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Eisland - Eine Heldenreise (Nacherzählung)

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Pi-
Bauer / Bäuerin
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Registriert: Sa 11. Jun 2022, 11:26

#1

Beitrag: # 54356Beitrag Pi- »

Was ist eine Heldenreise?
 
Bei einer Heldenreise begibt sich der Reisende auf einen Weg, oft aus einem Impuls heraus. Manchmal auch aus einer anhaltenden Situation aus der er Ausbrechen möchte. Oft hadert der Held und schiebt die Reise auf, vertröstet sich selber das gerade nicht der Rechte Zeitpunkt wäre. Doch dann gibt es einen letzten Anstoß und die Reise beginnt. Während der Reise wird er an seine eigenen Grenzen gebracht, bringt sich im besten Fall bewusst selbst an diese. Es kann eine einfache Wanderung sein, oder eben eine längere Reise, eine Abwesenheit aus dem gewohnten Umfeld um seinen Horizont zu erweitern. Bei der Reise trifft der Reisende auf neue Mentoren, gewinnt neue Freunde, lernt diese auch wieder gehen zu lassen, oder trifft auf neue oder alte Feinde. Eine Heldenreise durchläuft meist verschiedene Stadien in denen der Reise vor verschiedene Herausforderungen gestellt wird. Oft gibt es noch einmal einen Tiefpunkt, bevor der Geist gestärkt die Weiterreise und zum Schluss auch die Heimreise antritt. Zu Hause kann der Reisende noch lange Zeit von seiner Heldenreise schöpfen und ein anderes, bewussteres Leben führen.
 
 
 Prolog:
 
Manchmal kommt man in Situationen im Leben, in denen man einfach nicht mehr weiter weiß. Es gibt kein vor und kein Zurück mehr. Man hadert mit sich selbst, den eigenen Bedürfnissen, seiner Einstellung und den Erwartungen der anderen. Decken sich diese auch mit den eigenen Wünschen? Dem eigenen Empfinden? Zum Schluss bleibt einem manchmal nur die eigene Heldenreise. Eine Reise, hin zu einem Finden des eigenen Selbst.

Die Volljährigkeit noch nicht ganz erreicht, doch von der Natur gesegnet, zog sie die ersten Blicke und Avancen mancher Männer bereits auf sich. Schon immer war sie ein offener und herzlicher Mensch gewesen, doch war sie auch noch ein Kind und ein Kind wollte sie auch sein. Ihr Geist war noch nicht so weit, den eindeutigen Angeboten und Forderungen mancher Männer gewachsen zu sein.
 
Dennoch gab es da diesen einen Freund. Den einen, der sie stets nur als das sah und behandelte was sie nun einmal war. Ein von Neugier getriebenes Mädchen, das es nicht müde wurde mit offener Neugierde die Welt zu erkunden. Ein quirliger Freigeist mit Hummeln im Hintern und 1000 Fragen auf einmal im Sinn. In den Augen dieses jungen Mannes war sie noch immer ein 'Junges' wie er zu sagen pflegte. Unantastbar ehe sie ihr 21 Jahr erreicht haben würde. Er war ein Krieger, der das Vertrauen ihres Vaters genoss. Sie kannte ihn als Kind schon, wurde mehr oder weniger sogar mit ihm groß.
 
Seine Heimat war Eisland. In jenes Land zog es ihn immer wieder zurück. Als es wieder einmal so weit war und Pi ihr davon erzählte, wollte sie diese Gelegenheit nutzen und Goldmond für eine Weile hinter sich lassen. Eisland versprach ein neues großes Abenteuer zu werden. Nicht wissend wann sie nach Hause zurück kehren würde....
 
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"Wir sind bald da."

Aufgeregt zieht Pi Chayna mit sich an Deck des Schiffes. Es ist später Abend, die Nacht hielt schon Einzug über dem Firmament. Er deutet hinaus in den Himmel auf dem in schillernden lila, blau und grün tönen sich ein waberndes Band zeigte

"Schau die Götter zeigen uns den Weg nach Hause."

Er legt seinen Arm um ihre Schulter und damit auch einen Teil seines Umhangs. Es wurde kälter auf dem Deck, jeh näher sie seiner Heimat kamen. Chayna sollte nicht frieren während sie den Anblick genossen

"Das Band der Heimat, es zeigt uns immer den Weg nach Hause"

erklärt er mit einem gewissen Wehmut in der Stimme.


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Zuletzt geändert von Pi- am Mi 15. Mai 2024, 20:38, insgesamt 2-mal geändert.
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Chayna Lucis
Bauer / Bäuerin
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#2

Beitrag: # 54359Beitrag Chayna Lucis »

*Sie ließ sich nur zu gerne von ihm mitziehen, seine Aufgeregtheit war ansteckend, und jede Art der Abwechslung hier auf diesem Schiff war ihr recht Willkommen. Bald würden sie von Bord gehen können.*

*Das Leben auf dem Schiff empfand Chayna als anstrengend, als einzige Frau unter Männern, die ihr teilweise nicht wohlgesonnen waren, die ihr böse Blicke zuwarfen, hinter ihrem Rücken tuschelten, oder auch jene, die sie mit ihren Blicken auszogen.
Das Lächeln auf Chay´s Lippen war längst eingefroren und nur zu gerne hätte sie das ein oder andere Male ihre Magie sprechen lassen wollen, doch sie wusste, dass sie damit die gesamte Besatzung und auch das Schiff gefährden konnte, also riss sie sich zusammen.*


*nun Blickte sie mit Pi in den Himmel und betrachtete sich das Schauspiel der Natur …. Der Weg nach Hause… zu seinem…. Zu Hause.
Tief atmete sie ein, ihre Gedanken überschlugen sich, was würde sie erwarten? Würden sich die Eisländer nicht wundern, das Pi in Begleitung kam, würde man auch sie willkommen heißen, oder würde es ihr wie auf dem Schiff ergehen,… ein Fremdkörper?*


*Sie schüttelte ihre Gedanken ab, und blickte Pi von der Seite her an, seine Nähe und seine Wärme taten ihr gut*

„Ich freue mich deine Heimat, dein Leben und die Eisländer mit ihren Sitten und Gebräuchen kennen zulernen“

*flüstert sie ihm leise ins Ohr, während sie noch immer das wabernde Band betrachtete*
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Pi-
Bauer / Bäuerin
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#3

Beitrag: # 54360Beitrag Pi- »

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Sie hatten eine gute Strömung, so das sie gut voran kamen. Mit der Flut setzte der Kapitän Kurs auf den Hafen. Bei der Einfahrt sahen sie das sie nicht das einzige Schiff waren das zu dieser Zeit den Hafen und die Strände ansteuerte.

Es war früher Vormittag als sie den Hafen erreichen. Von Lotsen wurde dem Schiff ein Liegeplatz zugewiesen, an dem bereits mehrere Männer und Frauen warteten um das Schiff zu löschen.
Die Hafenstadt war die einzige Stadt die aus Holz und Stein gebaut war. Hier kam das Holz an das mit den Schiffen aus anderen Regionen der Welt angeschafft wurde. So auch die Ladung die Pi aus Althea mit brachte.

