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Kriegserklärung der Heiligen Inquisition an...

Hier gehört eure Rollenspielgerechte Kriegserklärung für den Server Schicksalswind rein.
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Arijan
Knecht / Magd
Beiträge: 8
Registriert: So 22. Mär 2026, 18:22
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#1

Beitrag von Arijan »

 *öffentlich verlesen und an alle Tore der Gildenhäuser und Stadtmauern angebracht.*


An alle Gilden, die auf Ogrimars Pfad wandern!

Wir sind die heilige Inquisition. Berufen und als oberste Exekutivinstanz ausgewählt durch unseren gemeinsamen und einzig gültigen Gott Artherk. 

Angesichts des eklatanten Versagens der kirchlichen Verwaltung und der unkontrollierten Ausbreitung der Schergen Ogrimars, haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, den wahren Frieden über Althea zu bringen und das Chaos, geschaffen aus Ogrimars Hand, auszumerzen!

Mit diesem Aushang beweisen wir, dass sich die Heilige Inquisition nicht durch rhetorische Floskeln, sondern durch Konsequenz definiert. Die Zeit der Duldung, in der die Kinder Artherks aufgrund der Inaktivität der Glaubenden und der schlafenden, kirchlichen Vertreter dem Verfall preisgegeben und in der Dunkelheit und dem Chaos verrecken müssen, wird durch uns beendet. 

Wir setzen nun jene Maßnahmen durch, die seit langem versäumt wurden! 
Diese Schrift gilt deshalb allen Gilden und Bündnissen, die sich im Namen Ogrimars zusammengeschlossen haben und den falschen Glauben vertreten oder versuchen das zu tun:
 
Wir, die Heilige Inquisition, erklären
 
 der Garde der Finsternis,
den Vasallen des Chaos,
der Legion des Schattens
den Dunklen Vollstreckern
und allen anderen Gilden, die zumindest nach außen hin so tun, als wären sie schwarz



 den Krieg. 



Lange genug seid ihr ungeschoren davon gekommen, habt euch wie dreckige, feige Ratten durch eure gerechte Strafe gewunden und habt euch in euren Hallen gefeiert. 
Wir aber kennen die Wahrheit über euch. 


Wir halten euch für Abschaum, für kleine Würmer, die bald vor uns im Dreck liegen werden. Ihr seid Verderbte, deren bloße Existenz eine Beleidigung für Artherks Schöpfung ist. 

Versteckt euch nur in euren Löchern, kriecht unter eure Steine und hofft, dass euer Gott euch hilft. Nichts davon wird euch nützen! 
Die Heilige Inquisition schläft nicht. 
Die Heilige Inquisition vergibt nicht. 
Wir sind die Hand Artherks, die euch aus dieser Welt tilgen wird. 


Seid euch deshalb sicher: Es gibt kein Entkommen, es gibt kein Verhandeln und es gibt kein "wir lassen euch in Ruhe, wenn ihr euch zurückzieht."
Stattdessen gibt es nur noch zwei Pfade für euch: 
  1. Bedingungslose Unterwerfung:
    Schwört Ogrimar ab! Zerschlagt eure Gilden und sonstigen Bündnisse und gliedert euch in die göttliche Ordnung Artherks ein. 

  2. Vollständige Exekution:
    Wir bringen sein heiliges Feuer, das euch bei Zuwiderhandlung vertilgt. 


Ihr habt euch gegen das Licht Artherks gestellt.
Nun wird sein Licht euch vernichten.

Egal wo ihr seid:  
Ihr werdet gefunden, 
ihr werdet gerichtet, 
ihr werdet verbrannt. 


Gezeichnet, 

die Heilige Inquisition





OOC:
Wer erklärt den Krieg? 
Die Gilde "Die Heilige Inquisition"
Wer nimmt den Krieg an/lehnt ihn ab: Die Vasallen des Chaos, die Garde der Finsternis, die Legion des Schattens, die Dunklen Vollstrecker,
alle anderen Gilden, die zumindest nach außen hin so tun, als wären sie schwarz
Kriegserklärung: Bei Annahme KoS - ansonsten nach Serverregeln
Beginn: Bei Annahme/Ablehnung oder 36 Stunden nach diesem Schreiben

Ende: Die Gildenoberhäupter und ihre Stellvertreter müssen unbewaffnet und in Büßergewändern (Baumwolle), begleitet von ihrem Gefolge in den Tempel Artherks (i3) treten, Ogrimar öffentlich (Main) abschwören und einen Eid auf Artherk leisten. Sie und alle weiteren Mitglieder müssen eine Gebühr von je 2.000.000 Goldstücken zahlen, um unsere Unkosten zu decken und um den Willen ihrer Läuterung glaubwürdig zu machen. 

OOC off


 
Bild
 Wer sich von Artherk abwendet und/oder wer Ogrimar offen oder im Verborgenen huldigt, Gebete für ihn spricht und sich ihm unterwirft
wird gefunden
wird gerichtet
wird verbrannt! 
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Satoru
Kräuterkundiger / Kräuterkundige
Beiträge: 18
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#2

Beitrag von Satoru »

*Ein kaum merkliches Lächeln legt sich auf seine Lippen, kühl und überlegen. Seine Haltung bleibt aufrecht, fast regungslos, doch in der Luft um ihn beginnt es zu flimmern, als würde selbst die Hitze seiner Präsenz gehorchen. Seine Finger bewegen sich minimal, kontrolliert, als hielte er seine Macht zurück, die nur darauf wartet, entfesselt zu werden. Mit ruhiger Bewegung führt er sie über das Pergament. Wo das Feuer die Oberfläche berührt, brennen sich die Worte sauber und dunkel in das Material, Zeile für Zeile, ohne Hast und Zittern. Seine Miene bleibt unbewegt, nur ein kaum sichtbares Lächeln liegt darin, als wäre das Schreiben selbst bereits ein Urteil.*

Ihr klammert euch an Frieden, als könnte sie bestehen. Doch Chaos ist unausweichlich und wird stets über euren trügerischen Frieden triumphieren. Wir dienen Ogrimar, und für Artherk bleibt nichts als Verachtung.

Euer Ruf ist vernommen und dieser Krieg angenommen.

Gezeichnet und gesiegelt durch die Flamme,
Satoru Gojo
Anführer der Vasallen des Chaos

* Die Flamme verlischt ebenso kontrolliert, wie sie entstanden ist. Seine Hand sinkt, und das fertige Pergament bleibt zurück, von Hitze gezeichnet, doch klar und unmissverständlich in seiner Botschaft.*

OOC on:
Wer erklärt den Krieg: Die Gilde Die Heilige Inquisition
Wer nimmt den Krieg an: Die Gilde Vasallen des Chaos
OOC off
Aus Flammen geboren, durch Feuer geprüft, im Krieg unbezwingbar.


Im Kampf ums Überleben kann es keine Außenstehenden geben. Wer nicht an deiner Seite kämpft, ist ein Feind, den du vernichten mußt. Es sind nicht die Schrecken des Krieges die du fürchten solltest, fürchte die unsichtbaren Schrecken des Friedens. - Irek Ismaren - 16 -
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Hipo Chryl
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#3

Beitrag von Hipo Chryl »

Angeschlagen am selben Brett. Das Pergament der Vollstrecker sitzt knapp über dem Aushang der Inquisition — nicht darüber, nicht daneben. Gerade so, dass das Siegel des eisernen Handschuhs die ersten Zeilen des Originals verdeckt.

An die, die sich Heilige Inquisition nennen.

Euer Aushang wurde gelesen.

Ein Krieg setzt voraus, dass sich zwei Mächte von Gewicht gegenüberstehen. Was ihr verfasst habt, ist kein Ruf, der Mauern erzittern lässt. Es ist ein Drohbrief — laut, lang und ohne Substanz dahinter.

Die Dunklen Vollstrecker verweigern euch den Rang der Ebenbürtigkeit.

Verwechselt das nicht mit Duldung. Wer unsere Wege kreuzt, wird die Folgen tragen — nicht unter dem Schutz eines Krieges, nicht als Teil eines Feldzuges. Sondern als die persönliche Entscheidung eines Einzelnen, der seine Grenzen nicht kannte.

Nicht jedes Maul, das vom Richten spricht, ist deshalb schon eine Stimme von Gewicht.

Hipo Chryl
Herr der Toten
Gildenlord der Dunklen Vollstrecker

OOC:
Die Gilde "Dunkle Vollstrecker" lehnt den Krieg kategorisch ab.
OOC OFF:
Bild
═══════════════════════════════════════
◆ Herr der Toten ◆
Oberhaupt der Dunklen Vollstrecker und der Familie Chryl
═══════════════════════════════════════
»Wir bitten nicht. Wir nehmen.«
»Es lebe die Finsternis. Es herrsche das Chaos. Sanguis vincit — Chryl.«
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Saridius
Kräuterkundiger / Kräuterkundige
Beiträge: 16
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#4

Beitrag von Saridius »

Der Wind strich kühl über die alten Zinnen, als ich entlang der Stadtmauern schritt.
Unter mir lag die Stadt in geschäftigem Treiben, doch hier war es still – beinahe ehrfürchtig, als hielte die Welt den Atem an. Meine Schritte hallten leise auf dem Stein, während mein Blick über die fernen Felder glitt.
Da bemerkte ich das Pergament, das an den Mauern befestigt war, vom Wind leicht hin und her bewegt. Neugier trieb mich näher heran. Kaum hatte ich die ersten Zeilen erfasst, durchfuhr mich ein Ruck – eine Kriegserklärung.
Für einen Moment verharrte ich, überrascht von der Klarheit und Entschlossenheit der Worte. Doch statt Furcht breitete sich ein unerwartetes Lächeln auf meinem Gesicht aus. Mein Herz schlug schneller, nicht aus Angst, sondern aus Stolz. Unser Anführer hatte den Ruf erhört. Er hatte den Krieg angenommen.
Mit aufrechter Haltung las ich weiter, jedes Wort brannte sich in meinen Geist. Dann jedoch stieß ich auf eine Passage, die meine Stirn in Falten legte: Die Anhänger der Dunklen Vollstrecker lehnten diesen Krieg ab.
Ein leises Schnauben entwich mir. Angst? War es das, was sie zurückhielt? Ich ließ den Blick über die Mauern schweifen, als erwartete ich, irgendwo ein Zeichen von ihnen zu entdecken. Doch da war nichts. Nie war da etwas gewesen.
Bis zum heutigen Tage hatte ich weder etwas von ihnen gesehen noch gehört. Kein Flüstern, kein Schatten, keine Tat. Eine Schande.
 
Ich wandte mich vom Pergament ab und straffte die Schultern. Der Wind schien nun schärfer zu wehen, als rufe er selbst zum Aufbruch. Zweifel hatten hier keinen Platz.
Mein Oberhaupt hatte mich gerufen.
Und ich würde antworten.
Mit festem Schritt verließ ich die Mauer, bereit, mich dem Kampf zu stellen. Mein Versprechen war gegeben – und ich gedachte nicht, es zu brechen.

OOC:
Saridius nimmt an den Krieg teil
OOC OFF:
♦ Der brennende Tod kennt kein Ende – nur Chaos, das leise weiterlodert. ♦
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Tanuri
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#5

Beitrag von Tanuri »

Es war Norbert, der ihr zum einen ein Pergament und zum anderen das überbrachte, was er an der Mauer fand. Eigentlich war er für diese Dienste gar nicht zuständig, aber der Zufall wollte es, dass er darüber stolperte. Und da er mittlerweile die Häuser der Legion als sein zu Hause betrachtete, gehört es sich, so dachte er, eine derartige Kunde so schnell wie möglich zu überbringen. 

Ohne zunächst ein Wort zu sagen, schob er der Priesterin mit einer Verbeugung das Pergament über ihren Arbeitstisch zu, auf dem einige Bücher und andere Schriftwerke lagen. Langsam und ohne unangebrachte Neugier, lehnte Tanuri sich von ihrem Arbeitssessel nach vorn, zog das Papier heran und fuhr mit ihren Augen über die Zeilen. Nachdem sie geendet hatte, hob sich eine ihrer zart geschwungenen Brauen nach oben und sie ließ ihren Blick auf für eine Weile auf dem Namen der weißen Gilde ruhen, bevor sie nochmals die Worte las. Es war ein leichtes, kaum wahrnehmbares Lächeln, das ihre Züge zierte. "Satoru wird seine wahre Freude mit euch haben."

Dann sah sie wieder zu Norbert auf. Es war nicht nötig, dass er noch länger blieb, denn er war keiner ihrer eigenen Diener. Auch wenn sie sich nun daran machen würde, eine Antwort zu verfassen, war es nicht seine Aufgabe, diese an die Mauer zu bringen. 

Er schmunzelte, nicht nur wegen seinem recht angenehmen und im Gegensatz zu anderen eher normaleren Gemüt, sondern auch, weil er mittlerweile lange genug hier war, um zu wissen, dass das, was er noch gelesen hatte, bewirken würde. Aufs Genaueste, denn viel war es erstaunlicherweise nicht gewesen, trug er die Worte Satorus und dann auch Hipos vor, lachte daraufhin leise in sich hinein, nickte ihr förmlich zu und verschwand wieder hinaus. 


"Eigentlich war ich der Hoffnung, dass die Zeit der elendigen langen Pergamente, die ich verfassen muss, vorbei ist und auch andere daraus lernten, zu was für einem Ende dies führt. Nun gut, ich scheine mich dahingehend getäuscht zu haben. Erneut." 


