Der Pfeil kam unerwartet. Arijan spürte die plötzliche Hitze, die haarscharf an seiner Wange vorbeistrich, zog seine Hand zurück und betrachtete den von dem Schuss noch vibrierenden Holzschaft und das Feuer, das aber gleich wieder erlosch. Seine Augen weiteten sich unter der vom stärker werdenden Regen nassen Kapuze und das Glühen der Freude über einen Zuschauer für sein Vorhaben spiegelte sich in seinen dunklen Augen wider.
"Ein einziger Aufpasser für einen ganzen Dom?" Er legte seinen Kopf zunächst zur Seite, bevor er ihn in Richtung der Stimme richtete, die trotz des Sturms für ihn noch deutlich zu hören war. "Kann sich die Kirche etwa nicht mehr leisten?" Mit seiner Hand fuhr er über das polierte Holz des Portals, genau dorthin, wo der feurige Pfeil eingeschlagen war. Ein wenig spürte er noch die Wärme, zog dann seine Hand zurück und roch an seinen Fingern. Der bekannte, für ihn wohlige Duft von Schwefel drang an seine Nase. Viel zu kurz jedoch, denn schon wusch der Regen alles fort.
Das war schade. Doch Feuer konnte jederzeit wieder entzündet werden. Ein breites, wenn auch verzerrtes Grinsen legte sich auf sein Gesicht, als er sich zu der Gestalt, die sich durch den Sturm auf ihn zubewegte, herum drehte. Durch den Regen hindurch konnte er auf die Entfernung kein Wappen oder das Zeichen einer Familienzugehörigkeit entdecken. Aber eigentlich war das auch nicht notwendig. Was ihm entgegen schritt war einer von denen, die zum Verbrennen verurteilt waren. Ein Diener des Chaos. Ein Anbeter von Ogrimar. Sie waren alle gleich. Von einer Selbstüberzeugung geprägt, die eigentlich unter gesonderte Strafe gestellt werden müsste.
Verschwinden. Tz.
Natürlich konnte er dem Wunsch des Mannes Folge leisten. Fliehen. Das Weite suchen. Sich zwischen den Felsen verstecken. Oder auch nicht. Stattdessen schob er die massive Tür auf und stellte sich, seine Füße dabei genau auf der Schwelle, mitten in den Eingang. "Ich denke euer heiliger Dom muss nun neu geweiht werden." Seine Stimme war laut genug, um den Regen und Sturm zu übertönen. Er streckte die Arme weit aus und richtete seinen Blick nach oben in die dunklen Wolken, die dann und wann von einem hellen Leuchten durchbrochen wurden. Artherks Licht. Es war seine Weise, Arijan zu sagen, dass sein Weg der Richtige war.
"Wobei… eure Gebete, eure Rituale, euer Glaube und eure Hoffnung auf Ogrimar haben diese Mauern mit Verderbnis durchtränkt." In seiner ausgestreckten Hand flammte, geschützt vom Regen durch den Torbogen unter dem er stand, eine Flamme auf, die sich sogleich über seinen ganzen Arm wand. Sollten die Stimmen Havardurs und Arijans bisher niemanden im Dom erreicht haben, so würde es das plötzliche Licht, das vom Eingang in den nur von wenig Fackeln beleuchteten Innenraum fiel, mit Sicherheit tun.
"Ich helfe euch aber gern, euren Dom, verzeiht, heiligen Dom, von Grund auf davon zu reinigen. Ist das nicht nett von mir?" Er blinzelte und ein schauerliches Kichern war zu hören, während die Flammen züngelnd an seinem Arm leckten.
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Kriegserklärung der Heiligen Inquisition an...
- Havardur
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#27
Havardur kam näher und näher und er sah was dieser Bastard tat, er spürte das er gewillt und bereit war den Dom in Flammen aufgehen zu lassen und Arijans Flammen tänzelten um seinen Arm herum wie ein Rudel junger Wölfe die nur darauf warteten das ihre Mutter sie an das gerissene Tier lies um ihm den Rest zu geben.
Doch Havardur hatte noch ein Ass im Ärmel und vielleicht war es genau dieses was es nun brauchte um Arijan von seinem letzten Schritt abzuhalten.
Nur noch einige Meter trennten ihn von ihm und Havardur zog während er weiter auf ihn zu lief einen weiteren Pfeil aus seinem Köcher, spannte seinen Bogen und hielt ihm als er nur noch knapp 10 Fuß von Arijan entfernt war die brennende Pfeilspitze knapp vor sein Gesicht.
So standen sie sich nun also gemeinsam von Angesicht zu Angesicht das erstmals gegenüber und Havardur spürte das er es Ernst meinte und nicht zögern würde den Dom in Asche zu verwandeln.