Die Kaperfahrten der alten Traditionen sind mittlerweile einem Regen Handel gewichen. Die Schiffe kamen mit Holz, Stoffen und Tieren, welche auf Eisland nicht heimisch waren. Meist Schweine, Schafe und Rinder. Im Austausch belud man die Schiffe wieder mit Kohle, Erzen und Eisen.
Die Flacheren Drachenbote der Eisländer wurden direkt an den Strand gezogen, wohingegen das große Schiff aus Altheas einen Hafenplatz bekam.

Ihre Habseligkeiten hatten die beiden jungen Abenteurer schon zusammen gepackt als sie das Band der Heimat gesehen hatten. Die Aufregung wollte in beiden sich nicht mehr zügeln lassen.

Mit geschnürten Säcken und Taschen standen sie an der Reling und sahen auf das bunte Treiben am Hafen.


"Ich werde noch ein Auge auf das Löschen der Fracht werfen. Aber dann lass uns erst einmal in einem der Gasthäuser einkehren. Ich habe einen Bärenhunger."

Er wirft einen Blick auf Falga die schon ebenso unruhig von einer Tatze auf die andere tritt. Er hatte ihr ihren Sattel noch nicht aufgespannt. So unruhig wie die Eisbärin gerade war, wäre es auch kein leichtes Unterfangen gewesen sie zur Mitarbeit zu bewegen. Ihm dämmerte das er den Sattel wohl selbst an Land bringen müsste.

Die ganze Fahrt über hatte Flage sich ruhig verhalten. Sie ließ sich vom Schaukeln des Schiffes gerne in den Schlaf wiegen und verbrachte auch einen Großteil der Fahrt schlafend. Doch nun wo die Luft Eislands wieder zu riechen war, wollte sie nur noch an Land und im Wasser nach Fischen und Seerobben jagen. Sie konnte nicht mehr an sich halten und trotte ebenfalls zu der Reling. Kurz nur sah sie Pi und Chayna an, ehe sie sich mit einem Sprung in die Tiefe des Hafenbeckens verabschiedete.

Natürlich blieb dieses Schauspiel von den Leuten am Hafen nicht unbeobachtet. Einige erkannten sogar den riesigen Eisbären und brachen in Jubelschreie aus. Was genau sie sich zuriefen konnte man an Bord jedoch nicht verstehen.
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Chayna Lucis
Bauer / Bäuerin
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#4

Beitrag: # 54363Beitrag Chayna Lucis »

*Chayna war beeindruckt, näher und näher kamen sie dem Hafen von Eisland, sie betrachtete die schneebeladenen Eisberge voller Staunen, und wusste gar nicht wohin ihr Blick zuerst schweifen sollte.*


*Doch dann wurde sie jäh von Flaga abgelenkt welche nun ebenfalls zur Reling kam, die Absichten der Eisbärin waren für Chayna nicht vorhersehbar, und so kam ihr ein erstauntes “Huch“ über die Lippen, als Flaga ohne große Mühe in das Hafenbecken sprang, laut brummend und mit sich und der Welt zufrieden.*


*Der Schreck aus Chayna´s Augen war schnell wieder einem anderen Ausdruck gewichen… Neugier… Neugier darüber wie elegant sich Flaga doch im Wasser zu Bewegen wusste. Sie paddelte und trollte sich im Wasser, tauchte unter, und kam nach fünf Metern wieder zum Vorschein, nur um dann wieder abzutauchen und aus dem Blick von Pi und Chayna entschwand*


*Jetzt bemerkte Chay auch die vielen kleineren Drachenboote es war ein arbeitsreiches Treiben welches sie beobachten konnte. Es würde gewiss noch 1 auf zwei Stunden dauern, bis sie selbst auch von Bord gehen konnten



 "Ich werde noch ein Auge auf das Löschen der Fracht werfen. Aber dann lass uns erst einmal in einem der Gasthäuser einkehren. Ich habe einen Bärenhunger."
*vernahm sie die Worte von Pi und musste leise lachen, dabei blickte sie ihn an und zog ihre Augenbrauen leicht hoch*


*Sie selbst hatte lediglich etwas Appetit war sie doch viel zu Aufgeregt was sie alles erwarten würde, mittlerweile trug sie wieder eine ihrer weißen Roben, auch wenn es sich als unpraktisch erwies, so fühlte sie sich in jener Kleidung wesentlich wohler und auch selbstsicherer, ihre Haare trug sie halb geöffnet, und die ein oder andere Haarsträhne fiel ihr immer wieder ins Gesicht*


*Sie nahm einen tiefen Atemzug und blickte Pi nach der das Löschen der Fracht begleiten wollte, ihr selbst brannten viele Fragen auf der Seele doch sie würde sich in Geduld üben, vieles würde sich sicherlich auch von selbst ergeben*


*Endlich war es soweit, die Waren waren gelöscht, und Pi kehrte zu ihr zurück*
 

“Nun ist es soweit, nicht wahr, mein Herzensheld? Nun werden wir deine Heimat betreten, ich bin so überaus aufgeregt, mein Herz schlägt so laut, dass du es fast hören müsstest“*


*sie Griff nach einigen kleineren Säckchen und nach einer Tasche, nur zu gern hätte sie auch seine Hand ergriffen, aber sie war kein Krake konnte selbst nur zwei Hände aufweisen und so Schritt sie hinter Pi her, verabschiedete sich, noch höflich von der Besatzung welche sichtlich froh waren… diese Frau… von Bord zu wissen*


“Was ist mit Flaga?“ 


*Sie blickte sich suchend nach der Eisbärin um, dann jedoch war sie wieder anderweitig beschäftigt, sie schaute sich interessiert um, Atmete die kühle Luft ein und war selig endlich wieder festen Boden unter ihren Füssen zu spüren*


 
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Pi-
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#5

Beitrag: # 54364Beitrag Pi- »

Flaga verließ den Hafenbereich um auf Robbenjagd zu gehen. Endlich wieder anständiges Futter für sie. Nicht immer nur Schneehasen, Strauchbeeren oder Trockenfleisch dass ihr kleiner Freund Pi ihr mitbrachte. Sie war ein eigenständiger Eisbär und konnte sich gut selbst versorgen. Ihr kleiner Freund Pi würde für die nächste Zeit alleine zurecht kommen müssen.

Das löschen des Schiffes ging zügig voran. Die Hafenstadt hatte aufgerüstet und nun halfen Kräne beim be- und entladen der Schiffe. Nachdem der Krieger gesehen hatte das alles seinen Gang ging, nahm es sein Bündel wieder auf warf es über die Reling auf den Anlegesteg. Dann schnappte er sich den großen Reisesattel von Flaga und Schulterte ihn. An Chayna gerichtet kündigt er an.