 

An die Heilige Inquisition 

Es ist wahrlich amüsant. Dass Ihr euch erdreistet, gegen die dunkle Gemeinde aufzubegehren und dass, obwohl man bisher nichts von Euch kennt außer Eure großen, übertriebenen Worte, die zu Eurer Gründung gefallen sind und man nun an den Stadtmauern zu Hauf entdecken kann. Glaubt ihr tatsächlich daran, ein solches Vorhaben nicht nur durchsetzen, sondern gar gewinnen zu können? 
Verratet mir, Ist es der Segen Artherks, der euch in diesen Irrsinn verlaufen lässt? Oder liegt es daran, dass die eurigen in diesem Wahn der Selbstherrlichkeit und maßloser Überzeugtheit wiedergeboren werden? 

Weder würde mich das eine noch das andere verwundern, hatte ich doch schon so einige Male das Vergnügen mit Vertretern eurer Glaubensgattung. Und zumeist musste ich feststellen, dass hinter diese gleißenden Fassade eines erdachten göttlichen Lichts nicht viel steckt, außer einer Leere an vollzogenen Handlungen und Vorhaben. 

Oder ist es vielleicht nur der unbändige Drang, euch eure kleinen Hörnchen abzustoßen, die sich zumindest die meisten von euch - glaubt man den Rufen des Orakels - gerade erst verdient haben? Ist es das, was ein wahrer Gott tut? Seine Schäfchen, mögen sie noch so unerfahren im Kampf und der Magie sein, in einen Krieg gegen eine gesamte Gemeinde schicken? 

Meine Gilde und ich hat ihre Kriege gefochten, wir haben für unseren Glauben und vor allem für unseren Gott gesprochen und gekämpft und Blut, wo es notwendig war, gelassen. Was ist es, das ihr vorweisen könnt? Was ist es, was Artherk vorweisen kann, für den ihr in den Krieg gegen eine Macht ziehen wollt, die damals wie auch heute nicht zu bekämpfen war? 

Er opfert euch, einen jeden von euch, und ihr nehmt dies blind in eurem Glauben hin. Für diese Farce, in die er euch schickt, könnte man euch schon fast bemitleiden. 

Jedoch nur fast. Denn ich glaube an einen gewissen Verstand, der euch mitgegeben wurde und auf den ihr zurückgreifen könnt. Und dieser allein hätte euch sagen müssen, dass ihr scheitern werdet. 

Noch dazu wagt Ihr es Drohungen auszusprechen. Nun gut, dann hört aber auch die Meinige und verinnerlicht sie wohl: An jedem Ort, zu jeder Stunde, ob Tag oder Nacht, wenn ihr eure Tempel und euer Heime verlasst, werdet ihr uns sehen. Wir sind präsent, denn wir sind die Schatten, die ihr selbst werft und wir sind dort, wo ihr uns nicht erwartet. 

Ihr erhebt euch von einem Nichts heraus, indem ihr behauptet, euch nicht nur durch Rhetorik zu definieren. Es sei euch gewährt, daran zu glauben und euch darin zu beweisen. Doch seid gewarnt: Meine Gilde und meine Verbündeten, die Vasallen des Chaos, zeichnen sich seit jeher dadurch aus, den Worten stets Taten folgen zu lassen. Erinnert euch an diese Warnung, wenn ihr vor den Gräbern euerer Liebsten und Gildenbrüder steht. 

Wenn ihr, wer auch immer ihr seid, euch dazu berufen fühlt, das Chaos "auszumerzen", dann hoffe ich zutiefst, dass ihr nicht die nächsten Personen seid, die mich mit halbherzigen Versuchen und zu vielen Pergamenten immer wieder aufs Neue ermüden. Ich sah bereits genug Euresgleichen kommen. Die meisten, - wenn nicht sogar alle - gingen und kehrten nie zurück. 



Die Legion des Schattens akzeptiert diesen Krieg und seine Bedingungen. 


Man mag euch nur wünschen, dass ihr euch nicht an der Flamme Artherks verbrennt. 


Tanuri Al Saher

Priesterin seiner einzigen Lordschaft
Anführerin der Legion des Schattens

OOC: Die Legion des Schattens nimmt den Krieg an
OOC off






Sie seufzte. Es war lange her, seit sie derartige Pergamente verfasste, gewiss aber hatte sie es nicht verlernt. Allerdings war es ernüchternd, dass es immer noch notwendig war. Und so tunkte sie ihre Feder erneut in das Tintenfass und setzte noch eines auf, welches ebenfalls seinen Platz an der Mauer, neben der Kriegserklärung der Heiligen Inquisition finden sollte. 



An den Gildenlord der Dunklen Vollstrecker

Von einer Gilde, die sich damit brüstet, aus der alten Zeit zu sein, hätte ich mehr erwartet. Anstatt unseren Glauben und unsere Gemeinde mit allem, was der dunkle Vater uns gibt zu verteidigen, zieht Ihr Euch zurück. Meine Vorgänger, die einstigen Anführer der Kirche, wären enttäuscht, müssten sie sehen und erleben, wie wenig von einst geblieben ist, obwohl genau dies doch mit ausschweifenden Worten an das schwarze Brett Steinbergens geheftet wurde. 

Lasst mich eins aus diesem Schriftwerk für uns alle zitieren. Schließlich gibt es vielleicht den ein oder anderen unter uns, der schnell vergisst - allem voran jene, die sie verfassten:

 "Wir suchen nicht nach Mitläufern. Nicht nach Söldnern, die dem Gold folgen und beim ersten Blut davonlaufen. Nicht nach Mäulern, die große Reden schwingen und kleine Taten bringen.
 Wir suchen nach denen, die verstehen.

 Die verstehen, dass man allein stirbt und gemeinsam überlebt. Dass Stärke nicht in der Rüstung liegt, sondern in dem, der neben dir steht. Dass die Dunklen Vollstrecker mehr sind als ein Name — sie sind ein Schwur, der hält, wenn alles andere bricht.

 Die alten Feinde rüsten auf. Die Weißen polieren ihre Schilde. Klingen werden geschärft. Die Welt dreht sich weiter, und sie dreht sich schneller.
 Gut so.

 Denn die Vollstrecker waren nie eine Antwort auf die Welt von gestern. Sie waren immer eine Antwort auf die Welt von morgen.
 Und morgen —
 Morgen wird Steinbergen beben."



Ein Schwur, der nur wenig hält, wie Ihr nicht nur mir heute unter Beweis stellt. 

Ist es etwa die Angst, gegenüber einer weißen, bisher vollkommen namenlosen Schar, jenes Gesicht zu verlieren, das bisher recht krampfhaft versucht wurde, nach außen hin zur Schau zu stellen? Laut waren die Worte, die da proklamiert wurden, der Inhalt derer aber anscheinend genauso leer, wie das - ich schrieb es bereits der Heiligen Inquisition, wiederhole mich aber auch hier zum Zwecke der Belehrung gern - was ich in den letzten Jahren von allen die auf sich zeigten und versuchten mehr zu sein, als sie in Wahrheit waren, zu hören und zu sehen bekam. 

Ist es das, was sich seine dunkle Majestät unter seinen angeblich so treu ergebenen Jüngern vorstellen muss, wenn sie sagen, sie fragen nicht, sie nehmen? 

Vielleicht sollte man Euch den Begriff des "Nehmens" einmal definieren, da Ihr es mit Eurem Schreiben nur schafft, etwas zu geben. Ihr gebt dieser Heiligen Inquisition, zu der sie sich selbst und ohne irgendeine Legitimation erhoben hat, die Genugtuung, dass Ihr nicht einmal für Euren eigenen Gott und den Glauben, der unser Leben erfüllt, einsteht. Ihr gebt ihnen die Bestätigung ihrer eigenen Überheblichkeit, während Ihr Euch vor einer lächerlichen Ansammlung von Weißgefiedern zurückduckt. Denn nichts anderes ist Euer Schriftstück, mag es auch noch so sehr in pathetische Worte verpackt sein. 


Nun Hipo, vielleicht verratet Ihr ja mir und allen, die daran interessiert sind, das Geheimnis:
Was ist es denn genau, was Ihr vollstreckt, wenn es nicht die Diener Artherks sind? 


Gezeichnet, 


Tanuri Al Saher

Anführerin der Legion des Schattens
und Priesterin des einzig Wahren 

Ja, mein Herr und Meister, ich bin Deine Dienerin!
Lege Deine Finger auf meine Lippen und berühre mit Deiner Hand meine Zunge
auf dass ich Deinen Willen und Dein Wort verkünde!


Bild
~~ Priesterin der dunklen Kirche und Mentorin ihrer Adeptin Freya ~~ 

Anführerin der Legion des Schattens
Frau des Adrian Al Saher 
Mutter der Nymeria Al Saher 
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Hipo Chryl
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#6

Beitrag von Hipo Chryl »

Man brachte ihm die Abschriften in den Ratssaal, wo er am Ring des Ratstisches stand und durch die gewaltigen Fenster auf Felsriff hinabblickte. Zwei Pergamente. Eines an die Inquisition gerichtet, eines an ihn.

Er las das erste mit beiläufigem Interesse — eine Antwort an die Weißen, lang, wortreich, voller rhetorischer Fragen. Die Legion hatte den Krieg angenommen. Ihr gutes Recht. Er legte es beiseite.

Dann las er das zweite.

Langsam. Gründlich. Jeden Satz.

Als er fertig war, legte er das Pergament auf den Ratstisch, glatt, ohne es zu zerknüllen. Dann lehnte er sich zurück, verschränkte die Arme und betrachtete es, wie man ein Schachbrett betrachtet, auf dem der Gegner soeben seinen Turm geopfert hat — ohne es zu merken.


Da. Da ist es wieder. Dasselbe Muster wie damals.

Ein Schatten von etwas, das fast ein Lächeln war, legte sich auf seine Züge. Nicht Zorn. Nicht Beleidigung. Etwas Ruhigeres. Etwas Endgültigeres.

Er setzte sich. Nahm Feder und Tinte. Und begann zu schreiben — nicht hastig, nicht wütend, sondern mit der gelassenen Sorgfalt eines Mannes, der weiß, dass jedes Wort dort bleiben wird, wo er es hinsetzt.



An Tanuri Al Saher,
Anführerin der Legion des Schattens.

Euer Schreiben erreichte mich gemeinsam mit dem Klang von Stahl auf Stein, als Eure Verbündeten — die Vasallen des Chaos — drei Diener Ogrimars in den Straßen von Felsriff niederstreckten. Keine Weißen. Keine Ketzer. Schwarze Seraphen. Unsere Leute. Eure Glaubensbrüder.

Saridius, der Eure Sache vertritt, hat im selben Atemzug alle Anhänger der Dunklen Vollstrecker öffentlich zu Ketzern erklärt. Nicht geflüstert — gerufen, damit es jeder hört.

Haltet diesen Gedanken fest. Wir kommen darauf zurück.

I. Was geschehen ist

Die Heilige Inquisition hat jeder schwarzen Gilde den Krieg erklärt. Jeder. Der Legion. Den Vasallen. Der Garde. Den Vollstreckern. Sie betrachtet uns alle als Ungeziefer, das ausgemerzt gehört.

In einem solchen Moment gibt es genau zwei Möglichkeiten: Die Gemeinde steht zusammen — oder sie zerfällt.

Die Dunklen Vollstrecker haben den Rang der Ebenbürtigkeit verweigert. Nicht aus Angst. Aus der Erkenntnis, dass man einem Drohbrief nicht die Ehre eines Krieges schenkt. Wir haben die Inquisition kleiner gemacht, indem wir sie nicht ernst genommen haben. Man mag darüber streiten, ob das klug war. Es war eine Entscheidung.

Eure Entscheidung war eine andere. Ihr habt den Krieg angenommen. Das ist Euer Recht und ich werde es nicht in Frage stellen.

Was ich in Frage stelle, ist das, was Ihr danach getan habt.

II. Was Ihr getan habt

Der Feind steht vor den Toren. Die Inquisition hat den Handschuh geworfen. Und was ist das Erste, was die Legion des Schattens tut?

Sie greift eine schwarze Gilde an.

Nicht mit Klingen — das überließt Ihr Euren Vasallen. Ihr greift mit Tinte an. Ein öffentlicher Aushang, der nicht die Weißen geißelt, sondern uns — die Vollstrecker. Ihr zitiert unsere eigene Chronik gegen uns, als wäre sie eine Anklageschrift. Ihr fragt, was wir vollstrecken, wenn nicht die Diener des Lichterträgers.

Tretet einen Schritt zurück, Tanuri, und betrachtet, was Ihr geschaffen habt.

Die Inquisition musste keinen einzigen Schwertstreich führen. Kein Gebet sprechen. Keine Klinge heben. Denn während sie ihren Aushang an die Mauern heftete und wartete, hat die schwarze Gemeinde begonnen, sich selbst zu zerlegen.

Und wer hält die Axt? Nicht die Vollstrecker. Wir haben niemanden angegriffen. Wir haben niemanden zu Ketzern erklärt. Wir haben kein Blut eines Glaubensbruders vergossen.

Das wart Ihr. Eure Verbündeten. Eure Seite.

Wenn irgendwo in einem Marmorturm ein Diener des Lichterträgers heute Abend lächelt, dann nicht wegen unserer Ablehnung — sondern wegen Eures Aushang.

III. Über Eure Zitate

Ihr zitiert die Chronik des Eisernen Handschuhs gegen mich. Das habt Ihr gut gemacht — die Worte sind stark. Ich stehe zu jedem einzelnen davon.

Aber lest sie noch einmal. Langsam, dieses Mal.

Die Chronik spricht von der weißen Fraktion. Von den Legionen, die uns in den Staub traten. Von den Feinden, die uns Ungeziefer nannten. Jeder Satz dieser Chronik beschreibt den Kampf gegen den Lichterträger und seine Diener.

Und Ihr nehmt diese Worte — geschrieben über den Kampf gegen den äußeren Feind — und verwendet sie als Waffe gegen eine schwarze Gilde. Gegen Eure eigene Gemeinde.

Die Ironie scheint Euch entgangen zu sein. Mir nicht.

