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[Schicksalswind] Drei auf einen Streich...(offen)

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Azuna
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[Schicksalswind] Drei auf einen Streich...(offen)

#1

Beitrag von Azuna » Di 6. Mär 2018, 15:13

Augenscheinlich ziemlich entspannt hat sie sich auf eine Kiste direkt am Pier niedergelassen. Ihre Finger spielen gedankenverloren mit einem zierlichen Dolch, während sie das Treiben im Hafen aufmerksam beobachtet. Das also ist Lichthafen. Hin und wieder streicht ihr Blick zu dem mächtigen Schiff hinter ihr, welches vor kurzem erst in den Hafen eingelaufen ist. Es scheint als warte sie auf etwas oder jemand.
Ihre Gedanken verlieren sich in die Vergangenheit. An ihre Mutter hat sie keinerlei Erinnerung. Die prägenden Gesichter ihrer Kindheit gehörten ihrem Vater sowie den beiden deutlich älteren Brüdern. Und natürlich Kanthos, der alte Haudegen. Sie schmunzelt kurz angesichts der Erinnerung. Eines Tages tauchte er auf dem Anwesen der Eltern auf. Ein Reisender auf der Suche nach Abenteuern. Was sich wohl auch in seinem Äußeren widergespiegelt hat. Doch ihre Mutter hatte stets ein offenes gutes Herz und gab ihm Essen und eine Unterkunft für die Nacht. Der Dank ließ nicht lange auf sich warten. Bereits wenige Tage später, als er Vater auf die Jagd begleitete, rettet er dessen Leben. Von dem Moment an wurde Kanthos quasi adoptiert. Ein Mitglied der Familie. Und als die Mädchen geboren wurden, war es keine Frage wer als ihr Pate auserkoren wurde.
Zwei Jahre später verstarb ihre Mutter am Fieber und Kanthos wurde auf seine verschrobene Art der Mittelpunkt im Leben der Mädchen. Er unterrichtete sie, lehrte sie in allem was wichtig war, hatte stets ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der Mädchen.
Bis ihn eine Nachricht aus seiner Heimat ereilte und er zurück kehren musste. Es war ein tränenreicher Abschied.
Zwei Jahre später verstarb auch der Vater. Die Verletzungen die er beim Sturz von seinem Pferd erlitt, waren zu schwerwiegend.
Ab da war ihr ältester Bruder Altor der Herr über Titel und Anwesen. Ihr zweiter Bruder Briand war schon längst der Garde des Herrschers beigetreten.
Somit konnte Altor schalten und walten wie es ihm beliebte. Und er entwickelte sich zum Tyrannen.
Die einst so aufgeweckten, lebhaften, teilweise recht frechen Mädchen wurden immer stiller, zogen sich zurück und nur der Umstand, das sie einander hatten, ließ sie nicht verzweifeln.
Als die Mädchen das 16 Lebensjahr erreichten, beschloss Altor sie möglichst nutzbringend zu verheiraten. Und die entsprechenden Kandidaten stürzten die Mädchen in namenloses Entsetzen.
Nicht zum ersten mal dachten sie darüber nach, einfach zu verschwinden.
Man mag es Fügung, Glück nennen, oder einfach nur Schicksal, das sie ausgerechnet in jener Zeit ein Pergament von Kanthos aus dem fernen Althea erreichte.


|An Azura, Azula und Azuna,

endlich läuft hier alles seinen Gang und es würde mich sehr freuen meinen Patentkindern einmal meine Heimat zu zeigen. Was haltet ihr von einem Besuch auf dem Anwesen meiner Vorfahren und nun auch meinem, bevor der Ernst des Lebens zuschlägt.
Am 1. Tag des 3. Monats verlässt ein Schiff den Hafen mit dem Ziel Althea. Auf diesem habe ich vorsorglich Passagen für euch gebucht.

Ich erwarte euch
Kanthos|



Die Erinnerung lässt sie leise lachen. Wie selbstverständlich er annahm, dass sie natürlich der Einladung folgen würden, als gäbe es keinen Zweifel daran. Das jene genau zum Richtigen Zeitpunkt ankam, hat er unmöglich vorhersehen können. Seit dem Tode des Vaters hatte der Kontakt sich spärlich gestaltet, was beileibe nicht an Ihnen lag, sondern eher den Gebaren Altors geschuldet ist.
Bei Nacht und Nebel hatten sie sich vom Anwesen geschlichen und bereits wenige Stunden später befanden sie sich auf hoher See.
Nun sitzt sie hier und wartet auf ihre Schwestern, die mit dem Gepäck, insoweit man die drei hastig gepackten Beutel als dieses bezeichnen konnte, hinterherkamen. Sie hatte vorgehen sollen und auf den Boten von Kanthos warten, der sie zu seinem Anwesen leiten sollte.
Erneut blickt sie ungeduldig zurück zum Schiff. Wo bleiben sie denn nur?
Zuletzt geändert von Azuna am Mo 12. Mär 2018, 15:38, insgesamt 2-mal geändert.
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Azula Ibis
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Re: [Schicksalswind] Drei auf einen Streich...(offen)

#2

Beitrag von Azula Ibis » Di 6. Mär 2018, 21:47

Oh wie gern würde sie Altors Gesicht sehen, wenn er ihre leeren Betten entdeckt. Toben wird er, aber es war ihr mehr als recht. Beinahe verleitet es Azula sogar zu einem Grinsen, während sie ihre dunklen Haare zu einem Zopf zusammenbindet. Sich verheiraten lassen. An dem Punkt hatte es aufgehört für sie. Ob ihr Patenonkel weiß, welchen Gefallen er ihnen mit der Einladung getan hatte? Azula würde ihn dafür schon umarmen und natürlich, weil sie ihn vermisst. Es war nun schon so lange her, dass er sie besucht hatte.

Sie freut sich schon regelrecht darauf endlich Althea kennenzulernen. Wie viele Geschichten hatte sie als Kind darüber gehört. Vielleicht würden sie drei hier endlich seit langem eine friedliche Zeit erfahren. Aber im Moment kämpfte sie noch mit ihrem dunklen Schopf.

“Dumme Haare…” murmelt sie leise und verdreht die Augen, weil immer wieder Strähnen aus ihrem Zopf entkommen. “Ach egal… “ So wie sie ist, wirft sie ihren laubgrünen Umhang um, den sie vorne mit einer blattförmigen Fidel verschließt. Azuna wartet bestimmt schon und im Grunde ist ihr auch bewusst, dass ihr Haar sich sowieso wieder selbstständig machen wird. Eilig, weil sie die Zeit fast vergessen hat, will sie ihre große Schwester suchen. Die dritte im Bunde. “Azura? Komm…. wir müssen los.. Azuna wartet bestimmt schon auf uns und Kanthos sicherlich auch… “ ruft sie, als sie das Schiff durchkreuzt. “Hopp hopp große Schwester!” ein kleines Lachen kommt über ihre Lippen, „Sonst bringt dich das Schiff direkt wieder nach Hause!“ Das ist sicherlich das letzte was die drei wollen. Eilig nimmt sie gleich zwei Stufen, um an Deck zu kommen und hechtet über die Planke hinweg zu Azura.

“Entschuldige... Ich musste noch Azura suchen..“ flunkert sie schamlos, während sie sich abgehetzt umsieht. Natürlich wird Azuna die kleine Lüge erkennen, aber vermutlich würde man es ihr nicht krumm nehmen. „Ist er schon da?” Deutlich aufgeregt schweift ihr Blick suchend umher, bis er wieder auf ihrer Schwester landet.
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Azura Ibis
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Re: [Schicksalswind] Drei auf einen Streich...(offen)

#3

Beitrag von Azura Ibis » Mi 7. Mär 2018, 08:34

~Kanthos war der Beste, wie sollte es auch anders sein, schließlich war er wie ein zweiter Vater für sie. Nun rettete er sie und ihre Schwestern auch noch vor ihrem Bruder, ob er so etwas geahnt hat? Nein wie könnte er, es gab nie Anzeichen dafür, das er sich so veränderte. Seis drum, die dummen Hochzeiten konnte er sich abschminken. Hätte er seine Schwestern besser gekannt, wäre es ihrem Bruder bewusst gewesen, das sie sich nie wie Vieh an den Höchstbietenden verkaufen ließen. Tja nun stand er sicher wütend vor ihren leeren Betten und musste sich den Bewerbern erklären. Innerlich grinste Azura, was man ihren Augen wohl entnehmen konnte und schon hörte sie die Stimme ihrer Schwestet."Ich bin gleich soweit..." Schnell suchte sie noch das Amulett, welches Vater ihnen hatte herstellen lassen in der Eile des Aufbruchs hätte sie es fast vergessen. Dann griff sie sich die Beutel mit dem Wenigen was sie in der Eile gepackt hatten und nahm die Stufen hinauf an Deck. "Niemals gehe ich wieder nach Hause" rief sie noch hinter Azula her, bevor sie hinter ihr stand und sich staunend umsah. "Endlich sind wir angekommen, meine suchende Schwester" Azura hatten die letzten Worte vernommen und amüsierte sich darüber, es war als wären etwas von ihr Abgefallen als sie den Pier betrat. Ihr Haar trug sie offen, es ließ sich eh nicht bändigen und jetzt war sie viel zu aufgeregt. Sie fixierte Azuna mit den Augen, gespannt ob ihrer Antwort. ~
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Re: [Schicksalswind] Drei auf einen Streich...(offen)

