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Eisland - Eine Heldenreise (Nacherzählung)

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Chayna Lucis
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#26

Beitrag: # 54439Beitrag Chayna Lucis »

sie betrachtete Yuli vergnügt, und aß genüsslich was aufgetischt wurde

„Ihr ruht also nach dem Essen, hmmm das Hört sich gut an, nur die Kinder, oder auch die Erwachsenen? Daran würde ich mich gewöhnen wollen“
zwinkert ihr zu

Abermals vergingen einige Minuten, und das kleine Mädchen machte sich zupfend an ihrem Robenärmel bemerkbar und sogleich wendete Chay sich ihr wieder zu und lauschte, als sie meinte das sie ihr nun gerne alles zeigen würde

„Oh, Donnerknispel, ich bin schon arg gespannt was ich alles zu sehen bekomme, und natürlich auf die Geschichten, die du über Pi zu erzählen weißt“

sie stand auf schob ihren Stuhl wieder an den Tisch, und spreizte ihre Schwingen die sie zusammengelegt hatte und entspannte sie dadurch ein wenig

„Wie macht ihr es, nehmen wir nun schon einiges an Geschirr mit in die Küche, und spülen es schon mal?“
fragte sie Yuli nach den Angewohnheiten in der Familie
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Pi-
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#27

Beitrag: # 54441Beitrag Pi- »

Yuli wollte schon los, verdreht dann die Augen. Sie dreht sich um und nimmt ihren Teller mit um ihn in den Küchenbereich zu bringen. Sie stellt ihren Teller in die Spüle und greift dann nach Chaynas Hand.
Sie geht mir ihr ein paar Schritte in die Mitte des Langhauses, von dort zeigt sich nach links und rechts.

" hier geht's zu den Schlafbereichen. Vorne links schlafen Pjeer und Nala , gegenüber Dragan und Mika" sie dreht sich um und deutet in die andere Richtung des Hauses.
" Da oben schlaft ihr über den Stall von Flaga und da drüben Björn und Coco" sie dreht sich wieder um und geht die Treppe hoch.

Nun könnte Chayna sehen das alle Schlafbereiche nur mit Fellen und Decken abgegrenzt sind. Yuli schiebt die Felge bei einen Schlafbereich in der Mitte zur Seite.

"Die Jungen schlafen hier. Nur die ganz Kleinen schlafen bei den Eltern.
Bist du schon erwachsen? "


Sie schaut Chayna hoffnungsvoll mit großen Augen an.
Doch im nächsten Moment sehr sie sich wieder um und rannte die Treppe runter.


" Komm schon ich muss dir noch was zeigen."
Wieder im Untergeschoss läuft sie durch den langen großen Raum und zieht wieder ein Fell zur Seite. Dahinter eröffnete auch ein Raum der einen Bad sehr ähnlich sah.
"Für die anderen wichtigen Dinge im Leben... Du weißt schon"
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Chayna Lucis
Bauer / Bäuerin
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#28

Beitrag: # 54444Beitrag Chayna Lucis »

sie nahm ihren und auch Pi´s Teller sowie Glas mit in die Küche, und hätte eigentlich noch mehr abgeräumt, doch Yuli verdrehte genauso
gekonnt die Augen, wie sie es selbst auch immer zu tun pflegte, wenn sie etwas unnötig fand, zudem wurde sie recht ungeduldig mitgezogen was Chay ein grinsen auf die Lippen legte

Sie stolperte fast hinter der etwa sechsjährigen hinterher, ließ sich berichten wer, wo schlafen würde, und nickte ab und an, während sie sich zu erinnern versuchte, wer… wer war.

„Hmmm.. also ich und Pi schlafen über den Stall von Flaga.. ?“

Sie betrachtete das Langhaus, sowie die Schlafbereiche interessiert, es war schon arg anders wie zu Hause, wo sie ihr eigenes Zimmer hatte, Privatsphäre… ein eigenes Bad….

„Ob ich schon erwachsen bin? Also zu Hause auf Altea bin ich es, aber hier? Ich weiß es nicht, irgendwie scheint hier im Eisland alles anders zu sein ……zuckt mit ihren Schultern

„ Wie alt muss ich hier sein, um Erwachsen zu sein?“


fragte sie Yuli nun während sie in einen Bad ähnlichen Raum angekommen waren, etwas zweifelndes lag in Chayna´s Blick

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Pi-
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#29

Beitrag: # 54447Beitrag Pi- »

Bei Chaynas Frage nach dem Schlafplatz nickt sie eifrig.
"Pi schläft immer bei Flaga. Aber alleine muss er nicht schlafen. So oft ist Pi ja auch nicht da. Ich glaube du bist da dran schuld"
Dabei grinst sie Chayna an.

Bei Chaynas Erklärung das sie zuhause wohl schon erwachsen wäre, hier aber wohl nicht legt sie den Kopf schief.

"Wie kann man Erwachsen sein und dann auch nicht?

Die Gedanken des Mädchens hüpften und sprangen wie ein Flummi durch ihren kleinen Kopf. So wie ein Gedanke in einem Moment sie beschäftigte,war er im nächsten Moment auch wieder weg. Sie war eben doch erst 6 Jahre alt.
 Sie dreht sich um und geht zur Mitte des Hauses zurück und zeigt Chayna noch verschiedene Bereiche in denen Wäsche hängt, Werkzeug sich stapelt und Waffen an der Wand lehnen.

