sieht Lhyra nun wieder direkt an und ihr Blick ist klarer härter als zuvor. Du sagst.. ich trage viel in mir.. Das stimmt.. Ich trage die Jahre der Ungewissheit in mir.. Ich trage den Geruch von Staub und die Kälte in mir. Jayla atmet tief ein.
Sag mir.. Lhyra.. wenn du heute an diesen Tag zurückdenkst, an dem du bei Saerdna standest und von meiner Entführung erfahren hast, was hast du in diesem Moment wirklich gefühlt.. War es Angst um mich, oder war es die Erleichterung, das du dich nicht mehr um mich kümmern musstest weil du viel zu sehr mit deinen eigenen Wegen beschäftigt warst?
Aus meiner Verzweiflung, meiner Dunkelheit strecke ich dir flehend meine Hand entgegen,
taste nach einem Lichtstrahl, und greife ins Leere. Meine stummen Schreie verhallen im Rauch der Gleichgültigkeit.
-eingefrorene Gefühle-
Lhyra hörte ihr zu, ohne sie zu unterbrechen.
Mit jedem Wort, mit jedem Vorwurf… sah man, wie etwas in ihr arbeitete. Wie es sie traf. Tief. Härter, als sie es nach außen zeigen wollte.
Doch sie blieb ruhig.
Zumindest äußerlich.
Erst als Jayla geendet hatte, verging ein Moment… dann löste sich Lhyra langsam von der Bank. Ohne Hast, ohne plötzliche Bewegung. Sie stand auf, als müsste sie erst wieder festen Boden unter den Füßen finden.
Wortlos ging sie ein paar Schritte zum Brunnen.
Das leise Plätschern des Wassers füllte die Stille zwischen ihnen.
Sie blieb stehen, den Blick auf die Wasseroberfläche gerichtet, in der sich das Licht brach. Ihre Hände ruhten am Rand des Steins, doch ihre Finger spannten sich leicht an.
Ein ruhiger Atemzug.
Dann sprach sie.
„Glaubst du das wirklich…?“
Ihre Stimme war leise. Ruhig. Aber schwer.
Langsam hob sie den Blick ein Stück, ohne sich ganz umzudrehen.
„Dass du mir egal warst…?“ Ein kaum hörbares Schlucken folgte. „Dass ich so über dich denke…?“
Stille.
Nur das Wasser.
„Du kennst mich, Jayla…“ fuhr sie leise fort, ihre Stimme fester werdend, ohne laut zu werden. „Glaubst du wirklich, ich hätte zugelassen, dass dir etwas geschieht… wenn ich davon gewusst hätte?“
Jetzt drehte sie den Kopf leicht zur Seite, gerade so weit, dass ihr Blick Jayla streifen konnte.
Da war Schmerz in ihren Augen. Und etwas, das sich wehrte.
„Ich wusste nichts davon.“
Die Worte kamen klar. Ohne Zögern.
„Und genau das… ist es, was mich zerreißt.“
Ein kurzer Moment, in dem sie den Blick wieder ins Wasser senkte.
Dann atmete sie leise aus.
„Mein Vorwurf an Lyrielle… liegt genau darin.“ Ihre Stimme blieb ruhig, aber sie gewann an Tiefe. „Sie hat sich vom ersten Tag an zwischen uns gestellt. Zwischen mich… und Saerdna… zwischen mich… und dich.“
Ein bitterer Hauch lag in ihren nächsten Worten.
„Und sie hatte Erfolg damit.“
Ihre Finger zogen sich leicht am Rand des Brunnens zusammen.
„Erst sich in eine Familie drängen… sie Stück für Stück auseinanderreißen… und dann… selbst einfach verschwinden.“
Ein leiser, schwerer Atemzug.
„Und jetzt… stehe ich hier… und werde dafür verurteilt.“
Langsam drehte sie sich nun ganz zu Jayla um.
Ihr Blick war ruhig… aber nichts daran war unberührt.
„Wenn sie immer da war… wie du sagst…“ Ihre Stimme blieb leise, aber klar. „Wo war sie dann, als du sie gebraucht hast?“
Die Frage hing zwischen ihnen.
Nicht laut gestellt. Nicht scharf.
Aber sie traf.
Lhyra machte einen kleinen Schritt zurück, als wollte sie bewusst Abstand wahren.
Ihre Hände sanken langsam wieder an ihre Seiten.
„Ich spüre, warum du hier bist…“ sagte sie schließlich, ruhiger, fast müde. „Du bist mir gefolgt… nicht, um mir zuzuhören… sondern um mir das alles entgegenzuhalten.“
Kein Vorwurf in der Stimme.
Nur Feststellung.
Und dahinter… etwas, das sich kaum noch verstecken ließ.
„Und du hast jedes Recht, wütend zu sein.“
Ein kurzer Blick zu Boden.
Dann wieder zu Jayla.
„Aber bitte… glaub nicht, dass du mir je egal warst.“
Lhyra Zardoz - Wüstenblume - Man kann nicht ungeschen machen was einst war - Man lernt und wächst mit seinen Fehlern. Hat nie aufgehört zu Lieben was sie im Herten trägt.
