Willkommen im D4O-Forum
 
Wichtiger Hinweis für Benutzer die sich hier im Forum registrieren möchten :

Es gelten für den Benutzernamen die gleichen Regeln wie auch auf den Servern von D4O !! 

 In Zukunft werden Forenaccounts deren Namen nicht den Regeln entsprechen, kommentarlos gelöscht.

<<< Ihr findet die Forenregeln hier : Forenregeln / Leitfaden >>>
 
Wichtiger Hinweis :

In diesem Forum gelten Regeln für Signaturen. Auch wenn die Grafiken automatisch verkleinert werden, gelten die Regeln dennoch. Dieses hat damit zu tun, das auch Leute mit Smartphones dieses Forum aufrufen, und keine Lust haben, nur die Banner zu sehen.

Ihr findet diese Regeln hier : viewtopic.php?f=55&t=5337


Gegen Ende April, werde ich aus allen Signaturen, die gegen diese Regeln verstossen, die Banner entfernen.


 

Ende oder Anfang (offen)

Dieser Bereich dient für Rollenspiele die sich nicht direkt auf einen Server beziehen oder auch von D4O losgelöst sind.
Forumsregeln
Bezgl. Urheberrecht

Bitte beachtet, das fremde Texte nicht so einfach benutzt werden dürfen. Es hilft auch nichts, wenn man die Namen ändert oder einzelne Wörter austauscht. Benutzt ihr für eure RP fremde Texte, muss eine Quellenangabe bzw. die Erlaubnis des Erstellers vorliegen.
Bei Verstoß dagegen erfolgen folgende Strafen :

1. Verstoß

Verwarnung des Users, sowie Löschung der auf das Urheberrecht bezogenen Texte

2. Verstoß

Forumsperre für ALLE Accounts des Users für 48 Stunden, sowie Löschung der auf das Urheberrecht bezogenen Texte

3. Verstoß

Dauerhafte Sperrung sämtlicher Forenaccounts des Users, sowie Löschung der auf das Urheberrecht bezogenen Texte

Dieses betrifft nur eure Accounts hier im Forum und nicht eure Spielaccounts für Die 4te Offenbarung.
Antworten
Benutzeravatar
Asteria-Luna
Kräuterkundiger / Kräuterkundige
Beiträge: 19
Registriert: So 10. Feb 2019, 12:46

#1

Beitrag von Asteria-Luna »

Asteria stand am Bug des Schiffes welches Sie zurück auf die Inseln Altheas brachte.
Lange war sie weg gewesen und noch mehr hatte sie erlebt gehabt.

Würde sie noch jemanden dort kennen?
Gab es noch jemanden der sich an Sie erinnert?

Langsam schob sie sich das Haar aus dem Gesicht. 
Gerne würde sie sich waschen doch auf so einem Schiff war Trinkwasser purer Luxus und nicht für eine Wäsche.
Doch sie würde warten bis sie Lichthafen wieder erreicht hatte.

Am nächsten Tag war es so weit.
Die Matrosen verkündeten Land in Sicht und bald würde sie wieder festen Boden unter den Füßen haben.

Langsam und andächtig schritt sie vom Schiff hinab und lies nach kurzen Schritten ihre Tasche fallen.

Da war sie wieder dort wo einst ihre Reise begonnen hatte..


Bild

 
Zuletzt geändert von Asteria-Luna am Di 16. Jun 2026, 15:21, insgesamt 1-mal geändert.
Bild
Es ist leicht, etwas zu finden, wofür es sich zu sterben lohnt.
Hast du etwas, wofür es sich zu leben lohnt?
Benutzeravatar
Asteria-Luna
Kräuterkundiger / Kräuterkundige
Beiträge: 19
Registriert: So 10. Feb 2019, 12:46

#2

Beitrag von Asteria-Luna »

Lichthafen der nächste Tag.

Sie hatte in Halams Taverne die Nacht verbracht und sehr wahrscheinlich würde Sie auch dort erst einmal bleiben.
Es gab keine Familie, Bekannte oder Freunde die ihre Rückkehr erwartet hätten.
Wie einst war sie ganz alleine auf den Inseln.