"Yuli, anziehen wir gehen zu den Feldern"
Ruft Mika, Yulis Mutter.
Alle hatten zusammen den Tisch abgeräumt und den Abwasch schon erledigt. Chayna musste als Gast noch nicht mit helfen. Was sich in den nächsten Tagen jedoch mit Sicherheit auch von alleine fügen würde.


"Kommst du mit auf die Felder? Ich muss Heidelbeeren pflücken." Leise tuschelt sie ihr zu "Immer zwei in den Korb und eine in den Mund" Dann legt sie den Finger auf die Lippen "Schh"

Yuli läuft zu ihrer Mutter und zieht ihre Stiefel an.

Pi tritt an Chayna heran und mustert sie, nachdem sie fürs Erste von Yuli wieder erlöst war.

"Sie ist groß geworden. Beim letzten mal hat sie noch keine drei Wörter am Stück raus gebracht. Ich hoffe deine Ohren Bluten noch nicht" Lacht dabei etwas
"Wir müssen jetzt auf die Felder mit raus. Die Ernte muss rein geholt werden bevor der Schnee kommt."
Erklärt er ihr den Ablauf der nächsten Tage
"Ich habe es dir ja schon erzählt. Das Dorf holt gemeinsam die Ernte rein wenn die Jungen von der fahrt zurück sind. WIr haben noch 3 Tage."
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Chayna Lucis
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#30

Beitrag: # 54449Beitrag Chayna Lucis »

Sie beobachtet wie sich das Mädchen doch recht folgsam ankleidet, und wendet sich mit lachenden Augen Pi zu

„Nein... alles gut... ich finde sie entzückend ... wirklich... ich bin gespannt was sie mir noch alles zu erzählen weiß“

Noch während sie sprach Band sie ihre Haare zusammen, das der Wind sie nicht so sehr zerzaust

„....und der Schnee kommt wirklich pünktlich?“... erstaunt fragt

„Natürlich helfe ich bei allem mit... wie sähe es denn aus... untätig zu sein... du wirst mir gewiss alles zu erklären wissen..... ich denke... ich bin bereit ... wollen wir aufbrechen?“


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Pi-
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#31

Beitrag: # 54453Beitrag Pi- »

Pi nickt ihr zu
"Ja die Eiszeit kommt immer am selben Tag und geht am selben Tag wie das Jahr zuvor" Erklärt er beim verlassen des Hauses.

Auf dem Dorfplatz haben sich die ersten schon versammelt und gingen zu den Toren. Jung und Alt kamen zusammen um zu den Feldern zu gehen und die Früchte des Jahres ein zu holen.
Die Kinder wurden ausgeschickt Erdbeeren und Heidelbeeren zu sammeln. Die älteren wendeten sich den Trauben zu. Gemeinsam wurde Kohl geschnitten und Kartoffeln aus der Erde geholt.
Männer zogen mit Sensen über die Felder um das Getreide zu schneiden.
Rund um das Dorf waren die Felder in einer natürlichen Mischkultur angelegt, so das es nicht langweilig wurde beim Ernten.

Niemand war da der die Leute einteilen musste, jeder packte dort an wo er gereade war. Auf diese Art arbeiteten sich viele Hundert Hände Kreisförmig um das Dorf herum immer weiter nach draußen.

Was Chayna vielleicht auffallen dürfte, es gab keine wirklich alten Menschen. Die ältesten mögen vielleicht in der Mitte ihrer 60er Jahren sein.
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Chayna Lucis
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#32

Beitrag: # 54456Beitrag Chayna Lucis »

Sie blickte sich noch mal um und folgte Pi dann Richtung Dorfplatz dem Versammlungsort und dann zu den Toren, aus allen Richtungen wurde herbeigeströmt, und nun wurde wie selbstverständlich zu den Feldern gelaufen.

Die Wiesen, die in verschiedenen Schattierungen von Grün schimmerten, erstrecken sich bis zum Horizont.
Das Gras bewegt sich sanft im Rhythmus des Windes, und sie beobachtete das jeder irgendwo seinen Platz fand, es wurde emsig neben einander her,… gearbeitet, geschwatzt und immer mal hörte man ein Lachen oder ein kurzes Wortgefecht.

Die Zeit verging, die Arbeit war anstrengend, tat im Gegenzug aber auch gut, Chayna hatte ausreichend Zeit, sich umzublicken.

„Sage, Pi? Wo sind die alten? Verrichten sie arbeiten im Haus? Kochen sie ein,… oder backen Brot?... Oder dürfen sie sich von ihrem Lebenswerk etwas ausruhen?, da ja nun wieder vermehrt Hände zum Arbeiten und helfen vorhanden sind?“
„Magst du mir noch erzählen, wie der Abend später verlaufen wird, das ich nicht ganz so ahnungslos bin?“
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#33

Beitrag: # 54461Beitrag Pi- »

Die Sonne Strand schon tief am Horizont, obwohl es erst gegen Nachmittag sein sollte. Pi hielt kurz inne bei Chaynas fragen. Er erhielt die Stirn und überlegt wir er ihr das erklären sollte.
"Die Alten... Naja... " Er sieht sich hilfesuchend um, dich war niemand in der Nähe der ihn da raus gehen konnte.
" Wir haben keine Alten. Wenn sie spüren dass sie die Kraft nicht mehr hätten um an Bord eines Schiffes mit Hand an zu legen, oder die Reisegeschwindigkeit zu Fuß nicht mehr schaffen, dann gehen sie in die Höhle der Toten zum Sterben."
Pi sieht Chayna ernst an.
" Siehe, die Eiszeit ist lange und hart und die Ressourcen sind knapp. Jeder entscheidet für sich selbst wann er oder sie zu einer Last der Gemeinschaft wird. "

Er wusste nicht ob sie es verstehen würde, darum lenke er schnell die Aufmerksamkeit auf ihre zweite Frage.