#4

Beitrag von Azuna » Mi 7. Mär 2018, 14:36

Natürlich durchschaut sie die kleine Lüge. ~So so...~ meint sie mit vor vergnügen funkelnden Augen während sie hastig von der Kiste hüpft. Ausgelassen grinst sie. ~Wir haben es geschafft!~ Übermütig dreht sie sich mit ausgebreiteten Armen um sich selbst. ~Wir haben es wirklich geschafft! Aber eines bedauer ich echt...~ ihre Augen blitzen auf, als sie ihre Schwestern ansieht. ~Das ich Altors Gesicht nicht sehen konnte....Gott...wie gern hätte ich es gesehen...~ ihr leises kichern geht über in hemmungsloses Lachen. Die Anspannung unter der sie seit dem Tode des Vaters stand löste sich und wich einem Gefühl von ….Freiheit..
Etwas scheint dann allerdings ihre Aufmerksamkeit zu erregen, denn urplötzlich steht sie reglos und angespannt da und blickt in Richtung der Straße. Die Blicke der Umstehenden...überwiegend Matrosen und Hafenarbeiter sind es nicht, die ihre Aufmerksamkeit auf sich gelenkt haben. Ihr ganzes Leben wurden sie schon angestarrt, wo auch immer sie auftauchten. Mit der Zeit bemerkt man es nicht mehr.
Das Ziel ihrer Aufmerksamkeit ist ein Kutsche, die soeben von der Stadt her auf den Hafen zurollt. ~Das ist sein Wappen....seht doch...~ Ruft sie aufgeregt und wirbelt herum zu ihren Schwestern...~Ich erkenne es ganz genau.~ Natürlich ..sie alle kannten das Wappen des Hauses Montega zur Genüge. Aufgeregt hibbelt sie an Ort und Stelle, bis die Kutsche endlich steht. Man sagte ihr früher oft nach, dass sie oft viel zu überdreht sei. In den letzten Jahren hatte sich gelegt, war sie immer ruhiger und zurückhaltender geworden...nun...anscheinend war es nicht verloren, sondern hatte nur tief vergraben in ihr geruht. Denn nun bricht es wohl mit aller Macht wieder hervor.
Die Kutsche war noch nicht ganz zum Stehen gekommen, da stürmt sie bereits darauf zu. Ihr ungestümer Lauf endet jedoch abrupt, als der Schlag sich öffnet und nicht ihr Patenonkel aussteigt, sondern ein eleganter Herr im Anzug und ein weniger eleganter Herr in einfacher Kleidung. Sie versucht an den beiden vorbei zu sehen, ob nicht noch jemand aussteigt und ein ungutes, klammes Gefühl breitet ich in ihrer Magengegend aus. Sichtlich verunsichert sieht sie zurück zu ihren Schwestern.
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Re: [Schicksalswind] Drei auf einen Streich...(offen)

#5

Beitrag von Azula Ibis » Sa 10. Mär 2018, 15:53

"Bei allen Göttern…." stimmte Azula in das hemmungslose Lachen ihrer Schwestern ein, bis sie jedoch das Aufblitzen ins Aszunas Augen wahrnimmt. Ihre Augen sehen die Kutsche ebenfalls, das Wappen erkennend und ein Lächeln huscht über ihre Lippen. Freiheit. So fühlte sie sich also an. Sie spürte den Wind der See noch in ihren Haaren und nun, da sie drei endlich am Ziel waren, lösten sich auch die Ketten der letzten Jahre nach und nach.

Azula nahm einen tiefen Atemzug, um sich wieder im Hafen wiederzufinden und die trüben Gedanken an die Zeit und das Leben, das sie drei hinter sich gelassen hatten fort zu jagen. Vergangenheit. Hier lag nun ihre Zukunft. Hier bei ihrem Patenonkel in seinem Land voller faszinierender Geschichten. Als Azula wieder das Gemurmel und die Blicke der Umhertehenden wahrnahm, war r der Wirbelwind von Azuna schon fast durch die Menschen hindurch an der Kutsche angekommen. Etwas, dass sie ihr sicher nicht verdenken konnte. Immerhin liebten alle drei ihren Onkel und konnten es nun so kurz vor dem Ziel nicht erwarten endlich anzukommen.

“Warte doch…"rief sie ihrer Schwester nach, bevor sie mit einer erhobenen Augenbraue zu Azura sah, und nach ihrem Beutel griff. Mit einem Kichern auf den Lippen und einem Schulterzucken, suchte sie ihren Blick. “los hinterher... “ und bahnte sich einen Weg durch die Menschen. Abrupt kam sie jedoch hinter Azuna zum Stehen, ihre Bündel in der Hand.

Der Schlag war bereits offen, aber die Herren waren nicht annähernd ihrem Onkel ähnlich. “Wo ist er denn.. Aszuna?” Ihre Stimme ist auf einmal gesenkt und ihre Augen versuchten einen Blick ins innere der Kutsche zu finden, ob er sich vielleicht noch vor ihnen versteckte. “Wo ist Onkel Kanthos?” Unsicher funkelnd wendete sich der Blick jedoch ihren Schwestern zu, spürend, wie die anfängliche Euphorie nun einem beklemmendem Bauchgefühl wich. Irgendwie erschien das nicht richtig....
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Re: [Schicksalswind] Drei auf einen Streich...(offen)

#6

Beitrag von Azura Ibis » Mo 12. Mär 2018, 08:48

"Sein Gesicht hätte ich auch nur zu gerne gesehen"Azura musste unweigerlich grinsen und für einen Moment war es ein herrlicher Gedanke. Der Wind spielte mit den dunklen Locken, so das sie sich das Haar aus dem Gesicht strich und zu langsam war ihre Schwestern zu bremsen. "Wartet auf mich"Schnellen Schrittes eilt sie hinterher nur um im nächsten Moment verwirrt zu der Kutsche zu blicken aus der eindeutig nicht ihr Patenonkel stieg. Ein Gefühl der Unsicherheit machte sich breit, wollte Kanthor sie nur ärgern oder was war hier los? "Vielleicht hat er keine Zeit uns abzuholen und schickt deshalb seine Bediensteten"Ja so musste es sein, die Hoffnung war groß und so geht Azura an ihren Schwestern vorbei auf die Männer zu. "Seid gegrüßt" Wie es die Etikette verlangt Knickst sie sacht, obwohl sie am Liebsten sofort mehr erfahren wollte. Verflucht war es anstrengend sich all die Dinge immer ins Gewissen zu rufen die ihr Vater von ihnen gewollt hatte. "Werdet ihr uns zu Kanthor bringen?" Azura versuchte das beklemmende Gefühl abzuschütteln, sie waren doch endlich am Ziel und nun sollte nein musste alles gut werden.
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Re: [Schicksalswind] Drei auf einen Streich...(offen)

#7

Beitrag von Azuna » Mo 12. Mär 2018, 16:09

Unwillkürlich weicht sie einen Schritt zurück, denn das was sie in den Gesichtern der Männer sah, war nun wirklich das letzte was sie sehen wollte. Unwillig schüttelt sie den Kopf während sie im Innern nach tausend Gründen sucht, die das Fehlen des geliebten Onkels und die Trauer in den Augen der Herren erklären könnten.
Ihre schmale Hand tastet hilfesuchend nach der von Azula, während sie atemlos wartet, was die Männer Azura antworten. Es erscheint ganz normal das Azura dies übernimmt, denn schließlich ist sie, wenn auch nur Minuten, die Älteste von Ihnen.
Sie erstarrt förmlich, als das bedauernde Kopfschütteln sieht...und auch wenn sie es nicht wahrhaben will und verzweifelt die Augen schließt und wieder aufreißt, in der Hoffnung es möge sich um eine Sinnestäuschung handeln und Onkel Kanthos, lachend über seinen Streich, vor ihnen stehen, bleibt das Szenario unverändert.
Der fein gekleidete Herr räuspert sich und tritt einen Schritt vor.
Ich bin der Stadtschreiber von Fürst Sonnenfels. Stellt er sich formvollendet mit einer angedeuteten Verbeugung vor. Ich vermute ich habe die Damen aus dem Hause Ibis vor mir. Würden sie mich bitte in mein Büro begleiten? Er tritt beiseite und eine einladende Handbewegung deutet auf die Kutsche.
NEIN!!! erklingt es in diesem Moment wie ein Aufschrei aus ihrer Kehle. Wir gehen nirgendwo mit hin! bricht es ungestüm aus ihr heraus und sie stürmt vor....die Hände in die Seiten gestemmt. Ihr sagt uns sofort wo Onkel Kanthos ist oder ich werde....ich werde... Naja ..das würde ihr dann schon noch einfallen.
Diesen Moment nutzt der Alte und drängt sich an dem Stadtschreiber vorbei. Lasst mich mal Herr Stadtschreiber... brummt er während sein Blick unter den buschigen Augenbrauen zwischen den Mädchen hin und her huscht. Der Herr hatte recht...man könnte meinen der letzte Orkschnaps wäre nicht gut gewesen...eine genauso wie die anderen. murmelt er gestatten etwas ungelenk deutet er eine Verbeugung an. Mich ruft man Marti. Ich bin der so was wie Gutsverwalter und Mädchen für alles bei ihrem Herrn Onkel gewesen. Sie zieht die Augenbrauen zusammen...und erstmals verdrängen, daß man den normalerweise ganz bestimmt gemocht hätte. Gewesen??? all ihre Ängste und Befürchtungen zeigen sich in diesem einen Wort.
Der Alte nickt bekümmert. Jaja....gewesen....er war ein guter Herr...wahrlich nicht verdient...aber diese vermaledeiten Drachen im Orakel...diese Torhüter....nur einen Moment war er unachtsam... bekümmert schüttelt der Alte den Kopf. Es tut mir leid für euch Mädchen...nach allem was ihr durchmachen musstet... Moment...woher weiß der Alte davon...und sowieso...hilfesuchend blickt sie ihre Azula an und dann Azura...aber....bringt sie noch heraus...dann dringt erst so richtig ins ihr Bewusstsein was der alte gerade offenbart hat...aber..das kann doch nicht...sein... stammelt sie während ihre Augen bereits verdächtig glänzen.
Kopfschüttelnd deutet der Alte mit dem Daumen auf die Kutsche. Vielleicht sollten wir zum Gut fahren...es gibt noch so einiges zu klären....entscheidet er schlicht über den Kopf des Stadtschreibers hinweg.
Zuletzt geändert von Azuna am Do 19. Apr 2018, 10:27, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: [Schicksalswind] Drei auf einen Streich...(offen)

#8

Beitrag von Azula Ibis » Mo 19. Mär 2018, 11:36

Der Schock des Augenblicks steht Azula ins Gesicht geschrieben, als die Herren von ihrem Onkel in der Vergangenheitsform sprechen. Doch dann senkt sie ihren Blick. War es nicht genauso bei ihrem Vater gewesen?

