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[Pupurschuppe] Getragen vom Wind

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Mairead Muir
Dorfältester / Dorfälteste
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[Pupurschuppe] Getragen vom Wind

#1

Beitrag von Mairead Muir » Fr 26. Jun 2015, 19:01

~ 1 ~

Der Himmel ist an diesem Tage grau.
Still und erdrückend wirkt der späte Nachmittag.
Kaum ein Lüftchen weht.
~
Irgendwo spielen Kinder auf den Straßen.
Ich kann ihre Stimmen hören,
während ich auf der Terrasse sitze.
~
Ich habe mir ein Glas Wein gegönnt.
Dunkel, samtig Rot und süß sollte er sein.
Nebendran steht ein Körbchen, gefüllt mit Obst.
~
Unser Häuschen ruht hinter mir.
Im Laufe der Zeit habe ich, wie du es dir gewünscht hast,
ihm etwas Weiblichkeit eingehaucht.
~
Leise höre ich Dich noch sagen:
Ich habe es erbaut, Du darfst es verschönern.
Eigentlich fehlt mir jetzt nur noch Deine Meinung dazu.
~
Auch die Blumen in ihren Kästen,
sie erblühen nun schon zum wiederholten Mal, ohne Dich.
~
Vor Kurzem war ich auf Vater's Anwesen.
So leer ist es kaum noch das Selbe.
Man hat das Gefühl seine Wurzeln sind noch da,
doch kein Baum traut sich seine Blätter zu öffnen.
~
Warum ich dem lauen Wind das Alles erzähle?
Weil Du mir fehlst und ich die Hoffnung habe,
dass Er es zu Dir trägt.
~
Damit Du weißt,
dass ein Funken Hoffnung in mir glüht
und selbst ein Ritter irgendwann den Weg nach Hause findet.


~ 1 ~
Zuletzt geändert von Ypselon am So 14. Jan 2018, 08:40, insgesamt 1-mal geändert.
~Glaube an deine eigenen Gedanken.~

Mairead Muir
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Re: Getragen vom Wind

#2

Beitrag von Mairead Muir » So 28. Jun 2015, 20:00

~ 2 ~

Ich war heute schon sehr früh auf dem Markt.
Mittlerweile steht Stand an Stand um den Brunnen.
Zwischen bunten Stoffen & seidenen Tüchern
findet man Fischer und Jäger, die ihre Waren anpreisen.
~
Im Schloß zu Silberstreif gibt es einen neuen Bürger.
Ich habe ihn einmal besucht.
Verschiedene Berufe habe er erlernt.
Schon beeindruckend, .. was Er so alles weiß.
~
Lange habe ich ihm zugehört,
und mich inspirieren lassen.
~
Nun hat unser Garten auch eine Funktion.
Zwischen Beeren und Kräutern,
werden bald heilende Wurzeln Einzug halten.
Ich überlege gerade, ob Dir das wohl gefallen würde.
~
Im übrigen sitze ich gerade auf einem schaukelndem Stuhl.
Er hat unten keine Beine, .. weißt Du?
Da sind gebogene Hölzer daran.
Und oben darauf ist ein bunter Bezug.
Das Schaukeln, .. Es beruhigt.
~
Heut ist der Himmel blau, die Sonne steht hoch.
Immernoch sind Kinder auf den Straßen und spielen.
Die Eltern sitzen gesprächig beeinander.
~
In diesem Moment fällt mir auf, ..
wie lange es her ist, das ich die Deine gehört habe.
..
Wann ?


~ 2 ~
~Glaube an deine eigenen Gedanken.~

Killian
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Beiträge: 191
Registriert: Mi 27. Apr 2011, 19:19

Re: Getragen vom Wind

#3

Beitrag von Killian » Mi 1. Jul 2015, 10:33

*Leicht weht ein warmer Wind und mit ihm kommt der süße Duft der Rosen.. die vor seiner hölzernen Hütte im Wald blühen.
In der Stille des Waldes hat er einige Zeit verbracht, denn seine Gedanken konnte man hier in der Abgeschiedenheit sehr gut ordnen.
Viel war geschehen und er brauchte genau diese Zeit, um sich im klaren zu sein wie sein Dasein weiter gehen sollte...jetzt wo er alles Wissenswerte erfahren hatte...viel galt es zu erlernen und dabei wurde ihm geholfen.
Killian schliesst seine Augen, atmet die abendliche Waldluft ein und blickt sich um es ist sehr still ...ungewöhnlich still und doch zaubert es ein schmunzeln auf sein Gesicht.
Er war bereit!
Es war an der Zeit die heimatlichen Gefielde wieder mit seiner Anwesenheit zu erfüllen...
So schultert er seinen Rucksack, legt seine Umhang um den Arm und macht sich auf den Weg ...jedoch nicht ohne sich noch einmal umzublicken.*
"Seine Suche ist beendet...er ist wieder zurück in der Burg der Falken"


Mairead Muir
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Re: Getragen vom Wind

#4

Beitrag von Mairead Muir » Mi 1. Jul 2015, 20:24

~ 3 ~

Wenn du gerade am kühlen Meer liegst,
bring mir etwas davon mit.
Es ist kaum auszuhalten,
selbst der Wind wirbelt nur die Wärme vor sich her.
~
Trotzdem habe ich es geschafft,
die ersten Wurzeln sind in der Erde.
Aus dem Brunnen nahm ich das Wasser,
nun dürfen sie gedeihen.
~
Ich hab' versucht eine Bank zu zimmern.
Hätte so gerne Eine neben den Blüten.
Wusstest du,
das Späne in den Fingerspitzen wahrlich schmerzen können?
Du hättet deinen Spaß heut' mit mir gehabt.
~
Wenn Du mich nun sehen könntest,
ich trage nur ein sommerliches Kleid.
Die Haare habe ich gebunden,
wäre ja nicht auszuhalten.
~
Ach ja,
und fast an jedem Finger einen winzigen Verband,
ist keine neue Mode, ..wirkt aber .
~
Weißt du..
Du hast mich einst mal gefragt:
Was bin ich für dich?
Heute wüsste ich die Antwort.
~
Verdammt!
Wenn ich einen Wunsch frei habe,
dann nur den, dir noch einmal gegenüber zu stehen.