"Oh keine sorge für heute gibt es keine Überraschungen mehr. Es werden alle zeitig ins Bett gehen. Die Reise war lang und die Arbeit auf den Feld ist hart."
Er deutet über die Feier die sich erstrecken so weit das Auge reichte
"Das alles muss in 3 Tagen in die Lager eingetragen werden"
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#34

Beitrag: # 54464Beitrag Chayna Lucis »

sie spürte sehr wohl, wie er ihrer Frage ausweichen wollte, sah seinen hilfesuchenden und auch ernsten Blick, aber sie wollte es verstehen, ……musste es einfach hinterfragen, für Chay war diese Eröffnung einfach unvorstellbar…… sie hielt im arbeiten inne und sah Pi prüfend an… nein über so etwas würde er nicht scherzen

„…. Eine Last für die Gemeinschaft?“

Abermals ließ sie ihren Blick schweifen

„Wie alt ist… sie traute sich fast nicht die Frage zu stellen.. Wie alt ist dein…Vater?“


„Und, wie muss ich mir das vorstellen, man ist vielleicht alt, oder krank…Hmmm? Und dann… sagt man dann Lebt wohl ich gehe in die Höhle der Toten?“
„Oder… gibt es eine Verabschiedung?“


„Geht man diesen letzten Weg dorthin alleine, oder wird man von seiner Familie dort hingebracht?“


„Verhungert und verdurstet man dort?“


entsetzt stellte sie eine Frage nach der anderen
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#35

Beitrag: # 54468Beitrag Pi- »

Pi konnte jede ihrer Fragen verstehen und nachvollziehen. Auch er hat einen Teil seiner Kindheit auf Althea verbracht. Er wusste das es für diese Menschen niemals in den Sinn kommen würde sich zum Wohl der Gemeinschaft aus dieser zu verabschieden.
Pi nimmt Chayna an die Hand und geht mit ihr ein Stück das Feld Entlang. Abwechselnd sieht er auf den Weg den sie gehen und zu ihr rüber. Dann sieht er wieder nach vorne in Richtung der Berge die sich vor ihnen erstrecken.

Er deutet zu den Bergen.

"Die Höhlen der Toten sind in den Bergen.
Bevor die Alten gehen testen sie ihre Stärke. Sind sie in der Lage die Leinen zu halten. Können sie Frauen ihre Zauber aufrecht halten.
Viele verabschieden sich aus den Kreis ihrer Familien. Manche entscheiden es für sich alleine und gehen alleine in die Berge.
In die Höhlen muss jeder alleine gehen.
Niemand muss verhungern.
In der Höhle lebt eine Medusa. Wenn du sie ansiehst verwandelt sie dich zu Stein.
Darum solltest du dir genau überlegen wie deine Nachkommen dich sehen sollen.
Diese Haltung nimmst du ein. Dann kommt die Meduse und wird dich ansehen. "


Pi sieht in die Ferne ohne einen bestimmten Punkt zu fixieren. Er sieht in die Vergangenheit und ruft seine Erinnerungen ab.

"Ich war schon in der Höhle der Toten. Ich habe damals meinen besten Freund und Bruder dort hin gebracht."
Er sieht Chayna wieder direkt an.
"Oleg den Älteren. Du hast seinen Bruder gestern im Schlafzelt gesehen.
Er war so schwer verwundet das er die Nacht nicht überlebt hätte."
Er wendet seinen Kopf wieder ab. "Man muss auf den Boden sehen und darf den Blick nicht heben. Dann kann man die Toten besuchen." Erklärt er weiter.

"Weißt du, es ist nicht so dass wir keinen Respekt vor dem Alter haben. Es ist in unserer Geschichte. Bevor mein Volk Eisland als ihre Heimat gefunden hatten war das Leben hart und gefährlich. Mein Volk war oft im Krieg. Darum lernten schon die jüngsten den Umgang mit der Waffe. Es ist schwer sein Volk zu beschützen wenn du neben den Jungen auch die Alten schützen musst. Die Jungen sind die Zukunft des Volkes durch sie bestehen wir weiter fort. Die Alten haben ihren Teil für das Volk bereits getan.
Doch würden wir natürlich auch niemals unsere Alten dem Feind überlassen.
Es war ein Segen für das Volk hier eine Meduse gefunden zu haben. So können die Alten ein Teil der Berge werden und kein Feind kann sie erschlagen."

 
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Chayna Lucis
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#36

Beitrag: # 54470Beitrag Chayna Lucis »

sie ergriff die Hand von Pi, und verflechtet die Finger ineinander, so wie sie es gerne Tat. Es gab ihr ein Gefühl von Sicherheit, und genau jene brauchte sie bei den Erklärungen, die Pi ihr gab.

sie liefen an einem der Felder entlang, und Chay konnte zwei Schmetterlinge ausmachen die hintereinander Herflogen, es sah fast aus, als würden sie zusammen tanzen..
…Dann erblickte sie die Berge… schon einige Male hatte sie jene betrachtet, doch nun sah sie sie mit anderen Augen… die Berge waren Gräber, und ein unangenehmer Schauer lief ihr über den Körper.