Doch heute nahm sie sich vor das erste mal wieder in den Tempel zu gehen.
Jenen Tempel der ihr einst einen Weg zeigte.
Dort wo es sich wie ein zu Haus angefühlt hatte.

Mit einem lächeln betrat sie jenen Ort.
Noch lebhaft erinnerte Sie sich an das erste treffen auf die Priester.
Sajins ruhige Art, auch wenn es zwischen beide nicht häufig aufeinander trafen.

Dann war da noch der Priester Etoh.
Ja mit Etoh hatte sie viel Zeit verbracht und so manches Gespräch geführt.

Damals war sie mehr ein Kind welches kaum zur Frau geworden war.
Doch nun im Licht der Sonne die in den Tempel schien stand eine Frau die erneut nach ihrem Weg suchte.
Bild
Es ist leicht, etwas zu finden, wofür es sich zu sterben lohnt.
Hast du etwas, wofür es sich zu leben lohnt?
Benutzeravatar
Asteria-Luna
Kräuterkundiger / Kräuterkundige
Beiträge: 19
Registriert: So 10. Feb 2019, 12:46

#3

Beitrag von Asteria-Luna »

Wie gewohnt aus alten Zeiten begann sie mit den Rituellen Reinigungen.
Bevor sie überhaupt näher trat um ihre Gebete zu beginnen.

Es dauerte in etwa eine Stunde bevor sie Richtung der Bank nähe des Altars trat.
Langsam ließ sie sich auf die Knie fallen und senkte ergeben ihr Gesicht Richtung des Bodens.
Zur Zeit fühlte sie alles andere als würdig hier im Tempel zu beten.
Doch es war der einzige Weg den sie kannte und vielleicht .. aber auch nur vielleicht wusste Sie danach welchen Weg sie einschlagen sollte.

Die Zeit des Reisen war vorbei.
Doch Sie fühlte sich unsicher wie nie wo ihr Platz auf diesen Welten war.

Ihren Glauben den hatte sie ganz sicher nicht verloren.
Nur die Hoffnung einen Platz für sich zu finden welcher sich wie Heimat anfühlte.

Jemanden dem sie ihre Gedanken mitteilen konnte.
Der sie in den schweren Stunden vielleicht auch tröstete.

Mein Herr ich weiß ich bin deiner nicht mehr würdig.
Doch bitte zeig mir den Weg..


Murmelte sie lauter als sie beabsichtig hatte. Doch es schien niemand hier den es stören würde und so blieb sie knieend vor dem Altar und betete weiter.
Bild
Es ist leicht, etwas zu finden, wofür es sich zu sterben lohnt.
Hast du etwas, wofür es sich zu leben lohnt?
Benutzeravatar
Sajin-al Tan DML
Dorfältester / Dorfälteste
Beiträge: 152
Registriert: Mi 12. Mai 2010, 03:19

#4

Beitrag von Sajin-al Tan DML »

* An der Seite der Andachtshalle öffnete sich die Tür, welche vom Korridor zur Gemeindehalle aus herführte. Der Halbelb trat hindurch und schloß leise die Tür um sich gleich dem Ausgang des Tempels zuzuwenden. Sajin mochte geschäftig wirken oder auf Irgendetwas konzentriert - zumindestens nicht entspannt und schon gar nicht ausgelassen fröhlich - was seine Gründe haben mochte.
Im Herumdrehen glitt sein Blick durch die kleine Andachtshalle und gen Altar, wobei seine Aufmerksamkeit an Etwas oder Jemandem hängen zu bleiben schien. Für einen Wimpernschlag nur, doch die Person nahe des Tisch des Herrn registrierte er als .....nicht ganz unbekannt.
Kurz blieb er stehen, bedenkend, ob er das Gebet der Dame unterbrechen oder abwarten wolle. Doch Sajin entschied sich anders.
Er hatte nicht vor, lang außer Haus zu bleiben.
So erhob er den Schritt und näherte sich dem Portal, welches hinaus führte*
Bild
"Wer sich nicht müht, das Wort des Herrn auch wirklich zu erfassen, macht sich Schuldig !"
Benutzeravatar
Asteria-Luna
Kräuterkundiger / Kräuterkundige
Beiträge: 19
Registriert: So 10. Feb 2019, 12:46

#5

Beitrag von Asteria-Luna »

Sie hörte ein leises Rascheln hinter sich.
Wäre sie nicht die ganze Zeit alleine gewesen hätte sie vermutlich nicht reagiert.
Die  Gestalt.. Moment mal, die kannte Sie doch.