~ 3 ~
~Glaube an deine eigenen Gedanken.~

Killian
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Re: Getragen vom Wind

#5

Beitrag von Killian » Mi 1. Jul 2015, 22:36

*Kühl erfrischt ihn der Waldsee und es duftet auch hier immernoch nach den wilden Rosen,ein Lied pfeiffend wandert er weiter.
Ja...die Natur hatte ihn schon immer fasziniert mit all seinen Facetten und so setzt er mit Bedacht seinen Weg fort.
Es gab keinen Weg zurück...die Vergangenheit war geschehen und wie die Zukunft verlaufen würde wusste er nicht...es gab nur ein jetzt...er lebte für den Moment.
Wie lange er gelaufen war ...hm schwer zu sagen, nun kam eine Weggabelung..ein Weg führte in ein kleines Dorf...ein anderer in eine kleine Stadt, mit einem noch kleineren Hafen, jedoch konnte man dort immer ein Boot zur nächstes Stadt nehmen.
So folgte er jenem und nachdem er eine Brücke überquert hatte, kaufte er noch ein wenig von den wunderschönen Stoffen die hier feilgeboten wurden.
Plötzlich blieb er stehen, ein junger Bub hatte ihn versehentlich angerämpelt er schaute dem Kleinen nach der sich zu seiner Familie gesellte und ein wenig Traurigkeit legte sich um ihn...vielleicht wäre er jetzt auch wieder Vater.
Nein!...Moment.... es gab nur noch das jetzt...und was folgen würde war ungewiss.....*
"Seine Suche ist beendet...er ist wieder zurück in der Burg der Falken"


Mairead Muir
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Re: Getragen vom Wind

#6

Beitrag von Mairead Muir » Fr 3. Jul 2015, 22:14

~ 4 ~

Es wird Zeit für mich.
Mein Korb ist schon gepackt.
Ja, ich werde nun hinaus zum See gehen.
Wusstest du, dass wir einen hinter'm Haus haben?
~
Ich werde die Gelegenheit nutzen,
denn der Tag ist schön.
Später will ich Dir doch berichten können darüber,
stolz sollst du auf mich sein.
~

~Die Türen verschlossen sich hinter Mairead, leis fielen sie ins Schoss.
Sie hatte tatsächlich ihren Korb gepackt, ganz oben, unter dem Bügel, lag noch eine Decke, fein gefaltet.
Durch den hinteren Ausgang führte mittlerweile ein hand angelegter Weg durch ein kleines Gartentor.
Ein Schmied hatte es ihr angefertigt, jedoch quietschte es noch immer leis und wieder fiel ihr auf, dass sie es ölen wollte.
Die kleinen Kiesel, der sandige Weg, es knirschte leis bei jedem Schritt den Mai tat.
Doch bald schon stand sie vor dem besagten Teich. Angelegt zwischen sehr vielen Büschen und Bäumen,
Jemand hatte wohl irgendwann einen kleinen Steg gezimmert und hier angelegt.~

~
Siehst du es?
Stille, Ruhe und doch Bewegung.


~ 4 ~
~Glaube an deine eigenen Gedanken.~

Killian
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Re: Getragen vom Wind

#7

Beitrag von Killian » So 5. Jul 2015, 21:11

*Allerlei Gesindel lungerte am Hafen rum.. Bettler... Trunkenbolde und was auch immer...grosse und auch kleinere Boote sah man hier, doch die Stege unbeleuchtet somit kaum eine Chance noch jemanden zu finden.
Killian aber gab nicht auf, noch heute wollte er die schwere Eisentür seines Heimes aufschieben und dann sah er fast am Ende des Hafens ein kleineres Boot nicht gerade ansehnlich, aber es würde reichen.
Schnell war man sich einig und ein kleines Ledersäckchen wechselte den Besitzer, leichtfüssig betrat er das Boot und nahm auf der hölzernen Bank Platz.
Alles hinter sich zu lassen fühlte sich richtig an und er fragte sich ob man im Dorf sorgsam mit seinen Pferden umgegangen war und ob er vielleicht wieder einige seiner Mädchen zu sich nehmen konnte und er dachte auch für den Hauch eines Momentes an "Sie"
Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit und sehr gesprächig war hier auch niemand, um so besser dachte er sich und schloss die Augen bis sie das Ziel erreichten.
Nur ein kurzes Nicken und schon verschwand er ohne ein Wort, er bückte sich und berührte seinen Heimatboden...er war daheim.
Ein Blick nach oben verriet ihm, das sein getreuer Gefährte auch zurück war und so lief er weiter bis er die Zinnen seiner Burg deutlich sehen konnte.
Der Weg so vertraut...jeder Geruch... jeder Laut und ein Lächeln stahl sich auf sein Gesicht und dann schob er die Tür auf und blickte sich zufrieden um.*
"Seine Suche ist beendet...er ist wieder zurück in der Burg der Falken"