„Ich habe mal etwas über die Medusa gelesen, es genügte ein kurzer Anblick der Furcht erregenden Medusa sie trägt wohl einen Schuppenpanzer, und hat Schlangenhaare und Glutaugen und kann Menschen in Stein zu verwandeln. Niemand überlebte es der Medusa zu begegnen…“ teilte sie ihm das gelesene mit

Dann lauschte sie weiter, als Pi von Oleg berichtete, und es wurde ihr das Herz plötzlich schwer… Fragen… wieder kamen Fragen auf.

„Sage, Pi… wie würde es sich verhalten, wie sieht dein Wunsch aus… angenommen, dir passiert hier während unseres Aufenthaltes etwas, würdest du in die Höhle der Toten gebracht werden wollen?“
„Oder… dürfte ich dich mit ein Portal nach Althea bringen, wo wir andere Möglichkeiten haben, dein Leben zu erhalten?“


sie wusste nicht wie sie ihre Frage formulieren sollte… sie würde ihn versuchen zu heilen… währen ihre Kräfte zu schwach würde sie andere Wege suchen wollen,… und wenn es der Gang zum Orakel sei… das er sich der Prüfung unterzog, bereit zu sein, um wieder geboren zu werden
Doch sie wusste nun auch um die Sitten und Gebräuche im Eisland, fühlte er sich hier so verbunden, das er hier seine letzte Ruhe finden wollte? Dann würde sie es akzeptieren müssen… bange um seine Antwort sah sie ihn Prüfend in die Augen

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Pi-
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#37

Beitrag: # 54473Beitrag Pi- »

Beruhigend lächelt er sie an. Legt seine Hand auf ihre Wange und streichelt ihr kurz darüber.
"Mache dir über solche Dinge keine Gedanken. Sie machen dein Herz schwer. Ich werde in die Höhlen gehen, wie jeder meines Volkes.... Wenn die Zeit gekommen ist.... Ich denke du würdest schon das richtige machen, sollte ich selbst nicht mehr in der Lage dazu sein."
Was sollte er ihr anderes sagen? Alle in Eisland wachsen mit dem Wissen um ihre Vergänglichkeit auf. Sie fürchten sich nicht vor den Höhlen. Vielmehr fürchten sie sich durch die Hand des Feindes zu sterben und die eigene Heimat nie wieder zu sehen.

"Ich weiß nicht ob es richtig wäre nur weil man keinen Abschied nehmen möchte das eigene Leben auf anderen Wegen zu verlängern. Pjeer wird in 5 oder 6 Jahren gehen. Ich werde bis dahin keine 30 Jahre alt sein. Niemand wünscht sich mehr wie ich, das diese Zeit niemals kommen wird."
Pi wusste was von ihm erwartet wurde wenn sein Vater einmal nicht mehr war. Er fürchtet sich davor dieser Aufgabe nicht gewachsen zu sein.

Langsam brach die Dunkelheit ein und das grünblaue Band das stetig über sie hinwegzog, veränderte seine Farbe in rot und lila. Pi hob kurz den Blick nach oben. Dieses Naturschauspiel war eines der Dinge die er in Althea vermisste.

Chayna sprach nicht alle ihre Gedanken aus. An den Weg der Prüfungen und des Orakels dachte Pi nicht. Er hatte dazu seine eigene Meinung. Danach gefragt hatte sie ihn aber nie.
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Chayna Lucis
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#38

Beitrag: # 54483Beitrag Chayna Lucis »

….sie spürte seine Warme sanft streichelnde Hand auf ihrer Wange, sie sollte sich keine Gedanken machen…. Das sagte er ….. aber helfen würden ihr jene Worte nicht…. Die Bilder in ihrem Kopf waren gesät… und sie wusste nur zu gut, dass ihr Unterbewusstsein nun Alarmiert war, egal was Pi sagte… egal was er tat. Die Berge hatten etwas bedrohliches für sie….

Die anbrechende Dunkelheit, mit ihrem einmaligen Farbenspiel brach herein, die Insekten und Vögel suchten sich einen Ruheplatz, und Chayna stand wie gebannt neben Pi, noch nie hatte sie so ein Naturschauspiel selber gesehen, davon gelesen… ja… das gelesene Glauben… das konnte sie erst jetzt…

Doch ihr Gedanken-Karussell stand nicht still
„Nala ist die dritte Frau von Pjeer, nicht wahr?“
so erinnerte sie sich an die Worte…Und dachte dabei an den großen kräftigen Mann mit rotblonden langen Haaren, die mit mehreren Zöpfen zusammengeflochten waren, und seiner doch sehr beeindruckenden Stimme

„Er hat er also schon zwei Frauen den Bergen, der Medusa übergeben? Und… wenn er selber geht, den Weg des Todes… wer übernimmt dann seine Aufgaben? Wird es Nala sein… weil sie seine derzeitige Frau ist, oder übernimmt die Führung immer ein Männliches Mitglied?“

„Und … wenn man bereits gestorben ist, also, nicht in der Höhle, durch den Blick der Medusa… wird man dann dennoch in die Höhle der Toten gebracht, um bei seiner Familie verweilen zu können?“


natürlich wusste sie das sie Pi mit ihrem Redeschwall unter Umständen nun überfordern würde… auch war das Thema nicht gerade etwas, worüber man gerne Plauderte, doch Chay brauchte gerade einfach die ein oder andere Information.