»Ein Schwur, der nur wenig hält«, schreibt Ihr. Nun — der Schwur der Vollstrecker galt nie dem blinden Gehorsam gegenüber jedem, der laut genug schreit. Er galt dem Überleben der Unsrigen. Dem Zusammenhalt. Der Stärke.

Sagt mir, Tanuri: Wer bricht diesen Schwur heute Abend? Die Gilde, die keinen Bruder angegriffen hat — oder die Gilde, deren Verbündete unsere Leute in den Straßen erschlagen und zu Ketzern erklären?

Und da wir schon bei Zitaten sind — Ihr habt mir einmal die sechzehnte Doktrin des Irek Ismaren zukommen lassen. Als Belehrung, damals. Sorgfältig abgeschrieben von jemandem, der sich mehr Mühe mit den Worten gegeben hat als Ihr mit der Absicht dahinter. Ich habe sie aufbewahrt. Nicht wegen Euch — sondern wegen der Worte.

Die Doktrin sagt: »Findet diese Antworten, findet eure Leitsätze und Gebote, auf das Ogrimar euch anerkennt als Teil seines Heeres und nicht bloß als Schlachtvieh.«

Schlachtvieh folgt blind. Es rennt los, wenn jemand ruft. Es fragt nicht, wohin und warum. Es stirbt, weil jemand anderes entschieden hat, dass jetzt der richtige Moment ist.

Die Vollstrecker haben ihre eigenen Antworten gefunden. Ihre eigenen Leitsätze. Ihren eigenen Weg. Genau das verlangt die Doktrin.

Dass Euch das nicht passt, ist kein Zeichen unseres Versagens. Es ist ein Zeichen Eures.

IV. Über Eure Frage

»Was ist es denn genau, was Ihr vollstreckt?«

Diese Frage scheint Euch sehr am Herzen zu liegen. Also verdient sie eine ehrliche Antwort.

Wir vollstrecken nicht auf Befehl. Nicht auf Euren, nicht auf den der Inquisition, nicht auf den irgendeiner selbsternannten Instanz, die glaubt, weil sie laut genug spricht, hätte sie das Recht zu richten.

Wir vollstrecken, wenn wir es für richtig halten. Nach unserer Einschätzung. Zu unserer Zeit. Mit unseren Mitteln.

Das ist der Unterschied zwischen den Vollstreckern und jenen, die bei jedem Kriegsruf springen wie Hunde, denen man einen Knochen wirft.

Aber da wir schon bei Fragen sind — gestattet mir eine Gegenfrage.

Ihr führt Krieg gegen die Heilige Inquisition. Gut. Eure Klingen treffen Weiße. Das erkenne ich an — ohne Spott, ohne Vorbehalt.

Aber am selben Abend, an dem Eure Verbündeten Weiße erschlagen, erschlagen sie auch uns. Am selben Abend, an dem Ihr Euch gegen die Inquisition stellt, stellt Ihr Euch auch gegen die Vollstrecker. Ihr führt keinen Krieg, Tanuri. Ihr führt zwei. Einen gegen die Feinde Ogrimars — und einen gegen seine Diener.

Welcher Feldherr spaltet seine Kraft, um gleichzeitig nach vorn und nach hinten zu schlagen? Welcher Gläubige kämpft gegen den Götzendiener und gegen den Bruder im selben Atemzug?

Und eines sollte selbst dem Einfältigsten einleuchten: Dass man den Feind nicht besiegt, indem man gleichzeitig die eigenen Reihen lichtet.

V. Über das, was in Tempeln geflüstert wird

Ihr scheint zu glauben, dass die Vollstrecker blind sind. Dass wir nicht hören, was in den Hallen des Einen gesprochen wird, wenn man glaubt, unter sich zu sein.

Dass man uns auf eine Stufe mit der Inquisition stellt — mit den Weißen, die uns vernichten wollen. Dass man unsere Ablehnung als Angst deutet. Dass man abwägt, ob man uns zur Vernunft rütteln sollte — als wären wir Kinder, die den Ernst der Lage nicht begreifen. Dass Eure sogenannte Inquisitorin — ein Mitglied Eurer eigenen Legion, Tanuri — im Tempel des Einen sitzt und uns als bedeutungslos abtut. Dass sie sagt, wir hätten außer großen Worten an der Stadtmauer nichts vorzuweisen und seien auf derselben Stufe wie die Heilige Inquisition.

Die Inquisitorin Ogrimars. Stellt die Vollstrecker auf eine Stufe mit den Weißen, die uns auslöschen wollen.

Lasst das auf Euch wirken.

Ich sage nicht, wer es gehört hat. Aber ich sage Euch, dass Tempel keine versiegelten Kammern sind. Dass Mauern Ohren haben. Und dass der Fels des Zorns ein langes Gedächtnis besitzt.

VI. Über die Vergangenheit

Wir kennen uns, Tanuri. Oder besser: Ihr kennt eine Version von mir, die nicht mehr existiert.

Vor vielen Jahren habt Ihr die Familie ál Ád angegriffen. Öffentlich, an denselben Mauern, mit demselben Muster — lange Pergamente, scharfe Zunge, verdrehte Tatsachen und die feste Überzeugung, dass Euch das Recht des Richters zusteht. Damals wie heute habt Ihr Euch als Hüterin des wahren Glaubens aufgespielt und jeden, der Euch widersprach, als blind oder unwürdig abgestempelt.

Ich habe die ál Áds damals verteidigt. Ich stehe heute noch zu jedem Wort. Die ál Áds waren treue Diener des Einen — und was Ihr damals an jenen Mauern betrieben habt, war kein Kampf um die Wahrheit. Es war dasselbe, was Ihr heute tut: Eine Familie, eine Gilde, eine Gemeinschaft öffentlich zersetzen, um Euch selbst größer wirken zu lassen.

Die ál Áds sind heute nicht mehr da. Nicht weil Ihr Recht hattet — sondern weil Menschen irgendwann müde werden, sich gegen endlose Pergamentkriege zu wehren, die von jemandem geführt werden, der nie aufhört, nie einlenkt und nie zugibt, dass die eigene Sicht nicht die einzig gültige ist.

Und jetzt seht Euch an. Dieselbe Tanuri. Dieselben Mauern. Dasselbe Muster. Nur der Name des Ziels hat sich geändert — von ál Ád zu Chryl.

Damals wart Ihr die Gerechte, die eine Familie zur Rechenschaft zog. Heute seid Ihr die Gerechte, die eine Gilde zur Rechenschaft zieht. Morgen wird es jemand anderes sein. Es ist nie genug. Es gibt immer einen nächsten Feind, der nicht fromm genug ist, nicht laut genug kämpft, nicht tief genug kniet.

Das ist kein Glaube, Tanuri. Das ist Gewohnheit.

Aber die Vollstrecker sind nicht die ál Áds. Wir werden nicht müde. Wir laufen nicht weg. Und wir lösen uns nicht auf, weil jemand lange genug Pergamente an Mauern heftet.

VII. Was bleibt

Ich werde Euch nicht ächten. Ich werde Euch nicht bedrohen. Ich werde nicht fordern, dass Ihr Euch entschuldigt — denn das wäre unter uns beiden.

Ich stelle nur fest.

Die Inquisition hat der gesamten schwarzen Gemeinde den Krieg erklärt. Die Vollstrecker haben diesen Krieg abgelehnt und keinen einzigen Bruder angegriffen. Die Legion hat den Krieg angenommen und im selben Atemzug eine schwarze Gilde öffentlich angegriffen. Eure Verbündeten haben unsere Leute in den Straßen erschlagen und zu Ketzern erklärt.

Das sind keine Meinungen. Das sind Tatsachen. Und jeder, der diese Mauern lesen kann, wird seine eigenen Schlüsse daraus ziehen.

Ihr fragt, was wir vollstrecken.

Vielleicht solltet Ihr Euch fragen, was Ihr beschützt.

Denn von hier aus sieht es so aus, als hättet Ihr heute Abend mehr für den Lichterträger getan als seine eigene Inquisition.

Eines noch, Tanuri. Es gibt Menschen in Euren Hallen, die einen aufrichtigeren Weg zum Einen gehen als Ihr mit all Euren Pergamenten je gegangen seid. Menschen, die ihren Glauben nicht brauchen, um andere kleiner zu machen. Ich hoffe für sie, dass der Schatten, den Ihr heute werft, nicht auf sie fällt. Sie haben ihn nicht verdient.

Hipo Chryl
Herr der Toten
Gildenlord der Dunklen Vollstrecker


Er legte die Feder nieder. Las das Geschriebene ein einziges Mal. Änderte nichts.

Dann faltete er das Pergament, drückte das Siegel des eisernen Handschuhs in das warme Wachs und übergab es einem Diener.


»An die Stadtmauer. Unter ihren Aushang, nicht darüber. Sie soll sehen, dass ich ihr antworte — nicht, dass ich sie zudecke.«

Unter der Inquisition. Über der Legion. Und dazwischen die Vollstrecker — genau dort, wo sie hingehören.

Er wandte sich wieder dem Fenster zu. Felsriff lag still unter ihm. Der violette Puls des Schlusssteins schlug gleichmäßig durch den Stein.

Er dachte an Tempel. An leise Gespräche. An eisblaue Augen und eine Stimme, die klüger war als die Hallen, in denen sie lebte. Er dachte daran, wie sie die Doktrinen abgemalt hatte, damals, mit kindlicher Hand, ohne lesen zu können — und wie sie heute im Tempel des Einen saß und die Schriften mit eigenen Augen las. Sie war gewachsen. Sie verdiente etwas Besseres als das, was ihre Mentorin heute auf dieser Mauer hinterlassen hatte.


Schade.

Er schüttelte den Gedanken ab. Ein kurzes Ausatmen. Dann nichts mehr.

Die Welt dreht sich weiter.
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═══════════════════════════════════════
◆ Herr der Toten ◆
Oberhaupt der Dunklen Vollstrecker und der Familie Chryl
═══════════════════════════════════════
»Wir bitten nicht. Wir nehmen.«
»Es lebe die Finsternis. Es herrsche das Chaos. Sanguis vincit — Chryl.«
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FaeLyn
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#7

Beitrag von FaeLyn »

Im Namen der Familie Vanth,
stehe wir hinter den Entscheidungen der Vollstrecker.

So werden wir die Schmieden anfeuern!

Sollte es zu einem Krieg
im Einbezug der Familie Chryl  & den Vollstreckern kommen!

*gezeichnet und gesiegelt*

Fae Lyn Vanth

Diplomatin des Matriarchats Vanth
✧ Ich wurde erwählt eine Vanth zu sein! Wer bist DU? ✧
✧ Mein Eid und meine Berufung, mit Stolz eine Dunkle Vollstreckerin ✧

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ఌ Una in flammis ardentibus ardeamus ఌ
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Satoru
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#8

Beitrag von Satoru »

*ein einzelnes Pergament ohne Anrede*

Es gibt Menschen, die viel schreiben, wenn sie wenig sagen wollen. Chryl ihr erwähnt uns und jedes Mal mit einer Sorgfalt in der Wortwahl, die mir zeigt, dass Ihr sehr genau überlegt habt, wie viel Platz Ihr uns gebt. Nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig. Gerade genug, damit es wie Beiläufigkeit wirkt.

Ihr schreibt, wir hätten Eure Leute in den Straßen niedergestreckt. Das ist richtig. Ihr schreibt, wir hätten sie zu Ketzern erklärt. Das ist Saridius’ Sache, nicht meine, aber ich werde ihn nicht zurückpfeifen für Worte, die er für richtig hielt. Wer auf unserer Seite kämpft, kämpft auf unserer Seite. Vollständig.
Was mich interessiert, ist der Satz danach. Der, den Ihr so formuliert habt, als wäre er eine Beobachtung,„die Vasallen überließt Ihr die Klingen.” Als wären wir Werkzeug. Als wäre jemand, der uns führt, und wir folgen nur. Ich merke, was Ihr dort gebaut habt. Es ist ordentlich gebaut. Trotzdem falsch.

Bis heute habe ich diese selbsternannten Vollstrecker nicht für würdig gehalten, meinen Blick zu füllen und das bleibt weiterhin. Wer nichts vollstreckt, vollstreckt nicht. Wer in Ratssälen sitzt und Pergamente schreibt, während andere kämpfen, ist belanglos und mit belanglosem beschäftige ich mich nicht.

Aber sollte noch einmal ein Pergament an diesen Mauern hängen, das mit geschwungenen Worten und sorgsam verborgenen Klingen in unsere Richtung zeigen, dann korrigiere ich diese Einschätzung. Nicht durch Tinte, sondern Blut.

*das Pergament riecht nach Rauch, keine Signatur nötig*
Aus Flammen geboren, durch Feuer geprüft, im Krieg unbezwingbar.


Im Kampf ums Überleben kann es keine Außenstehenden geben. Wer nicht an deiner Seite kämpft, ist ein Feind, den du vernichten mußt. Es sind nicht die Schrecken des Krieges die du fürchten solltest, fürchte die unsichtbaren Schrecken des Friedens. - Irek Ismaren - 16 -
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Adrian
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#9

Beitrag von Adrian »

Mit kühler Gelassenheit las er die Wortwechsel an den Mauern. Viel gab es nicht, was man dem noch anfügen musste. Zumindest nicht gegenüber der weißen Brut, Hierfür brauchte es keine Worte.

Allerdings das Schreiben von jenem, der sich Hipo-Da-Mei Chryl nannte, ließ ihn kopfschüttelnd zur Feder greifen.
Viele große Worte, selbst in den Gildenmauern, die jedoch in Bedeutungslosigkeit verhallen, wenn sie zum tragen kommen sollen. 
Kein Kunstgriff. Keine Weisheit. Nur schlichte Abwehr sowie verkappte Opferrhetorik. Dabei hatte er mehr erwartet. Bedauerlich. 