„Den bringen wir ins Zeuchhaus. Ihren Sattel darf Flaga schön selber ins Dorf bringen.“

Er hätte Chayna gerne die Hand gereicht um über den schmalen Steg das Schiff verlassen zu können. Doch hatte er mit dem großen Sattel über der Schulter selber alle Hände voll zu tun um nicht von selbigen zu stürzen. Als er endlich festen Boden unter den Füßen hatte, kamen auch schon zwei junge Männer auf ihn zu. Beide waren in etwa in Pi's alter, hoch gewachsen und von kräftiger Statur. Einer der beiden nutze es aus das Pi sich noch darauf Konzentrierte den schwankenden Boden gegen festen Boden unter den Füßen zu tauschen.
Mit grimmigen Blick ging er auf Pi zu und baute sich mit gezogenem Beil in der Hand vor ihm auf. Zugleich brüllte er ihn ohne Worte, einem Bären brüllen gleichermaßen an.
Pi sah auf, ließ den Sattel fallen und griff zu seinem Hammer. Auch er baute sich in eine kriegerische Position auf und erwiderte das brüllen mit gleichen grimmigen Gesichtsausdruck.
Zwei mal gingen sie im Kreis ohne den anderen aus den Augen zu lassen.
Der andere junge Mann sah sich kurz gelassen das Begrüßungsritual an. Ging an den beiden Kriegern vorbei auf Chayna zu. Er legt seine Hand auf seine Brust und stellte sich ihr vor.


„Ik ben Raluf. Dat is mijn naam“
„We zagen Flaga en wisten meteen dat Pi de weg naar huis weer had gevonden.”
„Ik zal je helpen dit te dragen”


Seine Stimme war rauer als man sie sich von so einem jungen Mann vorgestellt hätte. Ebenso rau war seine sonnengegerbte Haut. Wie Pi hatten er und der anderen Krieger, der Pi noch immer grimmig gegenüber stand, geflochtene lange Haare. Nur im Gegesatz zu Pi's stoppeligen Bart, war Raluf's Bart buschig und fest. Er hatte sich links und rechts am Kinn kleine Perlen eingeflochten.

Ihm war nicht klar das Chayna ihn womöglich nicht verstehen würde. Ohne dies zu bedenken, greift er schon nach Chaynas Bündel um es ihr abnehmen zu können.



 
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Chayna Lucis
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#6

Beitrag: # 54366Beitrag Chayna Lucis »

*Chayna beachtete im ersten Moment die beiden jungen Männer nicht, doch dann stockte es ihr den Atem..*

oO(zum Donnerknispel noch mal…. was ist hier los?)Ooo 


*Noch bevor sie ihre eigenen Gedanken ordnen konnte hatte sie einige Schutzzauber wirken lassen, dies geschah mittlerweile aus dem Unterbewusstsein heraus. Jedes einzelne Haar auf ihrem Körper schien sich aufzurichten, sie begann zu vibrieren, und sie spürte das die Kraft der Erde sich seinen Weg suchen wollte.
Chayna blickte sich um, sie hatte ihre Magie nach der langen Schiffsfahrt nicht recht unter Kontrolle, und dessen wusste sie nur zu gut.*
*Zudem bemerkte sie im nächsten Wimpernschlag, dass es sich wohl um eine Art Begrüssungsritual handeln musste, und das keinerlei Bedrohung bestand.

*Abermals Atmete sie tief ein und aus, versuchte sich zu sammeln sie legt ihre Hände ineinander und ließ sie sich verflechten.*


*Chay bemerkte wieder Mals das Pi ihr viel zu wenig erzählt hatte, dass sie komplett unvorbereitet war, aber, sie hatte wohl auch zu wenige Fragen gestellt.
Um niemanden in Gefahr zu bringen wählte sie den Zustand der Zuflucht. Pi hatte alles bestens im Griff, dessen war sie sich bewusst.*


*Nun endlich nahm sie auch den anderen jungen Mann wahr, welcher sich ihr als Raluf vorstellte. Sie musste sich arg anstrengen, seinen Worten Folge zu leisten, das ein oder andere reimte sie sich zusammen, und als sie seine Geste bemerkte, das er beim tragen helfen wollte, war es ihr nur allzu recht.*


“Himmlische Grüsse“  

*Ihr lächeln hatte nun auch wieder ihre Stimme und ihre Augen erreicht*   

“Mein Name ist Chayna, und ich freue mich sehr, euch kennen lernen zu dürfen. An die Art sich zu begrüßen werde ich mich allerdings nicht so schnell gewöhnen können, was wird mich erwarten, wenn ich sehe, wie sich die jungen Frauen begrüssen?“

*Sie blickte wieder zu Pi*

   “Seid ihr beiden fertig oder braucht ihr noch einige Momente? Wenn ich mich recht erinnere hast du nach Hunger gerufen, vielleicht mögen uns die beiden Gesellschaft leisten, und während wir essen, wäre ich euch dreien sehr verbunden, wenn ihr mir mehr von solchen seltsamen Ritualen erzählt, damit ich mir nicht gar so dämlich vorkomme“


*so langsam fühlte sie sich wieder wohler in ihrer Haut, doch sie spürte das sie einen Ort für ihre Magie brauchte, sie musste die überschüssige Energie wirken lassen, damit nicht ausversehen jemand zu Schaden kam, sollte es noch mehr solche Überraschungsmomente geben*


*Endlich konnte sie sich nun wieder auf ihre Sinne konzentrieren, sie sog das ein oder andere Detail in sich auf, roch die leicht salzige Luft und spürte den Wind in ihren Haaren, irgendwo sang jemand ein Lied und ein Kinderlachen hallte zu ihr herüber*


 
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Pi-
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#7

Beitrag: # 54369Beitrag Pi- »

Zum Ende ihrer Begrüßung steckten die beiden Männer ihre Waffen wieder weg und reichten sich den Unterarm um diesen zu umfassen. Dann legten sie ihre Stirn aneinander.

"Thorben, Bruder, wo kommst du her?" Pi sah sich suchend Richtung Küste und Strand um. Dann wendet er sich Raluf zu und reicht auch ihm den Unterarm und sie legen sich die Stirn aneinander "Raluf, Bruder, wie war eure Reise? Was habt ihr Mitgebracht?" den zweiten Satz wendet er an beide gerichtet.

Thorben deutet zum Strand an dem mehrere Schiffe an Land gezogen wurden. Auch dort herrschte geschäftiges Treiben um die Schiffe abzuladen. Man sah das Tiere von Männern, jungen Frauen und Kindern zusammen getrieben wurden.
"Ich habe 2 Schiffe, 60 Mannen und 80 Junge unter meinen Befehl. Wir waren in Westerlanden und haben Nahrung mitgebracht." erzählt Thorben nicht ohne Stolz, dabei deutet er den Strand runter zu den Schiffen. Dann sieht er zu Chayna und verneigt sich tief vor ihr "Ich bin Thorben Arensson, Du hast wunderschöne Augen“ Dabei spielt er mit seinen Augenbrauen auf und ab und macht ihr dabei wohl schöne Augen. Schüchtern schien Thorben keineswegs zu sein.