Doch auch Arijan sollte wissen das Havardur bereit ist sein Leben für Ogrimar zu geben und nicht zögern würde seine Finger von der Sehne zu lösen.
Mit seiner inneren Ruhe und doch sehr bestimmt sprach Havardur folgende Worte.
Wir sollten jetzt genau darüber nachdenken was wir weiterhin tun werden denn egal wie oder was wir tun, es ginge wohl für uns beide nicht gut aus.
Havardur hoffte auf ein Gespräch mit dem sehr nervös wirkenden Seraphen und die Hoffnung das er nicht nur die Magie beherrschte sondern auch sonst die nötige Intelligenz besitzt kluge Entscheidungen zu treffen und nicht nur rein aus Emotion zu handeln.
Ich wäre bereit meinen Pfeil zu senken wenn ihr bereit wäret euer durchaus beeindruckendes Flammenspiel zu beenden.
Die Worte wählte er nicht leichtfertig doch tief in seinem inneren wusste Havardur das vor ihm ein Mann stand der seine Prinzipien hatte und seine Neugier stand ihm förmlich ins Gesicht geschrieben.
Havardur trat zwei Schritte zurück und wartet auf seine Reaktion.
Doch Havardur hatte noch ein Ass im Ärmel und vielleicht war es genau dieses was es nun brauchte um Arijan von seinem letzten Schritt abzuhalten.
Nur noch einige Meter trennten ihn von ihm und Havardur zog während er weiter auf ihn zu lief einen weiteren Pfeil aus seinem Köcher, spannte seinen Bogen und hielt ihm als er nur noch knapp 10 Fuß von Arijan entfernt war die brennende Pfeilspitze knapp vor sein Gesicht.
So standen sie sich nun also gemeinsam von Angesicht zu Angesicht das erstmals gegenüber und Havardur spürte das er es Ernst meinte und nicht zögern würde den Dom in Asche zu verwandeln.
Doch auch Arijan sollte wissen das Havardur bereit ist sein Leben für Ogrimar zu geben und nicht zögern würde seine Finger von der Sehne zu lösen.
Mit seiner inneren Ruhe und doch sehr bestimmt sprach Havardur folgende Worte.
Wir sollten jetzt genau darüber nachdenken was wir weiterhin tun werden denn egal wie oder was wir tun, es ginge wohl für uns beide nicht gut aus.
Havardur hoffte auf ein Gespräch mit dem sehr nervös wirkenden Seraphen und die Hoffnung das er nicht nur die Magie beherrschte sondern auch sonst die nötige Intelligenz besitzt kluge Entscheidungen zu treffen und nicht nur rein aus Emotion zu handeln.
Ich wäre bereit meinen Pfeil zu senken wenn ihr bereit wäret euer durchaus beeindruckendes Flammenspiel zu beenden.
Die Worte wählte er nicht leichtfertig doch tief in seinem inneren wusste Havardur das vor ihm ein Mann stand der seine Prinzipien hatte und seine Neugier stand ihm förmlich ins Gesicht geschrieben.
Havardur trat zwei Schritte zurück und wartet auf seine Reaktion.

⚜Aus der Essenz eines Kriegers wurde er erschaffen.
⚜Durch die Hand Ogrimar´s wurde er wiedergeboren⚜
#28
"Ihr seid mutig." Arijan legte seinen Kopf unter seiner Kapuze zur Seite und betrachtete die Pfeilspitze, deren Flamme sich in seinen Augen widerspiegelte. "Und wahrscheinlich muss ich noch dazu davon ausgehen, dass ihr gut zielt?" Es war eine rhetorische Frage, da der Bogen und die ruhige Hand, mit der dieser trotz der brenzligen Situation gehalten wurde, darauf deutete, dass sein Gegenüber ein geübter Schütze war. Mit einem leisen Schnalzen seiner Zunge richtete Arijan seinen Blick in Richtung seiner eigenen Hand und seines Arms, an dem das von ihm beschworene Feuer gierig nach dem Stoff seines Umhangs leckte und sich heiß auf die darunterliegende vernarbte Haut legte. Der ziehende Schmerz störte ihn dabei nicht. Es war für ihn viel eher ein willkommenes Kribbeln, durch das sich immer wieder die wirren Gedanken in seinem Kopf sortierten.