Weiterhin betrachtete sie das Naturschauspiel, sie hatte sich bei Pi angelegt, die Hände miteinander verflochten, die Robe fest um sich geschlungen, da die Kälte in sie hineinkroch….
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Pi-
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#39

Beitrag: # 54484Beitrag Pi- »

Pi löst seine Hand aus der ihren und legt seinen Arm um ihre Schultern. Dabei legt er seinen Umhang um sie und zog sie etwas an sich heran, damit sie nicht frieren musste. Während er erzählt sieht er auf das wabernde Band aus Licht das seiner Erzählung nach Bilder in den Himmel zu malen schien.

"Tora, seine erste Frau starb im Kindbett mit ihren ersten Sohn. Danach ist Pjeer noch einmal zur See gefahren. Er wurde ein zorniger grober Mann. Der Schmerz um den Verlust von Frau und Sohn hat ihn kalt werden lassen. Nach ein paar Jahren hat er meine Mutter als Kriegsbeute mit nach Eisland gebracht. Stoisch ertrug sie seine Launen. Sie gebar ihm eine Tochter zwei Jahre später einen Sohn. Erst als sie ihm den Sohn gebar wollte er ruhiger werden. Zugleich lies er seinem Sohn die harte Erziehung der Eisländer zukommen.
Meine Mutter, sie liebte meinen Vater nicht und er liebte sie nicht. Eines Tages nutze meine Mutter die Gelegenheit und stahl meinem Vater was ihm lieb und teuer war. Ich war keine 6 Jahre alt als wir das Schiff bestiegen und Eisland verließen. Auf dem Weg nach Althea wurde das Schiff von Piraten überfallen. Meine Mutter ging ins Meer. Sie sagte mir das sie nun eine Meerfrau werden würde. Sie hat die Höhlen nie gesehen.

Nala ist seine dritte Frau, sie gebar Pjeer keine Kinder. Sie kommt aus dem Süden von Eisland. Sie hat Pjeer ganz gut im Griff denke ich. Zumindest ist er besonnener geworden.

Egal was für ein Mensch Pjeer ist, er ist der Mann der mich gezeugt hat. Ich trage sein Blut und sein Vermächtnis. Wenn Pjeer geht, erwartet das Dorf das ich seinen Platz einnehme. Wenn die Ernte rum ist, wird das Dorf ihn prüfen ob er weiterhin ein guter Anführer sein wird."


Pi presst die Lippen zusammen. Er löst seinen Blick vom Himmel und sieht Chayna ernst an.

"Und das Dorf wird erwarten das ich meinen Vater prüfen werde."

"Darum wünscht sich keiner so sehr wie ich, das mein Vater noch lange die Kraft, die Stärke und den Willen hat zu Leben.

Die meisten Alten gehen vor der Eiszeit. Damit die Nahrung den Winter über das Volk satt machen kann. Denn die Eiszeit kommt. Jedes Jahr zur selben zeit.

Natürlich versuchen wir unsere Toten mit nach Hause zu nehmen um sie zu den Höhlen zu bringen. Es gibt für einen Krieger Eislands keine größere Ehre als auf dem Schlachtfeld zu sterben. Viele würden den Tod auf dem Feld dem Blick der Medusa vorziehen. Zugleich wünscht sich ein jeder die letzte Ruhe in der Heimat zu finden."


Auf der Ferne hört man ein Horn aus dem Dorf rufen. Pi dreht sich um und sieht zum Dorf zurück.

"Wir sollten zurück gehen, bevor die Tore geschlossen werden. Sonst müssen wir die Nacht hier draußen verbringen."

Mit ihr im Arm dreht er sich um und geht die ersten Schritte zum Dorf zurück.
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Chayna Lucis
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#40

Beitrag: # 54486Beitrag Chayna Lucis »

Das Umsorgt werden tat ihr unsagbar gut, und Chay schmiegte sich unter den warmen Umhang von Pi, und lehnte sich in seinen Arm, während sie das ein oder andere über die Frauen von Pjeer oder ihm selber erfuhr …. war nicht schön anzuhören, gehörte aber natürlich zum Teil zur Lebensgeschichte von Pi

Sie hatte gefragt, wollte es wissen und er antwortete, so gut es eben ging und doch merkte sie das auch er damit haderte, sah wie er die Lippen zusammenpresste und es fiel ihr schwer weiter zu fragen, doch das ein oder andere brannte ihr noch auf der Seele.

„Wenn die Ernte also bald vorbei ist, und dein Vater, also Pjeer vom Dorf geprüft wird, wie kann ich mir das vorstellen, und was erwartet das Dorf von Dir, wie sollst du ihn prüfen?“


„Ich weiß das dies sehr persönliche Fragen sind, aber ich habe dich hierher begleitet, diese Reise hatte einen Sinn, und wohl auch genau jenen der Prüfung, so denke ich“

überlegend und Fragend blickte sie Pi an

„Und selbst ich wünsche mir aus den wenigen Informationen die ich nun habe, das Pjeer seine Aufgaben noch lange erfüllen wird, ich möchte ungern ohne dich zurück nach Altea reisen müssen.“

sie seufzte leise, denn um sie ging es gerade keineswegs, egal was auch immer ihre Wünsche seien, hier war ein Dorf,
ein Volk, eine andere Lebensweise, ganz egal was hier vor sich ging, sie würde es so hinnehmen müssen, solange es sie nicht selbst betraf, denn sie konnte nur für sich selber, für ihre Zukunft, für ihr Leben entscheiden, das wusste sie nur zu gut… sie war hier zu Gast, eine Begleitung und konnte nur dafür sorgen, dass sie nicht zu einer Belastung wurde

Aus der Ferne wurde nun das Rufen des Hornes laut, welches Chay nun schon einige Male vernahm, und sogleich wendete sich Pi um und schaute Richtung Dorf, die Aussicht die Nacht hier draußen vor dem Tor zu verbringen, war keinesfalls verlockend, und so drehten sie sich gemeinsam um.