Mairead Muir
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Re: Getragen vom Wind

#8

Beitrag von Mairead Muir » Do 9. Jul 2015, 19:20

~Nur mit den Klängen der Natur zog Mai sich um. Unter ihrem Kinn löst sie das Band und entkleidet sich langsam. Bisher war sie hier ja immer alleine, weder Busch noch Baum, noch Vogel würde sie dabei stören.
Ihr Blick war ans andere Ende des Sees gerichtet. Die Zinnen des Schlosses ragten immer noch stolz in den Himmel und kurz legt sich leichte Wehmut über ihr Gemüt.~

~ 5 ~

Manchmal,
wenn der Wind mit seinem warmen Hauch meine Haut berührte,
war es so, als wärst du es gewesen.
~
Für einen kleinen Moment fühlte ich dich ganz nah
nicht erklärlich und doch spürte ich.. nun bist du da.
~
Ich wusste tief im Herzen es war ein Zeichen von deiner Welt,
geheimnisvoll - mir hier noch unbekannt.
~
Spürte diesen einst so vertrauten Lichtblick in der Seele
mit einem sonderbar, sanften Frieden von Geborgenheit
bevor das feine Gefühl bald schon wieder verschwand.

~ 5 ~

~barfuß und nur mit einem dünnen Tuch bekleidet trat sie den Steg entlang. Am Ende setzt sie sich nieder und lässt die Beine ins kühle Nass gleiten. Neben ihr lagen bald schon ihre Sachen und unter ihr die ausgebreitete Decke, währen der Wind mit ihrem Haar spielt. Sie wirkte zufrieden.~
~Glaube an deine eigenen Gedanken.~

Killian
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Re: Getragen vom Wind

#9

Beitrag von Killian » Do 9. Jul 2015, 23:52

*Langsam setzt er seinen Weg fort es sah aus.. als wäre er nie fort gewesen und doch hat sich einiges verändert, leicht fährt er sich durch´s Haar und bleibt im Innenhof an dem alten Brunnen stehen und blickt gen Himmel wo Horus seine Kreise zieht.
Seine Hand legt er auf den steinernen Rand des Brunnens, um sich auf jenem erst einmal nieder zu lassen.
Zufriedenheit machte sich breit und er lauschte, eine wundervolle Stille herrschte hier..doch dies sollte sich ändern, ein wenig wollte er nun hier verweilen... und später seine wenigen Habseligkeiten die er bei sich hatte hinein bringen.
Ob man ihn vermisst hatte?... war er doch unten im Dorf immer ein gern gesehener Gast, doch dies würde sich zeigen.. wenn er erst einmal wieder in die alte Taverne einkehrte.
Dort wo er immer gerne geplaudert hatte, nur da erfuhr man alle Neuigkeiten und zu einem leckeren Tee sagte Killian nie nein.
Aber nur "Sie" konnte Tee zubereiten wie niemand anders und das erfüllte sein Herz für einen Moment mit Wärme *
"Seine Suche ist beendet...er ist wieder zurück in der Burg der Falken"


Mairead Muir
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Re: Getragen vom Wind

#10

Beitrag von Mairead Muir » Do 16. Jul 2015, 12:33

~ 6 ~

Jede Bewegung am Himmel, erzählt eine kleine Geschichte.
Erinnerungen, die ab und zu drohten zu verblassen werden wach.

Nein, was war, ... das bleibt zurück.
Was ist, ... das ist das Hier und Jetzt.
Und was sein wird, weiß nur der Herr dort oben.

Hab ich dir je erzählt, das ich gar nicht schwimmen kann?
Wasser ist ein tolles Element,
hier im See, so in seiner ganzen Kraft und Pracht.

Ich spüre lieber die Kraft der Erde unter meinen Füssen,
nein, nicht das das fliessende Ereignis nicht angenehm wäre,
aber auf dem kann man nicht stehen.

Es ist schwankend, wie manch Meinung.
Es zerrt, so man einen Fehler macht.
Wir brauchen es, ohne Frage.
Wie sollten sonst unsere Rosen blühen?

Doch - Wem erzähle ich das?


~ 6 ~

~ ihre Füsse baumelten, die Zehenspitzen berührten die Oberfläche des Wassers und erzeugten so kleine Wellen. Kreisförmig zogen diese ihre Bahnen. Sie konnte sich nicht satt sehen. Langsam warfen die hohen Bäume wohligen Schatten, immer wieder zugen Flügelschläge ihre Aufmerksamkeit auf sich und doch traute sie sich nicht zu glauben, das es ausgerechnet Horus war.
So wie der Gedanke entstand, verbot sie sich diese Hoffnung - ob sie eines besseren belehrt würde? ~
~Glaube an deine eigenen Gedanken.~

Killian
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Re: Getragen vom Wind