Niemand hatte sich getraut die Fakten vor ihnen deutlich auszusprechen. Keiner hatte den drei Mädchen klar heraus gesagt, was geschehen war. Und nun war es wieder so, genau wie damals.

„Er ist tot…?“ Es war nur eine leise Frage, so als würde Azula Hoffnung schöpfen, dass sie die Zusammenhänge falsch geordnet hätte, die Worte zwischen den Zeilen gar falsch gedeutet. Doch das Schimmern in ihren Augen, die Ansammlung aus Tränen, die sie zurückhielt, zeugten davon, dass sie die Antwort darauf kannte.

Das konnte doch nicht wahr sein. Sie drei wollten bei ihm ein neues Leben beginnen und er war im Grunde das einzige, was Azula neben ihren Schwestern als Familie ansah. Kanthor war ein guter Mensch… gewesen… Verdammt warum nur. Trauer, Wut und Hilflosigkeit tobten in ihr. Nicht noch einmal, warum, wieso prüften die Götter sie auf diese Weise ein zweites Mal.

Azula versuchte sich dennoch zu fangen, und nicht ihre Emotionen nach außen zu lassen. Ihre Hand suchte links nach der einen Schwester und rechts nach der anderen. Nun hatten sie wahrlich nur noch sich… und egal was kommen würde, sie würde auf jedenfall nicht wieder heimkehren.

„Ihr habt recht…“ versuchte sie so gefasst wie möglich zu dem Verwalter zu sagen. Doch ihre Stimme war brüchig, während ihr Blick von Azura zu Azuna wanderte. „Hier ist vermutlich nicht der richtige Ort." Sicher war sie verunsichert. Auf einmal zerplatzte schliesslich die Seifenblase ihres Traums. Dem Traum von einem neuen Leben zusammen mit ihrem Onkel als eine Familie...
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Re: [Schicksalswind] Drei auf einen Streich...(offen)

#9

Beitrag von Azura Ibis » Mi 21. Mär 2018, 08:56

Azura weiß gerade nicht was sie fühlen oder auch denken sollte, die Worte waren wie ein Schlag ins Gesicht für sie. Ihr Körper bebte vor unterdrückten Gefühlen, sollte dies ein Test sein? War ihr Bruder ihnen zuvor gekommen und wartete in der Kutsche? Nein das war schließlich nicht möglich, nur dieses Schiff kam nach Althea. Die blassgrünen Augen funkelten, doch sie erlaubte sich keine Tränen. Nein das war etwas worüber Altor sich nur gefreut hätte. So drückt sie die Hand Azulas und nickte zustimmend. " kommen mit euch" Auch wenn sie gar nicht sicher war ob es was brachte, die Herren zu begleiten. Schließlich hätte er ihnen helfen können, falls ihr Bruder heraus fand wo die Drei waren. Nun sollten sie wieder auf sich gestellt sein und hatten Nichts ausser ihren Beuteln mit den wenigen Habseligkeiten die ihnen geblieben waren. Azura bewegte sich langsam Vorwärts und wollte ihre Schwestern mitnehmen. Wärend sie das tat, blinzelte sie die Tränen fort,er hatte etwas gesagt was seltsam war. "Auf Weg könnt ihr uns sagen, woher ihr von unserem Erlebten wisst"Sie erlaubte sich nicht, jetzt zu trauern, später wenn sie mit ihren Schwestern alleine war würde sie sich nicht mehr zurück halten. Aber zu oft hatte Altor ihre Gefühle ausgenutzt um ihnen weh zu tun, das sollte Niemand mehr schaffen.
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Re: [Schicksalswind] Drei auf einen Streich...(offen)

#10

Beitrag von Azuna » Mi 21. Mär 2018, 12:35

Eh sie sich versieht, oder es auch wirklich begreifen kann, sitzen sie in der Kutsche, welche holpernd die Straße durch die Stadt entlang rattert.
Die drei Schwestern eng zusammengedrängt, die beiden Herren ihnen gegenüber.
Was wird nun aus uns? Entrinnen ihr genau jene Worte, die sie nicht mehr aus ihren Gedanken bekommt, die sie wohl alle Drei bewegen. Zurück ist keine Option...lieber haust sie bettelnd auf der Strasse. Gut...auch kein recht angenehmer Gedanke. Aber irgendwie würden sie es eben einfach schaffen....solange sie nur sich hatten und zusammen hielten.
Der Alte mustert die drei, immer wieder von einer zur anderen blickend, und es wirkt als traue er einen Augen immer noch nicht so recht. Nu macht euch mal keine Sorgen. Der Herr hat natürlich für euch gesorgt, vor allem nachdem ihm eure Lage zugetragen wurde. Außerdem Ist das nen gefährliches Land hier...viele Monster und ungeheuer und so...ihr wisst schon. brummt Marti mit gutmütiger Stimme.
Nein...sie wussten es nicht. Oder doch? Nunja...so nach reiflicher Überlegung, scheinen die Geschichten, die Kanthos ihnen stets zum besten gab wohl doch nicht so ganz erfunden. Zumal genau in jenem Moment eine Horde kleiner roter gestalten in Sichtweite kamen. Herrje...Goblins... entfährt es ihr auch prompt. Stirnrunzelnd guckt sie wieder zu Marti, die tausend Fragen offen in ihren Augen zu erkennen.
Marti mustert die drei erneut, bevor er gutmütig nickt und dem Stadtschreiber, der wohl soeben ansetzte was zu sagen mit einer Handbewegung das Wort abschnitt., wobei er den dreien fast vergnügt...wie kann er nur in so einer Situation?...zublinzelt. Wir können uns die Fahrtzeit auch ein wenig verkürzen, indem ich euch eure Fragen beantworte.... Er nickt gemächlich. Fehlt nur noch dass er aus einer seiner Taschen ne Pfeife raus zieht und sich dies ansteckt. Aber natürlich tut er nichts dergleichen.
Woher der Herr es wusste? Nun ..er bekam regelmäßig Pergamente aus eurer Heimat. Er wusste immer was bei euch so los war..und was nicht... er kichert kurz...Und sofort nachdem er von den Plänen eures Bruders erfuhr, hat der Herr Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, damit ihr dem Lumpenpack entkommen könnt. Er deutet mit seiner knochigen Hand nach draußen. guckt nur...wir sind gleich da...wir sind bereits auf eurem Land...
Azuna schüttelt den Kopf...nein...sie musste sich verhört haben. Zumindest hat der gute Alte es geschafft, dass sie den ersten Schock hatte überwinden können und sich ungeachtet der Tränen, die in ihren Augen brennen auch hier und da ein kleines Schmunzeln eingeschlichen hat. Unser Land??? hakt sie schließlich, deutlich ungläubig, nach, während ein rascher Blick zu ihren Schwestern fliegt, ob die es wohl auch gehört haben.
Vergnügt nickt der Alte, nur die Trauer die immer wieder in alten weisen Augen aufblitzt zeigt, das er ebenso den Verlust tief empfindet, wie sie auch. Ja...sicher, sagt ich doch....euer Land...also...zumindest wenn ihr wollt. Erneut fährt der Stadtschreiber auf und versucht, offensichtlich empört und fast hektisch, dem Alten ins Wort zu fallen. Ha...da kennt er den Marti aber schlecht. Mit einer Bewegung schneidet er ihm erneut das Wort ab. Halte den Mund Schreiberling...kümmer du dich um deine Pergamente und den ganzen anderen Schreiberling Kram. Um die Mädchen kümmer ich mich schon. Knurrt er den Stadtschreiber an.
Der Herr hat schon für euch gesorgt...sagte ich doch schon...brummt er dann erneut in Richtung der Drillinge... er hat euch alles hinterlassen. So kann euch niemand mehr was, auch wenn er euch nicht mehr schützen kann...er kichert erneut sagte doch..ihr müsst euch nicht sorgen....
Sie muss einen wirklich tollen Anblick bieten, denn die Tränen, welche sie tapfer versucht hatte zurückzuhalten, bahnten sich nun ihren weg, während sie Marti mit offenen Mund anstarrt. Ihre Hand tastet nach der Hand ihrer Schwester, während sie gar nicht wagt aus dem Fenster zu blicken...vor lauter Furcht, es könnte nur ein Traum sein. Und so sehr der Schmerz um Kanthos in ihr tobt, sie ihn bereits jetzt schon grenzenlos vermisst, so spürt sie doch die Erleichterung....die Last die von ihr abfällt.
Das Rumpeln der Kutsche ändert sich leicht und deutet an, dass sie ihr Ziel wohl erreicht haben. Aber noch immer wagt sie nicht aus dem Fenster zu blicken.
Aber wieso hat er....
Ein unsinnige Frage, deren Antwort sie eigentlich doch schon kennt, was natürlich zur Folge hat, dass die Tränen sich nun schon wieder ihren Weg bahnen. Verflucht...sie hasst es zu weinen...sie weint doch sonst wegen gar Nichts mehr.
Zuletzt geändert von Azuna am Do 19. Apr 2018, 10:29, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: [Schicksalswind] Drei auf einen Streich...(offen)