"Ja und diese hat sie nur für 'mich'“ stellt Pi auch gleich fest, um jegliche Hoffnung sofort im Keim zu ersticken. Dabei legt er seinen Arm um Chaynas Schultern. "Mach dich Nützlich und hilf uns unsere Sachen zum Zeuchhaus zu bringen. Und dann lass uns trinken gehen.“ Thorben lachte laut auf und haut Pi freundschaftlich auf die Schulter "SKAL!“ ruft er laut und Raluf stimmt mit einem "SKAL!“ als Antwort mit ein

Pi sah zu Chayna rüber. Es werden viele neue eindrücke auf Chayna einstürzen. Auf die wenigsten würde er einen Einfluss haben können. Doch würde er ihr nicht jede Kleinigkeit vorne weg erklären können. Manches musste sie einfach durchs Erleben erfahren. Dennoch wollte er versuchen ihr immer Sicherheit zu vermitteln


"Flaga wird die nächsten 2-3 Stunden unterwegs sein und jagen. So lange werden wir hier in der Stadt auf sie warten müssen. Aber in der Hafenschenke werden wir gutes Essen bekommen und reichlich zum trinken" dabei grinst er auch schon wieder zu den Freunden. Die haben sich mittlerweile Nützlich gemacht und haben Pi den Sattel abgenommen. Selber Schultert er sich seinen Reisesack und nimmt auch Chayna noch eine Tasche ab, so dass sie nur noch ein kleines Bündel selber tragen musste.

Gemeinsam machten sie sich erst einmal auf den Weg zum Zeuchhaus um ihre Gepäck dort zu verstauen. Sie würden auf Flaga warten müssen. Pi hatte nämlich keine Lust selber alles bis nach Hause tragen zu müssen
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Chayna Lucis
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#8

Beitrag: # 54370Beitrag Chayna Lucis »

*.....sie lauschte den Worten und Erzählungen von Thorben, und blickte dann auch in die Angedeutete Richtung zum Strand hin, er schien ein recht erfolgreicher Geschäftsmann zu sein, und auf den Mund gefallen war er auch nicht, wie Chayna amüsiert feststellte. Nur kurz blickte sie ihm in die Augen* 

“Danke wie schön dass du es bemerkst“

*....Sie musste lachen, denn solche Komplimente machte Thorben gewiss jeder jungen Frau und es wirkte leicht aufgesetzt, sogleich wandte sie den Blick wieder Pi zu, der seinen Arm um ihre Schultern gelegt hatte* 

“Hach, ein Kompliment wirkt doch immer wie eine Streicheleinheit für die Seele, wollen wir dann los, ich mag gerne ein paar Schritte laufen, also, mehr wie auf dem Schiff, ich bin schon ganz zappelig.“

“Sage, eine richtige kleine Stadt, ein Dorf, oder eher ein paar kleine Hütten? Nun, dann also erst zum Zeuchhaus und in die Hafenschenke, ich mag nun auch gerne ein gutes Essen zu mir nehmen und bin gespannt was du mir empfehlen wirst.“ 


 *und während sie so sprach, dachte sie wieder an die Worte ihres Vaters, das sie wie immer viel zu viel redete und musste dabei lächeln, eine Angewohnheit die sie so schnell nicht ablegen würde, sie schritt  gut gelaunt neben Pi, und ihren beiden Begleitern her, brachten das Gepäck weg und kehrten dann in die Hafenschenke ein.*

*Ein angenehmes Stimmengemurmel empfing sie, die Schenke hatte ausreichend Tische, und irgendwo spielte jemand ein Musikinstrument, die Luft war erfüllt von leckeren Düften, der Koch schien sein Handwerk zu beherrschen.  Kerzen und Blumen auf den Tischen verleiten der eher einfachen Schenke eine gemütliche Atmosphäre, so dass man sich sogleich wohlfühlen konnte*



Sie legten die Mäntel ab und Chayna wartete darauf, das Pi ihr den Stuhl zurechtrückte. Sie war froh endlich wieder unter normalen Menschen zu sein, die Männer auf dem Schiff waren arg anstrengend für sie doch nun kam das Gefühl der Leichtigkeit wieder zum Vorschein.

 
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Pi-
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#9

Beitrag: # 54377Beitrag Pi- »

Ihre Habe war schnell verstaut und dem Zeuchwart ein paar Münzen gegeben.
Schon beim Eintreten in die Schenke kam ihnen der Geruch von gut gewürztem Essen entgegen. Frauen wie Männer saßen an einem großen langen Tisch und das Essen stand in der Mitte. Jeder konnte sich von allem irgendwie bedienen. Thorben und Raluf hatten sich bereits ins Getümmel gestürzt. Pi zog Chayna einen Stuhl zurecht, da kamen Thorben und Raluf auch schon mit ein paar Humpen Bier an und stellten es Pi und Chayna vor die Nase.

„SKAL!“ riefen die drei Männer in die Runde und begannen mit den Händen im Takt auf den Holztisch zu klopfen. Andere am Tisch taten es ihnen gleich. Dabei standen einer nach dem anderen auf und sie stimmten ein Lied an.

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Chayna Lucis
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#10

Beitrag: # 54380Beitrag Chayna Lucis »

*Sie ließ ihren Blick durch den Raum huschen, es waren recht viele Menschen anwesend, und das Stimmengemurmel zeugte davon, dass man sich kannte, es wurde erzählt und gelacht, am Ende des Tisches vernahm sie eine Art Streit Gespräch welches jedoch nicht ausuferte.*


*Pi schob ihr den Stuhl zurecht und setzte sich anschließend neben sie. Etwas irritiert schaute sie auf das Bier, welches Raluf und Thorben wie selbstverständlich vor ihnen abgestellt hatten, kurz blickte sie zu Pi, und überlegte ob sie tatsächlich davon trinken sollte. Doch bevor sie überhaupt eine Antwort für sich finden konnte, zuckte sie leicht zusammen.*

„SKAL!“ ….. 