Ehrenwerter Priester?!

Rief sie scheinbar auch noch nicht laut genug den er bewegte sich noch auf das Portal hin.
Das war er doch sie erkannte Sajin schließlich an seinen Bewegungen.

Ehrenwerter Priester Sajin bitte wartet!
Ich bin es Asteria.. Ehrenwerter Priester bitte wartet!


Sie Spang auf und versuchte ihn noch flinken Fußes ihn zu erreichen.
Ihre Robe flog während des laufens und fächerte sich auf wie eine Blume.
Sie musste Ihn erreichen und so hoffte sie doch das sie Ihn erreichen möge.
Bild
Es ist leicht, etwas zu finden, wofür es sich zu sterben lohnt.
Hast du etwas, wofür es sich zu leben lohnt?
Sharlyn
Schmied / Schmiedin
Beiträge: 52
Registriert: So 30. Mai 2010, 08:09

#6

Beitrag von Sharlyn »

Die Hitze lag schwer über dem Anwesen, aber im Rosengarten war es anders.
Hier roch es nach Honig, Erde und blutroten Blüten.
Die Sonne stand hoch und ließen die Blumen glühen, als wären sie aus Feuer geschnitzt.

Sharlyn stand barfuß zwischen den Beeten. Bienen summten träge zwischen den Blüten und die Luft flimmerte.
Ihr weißes Kleid waren vom Staub des Sommers gezeichnet, und Dornen hatten feine Linien an ihren Unterarmen hinterlassen.  – Sie kümmerte sich nicht darum.


In ihren Händen eine schwarze Rose, die es eigentlich nicht geben dürfte.  
Sie war tiefer als Schatten, und doch schimmerte sie im Sonnenlicht wie Öl auf Wasser.

„Sie wächst trotzdem“, … „selbst hier. Selbst jetzt,“ flüsterte sie fast ehrfürchtig.

Der Garten war in voller Blüte, …rot, …weiß, …gold. Ein Meer aus Leben und Duft. Aber ihre Augen ruhten nur auf der einen, unmöglichen Rose.
Denn sie wusste: wo Rosen blühen, war auch immer Dorn und wo schwarze Rosen wachsen, da folgt etwas Dunkleres.
Sie hob die Blüte an ihre Nase und atmete tief ein. Für einen Moment sah es aus, als würde sie lächeln. Aber es war keines aus Freude.
Es war ein Lächeln von Jemanden, der die Macht der Dunkelheit genauso kennt.

Schwarz. Still. Ohne Duft.

Ein einzelnes Beet an der Steinmauer. Dort wuchs diese eine einzige Pflanze, und obwohl sie sie pflückte, dieser Trieb schenkte ihr immer wieder diese Kostbarkeit.
Kein Busch. Kein Beet. Nur ein einzelner Trieb – schwarz wie Tinte, gerade und stolz, ohne ein einziges Nebenblatt.
Und an seiner Spitze: Eine einzige schwarze Rose.

Die anderen drängten sich, überboten sich an Blüten, wucherten wild.
Aber diese eine Trieb nahm keinen Platz weg, er forderte ihn.
Er blühte nicht
trotz des Sommers. Er blühte, weil der Sommer ihm nichts anhaben konnte.

Sie zog einen Beutel aus groben Hanf hervor, den sie an ihrem Gürtel trug. Sorgfältig bettete sie ihn hinein, als wäre es Glas.
Die Schnur zog sie fest, aber nicht brutal. Fast ehrfürchtig.

Dann stand sie auf. Ihr blick glitt ein letztes Mal über das Beet.
Dort, wo eben noch der einzig schwarze Trieb aus der Erde ragte, war nun nur noch nackte, aufgerissene Erde.
Kein Stumpf, keine Wurzelspitze. Nichts.