#11

Beitrag von Azura Ibis » Di 3. Apr 2018, 08:55

Azura hatte es sich am Fenster "gemütlich" gemacht und versuchte ihre Gedanken zu ordnen, das konnte doch nicht wahr sein. Er war nichtmal ihr Vater, er war ihr Patenonkel und doch tat er so viel für sie. Gab es etwas das sie nicht wussten? Sie drückte die Hand ihrer Schwester sanft, es würde alles gut werden irgendwie. Ihr Onkel hatte den Start hier sehr erleichtert, aber all das änderte nicht's daran, das er nicht mehr hier war. Azura wischte eilig die Träne aus ihrem Gesicht und verbarg sich etwas hinter den dicken Vorhängen die zur Seite geschoben den Blick auf ihr Land preis. Wie seltsam es klang, 'ihr Land', schließlich hätten sie nie ein Land besessen und überhaupt war das alles zuviel. Kanthor muss doch erben gehabt haben, Kinder...
Natürlich liebte er sie und sie ihn, aber er konnte doch seine Familie nicht ausser acht lassen. Dieser Gedanke beschäftigte Azura so sehr, das sie ihre Trauer vorerst gut zu verbergen wusste. Zumindest hoffte sie das. Ein bisschen Furcht mischte sich unter die Gefühle, natürlich hatte Kanthor ihnen von den Monstern erzählt, aber da dachte sie noch es seien Märchen. Wie sollten sie sich denn gegen solche Wesen behaupten ohne wie ihr Onkel zu enden? Erst als die Kutsche zum Stehen kam, schaute Azura auf. Von ihren Schwestern zu den Herren ihr gegenüber und dann öffnete sich die Tür. Nur kurz zögerte sie, doch dann trat sie ins Freie.
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Re: [Schicksalswind] Drei auf einen Streich...(offen)

#12

Beitrag von Azula Ibis » Mi 4. Apr 2018, 09:11

Azula hörte den anderen nur schweigend zu. Es war eine Welle an Gefühlen, die über sie herschwappte und sie innerlich mitriss. Weit weg aus er Kutsche, weit weg in eine Vergangenheit. Damals frei und unbefangen und im Glauben alles werde gut. Elende Illusion. Nichts wurde gut.

Ihr Blick lag weit weg von allem auf der Landschaft, die an ihnen vorüberzog, während die Tränen lautlos über ihre Wangen hinabrannen. Immer wieder holten die Götter jene von ihnen fort, die sie liebten. Wo blieb da die Gerechtigkeit? Und vor allem wen würden sie ihnen als nächstes nehmen.

Ihre kleinen Hände ballten sich zu Fäusten, während sie nachdachte, wie oft sie Kanthor wegen dieser Geschichten über Fabelwesen und Monster belächelt hatte. Sicher, hatte Azula die Erzählungen geliebt, aber dennoch waren sie für sie nicht mehr als spannende Geschichten gewesen, die man jungen Mädchen erzählte.

Es war im Grunde Azura, die sie aus ihren Gedanken riss, hinaus aus ihrer schweigenden Trauer. Azula musste kurz blinzeln, als ihre Augen dem Geräusch folgten und die Sonne, welche sich im hellen Boden der Auffahrt widerspiegelte, sie blendete. Das Gespräch ihrer Schwestern im Wagen hatte sie wenn nur unterbewusst verfolgt, so dass nur wenige Dinge tatsächlich den Weg an ihr Ohr erreicht hatten.

"Mein Herr, es muss doch einen Haken geben... " erwiderte Azula auffällig ruhig. Ihre Augen legten sich auf Mart, dem die Frage galt, bevor sie aus der Kutsche kletterte. Sicher ihr Patenonkel hatte sie geliebt, so wie sie ihn geliebt hatten. Doch entweder hatte Azura recht und es gab Kinder oder irgendeinen anderen Fallstrick. Nach Vaters Tod war sie in diesen Belangen mehr als misstrauisch geworden. Langsam ließ sie ihren Blick über jenes Anwesen gleiten, das nun ihnen dreien gehören sollte.
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Re: [Schicksalswind] Drei auf einen Streich...(offen)

#13

Beitrag von Azuna » Sa 7. Apr 2018, 12:00

Marti klettert ungewöhnlich flink angesichts seines Alters aus der Kutsche, während er dem Stadtschreiber ungeduldig winkt.
Geh schon vor Schreiberling, die Papiere und so. Ich muss den Mädchen noch was zeigen. Und damit lässt er den Herrn kurzerhand stehen.
Kommt Mädchen...Brummt er und winkt ihnen ihm zu folgen während er bereits auf den Weg zu Koppeln ist. Azuna erinnert sich das Kanthor immer stolz von der Pferdezucht seiner Familie berichtet hat. Hastig wischt sie sich die Tränenspuren mehr schlecht als recht von den Wangen, und ein zögernder Blick streift ihre Schwestern bevor sie ihm folgt. Unsicher ..vor allem weil jenes mulmige Gefühl in ihrem Bauch einfach nicht weichen wollte. Marti wartet geduldig am Zaun, einen Fuß locker auf die unterste Planke gestellt, beobachtet er die Pferde. Zögernd legt sie ihre Hände auf die oberste Latte und blickt auf die überraschend große weide. So viele....entfährt es ihr sichtlich überrascht während die Herde just in jenem Augenblick sich dazu entschied im wilden Galopp einmal quer übers Gelände zu toben. Für einen Moment ist erst mal alles vergessen. Geschwind klettert die auf des Gatter um besser sehen zu können. Sie sind wunderschön...ruft sie mit leuchtenden Augen. Martis zufriedenes Grinsen und das bedächtige Nicken bekam sie gar nicht mit. Zu sehr fesselt sie der Anblick. Erst als die Herde wieder gemächlich zu grasen beginnt, dreht sie sich zu ihren Schwestern um und fast schlagartig kehrt die Erinnerung zurück. Langsam steigt sie vom Gatter herunter und sieht Marti an. Wir hatten nur ein paar Reitpferde...als habe sei das Gefühl sie müsse sich für ihre Begeisterung und Freude entschuldigen. Doch Marti nickt nur während er die Mädchen eines nach dem anderen ansieht. Liegt euch im Blut..gewiss...ganz der Papa eben Rasch schüttelt sie den Kopf. Nein, bestimmt nich...Papa machte sich nichts aus Pferden. Sie hatten tatsächlich auch nur gerade so viel Pferde wie notwendig gewesen war. Für ihren Vater waren sie eine Notwendigkeit und nicht mehr. Ihrer Begeisterung für die Pferde konnte er tatsächlich nie so recht nachvollziehen. Marti schnauft tief durch. Ihr wisst es also nicht... Es scheint keine Frage zu sein eher eine Feststellung. Nun....der Herr hatte keine Erben...er war der letzte seiner Familie...bis auf seine Kinder..und nunja...er kratz sich fast verlegen im Nacken, bevor er kichert und nickt....und nun eben jenen hat er es ja vermacht...ein fast gütiger Blick aus den listigen kleinen Augen trifft die Mädchen. Sie haben es euch nie gesagt..er nickt erneut verstehend....was ne Schande...murmelt er schließlich, während er kopfschüttelnd und brummelnd über die Koppel blickt.
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Re: [Schicksalswind] Drei auf einen Streich...(offen)

#14

Beitrag von Azula Ibis » So 8. Apr 2018, 12:44

Die Pferde. Etwas, dass Azula stets begeisterte. Lange Zeit waren diese das einzige Gefühl von Freiheit, welches sie erfuhr, wenn sie auf dem Rücken ihres Rappen durch den Wind geprescht war. Ziellos und intuitiv. Wie oft hatte Azula dabei überlegt einfach weiter zu reiten. Aber das Band zu ihren Schwestern war zu groß. Nein, niemals hätte sie einen Schritt ohne die beiden gemacht.

"Prächtige Tiere..." flüsterte sie leise, während sie ihre Arme auf die obere Planke des Gatters legte und ihr Kinn darauf bettete. Fast verträumt sah sie wie die Pferde über die Weide rannten oder in der Sonne grasten. Doch die Tatsache, dass es nicht Kanthor war, sondern Marti, der ihnen diese Schönheit zeigte legte sich dabei drückend auf ihr Herz. Ihre Ohren lauschten den Worten des Verwalters und ihrer Schwester, welche um ein wesentliches ruhiger und besonnener war als sie und . Vermutlich hielt sie sich aus diesem Grund auch zurück mit den Dingen, die ihr vor Trauer durch den Kopf gingen, versuchte ihren ungestümen teils noch jugendlichen Geist zu bändigen.