*…das nachstehende Ritual, an welchem die Ganze Schenke teilnahm, bewirkte das Chay´s Augen sich vor Erstaunen weiteten. Sie wusste nicht wie ihr geschah, oder was geschah, doch es war ein magischer Moment, und so stand sie einfach mit auf, und genoss die Atmosphäre die geschaffen wurde. Nach dem Lied setzten sich alle wieder hin, die Gespräche begannen von neuen.*


*Für einen Moment schloss sie ihre Augen, und sprach ein Stummes Dankesgebet, Pi reichte ihr die ein oder andere Speise an. Das essen schmeckte Vorzüglich, auch wenn sie nicht erkunden konnte welche Gewürze benutzt wurden.*


*Die Zeit verging wie im Fluge, zumindest kam es ihr so vor, sie verstand nicht alles, was Gesprochen wurde, aber sie fühlte sich auch nicht unwohl……*


 
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Pi-
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#11

Beitrag: # 54382Beitrag Pi- »

Thorben und Raluf erzählten nicht ohne Stolz von ihrer Kaperfahrt nach alter Tradition. Seit 2 Jahren würden auch Mädchen mit auf Kaperfahrt gehen. Sie könnten genau so zupacken wie die Jungs, wären aber durch ihre Magischen Fähigkeiten eine große Bereicherung.
Man bedauere es sehr das Pi nach dem Verlust seines Waffenbruders Oleg die Heimat verlassen hatte. Raluf wollte schon anfangen von Pi's Heldentaten zu erzählen. Doch Pi hob die Hand um ihn Einhalt zu gebieten.
„Nicht Heute Raluf. Wir sind eben erst angekommen. Lasst uns nach den Tieren sehen und das Nachtlager aufschlagen.“

Thorben hatte derweil schon ziemlich einen über den Durst getrunken und sah Chayna immer wieder in die Augen. Ohne ihr zu Nahe zu kommen beugte er sich zu ihr rüber und seuselte in doch schon gut angetrunkener Stimmlage. „Schöne Augen....du hast wunnn..derschöne Augen“ Dabei schwankte er etwas vor und zurück, sah auf den Tisch vor sich um kurz darauf wieder in Chaynas Augen zu sehen und sich zu Wiederholen. „Wunder...schöne Augen“

Pi stieß Raluf in die Rippen und deutete mit einem Kopfzeig zu Thorben. „Du links ich rechts“ gab er an und die beiden Männer hoben Thorben von seinem Stuhl. Links und Rechts hakten sie ihn unter sich ein und führten ihn zur Türe raus. Während sie die Schenke verließen war wieder ein lautes SKAL zu hören und die ganze Schenke stimmte wieder das Lied zu Ehren den Wirts und des Bieres an.

Kurz vergewisserte sich Pi das Chayna ihnen folgen würde. Natürlich würde sie ihnen folgen. Die ganze Situation womöglich sogar ein wenig lustig finden. Zu dritt schwanken die drei Männer Richtung Strand. Dort hatte die Besatzung alle Tiere abgeladen und in bereits vor angelegte Bereiche zusammen getrieben und eingesperrt. Jeder hatte irgendwie zu tun. Es war ein buntes Treiben junger Menschen zwischen ihrem 10. und 25. Lebensjahr. Vereinzelt mochte der eine oder andere auch älter aussehen, doch im großen und ganzen waren es vor allem junge kräftige Männer und Frauen die sich an den Landungsstränden bewegten.

Sie brachten Thorben zu einem der 3 großen Zelte und legten ihn auf ein Lager mit Fellen ab. Das Zelt diente lediglich als Schlafsaal für alle. In der Nacht würden hier gut 30 bis 40 Männer und Frauen Platz zum Schlafen finden. Pi sah noch einmal auf Thorben der sobald er auf den Fellen lag zum schnarchen begann. Er sah Raluf an und fragte ihn was mit dem Anführer los sei.
„Wir haben 4 Männer und 6 Junge verloren.“ Raluf zuckt unbeholfen mit den Schultern. „Wir fahren nach alter Tradition, da gehört das dazu. Er wird es überwinden oder er wird nächstes Jahr kein Anführer mehr sein“

So war es. Ein Anführer musste auch mit dem Verlust seiner Leute umgehen können. Konnte er es nicht, würde ein anderer seinen Platz einnehmen. Thorben hatte 120 Männer, Frauen und Kinder im Alter von 10 bis 30 Jahren unter seinen Befehl. Selbst war er in seinem 27. Jahr. Sie waren 6 Monate gemeinsam auf reisen. In dieser Zeit wuchs man zu einer großen Familie zusammen und der Verlust eines Kriegers, wurde zum Verlust eines Bruders oder einer Schwester.

„Ich würde gerne heute Nacht hier bei den Brüdern und Schwestern bleiben. Es ist die letzte Nacht in der alle gemeinsam in einem der Zelte schlafen. Morgen werden alle in ihre Dörfer nach Hause ziehen. Auf Kaperfahrt gibt es nur die großen gemeinschaftlichen Schlafzelte. Sie sind Leicht und lassen sich schnell auf und wieder abbauen. Mit den Zelten sind wir flexibel. Schnell und beweglich. In fremden Landen lösen sich die Wachen alle 2 Stunden ab. So dass jeder ausreichend schlaf bekommt.“ erklärt er ihr den Sinn und Zweck des großen Schlafzeltes. Während Pi noch erklärte ertönte draußen vor dem Zelt ein Horn und die ersten Jugendlichen betraten das Zelt.

Plötzlich durchzog ein ansteigendes Gemurmel das Zelt und immer wieder trafen staunende, ungläubige, interessierte und begeisterte Blicke auf die 'Fremden' im Zelt.....
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Chayna Lucis
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#12

Beitrag: # 54388Beitrag Chayna Lucis »

Sie lauschte den Worten und den Erzählungen nur zu gerne, denn natürlich wollte sie gerne wissen, wie die Kaperfahrt nach alter Tradition von Statten ging, sie wusste darüber rein gar nichts, obgleich es Pi sehr wichtig in seinem Leben zu sein schien. Sie hatte das Gefühl in einer komplett anderen Welt angekommen zu sein, alles was sie bisher erfahren hatte unterschied sich so sehr von zu Hause, dass ihr ab und an etwas bange wurde, dennoch blitzte die Neugierde in ihren Augen.


Pi schien wohl zu wissen wann es genug Informationen für sie waren, denn er gebot dem ganzen nach einer gewissen Zeit Einhalt und sie konnte ein wenig durchatmen, und ihre Gedanken ordnen, sie war müde und auch ein wenig ausgelaugt von der Reise, und den ganzen Eindrücken, die nun in rasender Geschwindigkeit auf sie einprasselten.


Das Bier welches vor ihr stand, ignorierte sie bis auf zwei Schlucke gänzlich, sie schob es irgendwann Thorben zu, der jenes bereitwillig austrank. Bier zu trinken war ihr ungewohnt, und so sorgte sie lieber für eine Karaffe mit Wasser, zudem vernebelte es nicht ihre Sinne, wollte sie sich selbst doch keine peinliche Situation aussetzen.

Stets hatte sie ein leichtes lächeln auf den Lippen, und Thorben schien sich wohl zur Aufgabe gemacht zu haben sie zu unterhalten. Sollte er ruhig, ab und an schweiften ihre Gedanken ab, verstand sie nach einiger Zeit eh nicht mehr recht was jener von sich gab, mit jedem Bier welches er sich munden ließ, verringerte sich seine Aussprache zu einem Lallen, er wiederholte das bereits gesagte, und irgendwann war nur noch zu vernehmen ….

“was für … Schöne Augen....du hast wunnn..derschöne Augen“


Sie gab nichts darum…. irgendwann zur Fortgeschritteneren Stunde war der Pegel dann so hoch das Pi und Raluf beschlossen, dass er nun genug habe, sie folgte den drei Männern auf dem Fuße und wie Pi schon richtig vermutet hatte fand sie die ganze Sache doch recht amüsant, doch weitere Gedanken machte sie sich darüber nun nicht. Die junge Frau fröstelte ein wenig, denn es war eisig kalt, so zog sie ihren Umhang etwas fester zu und legte sich auch die Schwingen schützend um den Körper.