Eine der Flammen wurde größer und beleuchtete inmitten des Gewitterchaos das Gesicht der beiden Männer. Das Feuer war gierig und wollte gefüttert werden. Gefüttert mit dem alten Holz der Bänke und dem Papier der Gebetsbücher, die darauf lagen. Es gäbe ein ziemliches Spektakel werden, wenn die Flammen erst freigelassen würden und sich frei und ungezügelt bewegen konnten. Allerdings, so ehrlich war der Magier, er hätte ziemlich wenig davon, da der Pfeil des Mannes ihn im nächsten Moment bereits treffen und töten würde.
Ein Pfeil ins Herz. Oder in den Kopf. Beim Gedanken an die letzte Möglichkeit verzog er ein wenig angewidert seine Oberlippe. "Tötet ihr mich, beschmutzt das euren heiligen Tempel noch mehr, oder nicht? Und wer wischt das auf? Blut und vielleicht sogar Reste meines Gehirns?" Er schüttelte sich. Eigentlich könnte es ihm egal sein, ob der Felsendom mit seinen Körperflüssigkeiten besudelt war, aber heute war nicht der Tag, an dem er sterben sollte. Die Mission, die ihm Artherk auferlegt hatte, war noch nicht vollendet.
Der Regen wurde stärker und schob sich wie ein dichter Vorhang zwischen die Gegner. Jedoch löschte es nicht das Feuer des Pfeils, der weiterhin bedrohlich in seine Richtung zeigte. Der Bogner verstand anscheinend sein Handwerk und das war etwas, was Arijan gefiel. Eine Herausforderung also und nicht nur eine simple Begegnung, die in einem Kampf endete.
Der Magier ließ die Flammen auf seinem Arm etwas kleiner werden, aber nicht erlöschen. Stattdessen trat er einen Schritt zur Seite, verbeugte sich tief und deutete mit einer einladenden Geste in Richtung des Inneren des Kirchengebäudes. "Wollt ihr nicht eintreten?" Er hielt die Verbeugung einen Moment länger als nötig und beobachtete dabei Havardur aus den Augenwinkeln. "Na los, kommt nur herein in euren heiligen Dom!" Seine Stimme klang nun beinahe freundlich, fast schon einladend, doch der Unterton, der geprägt war von dem Wahnsinn aus Madrigans Haus, blieb weiterhin präsent.
Langsam richtete er sich wieder auf, mit einem verzerrten Grinsen, das von dem Feuerschein noch seltsamer wirkte. Zusätzlich drückte er seinen Rücken eng an das Holz der geöffneten Flügeltür und machte somit den Weg in die Kirche vollständig frei. "Es wäre doch unhöflich einen Gast wie mich weiterhin hier draußen im Regen stehen zu lassen. Oder nicht?"
Eine der Flammen wurde größer und beleuchtete inmitten des Gewitterchaos das Gesicht der beiden Männer. Das Feuer war gierig und wollte gefüttert werden. Gefüttert mit dem alten Holz der Bänke und dem Papier der Gebetsbücher, die darauf lagen. Es gäbe ein ziemliches Spektakel werden, wenn die Flammen erst freigelassen würden und sich frei und ungezügelt bewegen konnten. Allerdings, so ehrlich war der Magier, er hätte ziemlich wenig davon, da der Pfeil des Mannes ihn im nächsten Moment bereits treffen und töten würde.
Ein Pfeil ins Herz. Oder in den Kopf. Beim Gedanken an die letzte Möglichkeit verzog er ein wenig angewidert seine Oberlippe. "Tötet ihr mich, beschmutzt das euren heiligen Tempel noch mehr, oder nicht? Und wer wischt das auf? Blut und vielleicht sogar Reste meines Gehirns?" Er schüttelte sich. Eigentlich könnte es ihm egal sein, ob der Felsendom mit seinen Körperflüssigkeiten besudelt war, aber heute war nicht der Tag, an dem er sterben sollte. Die Mission, die ihm Artherk auferlegt hatte, war noch nicht vollendet.
Der Regen wurde stärker und schob sich wie ein dichter Vorhang zwischen die Gegner. Jedoch löschte es nicht das Feuer des Pfeils, der weiterhin bedrohlich in seine Richtung zeigte. Der Bogner verstand anscheinend sein Handwerk und das war etwas, was Arijan gefiel. Eine Herausforderung also und nicht nur eine simple Begegnung, die in einem Kampf endete.
Der Magier ließ die Flammen auf seinem Arm etwas kleiner werden, aber nicht erlöschen. Stattdessen trat er einen Schritt zur Seite, verbeugte sich tief und deutete mit einer einladenden Geste in Richtung des Inneren des Kirchengebäudes. "Wollt ihr nicht eintreten?" Er hielt die Verbeugung einen Moment länger als nötig und beobachtete dabei Havardur aus den Augenwinkeln. "Na los, kommt nur herein in euren heiligen Dom!" Seine Stimme klang nun beinahe freundlich, fast schon einladend, doch der Unterton, der geprägt war von dem Wahnsinn aus Madrigans Haus, blieb weiterhin präsent.