Es war, als wäre er nie dort gewesen.

Sie verließ den Rosengarten nicht mit leeren Händen.  In ihrem Arm einen schweren Bund aus bunten Blüten.
Rot wie Wein, Weiß wie Schnee, Golden wie die späte Sonne.

Ihr Ziel lag jenseits der Felder. Ein Tempel aus hellem Stein, ein Zufluchtsort, ein Anfang, keine Menge.
Doch ein Ritual, welches sie seit Kindheitstagen in sich trug.


Jeden Tag eine frische Rose.
Eine einfache Geste – mit viel Bedeutung.
So war sie den Stufen gar nicht weit mehr entfernt. *
Bild
~Lady der Rosen ~
~Prophetin~
Die Zeit heilt nicht alles, aber sie rückt vielleicht das Unheilbare aus dem Mittelpunkt.
Benutzeravatar
Sajin-al Tan DML
Dorfältester / Dorfälteste
Beiträge: 152
Registriert: Mi 12. Mai 2010, 03:19

#7

Beitrag von Sajin-al Tan DML »

*Gerade als er an der Ausgangstür angekommen war und sich seine Hand schon zur Klinke heben wollte, vernahm er Asterias Worte. Sofort gesellte sich der Klang der Stimme zu einigen Bildern seiner Erinnerung, was ein inneres Schmunzeln aufsteigen ließ. Doch anstatt, wie man vielleicht nun erwarten könnte, wandte sich sein Blick nicht herum zu ihr. Sajin blieb für einen Wimpernschlag innehaltend vor der Tür stehen und schien auf den Türflügel oder hindurch zu blicken.
Seine Sinne gewahrten eine höchstvertraute Präsenz, im Geiste erreichten ihn bekannte Düfte und der Klang von unverkennbaren Schritten.
Da war sie.... jenseits der Tür, wahrscheinlich eine andere Tür irgendwo, der sie entgegen ging. Das konnte in diesem Sekundenbruchteil sein Feinempfinden nicht mitteilen. Es war auch nicht wichtig, doch nur dass sie Da war. Wie immer.
Nun lächelte der Halbelb ein wenig, als er sich umwandte und kurz Asterias Blick erwiderte*

" Geduldet Euch bitte einige Augenblicke. Ich bin gleich wieder da." *mit einem Nicken zu Ihr versicherte Sajin Ihr seine Worte * 
" Ihr könnt gern hier warten, oder neben an in unserer Gemeinschaftshalle "

* Ohne Weiteres abzuwarten wand er sich wieder herum, griff an den Knauf und zog die Tür der Andachtshalle auf um hinauszutreten*
Bild
"Wer sich nicht müht, das Wort des Herrn auch wirklich zu erfassen, macht sich Schuldig !"
Sharlyn
Schmied / Schmiedin
Beiträge: 52
Registriert: So 30. Mai 2010, 08:09

#8

Beitrag von Sharlyn »

*Sharlyn hatte sich noch gar nicht für eine Tür entschieden, da schien das Schicksal ihr diese Entscheidung abzunehmen.

Die geöffnete Tür stand da, ein schwarzer Spalt im Stein. Wartend.
Ihr Herz schlug bis zum Hals. Nicht aus Angst. Aus Erkennen. Ein Schritt noch, Einer.
Dann stand er da.
Kein Fackelschein, kein Schatten. Er war einfach da, als hätte der Stein selbst ihn freigegeben. Seine Aura unverkennbar.

Er trug keine Krone, keine Rüstung. Nur die Kleidung, welche vom Staub des Weges gezeichnet war.
Und diesen Blick, den er jedes Mal hatte, wenn er sie ansah. Als würde er ein Geheimnis kennen, welches nur sie beide betraf.
Als würde er lächeln, ohne den Mund zu bewegen.


Dieser Augenblick – Nur er. Nur sie.
Es gab augenblicklich nur noch den Raum zwischen ihnen. Und Liebe verändert die Luft.

Sie wurde schwerer. Süßer. Es roch nicht mehr nach Rosen, sondern nach Sommerregen auf trockener Erde.
Nach dem ersten Schnitt an einem Dorn. Nach etwas, das weh tut und heilt zugleich.