Chay hatte ein flaues Gefühl in der Magengegend, der erste Tag war so ereignisreich, und sie hatte so viel gehört und würde wohl noch das ein oder andere sehen, und auch erleben, bis sie endlich ein wenig Ruhe und Entspannung finden würde

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#41

Beitrag: # 54487Beitrag Pi- »

Pi blieb Chayna eine Antwort auf ihre Fragen schuldig. Sie mussten zurück bevor die Frauen die Tore mit ihren Eiszaubern versiegelten. Waren die Tore erst einmal zu, gab es in der Nacht keinen Einlass mehr in das Dorf. Das Horn würde drei mal ertönen, ehe die Tore verschlossen wurden.

Pi und Chayna erreichten das Dorf beim zweiten ruf des Horns. Mit ihnen kamen noch viele andere mit Körben oder sogar Handkarren beladen von den Feldern zurück. Es war wieder ein buntes und geschäftiges Treiben. Die Ernte wurde in die Langhäuser im äußeren Ring eingelagert. Pi zeigte Chayna alles und erklärte ihr den Sinn und Zweck von allem noch einmal.


"Unser Dorf ist etwas besonderes. Bei uns gehört allen alles. Wir haben untereinander keinen Handel. Die Lebensmittel werden im äußeren Ring gelagert. Falls es die Eistrolle doch einmal schaffen den Wall zu überwinden, werden sie sich an den Vorräten aufhalten und die Dorfbewohner haben Zeit sich für die Verteidigung vor zu breiten. Jeder tut das was er am besten kann und teilt sein Wissen mit der Gemeinschaft.
Wenn das Eis kommt, dann schlachten wir die Tiere die die Jungen von ihrer Kaperfahrt mit gebracht haben. Es werden alle Tiere auf einmal verarbeitet. Das Eis hält das Fleisch frisch. Wir können die Tiere nicht die Eiszeit durch am Leben halten. Sie würden unsere Ernte auffressen ehe der zweite Monat vorüber ist. Die Eiszeit dauert aber genau 210 Tage.

Der Ablauf ist immer gleich. 5 Tage die Ernte rein holen. Dann kommt die Eiszeitnacht. Ab diesen Tag sehen wir die Sonne nicht mehr für 100 Tage. Dann ist das Schlachtfest, danach die Prüfung der Alten. "


Pi vielen noch so viele Informationen ein die Chayna mit Sicherheit auch alle am liebsten sofort gehört hätte. Doch er lenkte ihrer beiden Schritte zum Haus seines Vaters zurück. Es war zeit für das Abendessen.
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#42

Beitrag: # 54488Beitrag Chayna Lucis »

...sie gingen weiter, blieben weder stehen noch eilten sie besonders, und so hatte Chayna Zeit, um die Dinge die um sie herum geschahen, zu beobachten.

Sie ging mit Pi zu dem äußeren Ring der Langhäuser, achtete darauf niemandem im Weg zu stehen und lauschte den Erklärungen von ihm, welche selbst für sie Sinn machten.

Sie hatte noch nie einen Eistroll gesehen, also, nicht dass sie jene Wesen leibhaftig vor sich sehen wollte… nein… aber vielleicht gab es Zeichnungen, damit sie sich etwas unter jene Wesen vorstellen konnte.

Chayna blickte in den Himmel, die Dunkelheit war langsam aber stetig hereingebrochen, sie konnte es sich überhaupt nicht vorstellen, wie es war, wenn man die Sonne nicht mehr sehen konnte, natürlich gab es andere Lichtquellen, und dennoch wusste Chay, das dies für sie sehr ungewohnt sein würde, und ihr kam das Sonnengedicht aus Kindertagen in den Sinn…

..ooO(Groß ist die Sonne, hell und warm ihr schein, niemand sollte ohne Sonne sein… eine Große Wolke hat sie zugedeckt, doch schon rief sie da bin ich… ich hab mich nur versteckt….)Oooo..

Ganze 210 Tage lang, würde die Sonne nicht mit dem Auge zu sehen sein. Noch während Chay nachdachte, hatte Pi sie wieder in Richtung seines Vaterhauses gelenkt, nun würde das ein oder andere Abend und Familien ritual folgen, und dann würde ihr Körper endlich ruhen können, fast schon hatte sie das Gefühl stehend einzuschlafen…..
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#43

Beitrag: # 54489Beitrag Pi- »

Der Tag war für alle Ereignisreich gewesen. Beim Abendessen gab es die gleiche Sitzordnung wie zum Mittagessen auch. Es war reichlich von allem Vorhanden und jeder wurde satt.
Nach dem Essen wurde gemeinsam abgeräumt und während die Frauen den Abwasch erledigten, versorgten die Männer noch einmal die Eisbären und ließen diese für die Nacht nach draußen.

In allen Tätigkeiten wurde Chayna eingebunden, als wäre es Selbstverständlich und als wäre sie schon immer dabei gewesen. Die Frauen hielten sich zurück ihr zu viele Fragen auf einmal zu stellen. Sie würden die ganze Eiszeit über wohl Zeit haben einander kennen zu lernen. Durch Pi's Rückkehr mit Chayna als Begleiterin, versprach es ein Kurzweiliger Winter zu werden.
Die beiden waren weit gereist, wie ihre Jungen auch. Man wollte sie alle erst einmal Ruhen lassen.