#11

Beitrag von Killian » Sa 18. Jul 2015, 18:21

*Langsam raffte er sich auf hinein zu gehen und so nahm er seine wenigen Habseligkeiten und bewegte sich zur Eingangstür, dort schob er jene auf und war zum ersten Mal seit langem glücklich ..daheim zu sein.
Hier roch es noch immer so, wie er es in Erinnerung hatte und er lächelte...doch etwas fehlte weder der Geruch von frisch gebackenen Brot.. noch von frisch gebrühtem Tee machte sich hier breit...doch auch das würde sich bald ändern.
Killian begab sich in sein Schlafgemach, nachdem er sich eine Kanne Wasser aus der Küche geholt hatte, um sich zu waschen .
Er striff seine Kleidung vom Körper und reinigte sich von der langen Reise, es tat gut ..dann zog er sich frische Beinkleider und ein Hemd an und ging hinaus...hinaus in seinen geliebten Garten.
Nur kurz blickte er sich um, dann führte ihn sein Weg vorbei an den Ställen und um ins Dorf zu kommen, musste er auch an dem klaren See vorbei....oh ja er kannte ihn, denn dort hatte er oft seinen Gedanken nach gehangen.
Ein Lied pfeiffend ging er weiter bis er aus den Schatten der Bäume trat und eine Gestalt im Wasser sah.*
"Seine Suche ist beendet...er ist wieder zurück in der Burg der Falken"


Elidor
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Re: Getragen vom Wind

#12

Beitrag von Elidor » So 19. Jul 2015, 10:24

*Lange war es her. Weitaus zu lange um zu behaupten das sich nichts verändert hatte. Bereits in der nahen Stadt als das Schiff angelegt hatte war es ihm aufgefallen. Hier und da gab es neues Gebäude, ein paar andere Gesichter. Das sollte nicht verwunderlich sein. Veränderungen gab es immer. Doch noch immer war es nicht lange genug um ihn das hier vergessen zu lassen. Keine Zeit wäre dafür lange genug gewesen. Er war dem Gedränge auf den Straßen Lichthafens alsbald entronnen und hatte seinen Weg über die Brücke gefunden um auf der anderen Seite alsbald die Stadt wieder zu verlassen.

Einen langen Moment blieb er stehen um den Eindruck auf sich wirken lassen. Der kleine Weg der ein wenig abseits parallel zur Straße verlief, jener war genau so wie damals. Es war ein Tag, genau so einer wie damals. Ein warmer lauer Sommertag. Der Einfall des Lichtes durch die Baumkronen, die Stille die nur hier und da von dem Laut eines Tieres unterbrochen wurde. Der leichte Hauch von allem was hier Wuchs und Gedeihte in der Luft. Es war wie bei jenem Mal als er zuallererst diese Straße entlang gegangen war. Der Tag in dem er entschieden hatte hier und genau hier ein Haus zu bauen. Es hatte damals nicht allzu lange gedauert bis er das kleine Grundstück weiter hinten, nahe des Sees gekauft hatte und schliesslich begonnen hatte dort ein Heim entstehen zu lassen.

Schliesslich setzt er sich wieder in bewegung. Den leichten harnisch aus Leder hatte er bereits lange abgelegt, ebenso wie der die Sehne aus dem Bogen genommen hatte um das gute Holz zu schonen. Hier brauchte er ihn nicht und es war viel zu warm an diesem Tage für derlei Dinge den selbst das leichte Hemd das er neben der schlichten Hose trug liess ihn die Wärme des Tages deutlich spühren. Durch die Wärme wirbelte bei jedem Schritt ein klein wenig Staub auf der sich alsbald mit jenem vermischte der bereits seine Stiefel bedeckte. Staub ferner Orte und Länder, jener Plätze die er besucht hatte. Die er hatte besuchen müssen und etwas zu erfüllen. Eine Aufgabe die ihm das erbracht hatte was er sich am meissten gewünscht hatte auf dieser Welt, wieder nach Hause zu dürfen. Endlich.

Die bange Frage war ob es das Haus überhaupt noch gab. Immerhin war einige Zeit vergangen und niemand konnte sagen was geschehen sein Mochte. Dennoch war da etwas das ihn glauben liess das sich zumindest an diesem haus wenig verändert hatte. Andererseits wenn er es recht bedachte. Er würde es verkraften, es vermutlich sogar gleichmütig hinnehmen wenn das Haus fort wäre....aber nur...nur wenn sie noch dort wäre. Denn Sie allein war der eigendliche, der alles überwindende Grund heimkehren zu wollen.

Was auch immer käme. Die Antwort aller Fragen lag vor ihm, am Ende dieses Weges den er soeben sprichwörtlich beging. Er würde es sehen....jeden Moment.*

Mairead Muir
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Re: Getragen vom Wind

#13

Beitrag von Mairead Muir » Di 21. Jul 2015, 19:50

~ 7 ~

Schau, sie sehen aus wie kleine Erinnerungen.
Der kleine Bogen, sie waren so klar.
Die Grossen, nach aussen, sie verblassen.

Ich weiß nicht mehr wie du duftest,
weiß nicht mehr wie deine Haut sich anfühlt.
In solch Augenblicken möchte ich dich einfach atmen hören,
wie in diesem einen, besonderen Moment
.

~ 7 ~

~ Auf dem Wasser spielten mittlerweile Schatten und Sonnenstrahlen ihr Spiel . Auf einem winzigen Grünstreifen zankten sich kleine Vögel um einen Happen, als sei es ihr größter Schatz. Gebannt sah sie ihnen eine Weile zu, bis eine Art Neugier Mairead erfasst, ein Bauchgefühl das sie aufsehen ließ und die fließende Handbewgung ihre Locken beiseite schob.
Zuerst konnte sie nur die Umrisse erkennen, gegen die letzten Sonnenstrahlen kamen ihr blinzelnden Augen nicht an. Alles in und an ihr straffte sich, es hate etwas bedrohliches, zumal der eine Kerl näher als der Andere war.
Sie erhob sich und sofort rutscht der Stoff ihrer Kleides herab. Sie bückte sich noch einmal, entnahm wohl etwas dem Korb, nur um es dann am Gürtel zu klemmen.