Langsam richtete er sich wieder auf, mit einem verzerrten Grinsen, das von dem Feuerschein noch seltsamer wirkte. Zusätzlich drückte er seinen Rücken eng an das Holz der geöffneten Flügeltür und machte somit den Weg in die Kirche vollständig frei. "Es wäre doch unhöflich einen Gast wie mich weiterhin hier draußen im Regen stehen zu lassen. Oder nicht?"

Wer sich von Artherk abwendet und/oder wer Ogrimar offen oder im Verborgenen huldigt, Gebete für ihn spricht und sich ihm unterwirft
wird gefunden
wird gerichtet
wird verbrannt!
- Lorena
- Dorfältester / Dorfälteste
- Beiträge: 104
- Registriert: Do 16. Dez 2021, 17:03
- Danksagung erhalten: 3 Mal
#29
Die ersten Schatten der Nacht erhoben sich bereits und verdrängten auch das letzte Licht des Tages, als sie in den Katakomben des Felsendoms
ein besonderes Schriftstück suchte. Draußen toste der Sturm unerbittlich, doch das hielt sie nicht davon ab, an ihrem Plan festzuhalten, dafür war
es zu wichtig. Die Schriftrollen über den bevorstehenden blauen Mond mussten, sich hier unten befinden. Nachdenklich strichen ihre Fingerspitzen
gerade über eine Aufzeichnung vergangener Tage, als sie oben am Treppenaufgang eine Tür knallen hörte und ein Tempeldiener aufgeregt die Treppe
hinunter geeilt kam. „Ein erneuter Angriff!“
Atemlos kam der junge Levit vor ihr zum Stehen. „Kommt schnell, bevor es zu spät ist und der Tempel niederbrennt.“ Bereits seit mehreren Monaten
drangen diese Plagegeister im Bestreben den Gilden seiner Lordschaft das Handwerk zu legen ständig in den Felsendom ein. Unüberlegt, Kopflos und
absolut unbelehrbar kehrten sie immer wieder zurück, wie elendige Ratten. Sie provozierten Anhängern seiner Lordschaft und versuchten hartnäckig
ihr Unwesen zu treiben. Es wurde Zeit, dass man Ihnen endgültig Einhalt gebot.
Um keine weitere Zeit zu verschwenden, kehrte sie dem Messdiener für wenige Augenblicke den Rücken zu. „Nun dann wird es so gehen müssen.“
Von einem der höher gelegenen Regalbretter entnahm sie einen Tonkrug, welchen sie dem jungen Mann in die Hand drückte. „Ich werde mich um die
Angelegenheit dort oben kümmern. Ihr seht zu, dass ihr diesen Krug zu einem zuverlässigen Sturmmagier bringt.“ Ihre Worte beinhalteten keinerlei
Bitte oder unnötige Höflichkeitsfloskeln. „Sagt ihm, dass er den Inhalt dieses Kruges in den frühen Morgenstunden am letzten Tage dieses Monats
vom höchsten Berg, den er finden kann, entsenden soll!“
Wie genau der Levit ihren Auftrag ausführen würde, war ihr vollkommen gleichgültig. Hauptsache, die im Krug enthaltene Vulkanasche wurde
rechtzeitig in die Atmosphäre getragen, sodass sich der Vollmond am Ende des Monats tief blau verfärbte. Möglicherweise würde nicht jeder Diener
seiner Lordschaft ihrem stummen Aufruf folgen, doch viele würden diesen Zeichen der Zeit gewiss zu deuten wissen. Die sogenannte heilige Inquisition
musste endlich begreifen, dass sie nichts gegen ein Heer der Schatten und des Chaos auszusetzen hatte. Denn eines war gewiss, der gerufene
Schattenwall würde das klägliche Licht der weißen Brut ein für alle Mal zum Erlöschen bringen.
Als sie die Treppen zum Dom emporgestiegen war, taxierten ihre wachsamen Augen prüfend jeden Schlupfwinkel des Doms, um sicher zu gehen,
dass sich nicht noch weitere verdammte Knechte des Götzengottes eingeschlichen hatten. Doch wie es schien, war nur der elendige Feuerteufel zugegen,
der bereits vor einigen Wochen versucht hatte, den dunklen Hörsaal in Brand zu setzen.