Zum schlafen teilten sich die Familien genau so auf wie Yuli es Chayna erklärt hatte. Pjeer und Nala schliefen auf der Seite auf der auch Pi und Chayna ihre Felle hatten. Die anderen Paare jeweils auf der anderen Seite. Die 2 und 3 Jährigen schliefen bei ihren Eltern, wohin die älteren Kinder sich links und rechts zwischen den Erwachsenen zusammengekuschelt ihren Schlafbereich hatten.

Pi hatte, nachdem er Flaga versorgt hatte ihr Reisegepäck bereits nach oben gebracht. Chayna würde dort ihre Habseligkeiten finden.
Ihr Persönlicher Bereich war in etwa 3 mal 3 Meter groß. Sie hatten 3 Wände die mit Fellen verkleidet waren. Über die Ecke hingen Regale an einer Stange die in die Eiswände eingelassen war. Auf dem Boden waren Strohmatten ausgelegt. Darauf ein dicker Teppich.
Der Schlafbereich brauchte in etwa die hälfte des Raumes. Eine Doppelschicht Matratzen belegt mit großen Fellen, dicken Decken und Kissen.

Pi entkleidet sich wie immer bis auf sein Unterhemd und eine eine lange Stoffhose. Dann schlupft er unter die Decke und wartet das Chayna ihm folgen würde.
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Chayna Lucis
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#44

Beitrag: # 54490Beitrag Chayna Lucis »

…sie hatte recht wenig Appetit, naschte eher ein wenig, und hatte Zeit ein wenig ihren Gedanken nachzuhängen, sprach ein wenig mit dem Plappermäulchen, und merkte schon dabei wie ihr ab und an für Sekunden die Augen zufallen wollten.

So war es ihr ganz recht, den Frauen zu helfen, ganz selbstverständlich griff sie zum Tuch um das Geschirr abzutrocknen, und ließ sich dabei auch direkt zeigen, wo die jeweiligen Sachen verräumt wurden.

Immer wieder gähnte sie verlegen, und hoffte das nun kein Abendprogramm mehr anstand, denn dabei wären ihr wohl tatsächlich die Augen zugefallen, und das wäre ihr unsagbar peinlich gewesen. So konnte sie als alle Arbeiten erledigt waren, endlich den Schlafbereich betreten

Chayna blickte sich um, und stellte wieder einmal fest, wie praktisch das Langhaus doch eingerichtet war, zweckmäßig aber dennoch überaus gemütlich und reinlich.

ohne groß nachzudenken, wozu auch, es würde sich dadurch ja nichts ändern, begann sie sich für die Nacht fertig zu machen, kurz überlegte sie, betrachtete noch einmal ihr kleines Reich, und überdachte was sie zur Nacht tragen sollte.

Zuhause auf Althea trug sie meist nur ein Leibchen, reichte es doch vollkommen aus, und sie hasste es, sich während der Nach in der Kleidung zu verwickeln.

Auf dem Schiff war sie schon recht angezogen in die Hängematte gegangen, was auch den vielen Männern und die nicht verfügbare Privatsphäre zu Schulden war.

Da sie nicht abschätzen konnte wie kalt es die Nacht über werden würde, entschied sie sich erstmals es wie auf dem Schiff zu halten, für die nächste Nacht wüsste sie dann besser Bescheid.

Pi lag bereits, was ihr ganz recht war, denn so konnte er schon mal die Decke anwärmen… man musste ja schließlich auch praktisch denken, sie ordnete noch die Kleidung des Tages, kämmte sich ihr Haar und flocht es grob zusammen, und drehte es dann auf, so das ihr, und Pi des Nachts nicht das Haar im Weg sein würden.

dann trat sie zu ihn, wartete das er ihr die Decke anheben würde und genoss die wohltuende Wärme die jene schon abgab. Sie legte sich so, dass sie Pi anschauen konnte, so war es möglich noch ein paar kurze Worte zur Nacht zu sprechen. Zudem wollte Chay noch erfahren, wann die Nacht hier vorbei wäre, es gab ja schließlich viel zu tun, und vielleicht hätte auch er noch das ein oder andere zu erzählen oder anzumerken....
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Pi-
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#45

Beitrag: # 54502Beitrag Pi- »

Pi hob die Decke an und wartete bis Chayna sich zu ihm legte. Eine Tranlampe spendete noch etwas Licht so das sie sich noch eine Weile ansehen konnten. Liebevoll sieht er sie an und flüstert leise.

"Es müssen für dich viele Eindrücke sein die du heute bekommen hast. Versuche nicht alles am ersten Tag zu fragen. Ich weiß das du ganz viele Fragen hast, aber nun schließe erst einmal die Augen und verarbeite was du gesehen hast. Morgen haben wir noch viel zu tun. Du hast die Felder gesehen. In 2 Tagen werden sie weg sein"


 Er zieht Chayna an sich heran und spendet ihr mit seinem Körper wärme. Nahe an ihrem Ohr haucht er noch leise. "Gib allen Zeit, manche Fragen beantworten sich von selbst wenn du nur die Geduld hast zu beobachten"

Ja, Chayna war noch eine Junge, sie würde wie alle Kinder in Eisland lernen müssen was Geduld ist und das sie beobachten musste um zu lernen.
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Chayna Lucis
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#46

Beitrag: # 54503Beitrag Chayna Lucis »

sie blickte ihn kurz fragend an, fragte jedoch nicht, sondern kuschelte sich einfach an ihn, er würde schon zurückweichen, wenn es ihm zu nähe wäre "Ja es war schon recht viel heute, und ich weiß auch gar nicht wohin mit meinen Gedanken, alles wird sich finden, nicht wahr?"