Das Ziel war eines der großen Zelte und Chayna staunte nicht schlecht, als sie erfuhr das hier 30 bis 40 Männer und Frauen Platz zum Schlafen finden würden, und als Pi dann auch noch verlauten ließ das er ebenfalls vor hatte die Nacht hier zu verbringen, wurde es ihr abermals kurz flau in der Magengegend, aber sie fasste sich recht schnell wieder, bisher hatte er immer gut auf sie acht gegeben, Vater vertraute ihm sogar ihr Leben an, sie würde Pi also diesem Wunsch nicht abschlagen, auch wenn sie vermutete das sie selber dort kein Auge zutun würde.


Dennoch würde sie sich wohl etwas Ausruhen, auf dem schaukelnden Schiff kam sie ja auch zurecht, da würde sie nun auch mal eine Nacht in einem Zelt verbringen können.

Ein Horn ertönte, und Chayna horchte auf…oOO(was hatte das nun schon wieder zu bedeuten?)Ooo…
Schlagartig füllte sich das Zelt noch mehr, und wieder wurde ihr bewusst wie fremd ihr das hier alles doch war, zudem sie wohl gerade auch als neue entdeckt wurde. Am liebsten hätte sie sich nun unsichtbar gemacht


Doch auch dieser Moment verging. Bald war ihr Herzschlag wieder regelmäßig und ruhig und sie ließ ihrerseits neugierig die Blicke schweifen. Die Felle sahen eigentlich recht gemütlich aus und keiner der hier anwesenden wirkte auf sie bisher in irgendeiner Weise bedrohlich, und alles würde sich irgendwie finden, schließlich war es ihr eigener Wunsch gewesen, mehr über Pi zu erfahren, und ein Stück seines Lebens, miterleben und daran teilnehmen zu dürfen.
Sie setzte sich auf eines der weichen Felle und strich mit den Fingerspitzen darüber. Nach und nach entspannte sie sich. Fächerte ihre Flügel auf und lauschte weiterhin Pi´s Vorstellungen wie es in den nächsten Stunden weitergehen würde.
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Pi-
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#13

Beitrag: # 54391Beitrag Pi- »

Pi setzte sich zu Chayna auf eines der Felle das sie sich raus gesucht hatte. Er legte seine Waffe neben dem Platz ab an dem sie schlafen würden. Auch die ersten Kinder und Jugendlichen taten es ihm gleich. Jeder suchte sich einen Platz zum Schlafen und legte seine Waffe neben sich.

An schlafen war jedoch noch lange nicht zu denken. Mit ihren Lichtzaubern hielten die Mädchen das Zelt erhellt. Langsam füllte sich das Zelt zur Gänze. Es war noch mal ein reges rein und raus laufen und das Geflüster und Getuschel wurde zu einem leisen raunen. Immer mehr junge Leute drängten sich in das Zelt. Mehr als es ursprünglich an Schlafplätzen vorgesehen war.

Pi erkannte von den älteren den einen oder anderen. Auch von den Jüngeren meinte er das eine oder andere Gesicht aus seinem Dorf zu kennen. Viele Augen starrten ihn und Chayna an. Nach und nach konnte man einzelne Wortfetzen sogar verstehen. Hauptsächlich die Jüngeren fragten bei den älteren nach.
„Ist er das?“ ...“Hat er sie noch?“ …. „Hast du sie gesehen?“ …. „Ja er ist es.“.... „Natürlich hat er sie noch“ von allen Seiten gingen die Fragen durch die Reihen und es bildete sich ein Kreis um die beiden Neuen im Zelt.

Aus den Reihen tritt plötzlich ein Knirps der in diesem Sommer vielleicht gerade sein 12. oder 13. Jahr erreicht haben dürfte. Er baute sich direkt vor Pi auf. Chayna schenkte er in diesen Moment noch keine Beachtung. Er hatte einen Dolch in der Hand und deutete damit auf Pi.
„Bist du Pi Pjeersson?“ fragt er ihn laut und für alle hörbar. Pi sah den Jungen mit festen Blick an. Er ging auf die Knie und richtete sich auf, so das er dem Jungen in die Augen sehen konnte. Er nickt ihm zu. „Der bin ich“
Die Miene des Kindes verfinsterte sich und er sah den Krieger vor sich grimmig an. Sein ganzer Körper spannte sich an und mit aller Kraft die er aufbringen konnte brüllte er Pi seinen Schlachtruf ins Gesicht. Es hörte sich noch ein wenig gequält und natürlich sehr Kindlich an. Doch Pi nahm den jungen Krieger vor sich dennoch sehr ernst. Auch er setzte eine grimmige Miene auf und Brüllte dem Jungen sein Bärengebrüll entgegen.
Im nächsten Moment brüllte und heulte es im ganzen Zelt. Arme wurden nach oben gerissen als gäbe es einen Sieg zu feiern. Der Junge vor ihnen hob die Hand an und augenblicklich verstummten alle im Zelt wieder. Er schlug sich mit dem Dolch in der Hand auf die Brust und reichte Pi anschließend nach Kriegermanier den Arm.
„Ich bin Oleg Orcas-son der Jüngere. Ich bin der Bruder von Oleg dem Älteren.“ stellt er sich Pi vor.

Pi ergreift den Arm des Jungen und sieht ihn sich genauer an. Der Junge sah aus wie sein bester Freund als sie selber noch Kinder waren. Beinahe hätte er schwer Schlucken müssen und er musste an sich halten den Jungen sich nicht an die Brust zu ziehen. Oleg lies sich nicht weiter beirren und fragte frei heraus.
„Hast du sie noch? Hast du sie bei dir?“ Pi wusste was der Junge meinte. Er griff an seine Seite und hob den Hammer in die Höhe. Dabei stand er auf um die Waffe allen zu präsentieren.
Wieder ging ein Jubelschrei durch das Zelt. Plötzlich gingen viele Stimmen durcheinander die alle das gleiche Forderten.
Erzähle uns ihre Geschichte!“

Pi hob beide Hände in die Höhe damit sich alle wieder beruhigten und Ruhe einkehrte. Dann erhob er die Stimme so das ihn alle Hören konnten. Im Kreis deutet er mit dem Hammer um sich auf jeden im Zelt und auch zu denen die am Zelteingang stehen mussten. „Ihr kennt sie die Geschichte. Lasst sie uns zusammen erzählen.“

Pi stimmt das Lied an und nach und nach stimmen die jungen Leute in das Lied mit ein.
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Chayna Lucis
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#14

Beitrag: # 54393Beitrag Chayna Lucis »

….Immer mehr gewöhnte sie sich an die Situation, die Anspannung der Letzen Tage und Stunden fielen von ihr herab, und das machte sich auch an ihrer Körperhaltung bemerkbar.