Geschickt ließ sie sich die aufgekommene Unruhe nicht anmerken. Sei es ein Feind, so würde er einer scheinbar harmlosen Frau gegenüberstehen.
Sei es ein Freund, würde der kleine silberne Dolch an ihrem Gürtel bleiben.~
~Glaube an deine eigenen Gedanken.~

Killian
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Re: Getragen vom Wind

#14

Beitrag von Killian » Do 23. Jul 2015, 17:16

*Kurz hielt er inne in seiner Bewegung..ein Gefühl machte sich in ihm breit...doch er deutete es nicht richtig....es wirkte so, als wenn die Gestalt unruhig wurde und das fühlte sich nicht gut an und so zog er sich wieder zurück.
Er konnte die Umrisse einer Dame erkennen und wollte auf keinen Fall bedrohlich wirken oder sie gar erzürnen, so ging er den schmalen Pfad weiter den er zuvor nicht gehen wollte.
Horus gab einen vertrauten Laut von sich und Killian`s Blick ging sofort nach oben , wo er den Falken vermutete und leicht schmunzelnd ging er weiter.
Das Dorf lag fast vor ihm, einiges war anders..einige Häuser waren zerstört und unbewohnt, andere dagegen sahen vertraut aus und so betrat er die kleine Brücke, die über den rauschenden Bach führte.
Kinder rannten umher ..ein kleiner Markt inmitten des Dorfes war gut besucht und so führte ihn sein Weg zu dem Dorfältesten, wie betagt der Alte war schien niemnd zu wissen...es gab viel Gerede um ihn, aber er hatte immer ein offenes Ohr für jeden Bewohner und auch seine Tür stand immer offen.*
"Seine Suche ist beendet...er ist wieder zurück in der Burg der Falken"


Mairead Muir
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Re: Getragen vom Wind

#15

Beitrag von Mairead Muir » Mi 29. Jul 2015, 15:15

~ 8 ~

Ich bin vorsichtig geworden, weisst du?
Nachdem du fort warst, flüsterten die Schatten an der Wand.
Sie spielten, mit der Flamme, ihr irrsinniges Spiel
und nahmen mich fast mit in die Tiefen.

Manchmal, in der Stille, glaubte ich Atemzüge zu hören.
Die Deinen? Die Meinen?
Ich wusste es damals nicht mehr.
Ein Spiel mit dem Wahnsinn.


~ 8 ~

~Mairead fühlte sich ein Stück weit ausgeliefert.
Hinter sich nur noch das Wasser, das womöglich ihren Tod bedeutet hätte, wenn sie dorthin fliehen müsste. Der Steg war eindeutig nicht, der passende Ort um zwei Männern zu begegnen, wenn man mit Achtsamkeit unterwegs war.
In der langen Zeit, in der sie allein umher zog, waren ihre Sinne wieder geschärft worden. Ihre Eltern brachten es ihr bei, damals, im Anwesen der Zardoz. Sie vergass sie einige Monde, sie fühlte sich sicher, geborgen.
Heute stand sie aber hier, nicht mehr das ganz so kleine verliebte Mädchen von damals. Nein, sie war eindeutig zur Frau geworden, die glaubte die Liebe verloren zu haben.
Eine Frau, die gelernt hatte, loslassen zu müssen und nach vorn zu sehen, so sehr es auch schmerzte.
Zu zu sehen, wie Jemand den man liebt, gehen zu lassen ist eines der schlimmsten Erfahrungen die man machen konnte. Ob durch Veränderungen der Zukunft, ob durch Tränke die Situationen vereinfachten, ob durch einfaches packen der Koffer für eine Reise in die Unendlichkeit.
3 Dinge, die Mai am eigenen Leib zu spüren bekam und in diesem Moment einfach durch pure Aufmerksamkeit und zum Schutz ihres eigenen Lebens, angewendet hatte.
Das Einer von den Beiden einen anderen Weg eingeschlagen hatte, war auf die Entfernung kaum zu sehen.
Saerdna's Tochter entschied sich so zu tun, als ob sie ihre Dinge zusammen packen würde.
Vielelicht entkam sie dadurch noch der Lage, hier auf diesem holzigem Steg Jemandem ausgeliefert zu sein, auch wenn der Wind noch so schön mit ihrer Kleidung und dem Haar spielte.~
~Glaube an deine eigenen Gedanken.~

Elidor
Knecht / Magd
Beiträge: 6
Registriert: So 19. Jul 2015, 09:54

Re: Getragen vom Wind

#16

Beitrag von Elidor » So 2. Aug 2015, 11:56

*Einen Moment hatte er inne gehalten. Das Haus hatte sich nur wenig verändert und auch das Grundstück schien beinahe so zu sein wie damals. Bevor...bevor er hatte gehen müssen. Was sich jedoch verändert hatte war wie belebt es war. Nicht das es ihn damals gestört hatte wenn Fremde oder Nachbarn sich hier aufhielten. Wäre dem so gewesen hätte dieses Grundstück damals schon einen Zaun bekommen, doch dafür hatte es keinen Grund gegeben. Doch nun waren hier gleich zwei.

Mit einer anwesenden Person hatte er gerechnet, oder besser gesagt er hatte es gehofft. Inständigst gehofft das SIE es war die immer noch hier war. Der Moment zog dahin und wer auch immer dort noch gewesen sein Mochte, für den Moment war er fort. Wer es war vermochte er nicht zu sagen und für ihn zumindest gab es für den Moment anderes zu erledigen was wichtiger war.