Denn eines ist unbestreitbar - Uneinigkeit schwächt. 
Gemeinschaft verlangt nicht blinden Gleichklang. Aber sie verlangt, dass man sich ihr stellt und zwar nicht nur dann, wenn es ins eigene Konzept passt.

Ein Konzept, das sich, wenn man den Worten des Vollstreckers aufmerksam folgte, bereits als ein recht durchschaubarer Schachzug abzeichnte. 

An Hipo Chryl,
Herr der Toten, Gildenlord der Dunklen Vollstrecker


Ihr lehnt den Krieg ab, den die Heilige Inquisition der gesamten schwarzen Gemeinde erklärt hat. Das steht Euch frei. Und doch frage ich mich, ob diese Entscheidung wirklich so losgelöst von den Konsequenzen betrachtet werden kann, wie Ihr es darstellt.

Worte wie Gemeinschaft, Stärke und Verantwortung entfalten ihren Wert nicht im richtigen Moment, sondern gerade dann, wenn dieser Moment unklar ist.

Oder sollte ich sagen, es ist leicht, den richtigen Zeitpunkt zu erkennen, wenn er bereits vergangen ist.

Ihr betont, dass Ihr selbst bestimmt, wann Ihr handelt. Eine Haltung, die, betrachtet man Eure eigene Chronik, einen interessanten Kontrast bildet.

Dort heißt es, man sterbe allein, aber überlebe gemeinsam.
Dass Stärke nicht in der Rüstung liege, sondern in dem, der neben einem steht.


Ich frage mich, wie diese beiden Bilder miteinander in Einklang zu bringen sind und wann Ihr entscheidet, Euch an die Seite der Gemeinde zu stellen.

Wer also hebt die Gräben innerhalb der dunklen Gemeinde aus?
Vielleicht liegt genau hier der Unterschied in der Betrachtung. Ein Schritt, den man zurücktritt, um das Spielfeld zu überblicken. 

Derjenige, der sich unter dem Kunstgriff von verweigerter Ebenbürtigkeit des Gegners nicht zu seinen Glaubensbrüdern steht oder derjenige, der diese Haltungsweise hinterfragt?

Ist es derjenige, der zur Geschlossenheit aufruft und mahnt, Worten Taten folgen zu lassen oder derjenige, der darüber entscheidet, wann diese Geschlossenheit angebracht ist?


Wie soll man Eure Reaktionen unter diesen Umständen einordnen?
Gerade im Hinblick darauf, dass ihr statt euren proklamierten Zusammenhalt zu repräsentieren, den Keil noch tiefer hineintreibt, indem ihr offen die führende Streitmacht der Vasallen zu Handlangern degradiert, und Eure alten persönlichen Animositäten über entschlossene Einigkeit stellt. 


Kein weiser Schachzug, sondern einer mit einem Beigeschmack, den Ihr mit jedem Schritt hinterlasst. Anstatt Euren eigenen Worten schlicht eine Bedeutung zu verleihen, zeigt Ihr mit dem Finger auf jeden, der Eure Entscheidung und Euren Status anzweifelt.

Keine Klärung, sondern Degradierung und Anschuldigung ohne Bestand mit denen Ihr der weißen Brut in die Hände spielt. Mutmaßungen in der Gegenwart und eine unverarbeitete Vergangenheit, deren dargelegte Fakten durch Euch verdreht wurden.
Ob aus Unwissenheit oder Kalkül, darüber will ich nicht urteilen, auch wenn Ihr gleichzeitig damit von Eurem eigenen Handeln ablenkt. 

Wer allerdings die Schriften kennt, wird sich an die deutlichen Worte Lothessas  und die resultierende Entscheidung der Gemeinde erinnern. 
Sprecht Ihr ihnen allen ab, dass sie Lüge und Wahrheit nicht zu erkennen wussten? 
Oder stellt Ihr einfach nur Eure Urteilsfähigkeit über die der höllischen Inquisitorin Lothessa ál Ád sowie die der dunklen Gemeinde?  


Ist es also Zurückhaltung oder Hybris?
Es entsteht der Eindruck, als würdet Ihr Euch weniger als Teil der Gemeinde verstehen, sondern als Instanz, die über ihr steht. 
Jemand, der sich das Recht herausnimmt, eigene Regeln aufzustellen und das Wort anderer zu delegitimieren, wenn die Politur der eigenen Ehre angekratzt wird. 


Ihr hebt hervor, dass die Vollstrecker kein Blut eines Glaubensbruders vergossen haben. Und das stimmt. 
Stattdessen verstecken sie sich hinter pathetischen Formulierungen über „Weisheit“ und „richtigen Zeitpunkt“.

Euer Zögern, an der Seite der Gemeinde zu kämpfen,
spricht jedoch Bände.


Eure offene Meinung zu den Vasallen und der Legion ergänzen den Rest.

Im Hinblick darauf bleibt letztlich nur eine Frage, die sich nicht durch Worte beantworten lässt. 

Wofür kämpfen die Vollstrecker wirklich?

 
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✟ Oberhaupt der Familie Al Saher ❖ Gemahl der PriesterinTanuri Al Saher
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Tanuri
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#10

Beitrag von Tanuri »


An den Gildenlord der Dunklen Vollstrecker,
Hipo Chryl, 

Beginnen wir ohne Umschweife damit, dass Ihr mir Euer Leid bezüglich der Handlungsweisen der Vasallen offenbart. Ich versuche bemüht, Euer Klagen über meine Verbündeten von der mich amüsierenden Seite zu sehen. 

Jeder von Ihnen ist ein eigenständiges Individuum, sie handeln nach ihrem eigenen Ermessen, nach ihren Prinzipien und aus eigenem Antrieb. Es brauchte nicht mich, um sie dazu zu bewegen, das Recht unseres Glaubens durchzusetzen, sondern es waren Eure Zeilen, die dies bewirkten. 

Ihr habt eine Entscheidung getroffen - eine, die gegen jedes Verständnis unseres Glaubens geht - und wollt die Konsequenzen, die sich daraus zurecht ergeben, nicht tragen, sondern versucht noch dazu, sie mir zur Last zu legen. Wenn Ihr eine Anklage gegen jene anstrebt, die ihre Überzeugungen und das, was Ogrimar in die Wiege legte, ohne Furcht und mit einer Unerbittlichkeit - die an anderer Stelle doch sehr zu wünschen übrig lässt - durchsetzen, wendet Euch an Inquisitorin der dunklen Gemeinde, Lorena Zar. Sie wird Euer Gesuch gewiss mit der gebührenden Aufmerksamkeit prüfen. 

Vergesst bei Euren Vorwürfen aber eines nicht: Ihr und Eure Gilde seid es, die sich davor scheuen, das Schwert, das Er uns in die Hände gab, für ihn in die Höhe zu recken und es gegen die Diener Artherks einzusetzen. Das ist es, warum Ihr und Eure Gilde von Ihnen nicht als Brüder betrachtet werdet und sie deshalb mit Waffe und Feuer richten. Und die Schuld daran trage nicht ich und auch nicht meine Worte, die ich Euch mahnend hinterließ, sondern nur Ihr allein, indem Ihr Euch gegen den Zusammenhalt der dunklen Gemeinde entschieden habt. 

Und weil wir über die Inquisition sprachen, noch eine weitere kleine Anmerkung bezüglich des Flüsterns und Lauschens der Eurigen im Tempel: Dass man nicht heimlich bei Gesprächen horcht, lernen bereits Kinder. Anstatt Euch bei mir über die Inquisitorin zu echauffieren, stünde es Euch besser an, sie direkt und unmittelbar zu konfrontieren. 

Scheint es Euch schließlich ein Bedürfnis zu sein, Euch und Eure Gilde vor Ihr zu verteidigen. Stattdessen kommt Ihr zu mir - wie auch bei der Thematik um meinen Bündnispartner -  um sie, meine Tochter würde es "zu verpetzen" nennen. Ein wahrlich erwachsenes Gebaren. 

Auf der einen Seite lebt Eure Gilde in einer Vergangenheit, hängt fest an alten Taten, die Ihr irgendwann vollbracht habt. Wohl auch in der Hoffnung darauf, diese erneut zu erleben. Auf der anderen wiederum passt es Euch nicht, wenn wir, jene Gilden, die seit Jahren hier sind und die Welt mit Leben, Erlebnissen und dem Glauben füllen, gerade letzteres strikt durchsetzen. 

Es sei der Richtigkeithalber gesagt, dass es mir ganz gewiss nicht daran ist, Euch dabei zuzusehen, wie ein jeder Eurer Vollstrecker das Wappen niederlegt und über das weite Meer davonsegelt. Der dunkle Lord hätte davon sehr wenig, wenn seine Gemeinde sich schmälert und würdet Ihr mich wirklich kennen, so wüsstet Ihr, dass ich stets nur für ihn und die Erfüllung seiner Glaubensgrundsätze einstehe. Damals wie auch heute. 

Und da wir nun bei dem damals sind, aus dem Ihr Eure Worte schöpft, möchte ich doch gerne an jenes Schreiben erinnern, das auch mein Mann bereits erwähnte. Wie es mit der Treue derer stand, die den Familiennamen trugen, überlasse ich, wenn Ihr Euch nochmals das Schreiben von damals ins Gedächtnis ruft, Eurer eigenen Einschätzung. 

Nach meinem Verständnis, sind wir vor Gott alle gleich. Gleich unseren Verfehlungen, gleich unseren Taten, gleich den Beweisen unserer Treue. Oder etwa nicht? Muss ich Personen, nur weil sie einen Familiennamen oder ein Wappen tragen, anders behandeln und darüber hinwegsehen, wenn sie für ihr eigenes Wohl gegen die Gebote Ogrimars handeln? Das Einzige was Ihr in diesem Abschnitt könnt, ist, aufgrund Eurer emotionalen Bindung an diese nicht mehr existente Familie mich von weit oben herab zu betrachten und Euch und jene ganz weit außen vor zu lassen in Eurer Kritik. 

Trotzdem schafft Ihr es nicht, ein konkretes Argument das gegen mein damaliges Handeln und mich spricht zu liefern. Stattdessen verliert Ihr Euch in den alten Geschichten zu Leuten, die sich versteckten und verschwanden.

Dass sie untergegangen sind, weil sie „müde wurden“, beweist nur eines: Meine Methode – die kompromisslose Einforderung von Wahrheit, Treue, Bekundung zum einzigen Glauben und Stärke – funktioniert. Wer daran ermüdet, war für den Dienst an Ogrimar ohnehin nie geschaffen.


Da wir aber über Familien und Gemeinden sprechen, die ich in Euren Augen auseinander treibe, müsst Ihr für alle, die diesen Austausch verfolgen auch die Familie Chakai miteinbeziehen. Auch gegen jene führte meine Gilde gemeinsam mit den Vasallen einen Krieg. Doch diese Familie besaß die Stärke zu bleiben, sich zu stellen, zu erkennen und an den Geschehnissen zu wachsen. Wir reichten uns die Hand und schlossen Freundschaft. 
Bin also wirklich ich es, die eine Gemeinde zersetzt, um selbst größer zu wirken?

Ich klage an, das stimmt, aber nicht, weil Gilden oder Anhänger des Glaubens zu wenig beten oder die Doktrin nicht exakt wiedergeben können. Ich klage an, wenn die Grenzen unserer Gebote übertreten werden. Ich bin keine verweichlichte Priesterin, die dem Verfall ihrer Gemeinde mit einem milden Lächeln zusieht und es duldet, wenn die Grundsätze, nach denen wir leben, zum eigenen Vorteil ins Maßlose ausgedehnt werden.

Oder gilt etwa für bestimmte Namen ein: Wir sind gleicher als gleich?

Es ist deshalb kein Muster, nach welchem ich handle, es ist eine Beständigkeit, die anscheinend heute nicht mehr jeder so sein Eigen nennen kann und sich lieber windet, wenn es einen selbst betrifft. 


Wie oft hörte ich unter vorgehaltener Hand und hinter den verschlossenen Türen der Familien und Gilden, dass nichts mehr ist wie damals, die Bewohner Altheas waren besser, die Kirchen waren besser, die Priester waren besser, waren gläubiger. Wo ist er nur hin, der Wille, den Glauben mit aller Härte, aller Radikalität durchzusetzen? 

Nun, ich persönlich - selbstverständlich lasse ich mich in meiner eigenen Einschätzung aber gerne von Euch korrigieren und mir aufzeigen, auf welche Weise man den Glauben besser und den Geboten konformer auslebt - sehe es so, dass wir genau dies tun. 

Oder muss auch hier wieder gelten, dass das Maß nur für bestimmte Personengruppen gilt, während andere Narrenfreiheit besitzen sollen und die Messlatte dessen, wie man zu handeln hat, je nach Bedürfnis, Name und Gilde neu justiert wird? Gleich ob es darum geht, sich einem Krieg gegen den Feind zu entziehen oder wie es einige vor Euch schon taten sich mit dem weißen Abschaum einzulassen, damit man von einem beschmutzten Segen und Heilung profitieren kann, wahrscheinlich unter dem altbekannten Deckmantel des "wir benutzen sie nur"? 

Ogrimar beobachtet seine Diener genau, immer und überall. Und ich denke nicht, dass er zwischen Namen, Gildenwappen und Familien unterscheidet und so tue ich dies auch nicht. Ihr etwa schon? Wenn ja, kennt Ihr nun die Antwort auf die Frage, wer sich selbst größer wirken lassen möchte. 

Überraschend passend ist es da, wenn Ihr schreibt: "Wir vollstrecken, wenn wir es für richtig halten. Nach unserer Einschätzung. Zu unserer Zeit. Mit unseren Mitteln." Und da kritisiert Ihr mich tatsächlich, ich würde mich als Richterin aufspielen? 