Erst als er von den Erben anfing zu erzählen, wandte sich Azula herum. Etwas bewegte sich in ihren Gedanken, in ihrem Blick. "Was wissen wir nicht?" Ihre Augen funkelten kurz gen Azura, bevor sie zu Azuna wanderten, so als wollten sie prüfen, ob die zwei das gleiche heraushörten wie sie oder ob sie selbst gerade zu sehr neben sich stand und Dinge hinein spann. "Was haben sie uns nie gesagt, mein Herr?" ein leichtes, fast unhörbares Beben lag in ihrer Stimme, geprägt von Trauer, Wut und aufkeimender Unsicherheit. Doch versuchte sie die Melodie derer so freundlich zu halten, wie sie es konnte. Azulas Blick lag nun auf Marti, wollte sie es aus seinem Mund hören, ob sie die Teile des Puzzles hier richtig zusammengefügt hatte. Aber sie ahnte bereits, dass es den Schmerz nicht lindern sondern sogar am Ende noch größer machen würde.
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Re: [Schicksalswind] Drei auf einen Streich...(offen)

#15

Beitrag von Azura Ibis » Mo 9. Apr 2018, 08:55

Azura folgte mit etwas Abstand ihren Schwestern und Marti, noch war ihre Frage nicht beantwortet und Azula hatte recht, da konnte doch was nicht stimmen. So in ihren Gedanken versunken wäre sie fast mit Azula zusammengestoßen, doch sie bremste noch rechtzeitig. Als sie den Blick hob funkelten ihre Augen vor Erstaunen, diese Pferde waren großartige Tiere. Gäbe es die momentane Situation nicht, sie säßen wohl schon alle Drei hoch zu Ross. So jedoch stand sie nur da und bestaunte die edlen Geschöpfe. Nun bahnten sich die Tränen doch ihren Weg und rannen ihre Wangen hinab. Kanthos hatte immer schon alles getan um sie glücklich zu machen und jetzt das. Azura hörte nur beiläufig zu, sie war zu überwältigt von all dem hier. Erst die Worte Martis brachten sie ins hier und jetzt zurück. Was hatte er da gesagt? Nein das konnte doch nicht sein. "Das kann nicht stimmen, Vater war immer gut zu uns" rief sie aus und dann drehte sie sich um und eilte davon. Wohin? Sie wusste es nicht, nur weg von diesen vielen Informationen die ihre Gefühle wie ein Wirbel durcheinander brachten. Vor den Stallungen machte sie halt und versteckte sich in einer der Boxen. Furcht vor dem Bewohner hatte sie nicht, Azura sackte zusammen und begann einfach los zu weinen. Sie hatte nicht vor gehabt ihre Schwestern alleine zu lassen, aber das war nun einfach zu viel. Natürlich liebte sie Kanthos, aber ihr Vater war immer da, er hat alles für sie getan und nun das? Ihre Mutter soll ihm Hörner aufgesetzt haben? Sicher sie konnte sich nicht an ihre Mutter erinnern, aber ihr Vater war eben ihr Vater. Streng und trotzdem ein liebevoller Mensch, der immer ein offenes Ohr für sie hatte. Wie könnte er da nicht ihr leiblicher Vater gewesen sein? Wahrscheinlich hätte Azura sich gefreut, so hätte sie zwei tolle Väter gehabt, aber durch Kanthors Tod, war das in den Hintergrund gerückt. Sie wollte nur diesen einen Moment alleine sein, einfach alles ausbrechen lassen um dann zurück zu kehren. Dabei war der Bewohner der Box ganz vergessen, dessen Schnaufen war nun direkt vor ihrem Gesicht. Azura hob den Blick zu dem Hengst und ein lächeln stahl sich auf ihre Züge. Sie streichelte das schöne schwarze Tier sanft an den Nüstern, dann erhob sie sich etwas unbeholfen und wischte die Tränen fort. Nur die tiefroten Wangen und das glitzern ihrer Augen verrieten, das sie geweint hatte. "Du bist ein schönes Tier, warum bist du nicht auch auf der Weide?" Sicher antwortete der Hengst nicht, aber er lenkte sie ab und das brauchte Azura jetzt. Sie würde sich gleich wieder zurück begeben, ganz gewiss, sie mochte es nicht, das sie ihre Schwestern einfach stehen ließ.
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Re: [Schicksalswind] Drei auf einen Streich...(offen)

#16

Beitrag von Azuna » Do 12. Apr 2018, 16:14

Heftig schüttelt sie den Kopf, während sie Marti mit weit aufgerissenen Augen ansieht und dabei Schritt für Schritt zurückweicht.
NEIN....Du lügst...Mutter hätte nie...und Vater und Kanthos...niemals nicht...du lügst...Schreit sie ihn an. Voller Schmerz, Unglaube und allem was da die letzte Zeit so zusammenkam. Ihr Blick huscht zu Azula und dann hin zu Azura..folgt ihr bis jene nicht mehr zu sehen ist, während sie selber einfach in die Knie sinkt. Zusammengesunken, den Kopf nach vorn geneigt, so dass die wilden langen Haare ihr Gesicht verbergen, verraten nur die zuckenden Schultern, dass sie wohl haltlos weint.

Marti unterdessen verfolgt das Schauspiel mit weit aufgerissenen Augen und offen stehendem Mund. Bei den Göttern! murmelt er, während er sich am Kopf kratzt...das ist ja nun. Er schüttelt den Kopf und murmelt Manchmal bist du ein Stoffel Marti...hättest es doch wissen müsse...so junge zarte Dinger...erneut schüttelt er denn Kopf bevor er etwas lauter brummt Nu beruhigt euch mal Mädels! Ist ja gar nicht so wie ihr denkt....ganz und gar nicht...so wahr ich Marti heiße....eure Mutter und der Herr Kanthos haben doch nie...also wirklich nicht...so was hätte der Herr doch nie getan! Ein wenig hilflos wirkt der Gute gerade. Mit nem störrischen Fohlen vermag er ja umzugehen, aber mit so jungen Dinger, mit jungen Damen? ..nene... Unbeholfen klopft er Azula ein wenig auf den Rücken, seiner Meinung nach eine Geste die ganz sicher beruhigt. Bevor er zu Azuna sieht. Nu ist ja wieder gut Kleine...alles nicht so schlimm...werdet sehen...Auch wenn er da nach der Reaktion so seine Zweifel hat. Gehen wir erst mal rein. Unsere Rosi hat sicher schon Tee gemacht und ihre Kekse sind einmalig...brummt er, sich sichtlich nicht so wohl fühlend gerade...und eure Schwester...wo ist sie...nur....er sieht sich um und brummelt weiter leise vor sich...sicher im Stall..., das einzige Gebäude, welches wohl in Frage kommt. Er kratzt sich wieder am Kopf. Nun kommt Mädels! Lasst uns mal eure Schwester holen...und dann lässt mich doch mal in Ruhe erklären, bevor wir hier noch alle Pferde scheu machen...sprichts und stiefelt bereits gemächlich Richtung des Stalles.

Nur bruchstückhaft nimmt sie seine Worte wahr und schniefend blickt sie ihn dann an, während sie sich fast trotzig versucht die Tränenspuren von den Wangen zu wischen. Wie denn nun? Mal so und mal so....ob Marti überhaupt weis was er redet...in dem Alter sind ja viele schon recht verwirrt. Sie sieht Marti hinterher, während sie sich aufrappelt. Wieder auf ihren Beinen blickt sie fragend zu ihrer Schwester, während ihr der recht unsinnige Gedanke kommt das ihr Äußeres mittlerweile recht desolat wirken muss. Sie grinst unbewusst, was ihr im gleichen Moment jedoch auch schon bewusst wird und entsetzt blickt sie in den Himmel...Herrje...nun fange ich auch an irre zu werden...Sie streckt ihre Hand ihrer Schwester entgegen. Komm! Sehen wir nach Azura...Wenigstens der Versuch Haltung zu bewahren und tapfer zu sein.
Zuletzt geändert von Azuna am Do 19. Apr 2018, 10:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: [Schicksalswind] Drei auf einen Streich...(offen)

#17

Beitrag von Azula Ibis » Do 12. Apr 2018, 18:33

Eigentlich war sie doch die impulsive, zumindest hatte sie oft genug das Feuer in sich brennen gespürt. Doch Azula versuchte sich hier gerade zu sortieren. Auf eine Weise brach ihre Welt in Stücke und sie hatte das Gefühl der Boden würde ihr unter den Füssen weggezogen werden. Am liebsten wäre sie neben ihre Schwester auf die Knie gesunken, doch blieb sie aufrecht, während Marti ihr Kraft spendend eine Hand auf ihre Rücken klopft. Verstört trat sie an Azuna heran, der sie sanft über den Scheitel streicht und neben die sich sich am liebsten gekniet hätte, um ihren Gefühlen freien Lauf zu lassen. Doch beim besten Willen konnte sie sich nicht vorstellen, dass ihre Mutter ihren Vater betrogen hatte und erst recht nicht, dass Kanthor zu so etwas fähig gewesen wäre. er war so gütig und liebevoll gewesen.

Langsam geht sie in die Knie und legt ihre Hände auf die Schultern Azunas. "Vielleicht hat er recht. Vielleicht sollten wir uns die Geschichte wirklich erst anhören, bevor wir vorschnell urteilen, Schwester." erwidert sie, wobei der Glanz in ihren Augen und ein Schlucken darauf hindeuten, dass auch sie überfordert schien mit all den Dingen, die wie eine Welle über sie drei einbrachen.

"Sehen wir nach Azura.. " sagt sie leise, während ihr Blick dem alten Mann in Richtung Stall folgt und sie Azunas Hand nimmt. "... ich verstehe gerade gar nichts mehr." Ruhig lief sie neben ihrer Schwester her, die sich jedoch gefangen hatte. Der Glanz in ihren eigenen Augen zeugte dagegen jedoch davon, dass ihre Tränen einen Weg suchten, doch versuchte sie dem Drang zu widerstehen und setzte stattdessen ein gequältes Lächeln auf. "Ist unser ganzes Leben etwa eine Lüge gewesen?" fragt sie direkt heraus, so als wolle sie sich von dem Gedanken befreien, ihn einfach loswerden. So als wolle sie, dass ihre Schwester sagt, es wäre alles nur ein böser Traum oder zumindest alles gut. Etwas, von dem sie jedoch wusste, dass sie es nicht sagen würde. Kurz streift sie ihren Blick, als sie vor dem Stall ankommen.