Jayla blieb zunächst auf der Bank sitzen, ihre Hände liegen auf ihrem Schoß. Sie sieht Lhyra nach wie sie zum Brunnen geht und jedes Wort das Lhyra spricht fühlt sich für Jayla seltsam an.
Du wusstest nichts davon? wiederholt sie.
Wie ist das möglich, Lhyra. Wie kann es sein dass eine Tochter des Hauses Zardoz verschwindet, dass Forderungen gestellt werden und du… .hast nichts davon bemerkt?
Sie steht nun ebenfalls auf tritt jedoch nicht näher an den Brunnen, sondern bleibt an der Bank stehen. Hast du Saerdna nie gefragt.. wo ich bin wenn die Küche leer blieb und mein Bett unberührt war? Hast du dir in all den Wochen und Monaten sogar Jahre nie gedacht.. dass etwas nicht stimmt? Was hast du geglaubt, wo ich sei.. dass ich einfach fortgelaufen bin ohne ein Wort?
Du sagst ich kenne dich.. aber die Lhyra die ich kannte hätte den Wind nach mir befragt. Zu sagen du hättest nichts gewusst … das macht es nicht besser.
Jayla tritt einen kleinen fast zögerlichen Schritt auf den Brunnen zu, ihre Stimme verliert die harte Schärfe und nimmt einen auffordernden Klang an. Überzeuge mich vom Gegenteil. Lhyra.. flüstert sie während sie auf das unruhige Wasser starrt.
Sag mir.. dass ich mich irre und du jedes Zimmer im Haus nach mir abgesucht hast… Sag mir.. dass Saerdna dich belogen hat.. sag mir wo du dachtest wo ich bin.
Sie hebt den Kopf und sieht Lhyra nun wieder direkt an,. mit Augen.die nach einem Grund suchend nun nicht gehen zu müssen.
Wenn du wirklich von nichts wusstest.. dann erkläre mir.. wie das möglich sein konnte.. das meine fehlende Anwesenheit für dich kein Grund war Fragen zu stellen.. und nach mir zu suchen. Ich will dir glauben.. Lhyra.. ich will es wirklich.. aber ich kann nicht.... und weißt du. es geht gerade überhaupt nicht um Lyrielle, wo sie war sondern es geht um uns um dich und mich.
Sie verstummt und lässt den Blick wieder auf das Wasser gleiten, während sie dort steht spürt sie die vertraute Wärme des Steins an ihrer Brust.. die sanfte.. fast pulsierende Präsenz von Lyrielle.. die wie ein Anker in ihrem tiefsten Inneren ruht.
Sie bewahrt dieses Geheimnis wie einen kostbaren Schatz,während sie Lhyra weiterhin ansieht und spürt, dass sie auf eine Antwort warte, die vielleicht nie kommen wird.
…und je länger sie dort steht, desto mehr spürt Jay, wie etwas in ihr nachlässt. Es fühlt sich an, als würden ihre Worte irgendwo zwischen ihnen hängen bleiben, als kämen sie nicht wirklich bei Lhyra an. Ein kleiner Stich geht durch ihre Brust, der leise Wunsch, sich einfach umzudrehen und zu gehen, bevor noch mehr in ihr bricht. Gleichzeitig breitet sich eine stille Erschütterung in ihr aus, die sie kaum noch ertragen kann. Alles, was sie gesagt hat, scheint ins Leere zu fallen.
Jayla lässt die Schultern ein wenig sinken. Die Kraft, weiterzureden, ist fast fort. Ein Teil von ihr möchte einfach Abstand, nur um wieder atmen zu können. Doch sie bleibt stehen, obwohl sie innerlich schon einen Schritt zurückgemacht hat. Ihre Augen wirken erschöpft, als würde sie nicht mehr wissen, wie sie noch weiterreden soll, ohne sich selbst zu verlieren.
Aus meiner Verzweiflung, meiner Dunkelheit strecke ich dir flehend meine Hand entgegen,
taste nach einem Lichtstrahl, und greife ins Leere. Meine stummen Schreie verhallen im Rauch der Gleichgültigkeit.
-eingefrorene Gefühle-
Sie stand im Schatten war den zweien gefolgt.
Den sie wurde vor langer Zeit zum Schatten.
Zu dem etwas das die die sie liebte bewachte aus der Ferne.
Im verborgenen.
Die Worte von Lhyra und Jayla zerbrachen in ihr etwas.
Den sie liebte.
Das Kind welches kein Kind mehr war und den Mann der nicht mehr der Ihre war.
Sie strecke die Hand ins Licht was ein leises zischen verursachte.
Kein Weg mehr ins Licht für Sie.
Lhyra hörte jedes Wort.
Und diesmal… wich sie nicht aus.
Sie blieb am Brunnen stehen, den Blick noch einen Moment auf das Wasser gerichtet, während Jaylas Fragen sich in ihr festsetzten. Schwer. Unausweichlich.
Dann schloss sie kurz die Augen.
Ein Atemzug.