Ich zitiere erneut: Nach unserer Einschätzung. Zu unserer Zeit. Mit unseren Mitteln. 

Ich hoffe, Ihr seht selbst, wer sich zu einem Richter erhebt. Denn nach Euren Worten seid nur Ihr und Eure Gilde es, die anscheinend die Entscheidungsgewalt darüber hält, was richtig ist. Die Spaltung, von der Ihr sprecht und die Ihr ebenfalls mir vorwerft, vollführt Ihr gerade selbst und bleibt dabei in noch dazu in einer herrlich bequemen Unverbindlichkeit. Brüder und Schwestern im Glauben sind jene, die den einzig Wahren zu jeder Zeit gegen das Weißblut verteidigen - vor allem dann, wenn diese auf diese Art versuchen aufzubegehren und die schwarze Gemeinde bedrohen -  und nicht erst dann, wenn ihnen der eigene Sinn danach steht. 


Aber wie mir scheint gilt Folgendes für Euch:
Ihr wollt Zusammenhalt - aber nur wenn Ihr bestimmt wann und wie. 
Ihr wollt Leben nach dem Glauben - aber nur nach Eurem eigenen! 

Lasst mich abschließend Eure Frage danach beantworten, was ich beschütze. Ich beschütze die Reinheit des Glaubens und all jene, die diesem Glauben mit Überzeugung folgen. 
Jene Menschen in meinen Hallen, die Ihr so durchschaubar gegen mich aufzuhetzen versucht, wissen dies genau. Sie stehen seit dem ersten Tag neben mir, dicht an meiner Seite. Wenn Euch das in den kommenden Jahren auch gelingt, dann Hipo Chryl, habt Ihr mich vielleicht sogar doch noch beeindruckt. 

Gezeichnet, 
Tanuri Al Saher



Sie legte die Feder beiseite, lehnte sich in ihrem großen, dunkelgrünen Sessel zurück und strich sich mit ihren kühlen Händen über ihre müden Augen. Die Zeit war voran geschritten, die Dinge hatten sich aber nicht verändert. Noch immer waren es dieselben, ermüdenden Phrasen und dieselben kläglichen Versuche einer Selbstdarstellung, die in so eklatantem Widerspruch zu dem stand, was bisher tatsächlich an Taten vollbracht wurde oder was gerade jetzt so perfekt vollbracht hätte werden können.

Es war fast schon bedauerlich. Einst war der Krieg gegen das weiße Pack das schmiedende Feuer gewesen, das die schwarze Gemeinde zu einer unbezwingbaren Einheit formte. Doch diese Einigkeit schien nur noch in Geschichten zu existieren, die in der Gegenwart kaum mehr Bestand hatten.


Mit einer geschmeidigen Bewegung erhob sie sich, nahm die Pergamente an sich und verließ ihr Arbeitszimmer. Vor der Türe wartete bereits ihr Schatten, der immer wusste, wann er bei ihr zu sein hatte. Wortlos übergab sie ihm ihr Schriftwerk, von dem es bestimmt hieß, dass es wiedermal ein viel zu langer Erguss wäre. Sie sah die belächelnden Blicke und das Augenrollen jener, die Tiefe mit Weitschweifigkeit verwechselten, bereits vor ihrem inneren Auge. Ein müßiges Gebaren und die Kommentare die entweder im Verborgenen oder ganz offen folgen würden, waren so vorhersehbar wie bedeutungslos.

Der Schatten nickte ihr zu, verschwand in der Dunkelheit, noch bevor sie sich auf den Weg machte, hinunter in den Hof, wo Sandro mit den Soldaten gemeinsam am Schwert und Schild übte. Wenigstens sie hatten Gelegenheit, sich den wirklich wichtigen Dingen zu widmen: Sich für den Krieg gegen jene zu wappnen, die sich dem jämmerlichen Versuch hingeben, die dunkle Majestät zu schwächen. 






 

Ja, mein Herr und Meister, ich bin Deine Dienerin!
Lege Deine Finger auf meine Lippen und berühre mit Deiner Hand meine Zunge
auf dass ich Deinen Willen und Dein Wort verkünde!


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~~ Priesterin der dunklen Kirche und Mentorin ihrer Adeptin Freya ~~ 

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Sandro McCoy
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#11

Beitrag von Sandro McCoy »

*Gemächlich streifte er durch die Hallen der Legion, wie immer beim erledigen des Tageswerks* *Als er am Kamienzimmer vorbeiging, erblickte er Tanuri, Geistiges Oberhaupt der Gemeinde und Führerin der Legion, sichtlich im Gedanken vertieft und mit etwas beschäftigt* *Gemütlich setze er sich neben sie und sprach mit ihr* 

{Na Chefin was beschäftigt euch denn heute so sehr}

*Daraufhin erklärte sie ihm was es neues gab und was sich gerade so zuträgt, wohl wissend das er sehr selten bis nie das gewäsch der Mauer verfolgt*

{Danke Chefin ich hab wie immer verstanden} 

*Mit einem leichten Schmunzeln zog er wieder von dannen*
*In seinem Stübchen angekommen, legte er sich seine Silberne Rüstung an und holte die geschärfte Axt aus dem Waffenregal*
*Gemütlich zog er zur Mauer, war es seine liebste Beschäftigung, sicherlich nicht, doch wollte er auf ebenbürtige feinde warten? Nein, natürlich nicht, das würde für ihn viele weiter tage der Langeweile bedeuten*


                             
Werte Bürger  
Wie mir zu Ohren kam, fordert uns die Weiße Brut heraus.
Ich möchte nicht allzu viele Worte verschwenden
und lieber meine Axt sprechen lassen,
von daher trete ich dem Krieg bei,
für die einzig wahre Inquisition und Legion der Schatten 

 
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#12

Beitrag von Havardur »

Havardur hatte die letzten beiden Schreiben gelesen und weder das von Tanuri noch das der Person die wie es scheint es vorzieht ihren Namen nicht zu nennen beeindruckten ihn. Auch die anderen verfassten und zu Tränen rührenden Geschichten zeigen nur wie richtig die Entscheidung von Hipo war.
Er las sie alle nicht hastig. Nicht mit dem Zorn eines Mannes, der sich getroffen fühlte. Eher mit jener kalten Ruhe, die einsetzt, wenn jemand so überzeugt von sich selbst spricht, dass er die Risse in den eigenen Worten nicht einmal mehr bemerkt.
Dann nahm er die Feder zur Hand.


An jene, die so eifrig über Hipo Chryl urteilen, als hätten sie selbst mit Ogrimar gesprochen und seien eigens mit seinem Willen im Mund zurückgekehrt.
Es ist immer wieder erstaunlich, mit welcher Sicherheit manche von richtigem und falschem Handeln sprechen, als hätten sie des Nachts Audienz beim einzig Wahren, als hätte Ogrimar selbst sie beiseite genommen, ihnen die Hand auf die Stirn gelegt und ihnen fein säuberlich erklärt, wann ein Krieg anzunehmen, wann ein Schritt zu setzen und wann ein Bruder zum Feind zu erklären sei.
Wenn dem so ist, dann möge man doch berichten, wo diese Gespräche stattgefunden haben. In welchem Tempel. Auf welchem Gipfel. In welcher Stunde.
Und warum ausgerechnet jene, die am lautesten davon reden, noch immer nichts vorzuweisen haben außer Pergamenten, Selbstgefälligkeit und einem Hunger danach, sich über andere zu erheben.

Ihr redet von Gemeinschaft, als sei sie ein Knüppel, mit dem man jedem den Schädel einschlagen darf, der nicht augenblicklich in euer Gebrüll einfällt.
Ihr redet von Geschlossenheit, während einer von euch Hipo vorwirft, er stünde nicht zur Gemeinde, und die andere in langen Windungen erklärt, wer Bruder sei und wer nicht, nur weil er nicht nach ihrer Pfeife springt.
Das ist keine Einigkeit. Das ist Eitelkeit in frommer Maske.
Besonders unerquicklich ist dabei die Behauptung, Hipo habe Gräben gezogen, während ihr selbst nichts anderes tut, als mit beiden Armen darin zu wühlen.
Erst wird ihm vorgeworfen, den Krieg nicht nach eurem Geschmack angenommen zu haben, dann wird ihm aus genau diesem Grund abgesprochen, Teil der Gemeinde zu sein, und am Ende soll er auch noch Schuld daran tragen, wenn andere Schwarze meinen, gegen Schwarze die Klinge zu heben.
Das ist bequem. Fast schon bewundernswert bequem. Man handelt selbst, aber die Verantwortung soll doch bitte beim anderen liegen.

Und Tanuri — wenn Ihr davon sprecht, Hipo erhebe sich zum Richter, dann zitiert Ihr ihn, nur um im selben Atemzug jedes Maß, jede Treue und jeden Glauben nach Eurem eigenen Urteil abzuwiegen.
Wer hier also richtet, sortiert und sich anmaßt, über Reinheit und Verfehlung zu befinden, sollte besser nicht so tun, als stünde er unschuldig daneben.
Ihr nennt es Beständigkeit. Von außen sieht es eher aus wie die alte Gewohnheit, jedes Mal denselben Finger zu heben und ihn für einen göttlichen Maßstab zu halten.
Noch amüsanter ist die Empörung darüber, dass man Worte aus Tempeln vernommen habe.
Als wäre nicht seit jeher bekannt, dass Mauern Ohren haben, dass Zungen locker werden, sobald Menschen glauben, unter sich zu sein, und dass gerade jene, die am meisten von Wahrheit sprechen, es am wenigsten ertragen, wenn ihre eigenen Worte sie wieder einholen.

Nein. Hipo hat weder gezögert noch sich gedrückt. Er hat nur etwas getan, was manche von euch offenbar verlernt haben: gedacht, bevor er den Mund aufriss.
Dass euch das wie Schwäche erscheinen mag, sagt mehr über euren Hunger nach Lärm aus als über ihn.

Wer also wirklich wissen will, wofür die Vollstrecker stehen, der sollte weniger Pergamente zählen und mehr darauf achten, wer auch dann noch Haltung wahrt, wenn ringsum schon die ersten anfangen, sich im eigenen Speichel zu spiegeln.



Havardur unterzeichnet sein Pergament mit flinker Feder
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⚜Aus der Essenz eines Kriegers wurde er erschaffen.
⚜Durch die Hand Ogrimar´s wurde er wiedergeboren⚜
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Arijan
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#13

Beitrag von Arijan »

Seine Finger strichen über die Pergamente und auf sein unter der Kapuze verstecktes Gesicht zeigte sich ein zufriedener Ausdruck. Er las die Namen, überflog nur das Wichtigste. Nicht alle hatten geantwortet. Aber immer noch genug. Der Streit zwischen den Dunklen interessierte ihn dabei erstmal herzlich wenig. Sollten sie sich gegenseitig an die Gurgel gehen oder in Einigkeit beieinander sitzen. Es ändert rein gar nichts an den Vorhaben und Zielen der Heiligen Inquisition. 

Man sah ihm den Stolz nahezu an, der ihn überkam, als er mit seiner Zunge über seine Lippe fuhr. Er schmeckte noch das Blut vom letzten Kampf, als Dartodo und er sich zwei dieser Vasallen stellten. Der Geschmack erinnerte ihn an seine Jahre in Madrigans Haus. Dort war immer Blut gewesen, viel Blut. Manchmal seins, manchmal das von anderen. Leise kicherte er und unter dem tiefen Schatten seiner Kapuze weiteten sich seine Augen, die den unnatürlichen Glanz von jemandem besaßen, der zu lange in die absolute Dunkelheit gestarrt hatte.

Er erinnerte sich an die Ketten, die so eng an seinen Handgelenken gelegen hatten, dass die Haut darunter schwarz geworden war. Ein Mahnmal, das er ganz besonders schätzte. In dem Haus hatten sie versucht, den „Irrsinn“ aus ihm herauszubrennen, doch sie hatten nur das Feuer geschürt, das nun Althea verzehren würde.

Arijan trat einen Schritt zurück und betrachtete nochmal die Mauer, an der die hochmütigen Worte der Schwarzen hangen.

Sein Lächeln wurde breiter, verzerrter. Die dunkle Gemeinde stritt um Stolz, um Namen, um alte Familienbande. Wie kurzsichtig. 

„Komm." Murmelte er, obwohl niemand außer ihm dort stand. „Wir haben noch viel Feuer zu verteilen. Und die Angst... oh, die Angst vor einer wahren Inquisition hat gerade erst begonnen, ihre Wurzeln zu schlagen.“

Mit einem letzten, zittrigen Lachen verschwand er in den aufkommenden Nebel der Gasse, in Richtung des Heims der Inquisition, um den Hohen Rat wie auch die anderen über diese erquicklichen Pergamente zu informieren. 

 
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wird gefunden
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Lorena
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#14

Beitrag von Lorena »

Seit Tagen brodelte die Gerüchteküche, es gab viele Spekulationen, Mutmaßungen und abstruse Behauptungen. Doch ob wirklich alles so war, wie es
von eifrigen Klatschbasen durch die Gossen getragen wurde, musste jeder für sich selbst beurteilen. Eventuell glaubte auch jemand unentdeckt
geblieben zu sein, der längst nicht so unauffällig war, wie er sich selbst einredete. War es nun also klug, mit Wortphrasen, die vielleicht vollkommen
bewusst gewählt wurden, hausieren zu gehen oder tat jener vermeidliche Spion einfach nur das, was man von ihm erwartete?
Tja, Möglichkeiten gab es wohl viele.


Es hätte durchaus auch die Option bestanden seinen Unmut über das Gehörte offen kundzutun, doch wäre dies wohl weniger effekthaschend und
skandalös gewesen. Eigentlich hätte sie dem Geflüster hinter vorgehaltener Hand auch weiterhin keinerlei Beachtung geschenkt, wenn nicht jemand
an sie herangetreten wäre, der sich über die Entwicklung innerhalb der Gemeinde sorgte.