Sie entspannte ihre Schwingen und setzte sich angelehnt an Pi in einen gemütlichen Schneidersitz, lauschte seinem und auch ihren eigenen Herzschlag, und begab sich in eine leichte Meditation..
So bekam sie nur schemenhaft mit, was um sie herum vor sich ging, sie nahm einige Wortfetzen wahr und mit jedem Atemzug den sie machte vertiefe sich die wundervolle Energie.

nach einiger Zeit öffnete sie wieder ihre Augen, und ihre Gedanken kehrten zurück, gerade in jenem Moment wo ein Knirps vor ihnen stand, dieser hatte nur Augen für Pi, und so würde Chay einfach nur beobachten können was nun vor sich gehen sollte.

Pi löste sich von ihr und wandte sich ihm auf Augenhöhe zu, sie vernahm das Schlachtbrüllen der beiden.
Zuerst wollte sich ein lächeln auf ihr Gesicht legen, doch als auf einmal jeder im Zelt mit einstieg, fühlte sie die Verbundenheit aller, und Chayna war tief berührt
Sie war froh das sie nicht beachtet wurde und war fast erstaunt als wieder Ruhe im Zelt einkehrte, voller Spannung, lauschte sie nun dem Geschichtenlied.

Es war ihr ungewohnt, doch hier schien es gang und gebe zu sein. Sie bemerkte immer mehr neue Seiten an Pi, wie wenig sie ihn doch im Grunde kannte, wurde ihr erst so richtig auf der gemeinsamen Reise bewusst…
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#15

Beitrag: # 54396Beitrag Pi- »

Thorben ist während dem Gesang aufgewacht und hatte sich im Schneidersitz auf seine Felle gesetzt. Das Lied endet. Pi hebt noch einmal die Hände an. Mit kräftiger Stimme ruft er in das Zelt rein. „Eisländer!“ Ein Chor aus vielen Stimmen Antwortet ihm „Sind Wir!“
„Löscht das Licht und gute Nacht“ beendet Pi den Abend für alle. Noch einmal ging ein leises Gemurmel durch das Zelt, während sich alle augenblicklich ihren Schlafplatz suchten. Niemand zog sich um. Alle legten sich mit der Kleidung schlafen die sie anhatten. Reihe für Reihe lagen immer ein Junge und ein Mädchen nebeneinander. Die jüngeren hinten im Zelt die älteren näher am Eingang. Jeder Krieger hatte seine Waffe neben sich gelegt. Jederzeit griffbereit, falls sie in der Nacht überfallen werden sollten.
Es sollte nur ein paar Minuten dauern, dann war eine disziplinierte Stille im Zelt eingekehrt. Die Mädchen senkten nach und nach ihre Lichtzauber und es wurde dunkel im Zelt.

Pi legte sich zu Chayna in den Rücken. Er legte seinen Arm beschützend um sie und deckte sie beide mit einer Decke zu. Seinen Hammer legte er vor Chayna auf das Fell. Seine rechte Hand ruhte auf dem Griff der Waffe.


„Du warst ein guter Anführer Pi. Du wärst es immer noch. Sie würden dir blind folgen. Das weißt du?!“ war Thorbens Stimme hinter Pi zu hören. Pi gab darauf keine Antwort, sondern vergrub seine Nase in Chaynas Haare und schloss die Augen.

In der Nacht lösten sich alle 2 Stunden die Wachen ab. Immer 2 Mann tauschten leise den Schlafplatz.

Am nächsten Morgen hieß das gleiche Horn den neuen Tag willkommen wie es den letzten Tag verabschiedete. Es kam Bewegung ins Zelt. Es wurde sich gestreckt und laut gegähnt. Die ersten standen auch schon vor ihrem Schlafplatz und rollten ihre Decke zu einem Bündel zusammen.
Bevor Pi sich erhob rührte er Chayna sachte an der Schulter.
„Konntest du schlafen?“
Im nächsten Moment zieht er auch schon die Decke von ihnen runter und tat es den anderen gleich. Er legte die Decke zwei mal zusammen, ehe er sie zu einer Rolle aufrollte.

So wie Chayna auch auf den Beinen war, drückte er ihr die Decke dann in die Hand. Selber hob er die Felle auf, auf denen sie geschlafen hatten.
„Wir bringen gleich alles zu den Wägen. In 2 Stunden brechen wir auf nach Hause.“ Dann geht er vor raus und folgt damit anderen zu den Wägen. Die Decken wurden auf der einen Seite gestapelt, die Felle auf der anderen Seite.

Zum Frühstück gab es für die 114 Männer Frauen und Kinder Brot und kaltes Rupf-fleisch vom Vortag. Daneben stand ein Korb mit Äpfeln und Orangen, von denen sich jeder etwas nehmen konnte. Dazu gab es frische Milch die noch warm war.
Es war Aufbruch Stimmung. Keiner hielt sich lange mit einem ausgiebigen Frühstück auf. Das würde nur den Magen belasten. Vielmehr wussten alle Hände etwas zu tun. Die Zelte wurden abgebaut und auf die Wägen aufgeladen. Die Tiere die sie als Beute mitgebracht hatten wurden noch einmal gezählt und die Markierungen die in der Nacht abgefallen waren erneuert.

Es herrschte auch ein stetiges Männlein laufen in die spärlichen Büsche die es dort am Strand gab.
Wer Austreten wollte musste sich dort hin begeben. Auf zwei Böcken wurde ein gut 3 Meter langer Holzstamm gelegt. Dahinter war eine ebenso lange Grube ausgehoben worden. Auf jenen Donnerbalken saßen mal mehr mal weniger Leute beisammen um ihre Notdurft abzusetzen.
Für Pi wie für alle anderen Eisländer war es ganz normal, wenn sie auf Kaperfahrt waren ihre Hinterlassenschaften in einer Grube zu vergraben. Bei 60 bis 120 Mann, oder auch mehr wenn sie mit mehreren Schiffen ein Land ansteuerten, musste ausreichend Platz vorhanden sein.

Also dachte er auch nicht darüber nach das Chayna dies mehr als Befremdlich empfinden könnte und womöglich damit ihre Probleme haben könnte.
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Chayna Lucis
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#16

Beitrag: # 54399Beitrag Chayna Lucis »

.....Sie war müde und erschöpft von den ganzen Eindrücken, welche sie alleine schon heute erlebt hatte und somit war sie sehr froh, das nun das Ende des Tages eingeläutet wurde, und das recht bald eine wohltuende Ruhe herrschte.
Sie passte sich den anderen an, obgleich es ihr ungewohnt war die Tageskleidung anzubehalten, doch alles würde seinen Grund haben. Sie legte sich auf das Fell, welches recht gemütlich war und war froh um die behutsame Umarmung welche ihr Pi spendete.

Es dauerte auch nicht lange, und Chayna konnte den ersten Schlafgeräuschen lauschen. Doch sie selber fand lange nicht in den Schlaf, ihre Gedanken wirbelten, wie sie es so oft während der Nacht taten. Zuhause wäre sie nun wohl in den Garten gegangen, oder hätte ihre Gedanken niedergeschrieben, um diese loslassen zu können. Doch beides war hier nun gerade nicht möglich.