Langsam, mit fast gemächlichen Schritten nähert er sich dem See. Nach den ersten Paar Schritten konnte er deutlich spühren wie sich sein Herzschlag zu beschleunigen begann sodass er alsbald glaubte das Blut in den Ohren rauschen zu hören. Dennoch hielt er es für klug bei aller Aufregung nicht zu viel zu erhoffen. Immerhin mochte es sein das es nicht Sie war die dort vorn am Steg des Sees stand. Oder das es womöglich noch schlimmer war und er mit seinem Aufbruch damals alles verspielt haben mochte.

Mit dem nächsten Schritt wurde es auf einmal still, oder besser gesagt er glaubte das es stiller wurde. Das alles um ihn herum einen kleinen Moment lang in stillstand geriet denn das lang erhoffte, das ersehnte war in diesem Moment zur unumstößlichen gewissheit geworden. Sie...war es. Sie stand vor ihm. Tausende male hatte er sich in seinen Träumen diesen Moment ausgemalt, sich fein säuberlich überlegt was er sagen würde. Welche Worte er finden musste nach der Zeit. Jedoch für den Moment war das alles weg. Jedes Wort, jede Silbe, jede noch so gekonnte Formulierung...alles war fort im Moment wo er sie vor sich sah. Er glaubte nicht das es sich bei ihr anders verhalten mochte denn immerhin hatte bis eben nicht einmal gewusst das er heute hier sein würde, wie auch.*

Lange nicht gesehen....Mairead... *Sagt er dann plötzlich, unerwartet und leise aber stand nahe genug das sie es hören würde. Womöglich nicht die richtigen Worte angesichts der Tatsache das sie durchaus eine temperamentvolle Frau sein konnte. Doch alles andere war fort, hinfortgerissen von dem Strudel den ihr Anblick ausgelöst hatte. Was also sollte er tun als das wenige zu sagen und sich am besten auf den Sturm vorzubereiten der in den nächsten Momenten über ihn herreinbrechen mochte. Ob nun zum Zwecke oder einer Umarmung oder schlicht um ihn an Ort und stelle zu erwürgen....irgendwie glaubte er das sie ihm sogleich an/ um den Hals fallen würde.*

Killian
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Re: Getragen vom Wind

#17

Beitrag von Killian » So 2. Aug 2015, 23:28

*Der Alte lächelte schmal als er Killian erblickte und erzählte ihm ungefragt... jede Neuigkeit die es im Dorf gab und so hörte er ihm zu, hin und wieder nickte er oder schaute ihn mit einem Lächeln an...ehe er selber zu erzählen begann.
Ruhig hörte der Alte ihm zu und erzählte ihm noch, das einige der Mädchen die früher bei ihm wohnten...noch immer im Dorf lebten...nur ganz wenige waren verheiratet und nach einer Weile und einer guten Tasse Tee verabschiedete Killian sich und lief weiter zu den Häusern der Mädchen.
Dort erfuhr er das sie gerne wieder in seine Dienste treten würden, denn er war stets nett zu ihnen und zahlte einen guten Lohn.
So verabredeten sie sich für den nächsten Morgen und nach dem Abschied, ging es weiter zum Markt dort kaufte er allerlei Dinge und setzte sein Weg fort ..um kurz in die Taverne zu gehen die stets gut besucht war und auch wenn der Wirt unfreundlich und hart wirkte ...im Grunde war er ein netter Kerl und es gab immer einen angenehmes Gespräch zwischen den Beiden.
Nachdem er dort eingekehrt war erblickte er vertraute Gesichter, setzte sich zu ihnen und plauderte über dies und das.
Es war so schön wieder hier zu sein und nach einer kurzen Zeit, begab er sich auf den Weg zurück.
Sein Rucksack war voll, sein Wissensdurst gestillt und zufrieden schlenderte er den schmalen Pfad entlang den er gekommen war...dort sah er noch einmal zum See und sah zwei Gestalten stehen, es war wohl die richtige Entscheidung gewesen sich vorhin zurück zu ziehen.
Nun wollte er nur noch heim und seine Ruhe geniessen, bevor die Mädchen am nächsten Tag wieder für Trubel sorgen würden.*
"Seine Suche ist beendet...er ist wieder zurück in der Burg der Falken"


Mairead Muir
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Re: Getragen vom Wind

#18

Beitrag von Mairead Muir » Mi 5. Aug 2015, 10:47

~Was wäre wenn, ...?
Das Killian in der Nähe war, war ihr nicht bewusst.. wie auch nachdem sie die Hoffnungen aufegeben hatte.

Unzählige Male war sie mitten in den vielen einsamen Nächten aufgewacht und hatte sich diese Frage gestellt. Anfangs, ja da rief sie oft leise seinen Namen, bei jedem Geräusch, das das Haus von sich gab. Im Glauben, ...gleich würde sich eine der Türen öffnen und er eintreten, als käme er von der Jagd.
Unzählige Male hatte sie dann auf der Treppe verbracht, die hinauf führte zu dem gemeinsamen Räumen, im Nachtgewand, die Arme um sich gelegt, das Haar zerwühlt und mit einer wärmenden Decke über den Knien gewartet.
Oftmals war sie so eingeschlafen und erwachte mit dem Gefühl der Einsamkeit in ihrem Herzen und schmerzenden Gliedern.