"Azura?" Ein leichtes Beben lag in ihrem Ruf. Ein Zeichen dafür, dass Azula auch von Unsicherheit, Trauer und einem Schwall von Gefühlen heimgesucht wurde. " Schwester, bist Du hier?"
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Re: [Schicksalswind] Drei auf einen Streich...(offen)

#18

Beitrag von Azura Ibis » So 15. Apr 2018, 20:53

Azura´s Hand fuhr sanft über die Nüstern des Hengstes, während sie ihren Kopf an den Seinen hielt und den Moment einfach genoß. Natürlich musste sie zurück zu ihren Schwestern, damit sie sich gegenseitig halt gaben, aber einen Augenblick verharrte sie noch bei dem prächtigen Tier und schenkte ihm ein paar Streicheleinheiten. Dann öffnete sie die Tür der Box, Azura versuchte noch ihr Haar zu richten, zumindest soweit es ging.''Ich komme bestimmt wieder''.Versprach sie leise, bevor sie die Box wieder schloss und sich auf den Rückweg begeben wollte. Da hörte sie schon ihre Schwestern und ein Lächeln huschte über ihre Lippen während ihre Schritte schneller wurden. ''Ich komme'' Typisch, das ihre Schwester sie so schnell finden konnten und sie war froh darum. Sie kam vor dem Tor an und betrachtete ihre Schwestern einen Moment. ''Es tut mir leid, dass ich einfach weg lief'', kam es leise über ihre Lippen, bevor sich ihr Blick kurz senkte. Noch immer wusste sie nicht, wie sie mit den ganzen Informationen umgehen sollte, aber es war falsch einfach weg zu rennen. Marti hatte ihnen alles erzählen wollen, doch jede kleine Information hatte ihre Welt mehr und mehr bröckeln lassen. In diesem Moment tat er ihr fast schon leid, auch wenn sie ihn nicht kannte. Azura suchte nun seinen Blick:''Ich hoffe ihr verzeiht mir, ich kann nur nicht verstehen, wie das sein kann. So gut wie Vater zu uns war, kann es nicht sein, dass wir nicht seine Kinder sind'' versuchte sie ihre Verwirrung, nein Wut zu erklären und hoffte doch das Marti ihnen nun alles erzählte.
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Re: [Schicksalswind] Drei auf einen Streich...(offen)

#19

Beitrag von Azuna » Do 19. Apr 2018, 10:59

Sie versucht ja tapfer und vernünftig zu sein, aber in diesem Augenblick fällt es ihr verdammt schwer. Hatten sie nicht schon genug durchgemacht? Und dann kam das Pergament, jener kleine Silberstreif am Horizont, der nun auch innerhalb nur weniger Augenblicke nicht nur gnadenlos zerschmettert wurde, sondern ebenso auch ihr ganzes bisheriges Leben....alles nur eine Lüge!
Alles?
Nein...nicht alles! Ihr Blick sucht den ihrer Schwestern und sie versucht die Tränen weg zublinzeln, sogar den Versuch eines Lächelns wagt sie. Nunja jener Versuch scheitert kläglich.
Wenigstens haben wir uns...
Ja, genau! Und egal was kommt, sie hatten einander. Grund genug für einer ihr typisch stürmischen Umarmungen, bevor sie Marti zum Haus folgen. Ein großes Haus, aber auch nicht so groß, dass es wuchtig wirkt. Mit nur einem Obergeschoss fügt es sich wunderbar in das flache Land ein. Mächtige Bäume sorgen für kühlenden Schatten. Die hohen schneebedeckten Berge in der Ferne bieten den perfekten Hintergrund. Es wirkt geräumig und doch auch irgendwie...einladend, gemütlich. Alles Eindrücke die sie nur am Rande wahrnimmt. Zu sehr wirbeln ihre Gedanken, als dass sie wirklich einen Blick dafür hätte.
Die Eingangstür führt direkt in einen großen, eigentlich ungewöhnlich gestalteten Raum. In der Mitte ist jener abgesenkt. Eine einfache und doch handwerklich hervorragend gearbeitete Treppe führt ein paar stufen nach unten. Ein großer offener Kamin beherrscht das Bild. Ein wuchtiges Sofa und einige gemütliche schwere Sessel, ein niedriger Tisch, sowie mehrere kleiner Beistelltische runden da Bild ab. Links erhebt sich ein mächtiger Schreibtisch mit allerlei Pergamenten, Tinte und Feder, so wie eine Anzahl weiterer nützlicher Utensilien. Sowohl auf linken als auch auf der rechten Seite sorgen große Fenster für genügend Licht und einen fast atemberaubenden Ausblick. Ein Tür führt offensichtlich in den hinteren Bereich des Hauses.
Rechts sieht man einen großen Esstisch mit Stühlen. Wie alles was sie bisher gesehen hat, einfach gehalten, aber gerade dadurch bestechend. Eine Tür führt in den hinteren Bereich und der köstliche Duft lässt ahnen dass sich dort die Küche befinden musste. Eine etwas fülligere Frau mit hochgestecktem dunklen, hier und da von silbrigen Strähnen durchsetztem Haar, taucht soeben in der Tür auf. Einige vorwitzige Löckchen habe sich gelöst und tanzen lustig um ihr Gesicht. Kaum erblickt sie die Gruppe, versucht sie hektisch jene Locken an ihren platz zu verweisen, bevor sie ihre strahlend weiße schürze glatt streicht und auf die Mädchen zueilt.
Da sind sie ja endlich. Ich habe mir schon sorgen gemacht, weil es so lange dauerte und dann mit all den schlimmen Nachrichten, aber die Kekse sind noch warm und die heiße Schokolade ist es auch noch, doch setzt euch doch Mädchen, ihr seht ja furchtbar aus, auch wenn ihr ein paar hübsche Dinger seit, aber es ist ja kein wunder nach dem was ihr durchmachen musstet, aber nun wird ja alles gut. Du hast es ihnen doch erzählt Marti? Eine herzliche Umarmung begleitet den Redeschwall, welcher gar nicht enden will, nur beim letzten Satz blickt sie Marti forschend an, der nur vor sich hin brummelnd zum Tisch schlurft. Rosi schüttelt den Kopf und schnauft tief durch während sie die Augen verdreht. Nun setzt euch erstmals Mädchen und schiebt diese auch schon recht resolut in Richtung des Tisches.
Eure Zimmer hab ich schon hergerichtet, aber erst mal soll Marti...ein sowohl warnender als auch strafender Blick trifft jenen...euch alles erklären und so. und der Herr von der Stadt wartet ja auch noch...tatsächlich saß jener auch an dem großen Tisch. Nur wenig später stand ein Teller mit köstlich duftenden Keksen auf dem Tisch und drei Becher mit nicht weniger köstlich duftenden Schokolade vor den Mädchen. Beides Sachen, bei denen Azuna sonst absolut nicht widerstehen kann, und doch wird beides gerade ignoriert und ihre Aufmerksamkeit gilt allein Marti, der nun bedächtig nickt und die drei mustert.

Also Kinders...nun mal von Anfang an. Die Montegas sind eine Familie deren Geschlecht weit und lange zurückreicht. Es war schon lange beschlossen, dass der Herr eine Tochter aus einer ebenso altehrwürdigen Familie ehelicht um die Bindungen der beiden Häuser zu festigen. Doch der junge Herr verliebte er sich. Sie war jung und sehr hübsch und arbeitete als Zimmermädchen bei eben jener Familie. er kichert der Herr Kanthos war ja schon immer ein Heißsporn. Er nahm Dehlia, so war ihr Name, heimlich und recht geschwind zur Frau. erneut kichert er sie war ja ein hübsches Ding, durchaus, aber die Familien waren sehr erbost stolz ein so vornehmes Wort zu kennen reckt er sich ein bisschen weil das geht ja mal gar nicht. Also verlor der Herr seinen Titel und sein Vater enterbte ihn noch dazu. Aber das war Herrn Kanthos egal. Er war glücklich mit Dehlia und sie begannen zusammen ein neues Leben. Auf der suche nach Arbeit, kam der Herr zu eurem Gut und nachdem er eurem Vater das Leben rettete, fanden beide da ein neues zuhause. er kichert erneut er hat mir ja immer geschrieben, damit ich weiß wie es ihm geht und ich habe beim Schreiberling immer Briefe aufsetzen lassen, damit er weiß, wie es hier steht er grinst vergnügt, bevor er fortfährt. Nun ja...die junge Lady wurde schwanger, und ich glaube dies war die glücklichste Zeit überhaupt für Herrn Kanthos. Doch wie es so ist...kein Glück währt ewig er seufzt, während er bedauern den Kopf schüttelt die junge Lady Dehlia verstarb bei der Geburt ihrer Töchter er sieht die Mädchen der Reihe nach an und nickt bedächtig Töchter, ja...und ihr ahnt es wohl...es waren drei Mädchen...Drillinge. Doch für Herrn Kanthos war die Welt zerbrochen. Es war eine schlimme Zeit und weil es ihm gar so zu Herzen ging und ihr Mädchen doch aber ein zu Hause, eine Familie brauchtet, sind sie übereinkommen das Lady und Lord Ibis sich eurer annehmen und aufziehen. Es dauerte ein wenig, aber nachdem der Herr sich wieder gefangen hatte, kehrte er zu Gut Ibis zurück um wenigstens in eurer Nähe zu sein. Man entschied, euch erst einmal nichts über eure Herkunft zu sagen, so dass euch eine unbeschwerte Kindheit möglich ist. Erst wenn ihr alt genug seid, so kam man überein, wollte man euch die Wahrheit sagen. er schüttelt bekümmert den Kopf Nunja...das ging ja nu nich mehr. Auf jeden Fall hat der der junge Herr mit seinem Vater noch seinen Frieden gemacht und die Ländereien und den Titel übernommen, und natürlich selber ein Testament verfasst, in dem er euch alles hinterlässt, damit es euch auch ja immer gut geht. Gibt ja sonst auch keinen mehr von der Familie. er wiegt den Kopf ihr seht also Mädchen...alles gar nicht so schlimm... murmelt er während er nun nickt Schreiberling...haste die Papiere fertig?