Die schwarzen Gilden lebten schon seit Jahrzehnten das Chaos. Einige agierten eher zurückgezogen im Verborgenen, andere lebten ihren Glauben
offener aus und vertraten ihre Ansichten resoluter und waren auch bereit diese bis aufs Blut zu verteidigen. Nicht selten kam es auch hier und dort
mal zu Zerwürfnissen und Meinungsverschiedenheiten. Die Frage war immer nur, wie man damit umging und aus welcher Perspektive man die
Geschehnisse betrachtete.


In den frühen Morgenstunden beschloss sie nun also in ihrer Funktion als Inquisitorin, sich selbst ein Bild von dem regen Schriftverkehr an den
Stadtmauern zu machen. Allerdings genügte ihr ein flüchtiger Blick an die Wand, welche mit wirren Thesen, Freundschaftsgesuchen und allerlei
Firlefanz gepflastert war, um zu beschließen, dass sie keine Ambitionen hatte, alle Dokumente auf Relevanz zu prüfen. Stattdessen machte sie sich
auf den Weg zum Stadtschreiber, um dort einen Burschen im Austausch für ein paar Goldstücke zu beauftragen, diese undankbare Aufgabe für sie
zu übernehmen.


Damit sie ihre Zeit nicht unnötig mit warten verschwendete, stöberte sie in der Zwischenzeit ein wenig in den Gildenaufzeichnungen des
Schreiberlings, um zu sehen, ob es hier einige nützliche Informationen gab, die ihr mehr Aufschluss über jene Gilden gab, die nun scheinbar um
Ansehen und Ebenbürtigkeit buhlten. Als sie las, wer sich alles den Fraktionen angeschlossen hatte, kam sie nicht drumherum ein wenig amüsiert zu
schmunzeln. „Wer hätte es gedacht.“ Einige Namen waren keine unbekannten und gaben ihr schon eine ungefähre Ahnung, was sie innerhalb der
nächsten Wochen erwarten durften. „Sage mir, mit wem du verkehrst, und ich sage dir, wer du bist.“


Ihre Worte waren für niemanden bestimmten gedacht, doch irgendwer, da war sie sich sicher, hörte sie gewiss und wenn es nur der Stadtschreiber
war. Irgendwann nachdem sie schon einige Zeit in den Aufzeichnungen gelesen hatte, kam auch der Bursche zurück und übergab ihr ein weiteres
Pamphlet an Papyrus, welches sie ebenfalls aufmerksam las.


Je eindringlicher sie die Dokumente studierte und auch andere Abschriften der Kirche nicht außen vor lies, umso mehr zeichnete sich ihr ein doch
recht skurriles Bild über die sogenannten Vollstrecker ab, während dagegen die Ansammlung von Schmutzgeiern des weißen Götzen einfach nur
belanglos und irrelevant erschien. Ein Mob, den man vom Erdboden tilgen sollte, bevor er aus seinem Baumwollgewand hinauswuchs.
Eine Verweigerung aufgrund fehlender Ebenbürtigkeit war nicht akzeptabel.


Auch wenn es eine Aussage war, die sie sich womöglich merken sollte. Welches Motiv steckte dahinter, Verhalten hatte Gründe und die vorgebrachten
Argumente erschienen nicht schlüssig. Aufgetaucht waren beide Fraktionen aus dem Nichts, beide mit unerwartet viel Gefolge, propagierten
gleichermaßen diskret ihre Parolen. Gab es vielleicht noch mehr Gemeinsamkeiten oder gar Schnittstellen? Sie konnte tatsächlich derzeit keinen großen
Unterschied zwischen beiden Gilden feststellen, so wie sie es neulich auch schon gegenüber einem Glaubensbruder kundgetan hatte.


Noch einmal ging sie die Einträge im lichten Gildenregister durch. Auch diese Gilde beherbergte Namen, die an anderer Stelle nicht glänzen oder sollte
sie sagen im rechten Licht erstrahlen konnten? War dies vielleicht eine Art Verschwörung oder gar die Vorarbeit auf einen Komplott aus dem Hinterhalt?
Viele der Dokumente, die sie am heutigen Tag gelesen hatte, waren gespickt mit Groll aus der Vergangenheit. Frust und Unzufriedenheit verklärten
oftmals den Geist. Jemand der sich nicht in die Gemeinschaft einbringen konnte, getrieben von Rachsucht und dem Drang nach Vergeltung für das
vermeidliche Unrecht, welches man ihm zugefügt hatte, war empfänglicher für manipulative Zungen.


Viele der Vollstrecker waren in den letzten Tagen auch des Öfteren in den lichten Tempeln gesichtet wurden. Sicher dies konnten alles nur Zufälle sein,
doch was, wenn nicht? Was wenn diese heimtückischen Ratten der Heiligen Inquisition -was ein lächerlicher Name im Übrigen- den vergifteten Nährboden
der dunklen Vollstrecker benutzten, um von sich selbst abzulenken? Es musste ihnen von vorneherein klar gewesen sein, dass eine Ablehnung des Krieges
einer schwarzen Gilde dafür sorgen würde, dass diese somit in den Fokus der anderen dunklen Gilden rücken würden. War dies nun ein zugegeben kluger
Schachzug oder traute sie ihnen damit zu viel Kalkül zu?


Dies galt es nun zu untersuchen. Immerhin wäre es ein einschneidender Vorwurf den Vollstreckern zu unterstellen, dass sie mit der Heilige Inquisition
oder anderen weißen Gesindel unter einer Decke steckten. Es war das eine, wenn sie in Verbindung mit Geächteten standen, welche einen mehr als
fraglichen Ruf genossen, doch alles andere wäre im wahrsten Sinne des Wortes Ketzerei, die sie ebenfalls zu Aussätzigen und gejagten innerhalb der
schwarzen Reihen degradieren würde.



 

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Havardur
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#15

Beitrag von Havardur »

* Havardur ist bekannt dafür das er Augen und Ohren überall dort hat wo andere nur Blind vorbeilaufen.
Er hinterfragt viel von dem was er hörte  bevor er sich aus dem Fenster lehnt unter dem so manch übler Abgrund liegt doch, so scheint es,
können einige nicht davon lassen auf einem schmalen Grad zu wandeln er verfasst einen Persönlichen Brief an die Inquisitoren Lorena Zar und lässt ihr diesen mit einem seiner Raben zukommen.*


An Lorena Zar,
ich höre aus verschiedenen Mäulern, Ihr prüft.
Endlich tut das jemand.
Dann prüft sauber und wühlt nicht wie ein halbverhungerter Hund im erstbesten Aas, das man Euch vor die Füße wirft.
Zu viele in dieser Gemeinde haben in den letzten Tagen bewiesen, wie rasch sie bereit sind, den eigenen Bruder zum Ketzer zu erklären, solange sie dabei nur laut genug ihren Glauben vor sich hertragen können wie eine stinkende Fahne. Die Vollstrecker haben den Weißen den Rang verweigert. Mehr nicht. Kein Dolch gegen Ogrimar. Kein Pakt mit dem Licht. Kein Kniefall vor Artherk. Nur die schlichte Weigerung, aus einem Haufen geifernder Narren plötzlich eine Macht zu machen, bloß weil sie es selbst auf Pergament geschrieben haben.
Dass andere daraus sofort Gift rühren wollten, sollte selbst Euch auffallen.
Eine Gemeinde spaltet sich nicht, weil einer den Mund hält. Sie spaltet sich, weil andere nicht anders können, als bei der ersten Gelegenheit ihre Krallen in schwarzes Fleisch zu schlagen und es dann noch Reinheit zu nennen.
Wenn Ihr also wirklich sucht, dann sucht dort, wo aus der Kriegserklärung weißer Würmer mit auffälliger Freude ein Werkzeug gegen Schwarze gemacht wurde. Sucht dort, wo der Hass nicht gegen Artherks Dreck gerichtet wurde, sondern mit beinahe lüsterner Hast gegen jene, die man leichter an den Pranger stellen konnte.
Nicht jeder, der laut von Glauben spricht, ist seinem Gott nah. Manche schmecken nur zu gern das Blut der eigenen Reihen und reden sich dabei ein, es sei Frömmigkeit.
Denkt daran, bevor Ihr einer Spur folgt, die vielleicht nur deshalb so deutlich ist, weil jemand wollte, dass Ihr sie seht.

Havardur vAmon
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*es gab nichts weiter hinzuzufügen und er unterzeichnete mit flinker Feder und Tinte aus Blut*
 
Zuletzt geändert von Havardur am Do 2. Apr 2026, 17:47, insgesamt 2-mal geändert.
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⚜Aus der Essenz eines Kriegers wurde er erschaffen.
⚜Durch die Hand Ogrimar´s wurde er wiedergeboren⚜
Ninian Chakai
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#16

Beitrag von Ninian Chakai »

*zog wirklich ein Sturm auf oder waren es nur die Vorläufe eines Unwetters ?
Stimmen wurden laut, wo sonst Stille herrschte.
Doch manches mal brauchte es nicht viele Worte um eine Entscheidung zu treffen.
Sie würden natürlich ganz im Sinne seiner Lordschaft, Seite an Seite ihrer Glaubensbrüder & Schwestern stehen.
Energetisch und voller neuer Kraft, Dank bester Hoffnungen, aber gleichzeitig sich aus 
allem zwischenmenschlichem heraushalten*

Die Familie Chakai nimmt diesen Krieg, im einzig wahren Glauben, an.

Gez.: Ninian Chakai
Oberhaupt und Gildenleitung der Garde der Finsternis


OOC- ON: Die Garde der Finsternis nimmt den Krieg an  OOC-OFF.
Ehemann & Charmeur der Caidith Chakai.
Oberhaupt und Gildenleitung.
 
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Eine Narzisstin wird niemals die Wahrheit über ihre Taten zugeben, stattdessen wird sie Geschichten erzählen,
in der sie entweder als Heldin oder Opfer dargestellt wird, niemals aber als Täterin.
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Satoru
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#17

Beitrag von Satoru »

Satoru ließ den Blick über die Pergamente gleiten, um zu schauen wer sich dem Krieg angeschlossen hatte. Seine Miene blieb unbewegt, nur die Augen verengten sich einen Moment lang. Sein Blick blieb auf einem Namen stehen. Garde der Finsternis. Er hielt inne. Die Stille um ihn wirkte plötzlich einen Atemzug länger. Langsam lehnte er sich zurück, ließ das Pergament sinken und starrte kurz ins Nichts, als hätte dieser eine Name etwas in ihm verschoben. Ein leises Ausatmen. Fast so etwas wie ein Lächeln, das er nicht zuließ, aber auch nicht ganz verbarg. Er neigte den Kopf leicht zur Seite, anerkennend.

Die dunklen Gilden hatten sich geschlossen versammelt, bis auf eine.

Es brauchte keine Worte. Wer fehlte, hatte sich selbst gerichtet.
Aus Flammen geboren, durch Feuer geprüft, im Krieg unbezwingbar.


Im Kampf ums Überleben kann es keine Außenstehenden geben. Wer nicht an deiner Seite kämpft, ist ein Feind, den du vernichten mußt. Es sind nicht die Schrecken des Krieges die du fürchten solltest, fürchte die unsichtbaren Schrecken des Friedens. - Irek Ismaren - 16 -
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Etoh
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#18

Beitrag von Etoh »

Einen ganzen Abend beraten die Priester Artherks, Etoh und Sajin, darüber wie mit der Situation, welche die Heilige Inquisition geschaffen hatte, umgehen sollten. Mit dem öffentlichen Aushang ihrer Proklamation zur Gildengründung, in welcher sie sich von der Kirche und dem Klerus distanzieren, legten sie öffentlich dar dass ihr Zusammenschluss ohne den Segen der Kirche zu Felde zieht. Gar Untätigkeit und Trägheit wurde dem Klerus vorgeworfen. Eine Anklage aus der Feder von Personen welche ohne Rang und Namen aus dem Nichts hervortaten. Namen welche niemals zu vor gehört oder gesehen wurden. Aber auch Namen welche eine weniger rühmliche Geschichte mit der Lichten Gemeinde und gar dem Klerus selbst verbindet. Auch muss man sich überlegen wie damit umzugehen sein dass sich in dieser Reihe nun dem Klerus bekannte Personen befinden, welche lauthals für den Ruhm, den Glanz und Gloria und der Herrlichkeit Artherks streiten und schreien, selbst aber ohne den Segen ihres Gottes geweiht durch einen Priester in den stand der Ehe eingegangen sind. Vielleicht wurde diese Ehe auch durch einen nicht weiter bekannten Priester in Vas Legas vollzogen. Darüber wollten die Priester sich jedoch nicht weiter den Kopf zerbrechen. Allein dieser Tatsache aufgesessen verwunderte es weder Etoh noch seinem Mentor Sajin dass jene Gruppierung glaubt ohne den Segen der Kirche agieren zu müssen.
 
Eine Inquisition jedoch kann es ohne eine dazugehörige Kirche nicht geben.
Sie würden sich ob dieser Frevel echauffieren können und womöglich den Fußspuren der dunklen Gemeinde folgen und sich gegen jede Handlung aussprechen, oder sich auf die Basis des gemeinsamen Glaubens stützen und mit ihren Mitteln unterstützen.
Der gemeinsame Glaube an Artherk sollte den Priestern ausreichen um über die voreilig getroffenen Worte der sich selbst ernannten 'Heiligen Inquisition' hinweg zu sehen, Aus diesem Anlass verfasst der jüngere der beiden Priester folgende Bekanntgabe.

 
Im Namen unseres heiligen Vater Artherk
erlässt der Klerus seiner Heiligkeit
folgendes verlauten:

 
In Anbetracht der Tatsache,
trotz dessen dass die
Gruppierung Heilige Inquisition
sich vom Klerus der amtierenden Kirche
Artherks los gelöst spricht,
vertreten wir den selben Glauben
an unseren Heilligen Vater Artherk.
 