Und für einen flüchtigen Moment tauchte ein anderes Bild in ihr auf — Kaldeja.
Die Mutter von Drogal… und mehr als das. Eine Frau, die sie auf ihren Reisen kennengelernt hatte… eine, die ihr nahegekommen war, auf eine Weise, die sie lange nicht mehr zugelassen hatte.
Kaldeja war stark gewesen. Wachsam. Eine Mutter, die ihr Kind mit allem beschützte, was sie hatte.
Ein leiser Schmerz zog durch Lhyra.
So hätte ich sein müssen…
Als sie die Augen wieder öffnete, lag darin etwas anderes als zuvor – nicht nur Schmerz… sondern auch der Versuch, standzuhalten.
Langsam drehte sie sich zu Jayla um.
„Doch… ich habe gefragt.“
Ihre Stimme war ruhig, aber man hörte, wie viel es sie kostete, das auszusprechen.
„Immer wieder.“
Ein Schritt zurück vom Brunnen, nicht näher zu Jayla – aber auch nicht mehr ganz auf Abstand. Als würde sie sich zumindest ein Stück weit stellen.
„Ich habe dein Zimmer gesehen, Jayla. Es war leer… zu leer.“
Ihr Blick wurde für einen Moment fern, als würde sie genau das wieder vor sich sehen.
„Und jedes Mal, wenn ich es angesprochen habe… wenn ich wissen wollte, wo du bist…“
Sie schluckte.
„…kam dieselbe Antwort.“
Ein kurzer, bitterer Atemzug.
„Du bist mit Lyrielle unterwegs. Du brauchst Zeit. Du willst Abstand.“
Ihre Finger zuckten leicht, als würde sie die Worte noch immer nicht ganz greifen können.
„Und ja… ich habe gezweifelt.“
Ihre Stimme wurde leiser.
„Ich habe gespürt, dass etwas nicht stimmt.“
Ein kurzer Blick zu Jayla.
„Aber ich war nicht mehr die, die gehört wurde.“
Die Worte waren ruhig gesprochen… aber sie trafen.
Saerdna hat keinen Widerspruch geduldet. Keine Unruhe.
,,Und jedes Mal, wenn ich weiter nachgehakt habe… wurde es abgeblockt. Beendet.“
Ein leiser, schmerzhafter Zug ging durch ihr Gesicht.
„Und ich habe den Fehler gemacht… es irgendwann hinzunehmen.“
Stille.
Dann, leiser:
„Nicht, weil es mir egal war… sondern weil ich keinen Zugang mehr zu dir hatte.“
Ihre Stimme brach fast an dieser Stelle, fing sich aber wieder.
„Ich habe geglaubt… du willst nicht gefunden werden.“
Ein paar Sekunden vergingen, in denen sie Jayla einfach nur ansah.
Dann kam etwas in ihren Blick… etwas Tieferes. Etwas, das sie selbst gerade erst begriff.
Ein leises, ungläubiges Kopfschütteln. Hat man sue absichtluch belogen? Der gedanke der ihr in diesem moment durch den Kopf ging überkam ihr ein kalter schauer.
„Ob man mich bewusst von dir ferngehalten hat.“
Ein Hauch von Entsetzen lag noch immer darin.
„Ich habe dich nicht gesucht, wie ich es hätte tun sollen…“
gab sie offen zu.
„Ich habe nicht jede Tür eingerannt… nicht jeden Stein umgedreht.“
Ein schmerzhafter Atemzug.
„Und das… werde ich mir mein Leben lang vorwerfen.“
Stille legte sich zwischen ihnen.
Doch diesmal war sie anders.
Nicht leer.
Sondern schwer von Wahrheit.
Lhyra sah Jayla an… wirklich an.
Und sie sah es.
Wie ihre Schultern sanken. Wie die Kraft sie verließ. Wie da nicht nur Wut war… sondern etwas, das viel tiefer ging.
Langsam… ganz vorsichtig… hob Lhyra eine Hand ein Stück, ließ sie dann aber wieder sinken. Kein Schritt nach vorn.
Sie hielt den Abstand.
Aber ihre Stimme wurde weicher.
„Jayla…“
Ein kurzer Moment.
„Ich weiß, dass meine Antworten dir nicht reichen.“
Keine Verteidigung.Keine Ausrede.
„Aber sie sind die Wahrheit.“
Ihr Blick wurde ruhiger… fast sanft, trotz allem.
„Und ich sehe… dass du müde bist.“
Ganz leise.
„Du musst jetzt nichts mehr sagen.“
Ein Atemzug.
„Wenn du gehen willst… dann geh.“
Die Worte kamen nicht kalt.
Sondern vorsichtig. Behutsam.
„Aber bitte geh nicht, weil du glaubst, dass es mir egal war.“
Ein letzter Blick. Ehrlich und Offen. Dann fiehl ihr Blick wieder in das Wasser im Brunnen
Wartend....
Lhyra Zardoz - Wüstenblume - Man kann nicht ungeschen machen was einst war - Man lernt und wächst mit seinen Fehlern. Hat nie aufgehört zu Lieben was sie im Herten trägt.