Es war schön zu träumen.
Gerade, als alles so frisch war tauchten viele Bilder einfach auf, ob sie wollte oder nicht.

Sie war irgendwann auf dem Markt. In der Menge entdeckte Mai einen Mann. Er hatte seine Größe! - glaubte sie. Die Haarfarbe! Sie passte! - dachte sie. Ihr Herz schlug schneller, als ein Fuß sich vor den Anderen setzte und bald schon sie sich hinter dem Kerl befand und freudig Seinen Namen rief.. - und dann war da dieser Moment der absoluten Stille trotz regem Treiben.
Ihr Gegenüber drehte sich um, weil ihre Hand seinen Arm berührte.
Schicksal...- denn er war es nicht, dieser Blick war verwirrend und vor allem fragend.
Sie musste ablassen .. von dem Fremden.

Ein anderes Mal schritt sie durch den Wald. Etwas, das ihr Vater sie lehrte, wenn ihre Gedanken und vor allem Emotionen wieder einmal nicht zu bändigen waren. Die Ruhe zwang sie oft in die Knie, wenn Mairead übermütig durchs Haus wuselte.
Es gab eine besondere Stelle, eine Lichtung. Wenn man diesen Pfad ging, so konnte man gefühlte Meilen weit einfach nur gerade aus sehen.
Links und rechts, nichts als Bäume und sattes Grün, .. wie ein Licht am Ende eines Tunnels lag sie dann da, in all ihrer Pracht. Der Nebel war es, der ihr letztendlich den Streich spielte, denn er genoss das Spiel mit dem Licht.
Herzklopfen, kaum ein Atemzug, den sie wagte, ... denn an jenem Morgen stand er da...am Ende dieses Weges. Sie hielt ebenfalls im Schritt inne, starr ruhte ihr Blick ins Geradeaus, dieser eine magische Moment, bis sich ihre Beine wieder in Gang setzten und immer schneller auf ihn zu rannten, ein Strahlen in ihrem blass gewordenen Gesicht.
Bis... - der Nebel schwand und die Lichtung in absoluter Stille Mairead's Körper auf fing.

Das Wasser unter dem Steg schien das alles nicht zu stören, es glitt in leisen Wellen an das nasse Holz.
Dieses Mal war es anders. Sie spürte es recht deutlich und zu überhören war es auch nicht. Er war es! Alles in ihr richtete sich auf Sturm ein, es war nicht wie sie es sich erträumt hatte, denn mittlerweile war verdammt viel Zeit vergangen und Mairead hatte Abstand gewonnen - glaubte sie. Von kein, bis ein wenig und na gut, etwas mehr, Gefühle wirbelte er auf. Ihr Herz schlug drei mal so schnell, - womöglich um sich aufzuregen, wenn er wieder verschwand...ins Nichts.
Aus den Knien heraus erhob sie sich, wirkte kampfeslustig, denn ihr Kinn schob sich vor, als sie den Blick hob und die roten Locken mit der freien Hand hinters Ohr zurück schob. Ein klein wenig musste sie sich ihm noch entgegen drehen, dann standen sie sich gegenüber, - knapp einen Meter zwischen sich. Sie wollte ihm so viel sagen...doch heraus kam nur...~

Stimmt, Elidor... Willkommen Daheim .
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Killian
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Re: Getragen vom Wind

#19

Beitrag von Killian » Fr 28. Aug 2015, 20:02

*Mit nur wenigen Schritten hatte er sein Heim erreicht und durchschritt die Pforte mit seinen Einkäufen und ein zufriedener Seufzer begleitete den Ruf des Falken`s der hoch oben in den Baumkronen wartete, eher er sich in die Lüfte erhob.. um hinab zum Brunnen zu fliegen.
"Mein treuer Freund es ist mir eine Ehre dich hier zu sehen."sprach er leise in die Stille des Hofes.
Sanft strich er noch über das Gefieder des stolzen Vogels und nickte ihm zu, bevor er die Tür aufschob, um dahinter zu verschwinden.
Killian begab sich zuerst in die Küche, um sich einen Tee zu machen und dann ging er hinauf ins Kaminzimmer dort entzündete er ein Feuer im Kamin, wischte den Staub von den Bildern seiner Frau und seiner Tochter und setzte sich in den großen Sessel, seine Teekanne stellte er neben sich und genehmigte sich sogleich einen Schluck der wohlduftenden Kräuter.
Die schweren Vorhänge verdeckten die Fenster, deshalb erhob er sich und schob sie auf, denn von hier hatte er einen guten Blick in seinen geliebten Garten.
Es fühlte sich wunderbar an hier zu sein, dachte er sich und nahm sich noch einen Schluck.
Ein leises Miauen war zu hören, doch wo kam es her...er lauschte in die Stille des Zimmer`s und konnte es sogleich ausmachen..er blickte hinter den Sessel und nahm die Katze auf seinen Schoss.
Seine Hand glitt über das leicht struppige Fell und zufrieden schnurrend streckte sich die Katze erst und rollte sich dann ein, um die Streicheleinheiten zu geniessen.
Einige Gedanke machten sich breit in ihm, hier war einst so viel Liebe zugegen...doch es war lange her...dreimal hatte er sein Herz geöffnet für die Liebe...eine wurde ihm genommen....eine verlor er und die andere hatte er verlassen.
Doch heute würde er dieses Kapitel seines Lebens zuklappen und ein anderes öffnen, ob er irgendwann noch einmal sein Herz öffnen würde ...das würde die Zeit mit sich bringen.*

*****************************************************
"Seine Suche ist beendet...er ist wieder zurück in der Burg der Falken"


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Re: Getragen vom Wind

#20

Beitrag von Mairead Muir » Fr 28. Aug 2015, 21:24

~9~

Weisst Du,
man kann nicht verlassen, was nicht mehr da ist.
Weisst du,
es schmerzt auch irgendwann nicht mehr.
Die ersten Momente sind es,
in deren pure Qual dein Herz ergreift,
in denen du glaubst, ein Jeder nimmt dir die Luft zum atmen.