Wie ein Wahnsinniger krakelte er wirre Phrasen in den Sturm hinaus. Ob dort draußen wirklich jemand stand und seinen Worten lauschte oder der
Magier lediglich seinem Irrsinn frönte, konnte sie jedoch nicht mit Bestimmtheit sagen. Eines war jedoch gewiss, dieser Störenfried war kein
willkommener Gast und sie würde ihn mit Sicherheit nicht hineinbitten. „Auch wenn es euch enttäuschen mag, aber ich nehme es durchaus billigend
in Kauf, dass Ihr mich als unhöflich empfindet, aber es ist nun an der Zeit, dass ihr verschwindet.“
ein besonderes Schriftstück suchte. Draußen toste der Sturm unerbittlich, doch das hielt sie nicht davon ab, an ihrem Plan festzuhalten, dafür war
es zu wichtig. Die Schriftrollen über den bevorstehenden blauen Mond mussten, sich hier unten befinden. Nachdenklich strichen ihre Fingerspitzen
gerade über eine Aufzeichnung vergangener Tage, als sie oben am Treppenaufgang eine Tür knallen hörte und ein Tempeldiener aufgeregt die Treppe
hinunter geeilt kam. „Ein erneuter Angriff!“
Atemlos kam der junge Levit vor ihr zum Stehen. „Kommt schnell, bevor es zu spät ist und der Tempel niederbrennt.“ Bereits seit mehreren Monaten
drangen diese Plagegeister im Bestreben den Gilden seiner Lordschaft das Handwerk zu legen ständig in den Felsendom ein. Unüberlegt, Kopflos und
absolut unbelehrbar kehrten sie immer wieder zurück, wie elendige Ratten. Sie provozierten Anhängern seiner Lordschaft und versuchten hartnäckig
ihr Unwesen zu treiben. Es wurde Zeit, dass man Ihnen endgültig Einhalt gebot.
Um keine weitere Zeit zu verschwenden, kehrte sie dem Messdiener für wenige Augenblicke den Rücken zu. „Nun dann wird es so gehen müssen.“
Von einem der höher gelegenen Regalbretter entnahm sie einen Tonkrug, welchen sie dem jungen Mann in die Hand drückte. „Ich werde mich um die
Angelegenheit dort oben kümmern. Ihr seht zu, dass ihr diesen Krug zu einem zuverlässigen Sturmmagier bringt.“ Ihre Worte beinhalteten keinerlei
Bitte oder unnötige Höflichkeitsfloskeln. „Sagt ihm, dass er den Inhalt dieses Kruges in den frühen Morgenstunden am letzten Tage dieses Monats
vom höchsten Berg, den er finden kann, entsenden soll!“
Wie genau der Levit ihren Auftrag ausführen würde, war ihr vollkommen gleichgültig. Hauptsache, die im Krug enthaltene Vulkanasche wurde
rechtzeitig in die Atmosphäre getragen, sodass sich der Vollmond am Ende des Monats tief blau verfärbte. Möglicherweise würde nicht jeder Diener
seiner Lordschaft ihrem stummen Aufruf folgen, doch viele würden diesen Zeichen der Zeit gewiss zu deuten wissen. Die sogenannte heilige Inquisition
musste endlich begreifen, dass sie nichts gegen ein Heer der Schatten und des Chaos auszusetzen hatte. Denn eines war gewiss, der gerufene
Schattenwall würde das klägliche Licht der weißen Brut ein für alle Mal zum Erlöschen bringen.
Als sie die Treppen zum Dom emporgestiegen war, taxierten ihre wachsamen Augen prüfend jeden Schlupfwinkel des Doms, um sicher zu gehen,
dass sich nicht noch weitere verdammte Knechte des Götzengottes eingeschlichen hatten. Doch wie es schien, war nur der elendige Feuerteufel zugegen,
der bereits vor einigen Wochen versucht hatte, den dunklen Hörsaal in Brand zu setzen.
Wie ein Wahnsinniger krakelte er wirre Phrasen in den Sturm hinaus. Ob dort draußen wirklich jemand stand und seinen Worten lauschte oder der
Magier lediglich seinem Irrsinn frönte, konnte sie jedoch nicht mit Bestimmtheit sagen. Eines war jedoch gewiss, dieser Störenfried war kein
willkommener Gast und sie würde ihn mit Sicherheit nicht hineinbitten. „Auch wenn es euch enttäuschen mag, aber ich nehme es durchaus billigend
in Kauf, dass Ihr mich als unhöflich empfindet, aber es ist nun an der Zeit, dass ihr verschwindet.“

~ Großinquisitorin der dunklen Kirche~
~ Mitglied der Familie Zar ~
❖Wer sich auf dünnes Eis begibt, sollte sicher sein, dass er gut schwimmen kann, andernfalls wird er vom ewigen dunklen Meer verschlungen.❖
-
Sandro McCoy
- Schmied / Schmiedin
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#30
Durch einen vom großen Felsentor nicht einsehbaren geheimen Ausgang verschwand der beauftragte Tempeldiener in das Dunkel der Nacht. Die Kapuze tief ins Gesicht gezogen und den Krug sicher unter dem Mantel verwahrt, bahnte er sich seinen Weg durch das heftige Unwetter. Wegen schlechter Sichtverhältnisse, kam er schwerlich voran. Die Wege waren schlammig und teils konnte der Boden die Wassermassen kaum aufnehmen. Hochkonzentriert nicht zu stürzen, bemerkte der Junge Mann nicht, wie er blindlings Sandro in die Arme lief. Verborgen in den dunklen Schatten des Observatoriums hatte der Krieger den Sturm abwarten wollen.