Er rührte sich nicht. Sein Blick blieb. Leicht. Unverkennbar.
Als würde er sie schon seit dem ersten Samen erwarten.

Ihr Herz wurde ruhiger, schlug nicht mehr bis zum Hals, sondern tief verwurzelt.
Eine Rose, die endlich ihren Boden gefunden hat.

Vor ihm blieb sie stehen. Nah genug, um den Staub auf seinen Schultern zu sehen.
Nah genug, um den Geruch von Erde und Regen zu atmen, der immer an ich haftete.


Sie war die Lady der Rosen. Er war ihr Priester.
Kein Eid war gesprochen worden. Keine Weihe und doch war es das Ritual, das ihr in die Wiege gelegt wurde.
Jeden Tag eine Rose. Und heute: sich selbst.

Die Blumen lagen in ihrem Arm, sie senkte -wie immer- ehrfürchtig den Blick. Ein Nicken.
Sein Blick wurde tiefer, Sie kannte es, spürte es.
Und die Luft zwischen ihnen veränderte sich ein letztes Mal.
Sie war nicht einfach „nur Luft“ – Sie war ein Versprechen.

Sie sprach einen tiefen, liebenden Gruß leise aus.*
„Ich bin gekommen. Mit Rosen im Arm und vollem Herzen.“ *– und dann hob sie den Blick zu ihm.*
Bild
~Lady der Rosen ~
~Prophetin~
Die Zeit heilt nicht alles, aber sie rückt vielleicht das Unheilbare aus dem Mittelpunkt.
Benutzeravatar
Asteria-Luna
Kräuterkundiger / Kräuterkundige
Beiträge: 19
Registriert: So 10. Feb 2019, 12:46

#9

Beitrag von Asteria-Luna »

Sie kam schliddernd zum stehen ein Geruch von Rosen waberte umher.
Nicht penetrant oder aufdringlich, er war einfach da.

Ja .. Vater! Ich werde auf Euch warten!

Sie wusste nicht ob er mitbekam wie sie ihn ansprach.
Doch Sajin war das was einem Vater für sie am nächsten kam.
Ob er wusste wie sie ihn sah.

Vermutlich nicht und sie würde es auch nicht sagen.
Vor vielen Tagen hatte Asteria ihrem Blut abgeschworen und von dem Tag an Weise.
Das junge Mädchen welches sie einst war brauchte eine Mentor, jemand der eine Lücke füllte auch wenn er es nicht bewusst machen würde.

Dies hier wurde zu ihrem zu Hause.
Dem einzigen welches sie noch hatte.

Kurz schaute sie sich um in der irrsinnigen Hoffnung auch eine andere bekannte Präsenz zu spüren.
Doch den Gedanken musste sie los werden.

Bald würde sie Artherk ihren eigenen Treue beweisen und zum Orakel aufbrechen.
Doch hatte Sie wirklich etwas was sich zum Leben lohnte?
Oder würde sie vergehen wie vermutlich so viele vor Ihr?

Sie drehte das kleine goldene Amulette welches sie um den Hals trug.
Jenes welches immer noch die gravierten Insigne der Kirche Artherks trug und sie wartet.
Wie ein Kind welches von den Eltern vor die Tür gesetzt wurde um sein inneres zu prüfen.
Bild
Es ist leicht, etwas zu finden, wofür es sich zu sterben lohnt.
Hast du etwas, wofür es sich zu leben lohnt?
Benutzeravatar
Sajin-al Tan DML
Dorfältester / Dorfälteste
Beiträge: 152
Registriert: Mi 12. Mai 2010, 03:19

#10

Beitrag von Sajin-al Tan DML »