Dies allein reicht dem Klerus aus
die Handlungen und Vorgehensweise
der Heiligen Inquisition zu legitimieren.
 
Dennoch spricht sich der Klerus
gegen jedes aktive Vorgehen aus der
Reihe der Lichten Gemeinde aus.
Jedem Mitglied der lichten Gemeinde
steht es frei sich nach eigenen Ermessen
in diesem ausgerufenen Krieg einzubringen.
Im allgemeinen ist jeder Anhänger
der Lichten Gemeinde und auch jeder
andere Folger Artherks dazu angehalten,
sich nicht selbst in Gefahr zu bringen.
 
Sollte sich jedoch ein Glaubensbruder
oder eine Glaubensschwester in einer
für sich prikären Situation befinden,
sei ein jeder Gläubiger dazu verpflichtet
seinem Glaubensbruder, fern jeglicher
persönlicher Empfinden ihm oder ihr
gegenüber, beizustehen.
 
Auf dem Feld haben persönliche
Differenzen, der Verteidigung
des gemeinsamen Glaubens und
der Mehrung der Macht unseres
Gottes Artherk,
hinten an zu stehen.
 
Artherk segne all jene die
in seinem Namen für das Licht,
das Leben und eine friedliche
Zukunft kämpfen.
 
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geweihter Priester Artherks
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Seraph, Apostel, Priester, Rechtssprecher, Heiler, Vater, Freund, Liebender, Geliebter, Heilsbringer 
gehasst, verdammt, verachtet, abgelehnt, verletzt, beleidigt, herabgewürdigt
ungemütlich, unbeugsam, konsequent, anteilnehmend, dankbar, nahbar, zuhörend, retorisch vernichtend

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Lorena
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#19

Beitrag von Lorena »

Nach einem langen Tag, an dem sie unzählige Akten sondiert hatte, entschied sie den Abend in der hiesigen Taverne ausklingen zu lassen.
Bewusst wählte sie einen eher abgelegenen Tisch in einer Nische an der Wand mit Blick Richtung Tür. Die Pergamente an der Stadtmauer
waren ohnehin in aller Munde und da Speiß und Trank die Zungen lockerte, brauchte sie nichts weiter tun, als sich zurückzulehnen und dem
Stimmengewirr im Hintergrund zu lauschen, um einen ersten Eindruck davon zu erhalten, wie die Bürger der Stadt die derzeitige Lage
einschätzten.


Um nicht weiter aufzufallen, bestellte sie sich ebenfalls eine Kleinigkeit Speiß und Trank. Doch noch bevor man ihr das Gewünschte
bringen sollte, bekam der Abend eine unerwartete Wendung. Der Bursche, den sie in den frühen Morgenstunden damit beauftragt hatte,
die Dokumente zu sichten, trat mit suchendem Blick in die Taverne ein. In den Händen hielt er ein Pergament, welches so aussah, als hätte
zuvor jemand sein Leben gelassen, damit diese Zeilen überbracht werden konnten.


Als er sie nach einigen Augenblicken des Suchens entdeckte, eilte er an ihren Tisch, um ihr sein Mitbringsel zu überreichen.
Anscheinend erhoffte er sich, so weitere Goldstücke verdienen zu können. Nun gut, warum auch nicht. Gute Handlanger waren schwer zu
finden und Engagement musste entsprechend vergütet werden.


Da nicht auszuschließen war, dass jemand die Zeilen in Not geschrieben hatte, überflog sie geschwind das Geschriebene. Es war zwar kein
Hilferuf, aber dennoch nicht uninteressant. Den Namen dessen, der ihr diesen Brief hatte zukommen lassen, kannte sie bisher zwar nur
vom Hörensagen, aber da sie ohnehin vorgehabt hatte auch in diese Richtung Erkundungen einzuholen, kam ihr das Schreiben recht gelegen.

Sie gab dem Burschen ein Zeichen, einen Augenblick zu warten, sodass er ihre Antwort anschließend direkt weitertragen konnte.


An Havardur vAmon,

mir scheint eure Feder wurde mit Zorn geführt, aber
selbstredend kann ich Euch versichern, dass ich Euren
sicher gut gemeinten Rat beherzigen werde.

Eine Prüfung von Zwistigkeiten unter Glaubensbrüdern
und Schwestern darf nie auf die leichte Schulter
genommen werden und obliegt demnach einer ganzen
Reihe von Befragungen und der Untersuchung von
Beweisen.


Falls ihr Havardur vAmon Euch also dahingehend
zurückgesetzt fühlen solltet, dass ich bislang noch
nicht auf Euch, beziehungsweise Euren Gildenlord
zugekommen bin, so geschah dies nicht in der Intention
Euch zu brüskieren.

Aber sicher werdet Ihr verstehen, dass ich mir in
dieser Angelegenheit die Sichtweisen aller Betroffenen
anhören muss und das dies entsprechend auch einiges
an Zeit in Anspruch nimmt und nicht detailliert für alle
lesbar an der Stadtmauer dokumentiert wird.


Schließlich würde dies dem Feind doch deutlich in die
Hände spielen und wie Ihr selbst schon festgestellt habt,
wäre dies eine Waffe, von der ich nicht gewillt bin,
sie dem Feind auszuhändigen.


Doch auch Ihr erhebt schwere Vorwürfe gegen jene,
die ihr Bruder nennt. Diese gilt es ebenso zu prüfen,
wie die Mutmaßungen, welche über Euch und Eure
Verbündeten im Umlauf sind. Schließlich ist das
Ablegen eines falschen Zeugnisses über den Glauben
eines Glaubensbruders ein schweres Verbrechen
gegen die Doktrin Ogrimars.  


Von alledem, was ich bislang jedoch feststellen konnte,
hat wohl keine Gilde seiner dunklen Lordschaft dem
aufmüpfigen Pack Götzendiener seine Anerkennung
gezollt. Ihr Ruf nach Aufmerksamkeit und
Geltungsdrang wurde lediglich mit dem Versprechen
der Läuterung zur Kenntnis genommen.


Diesbezüglich stach bisher nur die Gilde, derer Ihr
Havardur vAmon angehört mit einem abweichenden
Verhalten hervor. Aber natürlich spreche ich auch hier
niemandem voreilig ab, die Angelegenheit unter der
Beachtung der Doktrin auf eigene Weise regeln zu wollen.


Vielleicht war es ein strategischer Schachzug, eure
Motive nicht offen an der Stadtmauer preiszugeben,
als sie von Euren Brüdern und Schwestern lautstark
eingefordert wurden, doch weckt Eure Zurückhaltung
eben auch Zweifel bei jenen, die sich eindeutig
positioniert haben.


Eure Ansätze könnten in dieser Sache sicher noch einmal
eine andere Perspektive liefern und neue Erkenntnisse zu
Tage fördern. Wenn Ihr gewillt seid mir diese dazulegen,
vertraue ich darauf, dass Ihr abermals einen Weg finden
werdet, mich zu kontaktieren.


Lasset mich Euch aber eines mit auf den Weg geben.
Ihr echauffiert Euch darüber, dass die Fraktionen des
Chaos oftmals schneller richten, als mancher Bogen Pfeile
schießen kann. Aber auch Eure wertschätzenden Worte
über Eure Brüder sowie meine Person und mein
Tätigkeitsfeld könnten darauf schließen lassen, dass Ihr
Euch davon ebenfalls nicht freisprechen könnt.


Gezeichnet:

Lorena Zar

Großinquisitorin der dunklen 
 

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Arijan
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#20

Beitrag von Arijan »

Arijan humpelte durch die weite Halle mit tief ins Gesicht hängender Kapuze. Auf dem Weg zurück hier her, hatte ihn einer von denen erwischt. Einer von den Dunklen. Einer von denen, die falsch glaubten. Einer von denen, die brennen würden. Trotzdem grinste er. Sie waren aufgeschreckt. Draußen aus ihren Löchern. Wachsam. Überall. Das war gut. 
Der Hohe Rat erwartete ihn bereits, saß am Tisch aus Eichenholz, sprach leise miteinander. Mitten im Saal blieb Arijan stehen, breitete die Arme aus, als wär er ein Gaukler, der alle begrüßt und verbeugte sich. So tief, dass die Stirn fast den Boden berührte. Ruckartig richtete er sich wieder auf, fuhr sich kichernd mit der Zunge über die Zähne, um das Blut vom letzten Kampf zu schmecken.

"Meine Freunde." Er wanderte um den Tisch herum und nahm sich einen der Kelche, der bereits gefüllt dort stand. "Ich war dort. Bei diesen, die sich Diener Ogrimars nennen. Dort wo sie sich alle treffen, flüstern, ihre Pläne schmieden." Er trank einen Schluck. Dann noch einen, bevor er den Kelch geräuschvoll wieder hinstellte, sich einige Schritte entfernte und seine Arme ausbreitete. Einmal drehte er sich um sich selbst, suchte die Aufmerksamkeit eines Publikums, das es nicht gab. Unter der Kapuze riss er seine von Erregung leuchtenden Augen weit auf, richtete den Blick unstet zwischen den Mitgliedern hin und her.

"Ich hab ihr Nest angezündet. Wollt sie springen und laufen sehen, wie verschreckte schwarze Hühner. Ihnen zuhören, wie sie schreien." Er mochte den Klang von Verzweiflung und Panik. Das war viele Jahre lang das gewesen, was er von morgens bis abends hörte. Er verstummte. Verlor sich ein wenig in der Erinnerung.

"Arijan?" Eine Stimme des Hohen Rats holte ihn zurück. "Ahja." Er zuckte mit den Achseln und er fuhr sich mit der nach Feuer riechenden Hand über sein Gesicht. "Eine Frau, die sich dem Licht bedient kam mir in die Quere." Er hatte sich ihren Namen gemerkt. Für die Zukunft. Ein Name war viel wert, wenn man wusste, was man damit anstellen konnte.
 
"Trotzdem ist der Brand gelegt. Die ersten Bücher mussten brennen. Die Seraphen werden es auch." Er neigte seinen Kopf. Seine Gedanken verzückten ihn sichtlich und der Wahn dahinter schenkte ihm ein Lächeln.
"Unsere Botschaft habe ich überbracht. Mit jedem Tag, an dem sie unsere Forderungen nicht erfüllen, werden diese von uns angemessen erhöht."
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Saridius
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#21

Beitrag von Saridius »

Nach langer Zeit wandelte der Feuermagier wieder entlang der alten Mauern der Stadt. Seine Schritte hallten dumpf auf dem kalten Stein, während der Wind lose Pergamente über die Aushänge trieb. Mit einem flüchtigen Blick überflog er die Nachrichten — belanglose Berichte über Handel, kleine Streitigkeiten, verschwundene Tiere. Nichts, das seine Aufmerksamkeit verdiente.
Er wollte sich schon abwenden, als sein Blick an einem vergilbten Schriftstück hängen blieb.
Langsam trat er näher.
 
Die Kriegserklärung
 
Sein Name stand noch immer darunter, in dunkler Tinte, die den Zahn der Zeit überdauert hatte. Für einen Moment verharrte er regungslos, dann glitt ein kaum merkliches Lächeln über sein Gesicht — mehr Erinnerung als Freude.
Wie viele waren es gewesen?
 
-Er ließ den Blick über die Stadt schweifen, als könne er die Antwort zwischen den Dächern und Türmen finden. Doch die Zahl blieb formlos. Unzählige. Genug, dass selbst die Flammen seiner Erinnerung sie nicht mehr einzeln greifen konnten.
Und dennoch…-
 
Kein Pergament bat um Buße.
Keines sprach von Reue.
Keines trug die Worte einer Entschuldigung.
 
-Seine Augen verengten sich leicht.-
 
Auch von den Dunklen Vollstreckern fehlte jede Spur. Kein Siegel, kein Schattenzeichen, kein Flüstern zwischen den Zeilen. Als wären sie verschwunden — oder schlimmer noch, als warteten sie.
 
-Der Magier schüttelte langsam den Kopf, als wolle er den Gedanken vertreiben. Dann zuckte er mit den Schultern, beinahe gleichgültig.-
 
„Nun gut…“
 
Ein leises Knistern flackerte in seiner Hand auf, kaum sichtbar, doch voller Verheißung.
„Dann müssen wohl noch mehr von der Heiligen sterben.“
Ohne einen weiteren Blick auf die Mauern wandte er sich ab. Hinter ihm raschelten die Pergamente im Wind — bedeutungslos, stumm und blind für das, was kommen würde.
♦ Der brennende Tod kennt kein Ende – nur Chaos, das leise weiterlodert. ♦
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Landru
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#22

Beitrag von Landru »

Nicht nur Schwarz und Weiß interessieren sich für die Dokumente. Er beteiligt sich nicht an den Reden an der Mauer, aber es war besser als jede andere Unterhaltung. Nicht mal die Tavernen Barden können das übertrumpfen. Er war erstaunt, selbst an einem von Weißen inszenierten Krieg, können die Schwarzen das Streiten nicht lassen. Zeigen ihre Uneinigkeit sogar öffentlich vor den Augen des Feindes, Takik oder ein Fehler? Er strich über diese Blätter, die sich gegenseitig Schuldzuweisungen zuschieben. Da war Chaos nicht nur Göttlich sondern Programm wie es schien. Er schmunzelte leicht. Scharfe Worte, Verteidigungen, Lossagung, Distanzierungen – ein wenig war nostalgisch als die Zeiten noch täglich nach Krieg rochen, das Blut auf der Straße nie trocken wurde. Er fühlt sich selbstredend nicht angesprochen, aber als Zaungast wird er wohl öfter mal die neue Ausgabe der Kriegsmaschinerie lesen. Das war herrlich unterhaltsam. Ein wenig war er irrtiert, er wusste von Etoh, aber scheint gab es im Untergrund etwas was nur darauf gewartet hat sich zu erheben. Wie kommt es das Etoh die Chance nicht ergreift? Oder war es nur ein Moment des Aufbegehrens? Er war gespannt auf die nächste Folge - Weiß oder Schwarz.
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"Es widerspricht meiner Moral, mich an eure zu halten!"
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Arijan
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#23

Beitrag von Arijan »

Er war dem Vasallen gefolgt, bevor der andere Mann, der ihm unbekannt war, an der Mauer auftauchte. Vielleicht auch einer von denen, die nur darauf warteten, verbrannt zu werden, um ihre Seele von der Schande ihrer Wiedergeburt zu reinigen? War er einer von denen, würden sie sich schon bald wieder begegnen, das war sicher. 