Ohne große Worte, stellte sich der Krieger der kläglichen Gestalt in den Weg und hinderte ihn daran, weiter seiner Wege zu schreiten. „Wohin des Wegs Fremder?“ Die Streitaxt bereits in den Händen, würde er nicht zögern, jenen zu richten, wenn er keinen guten Grund für sein herumlungern hatte. Wie erstarrt blieb der Bursche stehen und hob den Blick. Die Panik stand ihm in den Augen. „Ich befolge einen Auftrag der Inquisitorin.“ Eine Antwort, die sehr nervös und unsicher klang. „Es ist wichtig, ich soll diesen Krug hier so schnell wie möglich zu einem Sturmmagier bringen. Die Asche muss im Morgengrauen von einer höher gelegenen Stelle in den Wind getragen werden.“
Es war zweifelhaft, ob der Knabe dieser Aufgabe gewachsen war. Inzwischen hatte der Krieger die schmächtige Person jedoch anhand seiner Stimme erkannt und konnte sich demnach sicher sein, dass er die Wahrheit sprach. Binnen weniger Augenblicke hatte er einen Entschluss gefasst. „Ich werde das übernehmen. Gebt mir den Krug.“ Da es eilte, war dies wohl eher ein Auftrag für Sandro. Ihn würde so schnell niemand aufhalten und er wusste auch schon, wen er damit beauftragen würde.
Der Tempeldiener schien fast erleichtert zu sein, dass er diesen Auftrag abgeben konnte und so verschwand er auch ohne großes Aufsehen wieder nachdem er Sandro den Krug ausgehändigt hatte. Währenddessen macht sich Sandro ebenfalls auf den Weg. Mit Hilfe einer Schriftrolle reiste er in den hohen Norden von Orkanis, um dort nach einem alten Bekannten zu suchen. Der Sturmmagier hauste von Zeit zu Zeit in diesen Gefilden, um seine Fähigkeiten zu stärken.
Aufgrund des Wetters, kam jedoch auch Sandro nur langsam voran. Vermutlich würde der beschwerliche Weg einige Stunden Zeit in Anspruch nehmen, bis er sein Ziel erreichen würde. Dennoch war er optimistisch, dass er es rechtzeitig schaffen würde.
Ohne große Worte, stellte sich der Krieger der kläglichen Gestalt in den Weg und hinderte ihn daran, weiter seiner Wege zu schreiten. „Wohin des Wegs Fremder?“ Die Streitaxt bereits in den Händen, würde er nicht zögern, jenen zu richten, wenn er keinen guten Grund für sein herumlungern hatte. Wie erstarrt blieb der Bursche stehen und hob den Blick. Die Panik stand ihm in den Augen. „Ich befolge einen Auftrag der Inquisitorin.“ Eine Antwort, die sehr nervös und unsicher klang. „Es ist wichtig, ich soll diesen Krug hier so schnell wie möglich zu einem Sturmmagier bringen. Die Asche muss im Morgengrauen von einer höher gelegenen Stelle in den Wind getragen werden.“
Es war zweifelhaft, ob der Knabe dieser Aufgabe gewachsen war. Inzwischen hatte der Krieger die schmächtige Person jedoch anhand seiner Stimme erkannt und konnte sich demnach sicher sein, dass er die Wahrheit sprach. Binnen weniger Augenblicke hatte er einen Entschluss gefasst. „Ich werde das übernehmen. Gebt mir den Krug.“ Da es eilte, war dies wohl eher ein Auftrag für Sandro. Ihn würde so schnell niemand aufhalten und er wusste auch schon, wen er damit beauftragen würde.