* Hinter ihm war das Portal des Tempels sachte ins Schloß gerutscht. Während er ihre Gestalt, ihre Augen und ihr Lächeln betrachtete, wichen die unruhigen und besorgten Gedanken der letzten Tage langsam aus seiner Wahrnehmung. Nicht ganz, denn dafür hatten die Erlebnisse eine zu tiefe und große Erschütterung in seinem Inneren ausgelöst. Aber in diesem Augenblick legte sich, wie immer, ein schimmernder Balsam beruhigend um ihn. Ob die Prophetin wußte, welch segensreiche Quelle sie allein durch ihre Gegenwart für ihn war ? Manchesmal hatte Sajin ihr gegenüber Worte gesucht, um zu versuchen, es auszudrücken.
Doch wie klein und begrenzt waren Worte. So konnte er jetzt, wie er es immer tat, nur ihre Hände nehmen, sich neigend, ihre Finger mit den Lippen anrühren.*
" Wie immer im rechten Moment, der niemals besser passen könnte.  Schön, daß Du hier bist, meine Rose."
*Als er sich wieder aufrichtete, fiel sein Blick wie beiläufig darüber gleitend, auf ihren Hanfbeutel am Gürtel. Nur wahrnehmend, weil Sharlyn diesen nicht oft außerhalb der Gärten zu tragen pflegte. Er sagte Nichts, maß dem scheinbar keine Bedeutung bei. Er erinnerte sich, daß sie ab und zu mit außergewöhnlichen aber sympathischen Überraschungen in die Hallen der Gemeinschaft kam. So mochte es diesmal wohl auch sein und er wollte es nicht verderben.
Trotzdem mußte er schmunzeln*
" Ich muß auf ein Wort zur Stadtwache. Nur kurz. "
*Er deutete ihr in Richtung Eingang des Tempels hinter seinem Rücken*
" Drinnen wartet eine Dame, die lange nicht mehr da war, auch auf mich und ein Gespräch - hoffentlich auch kurz.
So Du möchtest sehen wir uns später in der Gemeindehalle."

*Der Halbelb ließ ihre Hände fahren, nickte ihr zu und machte einen Schritt zur untersten Stufe der Treppe*
Bild
"Wer sich nicht müht, das Wort des Herrn auch wirklich zu erfassen, macht sich Schuldig !"
Benutzeravatar
Seska
Dorfältester / Dorfälteste
Beiträge: 106
Registriert: Mi 4. Jan 2012, 12:02

#11

Beitrag von Seska »

Seska war früher einmal gläubig gewesen.
Die Mondgöttin und Artherk hatten sie ihr Leben lang geführt.
Als sie die scheinbar verloren dreinblickende Frau im Tempel sah konnte sie nicht anders.
Sie trat ein und setzte sich in die Nähe.
Ich grüße Euch!
Sagte sie schlicht und sah gerade aus als würde dort gleich jemand entscheiden.
Scheinbar fühlte sich diese Seele ebenso verloren wie sie selber.
  Manchmal tanz Ich, der Dunkelheit zum trotze, meiner Freiheit willen, auf brüchigem Eis
Bild
Benutzeravatar
Etoh
Geschichtenschreiber / Geschichtenschreiberin
Beiträge: 256
Registriert: Mi 12. Mai 2010, 11:14
Hat sich bedankt: 3 Mal
Danksagung erhalten: 7 Mal

#12

Beitrag von Etoh »

Die Suchenden im Haus des Herren, sie kamen und sie gingen. Oft kamen sie um sich nur einen Rat einzuholen um danach selbstbestimmt ihren Weg im Glauben und im Namen Artherks fort führen zu können. Manche blieben nur kurz, andere zogen ihre Kraft aus dem Glauben. Wieder andere, bedurften ihr Leben lang einer Führung. Ein wiederkehrendes an die Hand nehmen auf der ewigen Suche nach Anschluss und dem Gefühl der Dazugehörigkeit.
Es war ein Grundbedürfnis eines jeden Lebewesens Schutz, Halt und Zuspruch in einer Gemeinschaft zu finden.
Einst war die Lichte Gemeinschaft ein solcher Zufluchtsort gewesen. Die Gemeindehalle existierte noch, doch zerfraß sich die Gemeinschaft von innen heraus. Es konnte nur dort Leben erblühen und gedeihen wo jedes einzelne Wesen auch gewillt war Zusammen zu arbeiten.
Auch wenn Artherk der Gott der Freundschaft, des Lichts, der Liebe und Treue und das Sinnbild des Lebens war, so waren jene die diese Werte schätzten und Achteten selbst auch nur Menschen. Selbst dann wenn sie im Zyklus ihres Lebens die höchste Stufe der Seraphime erreicht hatten, so haftete ihnen noch immer der Makel der Unvollkommenheit an. Dieser Makel war es, der trotz allem guten Willens, selbst im Kreise der Lichtgetreuen, Wut, Hass, Eifersucht und gebrochenen Stolz zu lies.