Ihre Augenlieder flackerten, sie spürte es, sie schloss ihre Augen, und öffnete sie wieder "Schlafe gut, und träume etwas schönes" erwiderte sie leise, zog das wärmende Fell etwas enger um sich und schloss dann nun wirklich ihre Augen... es dauerte nicht lange... da hörte man sie ruhig und gleichmäßig atmen…sie spürte seine wohltuende Nähe, und fühlte sich wie immer wohl und Geborgen in seiner Gegenwart. .... Die Träume, die sie vermutet hatte, ..... blieben aus, es lag wohl an der körperlichen Erschöpfung.

Auf dem Schiff hatte sie sich nur ausgeruht.Kaum einen Handschlag getan... nur um den Männern aus dem Weg zu gehen... hier verhielt es sich nun genau anders herum. es wurde erwartet das sie sich ein brachte.. und sie tat es von Herzen gerne.. doch nun... nun brauchte sie ... schlaf
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Pi-
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#47

Beitrag: # 54504Beitrag Pi- »

Es war noch dunkel, als Pi sich vorsichtig von Chayna löste, darauf achtend das er sie nicht wecken würde. Er nahm sich seine Kleidung und lies Chayna schlafend zurück.
Auf dem Weg nach unten traf er seinen Vater an, der wie er sich angezogen hatte um 2 Stunden vor der allgemeinen Aufstehzeit das Haus zu verlassen.
Gemeinsam laufen Vater und Sohn im Dauerlauf ihre Runde um das Dorf. Dabei waren sie nicht die Einzigen, nach und nach gesellte sich ein weiterer Krieger dazu. Es wurde nicht gesprochen, nicht gesungen. Gemeinsam liefen sie nur ihre Runden.

Zur Zeit des Aufstehens waren Pi, Björn, Dragan und Pjeer zurück im Haus. Pjeer schlug sachte auf eine Triangel die an der Wand hing. Das Zeichen für alle das es an der Zeit war auf zu stehen.
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Chayna Lucis
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#48

Beitrag: # 54505Beitrag Chayna Lucis »

Chayna schlief den Schlaf der gerechten.. tief.... sie merkte zunächst nicht, das Pi aufgestanden war, doch irgendwann fehlte es ihr an Körperwärme....... sie tastete... aber... da war nichts.
…Für einen kurzen Moment schlug die ihre Augen auf... sprach den kleinsten aller Licht Zauber... und tatsächlich... sie war allein...

sie seufzte leise... und beschloss sich wieder herum zu drehen... gewiss würde er gleich wiederkommen

abermals schlief Sie tief ein.... selbst die Triangel vernahm sie nicht... sondern baute die Geräusche Kulisse in ihre Träume mit ein.....
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#49

Beitrag: # 54506Beitrag Pi- »

Es kam morgendliche Bewegung ins Haus. Die Kinder liefen durcheinander. Es wurde nach Kleidung gesucht und auch lautstark danach gefragt. Vor dem Badezimmer gab es ein Gedrängel, wer wohl als erstes dran war. Die beiden Mütter der 7 Kinder hatten alle Hände voll zu tun ihre Bande im Zaum zu halten und sich gleichzeitig um das Frühstück zu kümmern. Auch die Männer packten mit an das der Tisch bald gedeckt war.

Nala verlies als nächste das Haus und kam auch erst kurz vor dem Frühstück selber zurück.

Yuli fiel natürlich auf das Chayna wohl noch nicht wach war.
"Schläft Chay noch? Schläft die immer so lange? Soll ich sie wecken?" wendet sie sich an Pi und wartet erst gar nicht auf eine Antwort von ihm. Schon saußt sie nach oben, bleibt danna ber vor den Fellen die den Schlafbereich vom Langhaus trennen stehen.
"Auchgewacht, aufgewacht, der Tag bricht an die Sonne lacht" *ruft die fröhlich vor den Fellen. Beinahe war sie schon versucht ihren Kopf durch selbige zu stecken um nach zu sehen wie weit Chayna war.
 
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Chayna Lucis
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#50

Beitrag: # 54507Beitrag Chayna Lucis »

... nun endlich... war es soweit... Chayna schreckte auf. Saß sogleich senkrecht im Bett, und schaute sich entsetzt um.

Sie hörte das geschäftliche Treiben im Langhaus... das Gemurmel. Geklappere... Kinderlachen... und....

.... ja.. Yulis Worte :....aufgewacht.... die Sonne lacht....

.. wie peinlich.es ihr nun war. "guten Morgen, Yuli..." spricht sie verschlafen.. während ihr Puls rast...

"Ich mache mich ganz rasch fertig.. ja? Ich beeile mich"

Schon war sie aufgesprungen um sich in Windeseile um und ….an zu ziehen... fand das Bad... machte nur das nötigste... und war dann nun auch endlich soweit

schnell noch richtete sie die Felle und die Schlafstätte wieder.... und ging dann, mit roten Wangen zu den anderen.

"Einen himmlischen guten Morgen, allerseits" sprach sie in den Raum.
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