Ein wenig überrannt, überfordert und überwältigt findet sie sich nun also am Tisch wieder und noch immer versucht sie das gehörte zu begreifen. Alles gar nicht so schlimm??? Aber....setzt sie an, bevor sie den Kopf schüttelt. Auch wenn das Bild ihrer vermeintlichen Eltern nun wieder im richtigen Rahmen sitzt, so bleibt doch der fade Beigeschmack. Ihr ganzes Leben war trotzdem alles eine Lüge gewesen. Sie schluckt und blickt vor sich auf den Tisch, nicht mal ihre Schwestern mag sie in dem Augenblick ansehen. Sie ist doch die Jüngste...ist es nun ihre Schuld, dass ihr Mutter. .also ihre richtige Mutter...gestorben ist und...ach...es ist alles so verwirrend.
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Re: [Schicksalswind] Drei auf einen Streich...(offen)

#20

Beitrag von Azura Ibis » Di 24. Apr 2018, 14:41

Sie erwiderte die Umarmung fest, ja sie hatten sich noch und das würde sich so schnell nicht ändern. Sie schenkte ihren Schwestern ein Lächeln und folgte Marti ebenfalls. Sie hätte gewiss gestaunt, wenn sie nicht im Adel aufgewachsen wäre. Doch diese Gebäude war dennoch etwas Besonderes, es war schön und wirkte wie ein zu Hause in das man gerne zurückehrte. Hoffentlich würde es auch für sie Drei so sein, Azura nahm jede Kleinigkeit in sich auf. Auch das Innere wirkte gemütlich, ja hier könnten sie sich etwas aufbauen, wenn das Alles denn auch wahr war. Oh nun kam da noch Jemand dazu, noch ein Mensch der für sie Arbeiten sollte? Bevor sie weiter darüber nachdenken konnte, steckte sie schon in der Umarmung der Fülligen und dachte zurück an ihre Amme. Sie war ihr fast schon ähnlich und erinnerte Azura ein wenig an sie, auch wenn Trudi schon vor Jahren gestorben ist. Auch wenn das vielleicht nicht der richtige Moment war, sie schenkte ihr ein Lächeln, auch wenn sie sie nicht kannte. Aber das würde sich ja noch ändern, lieber wäre es ihr, dass dies alles nur ein schlechter Scherz war. Sie setzte sich auf einen der Stühle neben Azuna und nahm einen kleinen Schluck der Schokolade um nicht unhöflich zu sein. „Sehr lecker“, Gab sie zu und nickte der Dame zu, dann lauschte sie den Worten Martis. Endlich sollten sie alles erfahren, doch genau das war etwas was sie nicht erwartet hatte. Diese Geschichte war romantisch und sie traute es Kanthor zu, sich eher für die Liebe entschieden zu haben. Es beruhigte Azura, das ihr Vater und ihre Mutter doch nichts falsch gemacht haben, nein im Gegenteil sie hatten ihnen so viel zu verdanken. Wer kümmerte sich schon um die Kinder eines Anderen? Nun konnten sie ihnen nicht mehr danken, ihrem Vater nicht mehr sehen. Sie legte sanft ihre Hand auf die von Azula und Azuna, wenn sie es zu ließen und sah Marti dann fest an. „Dehlia…“, kommt der Name leise über ihre Lippen und sie sieht nach einander wieder zu ihren Schwestern, bevor sie Marti ansieht: „Wie können wir zu diesem Drachen? Er soll sterben!“ Sprach sie aus, als die Hand sich zur Faust ballt. Erst zerfällt ihre Welt, weil ihr Vater stirbt und ihr Bruder alles übernimmt und dann, als alles gut werden sollte, zerstörte ein Drache ihre Welt erneut. Dafür sollte er büßen, da interessierte sie der Schreiberling gerade gar nicht.
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Re: [Schicksalswind] Drei auf einen Streich...(offen)

#21

Beitrag von Azula Ibis » Sa 28. Apr 2018, 19:27

Azula war ihnen hinein gefolgt und seither in ein tiefes Schweigen gefallen. Das alles war mehr, als sie auf mal verarbeiten konnte. Hunderte von Fragen und Gedanken, die sich in ihr aufbauten, auch wenn am Ende des Horizonts ein Licht erkennbar zu sein schien.

Beim Eintreten konnte sie bereits den Duft frisch gebackener Kekse ausmachen, woraufhin ihr Blick gleich auf die offenbar gutmütige Rosi fiel, der sie ein Lächeln schenkte, bevor Azula am Tisch Platz nimmt. "Danke..." nickt sie der fülligen Dame zu, während ihre Hände sich einen Augenblick an die Tasse klammern. Ihr Blick wandert immer wieder ins Nirgendwo, ihren Gedanken nachhängend, während Marti ihnen die Wahrheit offenbarte. So fühlte es sich also an, wenn man ein zweites Mal seine Eltern verlor. Warum hatte er ihnen nie davon erzählt. Warum hatte er sie nicht früher aus ihrer Hölle geholt? Warum?

Azula versuchte ihre innere Wut zu zügeln, spürte sie, wie die Magie in ihren Adern sich an ihren Gefühlen nährte.Seicht bewegte sie ihre Finger ohne die Hand selbst zu regen, als wollte sie das innere Feuer, welches in ihr brannte, bändigen. "Ihr habt recht Marti... und doch fühlt es sich schlimm an." sagte sie, wobei ihre Augen kurz über ihre Schwestern wanderte. "...wir haben ihn geliebt und diese Offenbarung..." Das sanfte Glimmen in ihrem Blick wandte sich Azura zu, während ihre Hand sich zu einer kleinen Faust formte. "... macht den Verlust nicht leichter. Wir hätten vermutlich so viele Fragen an ihn und werden wahrscheinlich niemals Antworten darauf erhalten." Noch vor ein paar Stunden hatten sie nichts außer ihrer spärlichen Habe in den Beuteln besessen, und nun... Das hier sollte ihr wahres zuhause sein? Sie drei als Herrin über ein Gut oder was immer sich dahinter sonst noch verbergen mochte? Es war unglaublich und egal wie viel sie auch gerade gewonnen hatten, so wiegte es den Verlust bei weitem damit nicht auf.

Azura hatte recht, wenn gleich Rache nichts ungeschehen machte. Doch ihr Leben lang hatten die Schwestern nur zugesehen. Es war an der Zeit zurückzuschlagen.
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Re: [Schicksalswind] Drei auf einen Streich...(offen)

#22

Beitrag von Azuna » Fr 11. Mai 2018, 09:45

Marti hatte sich zurück gelehnt in dem Stuhl und schwieg. Es scheint als wolle er den Mädchen die Zeit geben die sie benötigen. Nur seine kleinen flinken Augen huschen unentwegt zwischen ihnen hin und her. Ein fast väterlich besorgter Ausdruck scheint hier und da aufzublitzen. Der Herr hatte so viel von Ihnen berichtet, dass es ihm vorkam, als kenne er sie bereits ihr ganzes Leben lang. In der Küche klappern die Töpfe laut..ein sicheres Zeichen, dass es auch an Rosi nicht spurlos vorbei gegangen war. Schließlich richtet er sich auf und recht geschickt entzieht er dem Schreiberling die Pergamente und schiebt sie zu den Mädchen.
Unterschreibt...damit nehmt ihr das Erbe an. Dann kann der da verschwinden und ich werde alle Fragen beantworten....zumindest soweit ich kann....alles kann schließlich nicht mal ich wissen.
Er kichert leise auf seine so ganz eigene Art und nickt den Mädchen aufmunternd zu.

Irgendwie hat sie das Gefühl einfach nur in einem bösem Traum zu stecken....oder doch ein guter? So verwirrend und schmerzlich es auch ist, so gibt es Ihnen etwas was sie alle drei sich wünschen....Unabhängigkeit.
Auch ohne ihre Schwestern anzusehen, weiß sie dass jene genau so verwirrt sind wie sie selbst.
Sie zieht die Pergamente zu sich heran. Das Testament, in welchem er Ihnen tatsächlich alles hinterlässt. Jenes mit welchem alles in den Besitz der drei Schwestern übergeht und ...sie schluckt und alles verschwimmt vor ihren Augen. Fast trotzig wischt sie die aufsteigenden Tränen beiseite und sieht zu Azula und Azura.
Es ist für uns....von Onkel Kanthos...Vater...wie ungewohnt dies klingt, und andererseits doch so....richtig
Das Siegel ist unversehrt. Ihre Hand mit welcher sie das Pergament hält, zittert so sehr, dass es aus ihren Fingern rutscht. Einen Moment lang starrt sie es an, als versuche sie zu begreifen wie es aus ihren Fingern auf Tisch gelangt war.
Ach....verdammt....
murmelt sie, bevor sie entschlossen den Kopf hochreißt und das ebenso entschlossen Funkeln ihrer Augen lässt erahnen, das Sanftmut nicht unbedingt zu ihren stärksten Charakterzügen zählt. Ebenso entschlossen greift sie nach der Feder und ohne auch nur einen weiteren Moment zu zögern, setzt sie ihren Namen auf das Pergament.
Ich habe genug...von dem hin und her, und das jeder mit uns machen kann, was er will. Das... sie deutet auf die Besitzurkunde gibt uns die Möglichkeit das nur wir entscheiden...für uns... ein gewisser Trotz, aber auch jene temperamentvolle Entschlossenheit die schon so manchen zum verzweifeln brachte, liegt in ihren Augen als sie ihre Schwestern ansieht...fast ein wenig herausfordernd.
Was auch immer das drin steht... sie zeigt auf das versiegelte Pergament ich möchte es erst wissen....wenn wir wissen wo wir hingehören....und wir die Freiheit haben dies ganz allein zu entscheiden! Es gleicht einer fast kindlich trotzigen Geste...die Art wie sie die Arme vor der Brust verschränkt und auf den Tisch vor sich starrt.
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Re: [Schicksalswind] Drei auf einen Streich...(offen)