Auch Pater Etoh konnte sich dieser Gefühle nicht erwehren. Seine Dämonen die ihn Zerfraßen waren nicht Neid oder Wut, sondern die Enttäuschungen die er in seinen Augen immer wieder erleben musste. Es gab eine Zeit in der er mit Hingabe für ein jeden Suchenden ein offenes Ohr hatte. Doch nach dem Zerfall der Gemeinschaft, den öffentlichen Anschuldigungen und auch jenen welche niemals sein Ohr hätten erreichen sollen, zog er sich aus der Öffentlichkeit zurück. Man sah ihn immer seltener und wenn dann nur hier und da meist nur kurz im vorbei huschen oder beim Vorbereiten der Sonntagsschule.

So war es auch an diesem Tag. Der schon in die Jahre gekommene Priester ist zu der traditionellen Gewandung der Priesterschaft zurück gekehrt. Sein weißes Haar hat er wie gewohnt zurück gebunden, sein grau-weiß melierter Bart akkurat in Form gestutzt.
Mit einem Stapel Bücher in der Hand trat er durch das Seitenportal in das Gebäude ein. Sein Weg führte ihn zwischen zwei Bankreihen hindurch bis zum Hauptgang. In der Mitte des Hauptganges blieb er kurz stehen um sich dem Altar zuzuwenden. Er verneigt sich in Richtung des Altars, in stiller Ehrfurcht und zur Ehre Artherks. Dabei hörte er die Stimme einer Frau die wohl eben das Gespräch mit einer anderen suchte. Er wendet sich um, da ihn sein Weg an ihnen vorbei in einen Nebenraum führen sollte. Er nickt beiden Damen zu einem Gruß zu. Der Segen Artherks mit euch.


Es waren schon zu viele Jahre vergangen, so dass Etoh Asterina auf den ersten Blick nicht erkennen mochte.
Bild

Seraph, Apostel, Priester, Rechtssprecher, Heiler, Vater, Freund, Liebender, Geliebter, Heilsbringer 
gehasst, verdammt, verachtet, abgelehnt, verletzt, beleidigt, herabgewürdigt
ungemütlich, unbeugsam, konsequent, anteilnehmend, dankbar, nahbar, zuhörend, rhetorisch vernichtend
Benutzeravatar
Asteria-Luna
Kräuterkundiger / Kräuterkundige
Beiträge: 19
Registriert: So 10. Feb 2019, 12:46

#13

Beitrag von Asteria-Luna »

Sie kannte die Dame nicht die sich in ihre Nähe setzte.
Doch nach einem Gruß kamen sie doch recht einfach in ein einfaches Gespräch.
Die Dame mit ihrem feuerroten Haar war eine Erscheinung in diesem Tempel.
So jemanden hatte Asteria noch nie gesehen.
Es war fast als Umgäbe diese Frau eine eigene Aura die sie nicht recht fassen konnte.

Nach einer Weile hörte sie Schritte und einen Gruß.
Diese Aura kannte Asteria und erhob sich und ging ohne Abschiedsgruß in seine Nähe.

Etoh?

Sie war sich nicht unbedingt sicher.
Zu lange war sie weit Weg gewesen doch im Grunde konnte sie sich nicht Irren.

Nach all den Jahren hatte sie gehofft wieder auf ihn zu treffen welches eine gewisse Nervosität in ihr auslöste.
So knapperte sie unbewusst auf ihre Lippe umher und ging so nah das er vielleicht einen kleinen Funken wiedererkennen zwischen ihnen gab.
Bild
Es ist leicht, etwas zu finden, wofür es sich zu sterben lohnt.
Hast du etwas, wofür es sich zu leben lohnt?
Antworten

Zurück zu „Bücherei der Geschichten“