Jetzt aber huschte Arijan durch die engen Gassen, immer dem Vasallen hinterher, der anscheinend fertig mit dem studieren der Pergamente war. Sie waren sich schon in zwei Scharmützeln begegnet. Mit einem leisen Kichern strich er sich über die Narbe, die quer über seine Wange lief. Es erfüllte ihn mit einem wohligen Kribbeln, die Zeichnung des Kampfes zu spüren. "Schöne Erinnerung." Murmelte er leise zu sich selbst. "Du hast mich gezeichnet und ich werd dich brennen lassen. Gerechtigkeit, nicht wahr?" Ihn störten die Narben die der Krieg einem schenkte nicht. Ganz im Gegenteil. Es war für ihn der Beweis, dass er nicht den Feiglingen angehörte, die aus einem Kampf flüchteten und dabei sogar ihre Schutzbefohlenen zurückließen, nur um die eigene Haut zu retten. Davon hatte sein Gildenkumpan Darotodo ihm bei einem guten Bier in der Taverne erzählt. 

Einem echten Mann wäre es gleich, wie schwach und unterlegen man selber war: niemals flüchtete man, um noch Schwächere dem Feind und ihrem Schicksal zu überlassen. 
Was war das nur für ein Armutszeugnis. Noch dazu für einen Gildenleiter. Aber was konnte man sich erwarten, von denen, die sogar einen Glaubenskrieg ablehnten? Obwohl sie doch eigentlich, was man so hörte, in vielem großartig waren? Zumindest behaupteten die Schriften und Worte das. Naja. Gut möglich, dass der Inhalt von Gesagtem, Geschriebenem und Gehörtem auch einfach nicht ernst zu nehmen war. In den Gassen und Tavernen wurde gemunkelte dass so einiges von einer fremden Intelligenz stammte. Was auch immer man sich unter diesem Hexenwerk vorstellen musste. 

Nicht von allen, die die dunklen Schwingen trugen. Natürlich. Manche schafften es tatsächlich noch, sich ohne Hilfestellung zu äußern. Und diese stellten sich sogar den Kämpfen. Anscheinend wagten zumindest ein paar von ihnen doch mehr, als bloß große Reden zu schwingen. Sieger und Verlierer gab es bisher auf beiden Seiten. So ehrlich war er da schon. Zuletzt war es zwei Mitgliedern der Inquisition vergönnt gewesen, die Priesterin am Boden zu sehen. Zu schade, dass er selber nicht dabei gewesen war. Aber eines der Ratsmitglieder, Darian, berichtete davon, wie er sie gemeinsam mit seiner Frau zur Strecke brachte. Ob sie geschrien hat? Gewimmert? Mit genauen Informationen hielten sie sich da leider zurück. 

Nachdem er aber davon erfahren hatte, war eine Idee in ihm gereift und diese führte nun dazu, dass er dem Vasall dicht auf den Fersen blieb. "He, ihr." Noch bevor der Verfolgte den Hafen erreichte, beschloss Arijan ihn auf sich aufmerksam zu machen. Er streckte seine offenen Hände von sich, um dem Mann zu zeigen, dass er nicht daran dachte, ihn anzugreifen. "Ich bin hier, um zu verhandeln." Er machte einen kleinen Sprung nach vorn, kicherte und fuhr sich mit der Zunge über seine Lippen, als könne er noch immer das Blut dort schmecken. "Wobei, nein, nicht ganz richtig. Ich mach euch einen Vorschlag und ihr erzählt ihn weiter." Mit seinem Finger deutete er auf das Wappen des Mannes. "Zu dem da, von dem ihr das habt und zu allen, die es sonst betrifft." Arijan begann breit zu grinsen, so breit, dass seine Narbe sich spannte und schmerzhaft zog. Für ihn fühlte es sich herrlich an. 

"Eure Anführer, die großen Herren und Damen in diesem Krieg, bisher zeigen sie sich nur selten. Woran liegts? Wir spielen schließlich nicht verstecken! Die Heilige Inquisition will sie auf dem Marktplatz von Silberstreif brennen sehen. Unter den Augen all ihrer Freunde und auch Feinde. Deshalb beginnen wir nun sie zu jagen." Arijan drehte sich herum und machte sich auf, zu gehen. Doch dann hielt er nochmal abrupt ein, als wärs ihm jetzt erst eingefallen, was er eigentlich sagen wollte. Vom Wahnsinn entzündet glühten seine Augen hell unter der Kapuze seines Mantels auf, als er sich wieder zu dem Mann herum drehte und sich ein bisschen nach unten beugte. Er musste nun zu ihm aufsehen, was die Schatten, die auf seinem Gesicht lagen, umso deutlicher unterstrich. 

"Stellen sie sich unserer Jagd nicht, holen wir uns die Kinder. Egal wie alt, egal wie jung. Wir werden sie vor die Augen der Anführer bringen und fragen: Wollt ihr zusehen, wie sie brennen?" Er neigte seinen Kopf zur Seite bis es knackte und flüsterte dann fast liebevoll: "Jetzt können sie sich noch fürs richtige entscheiden. Aber sagt ihnen: Die Flammen der Vergeltung warten nicht! Und ich?" Arijan lachte und wich dann langsam rückwärts zurück in die Gasse, aus der sie gekommen waren. "Ich richte bis dahin schon einmal die Scheiterhaufen." 

 
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#24

Beitrag von Arijan »

Seine Warnung war ausgesprochen. Was das dreckige Blut der Schwarzen damit anfing blieb abzuwarten. Manche würden die Botschaft schnell verstehen, andere wieder mal erst, wenn es längst zu spät war. Wie viel Zeit sie bekamen, um darüber nachzudenken? Arijan lächelte in sich hinein. Das kam ganz auf die Personen an, die es betraf. Bei den einen würde die Inquisition früher auftauchen, bei den anderen später. Niemals konnten sie vorher wissen, wann es geschah. Ob Tag oder Nacht, sie mussten von jetzt an immer damit rechnen, dass die Kinder schon bald aus ihren Wiegen und Betten verschwanden. Arijan hob seine Hand vor das Gesicht und knickte einen Finger um. Dann den nächsten. Dann den nächsten. Bis eine knöcherne Faust vor seinen Augen schwebte. 

Ein verdorbenes Kind nach dem anderen würden sie nehmen und auf den Scheiterhaufen, die sie in den Städten errichteten verbrennen. Das was vorhatten galt nicht als Mord. Oder Grausamkeit. Und schon gar nicht war es ein Verlust. In Wahrheit war es eine längst überfällige Reinigung und Tilgung des Abschaums von dieser Welt.  Die Priester, Sajin und Etoh, hatten versagt und sahen seit Jahren nur tatenlos zu, wie die widerliche Brut sich vermehrte und vermehrte. Sie lächelten hilflos und zogen sich in ihre Häuser zurück um in ihren leeren Hallen zu predigen.

Arijan war mittlerweile wieder an der Stadtmauer angekommen und ließ seine Augen über das Pergament Etohs wandern. Friedliche Zukunft. Ein leises Murren stieg aus seiner Kehle, wurde lauter, bis es in ein abgehacktes, ziemlich freudloses Lachen überging. "Friedliche Zukunft." Wiederholte er die gelesenen Worte und strich dabei mit einem Fingernagel fast zärtlich über die Buchstaben. "Wie niedlich. Wie dumm. Wie verzweifelt." 

Unter seiner Kapuze weiteten sich seine Augen und das wirre Glühen kehrte zurück. "Glauben diese Narren wirklich, man könne die Fäulnis mit Höflichkeit und guten Absichten heilen? Nein. Nur Feuer, Schwert und Blut kann das." Eine Seuche erstickte man nicht mit warmen Decken der Freundlichkeit und des Händeschüttelns. Man brauchte den Brand. Den echten, den alles verzehrenden Brand. Seine Zunge fuhr über seine Lippen. Noch immer schmeckte er den Ruß des von ihm gelegten Feuers aus dem Hörsaal der Dunklen darauf.

Was für eine Freude war es gewesen, die ersten Flammen zu sehen und die Hitze zu spüren. Auch wenn es sich nur um einen recht kurzen Vorgeschmack gehandelt hatte. 
Zu gern hätte er gesehen, wie alles lichterloh brannte. Aber die zwei Weiber die er dort traf hatten ihm ja ins Werk pfuschen müssen. Wahrscheinlich dachten sie wirklich, sie hätten damit etwas gerettet, als könnten sie sich tatsächlich vor dem Unausweichlichen schützen. 

Verzückt hoben sich seine Mundwinkel als er seinen Blick in die Richtung hob, wo der Felsendom zu finden war. Warum sich mit kleinen Dingen aufhalten, wenn man sich auch gleich das Größte holen konnte? Mit federnden, fast tänzelnden Schritten verließ er die Stadt und machte sich auf zum Dom, dessen Silhouette sich zwischen dem Felsen abhob. Dort hielten sie ihre Messen ab. Die Schwarzen. Die Verdorbenen. Die, die sich in ihrer falschen Frömmigkeit suhlten und aus einem wertlosen Buch zitierten um sich damit zu bestätigen, weil es nichts anderes gab, was das sonst für sie tat. 

Als er das schwere Portal des Felsendoms erreichte, legte er das Ohr an das Holz, um zu hören, ob jemand da war, der in den Genuss seiner Flammen kommen würde. "Mal sehen, wie laut die Schwarzen beten können, wenn das Feuer erst in ihren Gewändern leckt." Mit diesen Worten öffnete er die Flügeltür.
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#25

Beitrag von Havardur »

Nachdem Havardur den Felsen der Vollstrecker verlassen hatte zog es ihn erst in die Wälder und dann weiter hinauf zum Dom, er versprach sich etwas Ruhe und vielleicht das ein oder andere Wort mit Brüdern und Schwestern im Glauben.
Wobei Glaube vielleicht etwas weit hergeholt ist.
Havardur war kein Freund der Kirche, er hielt nicht viel von den Predigten und Gebeten die abgehalten wurden.
Er konnte den geschwollenen Ausdruck der Priester und Priesterinnen in ihren Ausführungen nicht lange folgen ohne das ihm Speiübel davon wurde.
Er hatte seinen Weg für sich und Ogrimar gefunden Seine Art mit den Dingen umzugehen und das Chaos weiter voran zu treiben.
Für ihn brauchte es nicht viel Worte für ihn sind es eher die Taten.
Sicher wird nun der Ein oder andere glauben das auch er im stillen Kämmerlein Sitz und abwartet wieviel Blut noch durch die Flüsse Altheas zieht bis auch all die anderen die Ogrimar die Treue schworen einsehen das nur die Gemeinschaft das erreicht was es zu erreichen gilt doch weit gefehlt es ist an der Zeit seinen lang gehegten Plan in die Tat umzusetzen.
Diese Sabbernden Wesen des Lichtbringers gehören ausgemerzt, ihre Köpfe gepfählt an jedem einzelnen Tor der Städte des Landes, gut sichtbar für all jene die glauben das Artherk das gute in sich trägt und nur das gute der wahre Weg ist.
Sie gehören zwischen zwei Gäule gespannt und nur ein kleiner Ruck...
Allein der Gedanke sorgte für ein gewisses Gefühl der Zufriedenheit, welch interessante Wendung im Gefüge des Chaos, Zufriedenheit.
Havardur zog seine Kapuze etwas tiefer ins Gesicht, der Wind peitschte ihm den Regen ins Gesicht und der Dom war fast nicht zu erkennen. er sah die Wachen vor dem Tor und zugleich ihren verrat an jedem Anhänger des einzig Wahren Gottes des Chaos und der Dunkelheit.
Er wusste nicht wer und auch nicht wieso er sah nur einen dieser widerlich stinkenden Speichellecker Artherks wie er die Tore zum Dom öffnete.
Er Zog einen Pfeil spannte den Bogen und Schoss einen Feuerpfeil in Richtung des Eindringlings... Verfehlt, der Wind trug den Pfeil ins nichts, ein weiterer Schuss diesmal traf er das mächtige Tor, das Feuer erlosch durch den regen und nichts war damit erreicht.
Verschwindet von hier solange ihr noch könnt oder Sterbt einen schnellen Tod sobald ich das Tor erreiche  Rief Havardur aus der Ferne Wagt es nicht auch nur einen Schritt in den heiligen Dom zu gehen.
Fügte er hinzu und hoffte das ihn irgendjemand im inneren hörte.
Der Wind drehte und trug seine Stimme weiter doch noch war er zu weit entfernt um etwas auszurichten.
Seine Pfeile hatten keine Wirkung der Regen löschte das Feuer noch bevor der Pfeil sein Ziel erreichte und sie vielen in den Dreck der Skraugs ohne den geringsten Schaden anzurichten.
Verschwindet rief er ein weiteres mal und kam dem Abschaum Artherks immer näher.
Bild
⚜Aus der Essenz eines Kriegers wurde er erschaffen.
⚜Durch die Hand Ogrimar´s wurde er wiedergeboren⚜
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