#23

Beitrag von Azura Ibis » Do 17. Mai 2018, 15:14

Azura beobachtete ihre beiden Schwestern und wusste das dieser Weg nicht einfach werden würde, doch sie würden es schaffen. Schließlich traute ihr Vater es ihnen zu alles zu Verwalten und ihr Leben selbst zu bestimmten. Anders wie ihr Bruder der ja zum Glück doch nicht mit ihnen verwandt war, was ein Glück, denn nun konnte er ihnen nichts. Ein kurzes Lächeln huschte dabei über ihre Züge, ob Altor es wusste? Selbst wenn, interessierte es ihn sicher nicht, schließlich hatte er ja Pläne mit ihnen. Der einzige den sie vermisste war ihr anderer Bruder Briand, aber das tat sie schon als er ging. Vielleicht sehen sie sich ja eines Tages wieder, Azura hoffte es sehr, auch wenn er sich wohl eher unwahrscheinlich nach Lichthafen verirrte. Ein leises seufzten verließ ihre Lippen, dann nahm auch sie das Schriftstück an sich und las es bevor sie ihre Unterschrift darunter setzte.
„Wir werden es so machen Azuna, doch wäre ich dafür, dass wir auch dieses seltsame Orakel vorher aufsuchen“
Dann sah sie zu Marti und deutete auf das Pergament.
„Wir sollen Ogrimar dienen? Die alten Lehren ehren und ihnen stets folgen? Wer sollte uns das denn näher bringen? Der Mann der dies tun sollte ist Tod und kann es nicht mehr.“
Azura sah zu Azuna, dann zu Azula die aussprach was sie dachten und doch fügte sie in einem Moment der Schwäche in denen das Glitzern in ihre Augen zurück kehren wollte hinzu: „Er hätte an unserer Seite sein müssen und uns die Wahrheit sagen müssen. Er hätte uns gleich mit nehmen müssen als er zurück kehrte.“
Sie erhob sich und das Glitzern war verschwunden, Azura betrachtete Marti einen langen Augenblick und schenkte ihm ein kurzes Lächeln.
„Ihr könnt natürlich nichts dafür und er hat es auch gut gemeint, aber er hätte uns früher holen müssen.“
Ihre Gedanken ausgesprochen suchten ihre Augen die Azulas, dann Azunas und sie nickte ihnen jeweils entschuldigend zu. Dann senke sich ihr Blick und betrachtete die erkaltete Schokolade, deren Duft sie sehr genoß.
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Re: [Schicksalswind] Drei auf einen Streich...(offen)

#24

Beitrag von Azula Ibis » Sa 2. Jun 2018, 16:42

Für einen Augenblick dachte Azula nach. Dabei ruhte ihr Blick für einen Moment auf Marti, der sie so liebevoll empfing. Es gab viele Fragen und doch, sie waren offenbar nun mehr als nur frei. Sie drei hatten nun die Möglichkeit Entscheidungen zu treffen und eine simple Unterschrift würde ihnen vermutlich den Weg ebnen, um vielleicht endlich das Leben führen zu können, was sie sich immer erhofft hatten. Ihre Augen wanderten immer wieder von Azura zu Azuna, bevor sie selbst einen Entschluss für sich fasste. "All unsere Vorwürfe - wenn und aber - werden nichts an all dem ändern. Egal wie oft wir sie wiederholen. Es wird nichts ungeschehen machen." Das Glitzern in ihren Augen verriet, dass sie ihre Gefühle deutlich in Zaum hielt, aber dies vermutlich auch nur, weil sie den kompletten Umfang ihrer Bedeutung noch nicht wirklich für sich verarbeiten konnte.

Azula stellte ihre Tasse auf den Tisch. Ihre Augen ruhten auf den Pergamenten, die vor Azuna ruhten. Zielgerichtet streckte sie ihre Hand danach aus, um sie zu sich heranzuziehen, bevor sie nach der Feder griff. Kurz nur suchte sie den Blick ihrer Schwester dabei, bevor sie nickte, wissend, dass dies das einzig richtige war. Ein neues Leben, ein den sie damit unter all dem Vergangenen machten. Kurz nur überflog sie die Zeilen, die sie im Grunde nicht einmal wahrnahm, die mehr als unwirklich für sie erschienen, bevor sie tief Luft holte.

Mit schwungvollen Lettern unterzeichnete Azula die Zeilen, welche in jenem Moment ihre neue Zukunft oder vielmehr deren Weg bestimmen sollten. "Es war sein Wille. Onkel Kanthor.. " sie machte eine kurze Pause, in welcher Azula die Augen für einen Wimpernschlag schloss, um sich mit ruhiger Stimme zu korrigieren, "....Vater - wollte es so und er hätte uns niemals etwas aufgebürdet, was wir drei nicht zusammen schaffen würden."

Die funkelnden Augen wanderten zu Azura, suchten ihren Blick, während sie die Schriftwerke zu ihr hinüberschob. "Wir werden einen Weg finden all die Dinge zu lernen." Ein Nicken untermalte ihre Worte, bevor sie zu Azuna sah. Sanft ließ sie ihre Hände zu denen ihrer Schwestern wandern, um die ihren zu fassen. "...Zusammen schaffen wir das." Ihr Blick wanderte weiter zu Marti, von dem ihr Gefühl ihr sagte, dass er ihnen hierbei zur Seite stehen würde, so gut er konnte.
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Re: [Schicksalswind] Drei auf einen Streich...(offen)

#25

Beitrag von Azuna » Mi 25. Jul 2018, 11:16

Mit einem zufriedenen Nicken schiebt Marti die Papiere zu dem Stadtschreiber. Nu mach dein Zeichen drauf, damit das endlich erledigt ist.
Geschäftig packt der Stadtschreiber Siegel und Wachs und was man alles so braucht aus und beginnt geschäftig und so umständlich, das Marti mit einem brummenden Kopfschütteln tatsächlich die Augen verdreht. Endlich scheint alles seine Gültigkeit zu haben. Der Stadtschreiber schiebt ihnen jeweils zwei, mit dem städtischen Siegel versehene, Schriftstücke zu, sowie das immer noch versiegelte Schreiben Kanthos.
Wurde auch Zeit...hört man Marti leise brummen, bevor er polternd aus dem Stuhl aufspringt und mit den Händen Richtung Tür wedelt. So..nun bist ja wohl fertig Schreiberling..also schau dass du in deine Amtsstube zurückkehrst. Die Kutsche wartet schon auf dich. Worte während derer er den verdutzten Stadtschreiber kurzerhand zur Tür befördert...jenen bestimmt hinausschiebt und die Tür hinter ihm ins Schloss fallen lässt.
Mit einem mehr als zufriedenen Grinsen dreht er sich zu den dreien um.
Habt ihr schon richtig so gemacht. Und wir machen das schon.....also mit euren Fragen und wer euch lehrt was ihr wissen müsst. Das findet sich schon. Er grinst noch immer vergnügt und sichtlich zufrieden vor sich hin. Und der Herr hatte noch eine Überraschung für euch. Er deutet auf das Fenster welches nach Westen zeigt. Dahinter kann man eine weite Koppel erkennen, auf der drei pechschwarze Stuten ausgelassen toben.
Den Vater hast du ja schon kennen gelernt...brummt er während er Azura zuzwinkert...die Mütter sind auch drei Schwestern...und alle drei sind in der gleichen Nacht nieder gekommen. Der Herr meinte, dies sei ein Zeichen und vom dem Tag an waren sie für euch bestimmt.
Er grinst vergnügt und auch hoffend das die prächtigen Tiere die Mädchen ein wenig ablenken. War doch verteufelt viel gewesen, was sie hatten schlucken müssen. Aber dafür haben sie sich prächtig gehalten, wie er nicht ohne Stolz feststellt, so als wären es seine Töchter und sein Verdienst...nun ja...ein bisschen fühlt er sich ja nun schon verantwortlich für sie. Irgendwer muss ja schließlich ein Auge auf die drei haben.

Ruhig...wer sie kennt weiß, dass sie fast zu ruhig ist...hört sie ihren Schwestern zu und nur ihre Augen verraten wie immer was in ihr vorgeht...Trauer, Wut, Liebe, Schmerz....aber vor allem Hoffnung. Natürlich schaffen wir das! flüstert sie leise, während sie die Hände ihrer Schwestern ergreift und leicht drückt. Erst die Art wie Marti den Schreiberling regelrecht hinauswirft entlockt ihr ein Kichern. Natürlich schaffen sie es.
Wir waren schon schlimmer dran und haben es auch überstanden.
Erklärt sie bestimmt. Doch der Schmerz um den Verlust des Vaters der ihnen nie ein Vater sein durfte würde noch lange ein Teil von ihr sein. So viele verlorene Momente und Eindrücke die nie erlebt werden durften.
Und doch, fast so als haben sie es immer geahnt, hat eine jede von ihnen unermesslich an ihrem Onkel Kanthos gehangen...eben fast so als haben sie es unbewusst gespürt. Ein Gedanken der sie fast froh lächeln lässt. Als sie dann noch die Worte Martis hört...der Blick aus dem Fenster prompt folgt...der Anblick der sich ihnen bietet...kann nichts den leisen Jubelschrei zurückhalten. Ein Pferd....ein Pferd für mich allein??? Und noch dazu eine solche Schönheit? Da gibt es kein halten. Alles andere als damenhaft stürmt sie zur Tür und flitzt hin zu jener Koppel. Ihre Augen strahlen mit ihrem Lächeln um die Wette als die drei edlen und ungestümen Stuten beobachtet.
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