Der Tempeldiener schien fast erleichtert zu sein, dass er diesen Auftrag abgeben konnte und so verschwand er auch ohne großes Aufsehen wieder nachdem er Sandro den Krug ausgehändigt hatte. Währenddessen macht sich Sandro ebenfalls auf den Weg. Mit Hilfe einer Schriftrolle reiste er in den hohen Norden von Orkanis, um dort nach einem alten Bekannten zu suchen. Der Sturmmagier hauste von Zeit zu Zeit in diesen Gefilden, um seine Fähigkeiten zu stärken.
Aufgrund des Wetters, kam jedoch auch Sandro nur langsam voran. Vermutlich würde der beschwerliche Weg einige Stunden Zeit in Anspruch nehmen, bis er sein Ziel erreichen würde. Dennoch war er optimistisch, dass er es rechtzeitig schaffen würde.
-
Sandro McCoy
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#31
Der gesuchte Sturmmagier hatte offenbar den Sturm hinaufbeschworen. Bereits seit Stunden wütete er über ganz Althea. Der Regen hatte inzwischen zwar nachgelassen, aber der Wind wirbelte noch immer unaufhaltsam über die Lande. Je höher Sandro in den frühen Morgenstunden den Gipfel erklomm, umso unnachgiebiger fegte der Wind durch seine Rüstung. Da das Schicksal es gut mit ihm meinte, öffnete Sandro den Krug selbst und entließ die darin befindliche Asche in die Freiheit. Der blaue Mond würde am Abend den Nachthimmel erleuchten. Sein Auftrag war erledigt und nun konnte er sich darauf vorbereiten, die Massen in die Schlacht zu führen.
(Und so erhob sich das Bündnis, im Angesicht des Mondes)
(Musik powerd by Freya schaut auch bei ihr vorbei https://www.youtube.com/@FreyaAlSaher )
(Und so erhob sich das Bündnis, im Angesicht des Mondes)
(Musik powerd by Freya schaut auch bei ihr vorbei https://www.youtube.com/@FreyaAlSaher )
#32
Irgendwo hatte er die schneidende Stimme der Frau, die ihm aus dem Inneren des Doms entgegen schlug, schon gehört. Er hielt den Atem an, drehte seinen Blick in ihre Richtung, woraufhin sich ein breites Grinsen unter seiner Kapuze breit machte. Ihr Gesicht war ihm bekannt, wenn auch die Begegnung nur von kurzer Dauer gewesen war. Ziemlich schade eigentlich. Noch bedauerlicher war es allerdings, dass sie noch lebte und sein im Hörsaal gelegtes Feuer keine Spuren hinterlassen hatte.
"Oh, seht an, der Meister der Pfeile hat Verstärkung mitgebracht. Artherk meint es heute gut mit mir, wenn ich gleich zwei von eurer Sippe begegnen darf." Natürlich hatte er nicht vor, ihren Worten folge zu Leisten. Stattdessen machte er einen tänzelnden Schritt über die Schwelle und hob die Hand mit der kleiner werdenden, aber immer noch hungrigen Flamme nah an sein Gesicht.
Dunkelgrau legte sich ein bisschen Ruß auf seine Haut, während das Licht gespenstische Schatten auf seine Züge warf. Ein wenig brannte das Feuer in seinen Augen, doch war das nichts, was ihn stören sollte. "Denken die euren immer noch, sie könnten uns mit Worten von sich fernhalten?" Er begann zu lachen. "Ein törichter Irrglaube." Sein Blick sprang nun zurück zu Havardur, der die Sehne seines Bogens immer noch gespannt hielt. "Die Augen der Heiligen Inquisition liegen bereits seit langem auf solchen wie ihr es seid. Wir verfolgten euch, wir beobachteten euch, wir lernten, wer ihr seid. Könnt ihr das auch von euch behaupten? Ihr haltet euch für Jäger. Doch ihr habt keine Ahnung, wie lange ihr selbst bereits gejagt werdet!"
Wieder richtete er sich an Lorena und behielt das unverschämte Grinsen auf seinen Lippen bei. "Während ihr euch in Sicherheit gewogen habt und dachtet, der Glaube Artherks wäre von euch und euren Taten unterdrückt, haben wir uns geformt. Das ist euch entgangen, richtig?" Für einen kurzen, schweigenden Moment überlegte er. Der feurige Pfeil war immer noch auf ihn gerichtet. Ein falscher Schritt und der Bogner würde bestimmt nicht zögern, die Sehne loszulassen. Weiter hineingehen in den Felsendom war also vorerst keine Option. Fortgehen, so wie es von der Frau gewünscht, oder wahrscheinlich nach ihrer Ansicht befohlen wurde, jedoch auch nicht.
Vorerst entschied er sich dafür, genau dort zu bleiben, wo er stand, formte aber weitere Optionen für sich stumm in seinem Kopf.