Du, wirst nie wirklich wissen wie sehr ich Dich geliebt habe,
damals, vor einer gefühlten Ewigkeit.
Weil keiner eine verheilte Wunde fragt, ob sie je wehgetan hat.

~9~

~Noch immer sah sie dem Mann ins Gesicht, dessen Haus und Hof sie gehütet hatte. Eine alte Magd mit ihrem Mann , war mit der Zeit zu ihr gezogen, sie kümmerten sich rührend um Mairead. Nun war sie die Frau, die Saerdna sich immer gewünscht hatte. Das burschikose entgültig abgelegt, oft in weichen und warm eleganten Kleidern gehüllt. Zu jedem Fest, das in den Städten von Gauklern oder Musikanten gestaltet wurde, begleiteten sie die nun junge Frau, dessen Gesicht und Blick mit der Zeit gereift war.~

... Ich ahnte das Du nichts sagen würdest.
Innerlich ist man auf solch einen Augenblick vorbereitet, doch jetzt.., wo Du vor mir stehst.., da fällt es nicht leicht.

~der Wind trieb seinen Schabernack. Er ergriff oft Haar und Stoff, versuchte sie aus der Ruhe zu bringen. Die Ruhe, die in ihrem Blick lange lag..gefühlt über Stunden. keiner von Beiden hatte sich gerührt, während das Wasser in leichten Wellen einfach weiter trieb. Die Gewohnheit machte es, dass Mai sich ihre roten Locken hinters Ohr striff . Sie entnahm ihnen sogar die Spange..und machte dann Anstalten sich an ihm vorbei zu stehlen.~
Zuletzt geändert von Mairead Muir am Fr 28. Aug 2015, 21:25, insgesamt 1-mal geändert.
~Glaube an deine eigenen Gedanken.~

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Re: Getragen vom Wind

#21

Beitrag von Elidor » So 6. Sep 2015, 21:17

*Eine ganze Weile stand er schon da. Regungslos. Bewegungslos. Der Moment hatte sovieles zutage gefördert. Vieles das er schon eine Weile mit sich trug.*

Ich hatte mir eine hübsche kleine Ansprache überlegt...aber nun da du vor mir stehst...ist alles weg, einfach weg. *Erklärt er dann und sucht ihren Blick und hebt eine Hand als sie ANstalten zum gehen machte.* Aber wenn du mich nur lässt so will ich zumindest versuchen es zu erklären.

*Erklären. Ja das musste er, das war er schuldig. Es war so viel passiert in der letzten Zeit. Sovieles das Unglaublich war, so vieles erlebte und auch so vieles erlittene. Der Weg hierher, nach Hause, war nötig gewesen und so froh er auch war hier zu sein, so dringend war das Bedürfnis das zu klären was ihm so wichtig war.

Ich kann dich nur bitten mir zuzuhören. *Fügt er an. Abwartend*

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Re: Getragen vom Wind

#22

Beitrag von Mairead Muir » So 13. Sep 2015, 01:48

Du hast Glück, dass ich neugierig bin.

~einen kurzen Augenblick glitt ihr Blick hinauf zum anderen Anwesen, als würde etwas sie magisch anziehen. Vieleicht war es auch nur ein verlegener Moment, um Elidor nicht nur anzustarren und abzuwarten, denn das tat sie ganz sicherlich. Auch nun wieder.~

Ich habe so vieles mir vorgestellt was passiert sein könnte, als du am nächsten Tag einfach verschwunden warst. Du hast mir gesagt, das du sicherlich eines Tages wieder fort musst, aber ohne Abschied? Hast du eine Ahnung, was für Ängste ich ausgestanden habe?

~sie wusste, sie kam ihm etwas zuvor und doch hielt sie es kaum noch aus. Sie war wütend, sie war enttäuscht , aber sie war auch froh ihn lebendig zu sehen. Lebendig, wieder ein Gefühl, das sie zur Burg sehen ließ, noch immer ging sie davon aus, das Killian zu den Toten gehörte, des Trankes wegen. Ihr Blick veränderte sich, ganz kurz schimmerte Trauer auf, wobei es da etwas anderes zu klären gab.~

Ich habe mein Versprechen gehalten.

~gab sie ihm noch zur Antwort, dann verstummte sie wieder.~

~10~

Weisst du,
Ich frage mich:
Warum finden sich unsere Hände immer wieder?
Ist es Mögen, ist es Begehren, ist es Liebe?
Oder von jedem etwas, aus so vielen Tagen?
Wie Sonne und Mond, die sich niemals finden?
Wie Feuer und Wasser, aber voneinander nicht lassen?
Wie Venus und Mars, aber in vertrauter Leidenschaft?
Aber was ist es, dass uns immer wieder trennt?
Und was so verzehrt, wenn wir uns berühren?
Ich kann es Dir nicht sagen, es ist so – wenn wir uns spüren.

~10~
~Glaube an deine eigenen Gedanken.~

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