Arijan streckte seine brennende Hand ein Stück in Lorenas Richtung. Anstatt sie aber damit zu bedrohen, sah es vielmehr danach aus, als würde er sie einladen, näher zu kommen und die Flamme zu berühren. "Wie fühlt es sich an, diese Schmach, die ein Schwarzgeflügelter dabei empfinden muss?" Seine Stimme senkte sich zu einem leisen Flüstern, während sich seine Augen herausfordernd weiter öffneten. "Sagt es mir ruhig. Ich verrate es auch nicht." Die Finger seiner Hand krümmten sich, spielten mit der schwindenden Flamme und der kleinen Glut, die sie hinterließ und die auf den Boden des Doms fiel.
"Wäre es nicht schade, wenn diese Begegnung von uns dreien so schnell ein Ende findet? Wir haben uns doch…" das Feuer wuchs für einige Sekunden zu einer stechenden Flamme an, die eine bedrohliche Hitze ausströmte, bevor er seine Hand mit einer ruckartigen Bewegung zu einer Faust schloss und das Feuer dadurch erstickte "noch gar nicht richtig kennengelernt."
"Oh, seht an, der Meister der Pfeile hat Verstärkung mitgebracht. Artherk meint es heute gut mit mir, wenn ich gleich zwei von eurer Sippe begegnen darf." Natürlich hatte er nicht vor, ihren Worten folge zu Leisten. Stattdessen machte er einen tänzelnden Schritt über die Schwelle und hob die Hand mit der kleiner werdenden, aber immer noch hungrigen Flamme nah an sein Gesicht.
Dunkelgrau legte sich ein bisschen Ruß auf seine Haut, während das Licht gespenstische Schatten auf seine Züge warf. Ein wenig brannte das Feuer in seinen Augen, doch war das nichts, was ihn stören sollte. "Denken die euren immer noch, sie könnten uns mit Worten von sich fernhalten?" Er begann zu lachen. "Ein törichter Irrglaube." Sein Blick sprang nun zurück zu Havardur, der die Sehne seines Bogens immer noch gespannt hielt. "Die Augen der Heiligen Inquisition liegen bereits seit langem auf solchen wie ihr es seid. Wir verfolgten euch, wir beobachteten euch, wir lernten, wer ihr seid. Könnt ihr das auch von euch behaupten? Ihr haltet euch für Jäger. Doch ihr habt keine Ahnung, wie lange ihr selbst bereits gejagt werdet!"
Wieder richtete er sich an Lorena und behielt das unverschämte Grinsen auf seinen Lippen bei. "Während ihr euch in Sicherheit gewogen habt und dachtet, der Glaube Artherks wäre von euch und euren Taten unterdrückt, haben wir uns geformt. Das ist euch entgangen, richtig?" Für einen kurzen, schweigenden Moment überlegte er. Der feurige Pfeil war immer noch auf ihn gerichtet. Ein falscher Schritt und der Bogner würde bestimmt nicht zögern, die Sehne loszulassen. Weiter hineingehen in den Felsendom war also vorerst keine Option. Fortgehen, so wie es von der Frau gewünscht, oder wahrscheinlich nach ihrer Ansicht befohlen wurde, jedoch auch nicht.
Vorerst entschied er sich dafür, genau dort zu bleiben, wo er stand, formte aber weitere Optionen für sich stumm in seinem Kopf.
Arijan streckte seine brennende Hand ein Stück in Lorenas Richtung. Anstatt sie aber damit zu bedrohen, sah es vielmehr danach aus, als würde er sie einladen, näher zu kommen und die Flamme zu berühren. "Wie fühlt es sich an, diese Schmach, die ein Schwarzgeflügelter dabei empfinden muss?" Seine Stimme senkte sich zu einem leisen Flüstern, während sich seine Augen herausfordernd weiter öffneten. "Sagt es mir ruhig. Ich verrate es auch nicht." Die Finger seiner Hand krümmten sich, spielten mit der schwindenden Flamme und der kleinen Glut, die sie hinterließ und die auf den Boden des Doms fiel.
"Wäre es nicht schade, wenn diese Begegnung von uns dreien so schnell ein Ende findet? Wir haben uns doch…" das Feuer wuchs für einige Sekunden zu einer stechenden Flamme an, die eine bedrohliche Hitze ausströmte, bevor er seine Hand mit einer ruckartigen Bewegung zu einer Faust schloss und das Feuer dadurch erstickte "noch gar nicht richtig kennengelernt."

Wer sich von Artherk abwendet und/oder wer Ogrimar offen oder im Verborgenen huldigt, Gebete für ihn spricht und sich ihm unterwirft
wird gefunden
wird gerichtet
wird verbrannt!