Sie wendete sich zu Pi um, und schaute ihm beim Schlafen zu, während ein lächeln über ihr Gesicht huschte…. Was war das nur mit ihnen beiden…. Sie wusste es nicht recht.

Irgendwann jedoch fielen auch ihr die Augen zu und sie begann unruhig zu träumen
Sie war draußen irgendwo in der Natur, lag gemütlich auf einer weichen Decke und schaute in den tiefblauen Himmel der von zarten weißen Flauschwolken durchzogen war. Die Vögel zwitscherten leise ein Lied, Im Traum war sie nicht alleine. Chay hatte das Gefühl von Liebe und Geborgenheit umhüllt zu sein, sanft streichelnde Hände die über ihren Körper glitten, geflüsterte Worte, Gesichter die sich miteinander vermengten … Dann das Gefühl von Panik… sie fühlte sich plötzlich ausgeliefert und wehrlos, ihr Herz klopfte rasend schnell … als weitere Traumbilder vorüberzogen…

Alsdann war da dieses leichte rütteln an ihren Schultern, noch Schlafrunkend und halb im Traum gefangen öffnete sie ihre Augen, noch immer raste ihr Herz, und ihr war Schwindelig
..
„Konntest du schlafen?“

vernahm sie die Stimme von Pi, und noch benommen nickte sie.
„ja,“ war ihre einzige Antwort in diesem Moment, sie blickte sich um und stand dann auch auf, um ihren Traum würde sie sich später Gedanken machen..
Sie nahm die Decke entgegen, die Pi ihr in die Hand gedrückt hatte und half beim zusammen räumen so gut sie es vermochte, dazu musste sie nicht großartig nachdenken, und es ging ihr leicht von der Hand.
Auch das kurzweilige Frühstück war schnell vorüber und der Aufbruch nahte. Mitalldem konnte sich Chay gut arrangieren.

Doch mit dem was nun folgen würde hatte sie so ihre Arge Probleme, Der Toilettengang war für sie schon von jeher etwas, was sie mit keinem teilen wollte oder konnte, Momente, in denen sie lieber ungestört und alleine war… ganz alleine…Niemals würde sie sich freiwillig auf diesen Donnerbalken setzen, um ihre Notdurft zu verrichten, komme was wolle. Es mag sein, das es niemand anderen zu stören schien, aber das ging für sie selber eindeutig einen Schritt zu weit.

„Nein Pi, bei aller Liebe… ganz entschieden NEIN“

Sie schüttelte nachdrücklich ihren Kopf und blickte ihn sehr empört an*
„Das kann nun unmöglich dein ernst sein, mich dazu zu nötigen?“ sie war gewiss bereit sich anzupassen, aber nicht in allen Bereichen.
„Ich werde einen anderen, einen ungestörter Ort für mich finden“

*Ihre Worte ließen keinerlei Diskussionen zu falls er es darauf anlegen sollte, eine zu führen ....rasch wendete sie sich von jener Ortschaft ab, peinlich berührt diese nur erblickt haben zu müssen, und sogleich wendete sie sich wieder zum gehen ab. Nachdem auch sie Ihre Notdurft dann letztendlich im Zeuchhaus erledigen konnte hellte sich ihre Stimmung wieder ein wenig auf.

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#17

Beitrag: # 54401Beitrag Pi- »

Bei Chaynas Theatralik muss Pi etwas grinsen.
„Ich verstehe nicht was du hast. Essen, schlafen, Scheißen. Das müssen wir alle. Auf Fahrt ist man ein halbes Jahr auf engsten Raum zusammen. Da bleibt kein Raum für Scham oder langen Rückzug. Aber gut, lass uns zum Zeuchhaus gehen.“
Damit gibt er sich ihr wieder Versöhnlicher.

„Wenn wir schon mal hier sind, dann können wir unsere Sachen auch gleich mit nehmen“
Während Chayna sich um ihre Morgentoilette kümmerte, trug Pi ihre Sachen zusammen und stapelte alles vor dem Haus auf eine Eselkarre.
In Ermangelung eines solchen Zugtieres war es an Pi den Wagen mit sich zu ziehen. Gemeinsam ging es wieder an den Strand zurück. Dort waren die Zelte bereits abgebaut und auf großen Wägen verstaut worden. Vom Landesinneren kamen zwei Reiter auf Eisbären und brachten noch weitere Tiere mit. Flaga bildete die Nachhut. Mit ihrer Größe überragte sie die anderen Eisbären um mindestens einen halben Meter. Erst im Zusammenspiel mit den anderen Eisbären wurden ihre Ausmaße richtig sichtbar. Flaga war eine Ausnahme selbst unter Ihresgleichen.
Thorbens Schiffe waren nicht die einzigen die dieser Tage nach Hause zurück kehrten. Auch die Zelte vor den anderen Schiffen waren bereits abgebaut und auf Karren verladen worden.
Wie jedes Jahr, versammelten sich die Rückkehrer an den Stränden und warteten auf den Tag der Heimreise. Noch 5 Tage bis die Winterzeit einbrechen würde.

Die Reiter und die Eisbären wurden mit einem großen Hallo begrüßt und man schickte sich an die Tiere vor die Karren zu spannen. Flaga trottete durch die Menge und steuerte auf Chayna und Pi zu. Sie wusste das es nun nach Hause gehen würde. Mit geübten Handgriffen warf Pi der Eisbärin den Reisesattel über den Rücken. Er verzurrte die Bänder und Flage legte sich dann auf den Bauch, damit sie ihre Taschen und Bündel am Sattel befestigen konnten. Pi reichte Chayna die Hand um ihr auf die Eisbärin hoch zu helfen.


„Du wirst auf Flaga reiten. Ich denke du würdest sonst nicht Schritt halten können.“

Sein Blick geht zu den letzten Vorbereitungen des Aufbruchs. Thorben als Anführer steht auf einem Stein. Er bließ in sein Horn und hob die Hände an. Alle die mit ihm auf Kaperfahrt waren scharten sich um ihn und sahen zu ihm auf. Mit lauter Stimme sprach er zu den jungen Leuten. Auch Pi lauschte der Rede des Anführers. Es war jedes Jahr ein magischer Moment der einen in den Bann zog. Während Thorben seine Rede hält, übersetzt Pi für Chayna.

„Zonen en dochters uit het noorden.” ~Söhne und Töchter aus dem Norden~
“We zijn de wereld ingegaan.” ~Wir zogen in die Welt~
“We keren terug naar huis met een rijke buit.” ~Mit reicher Beute kehren wir heim~
“De reis is voorbij.” ~Die Reise ist zu Ende~
“Met trots keren we terug naar de hallen van onze vaderen.” ~Mit Stolz kehren wir zurück in die Hallen unserer Väter~
“Deel het met iedereen die thuis op ons wacht.” ~Teilen mit allen die zu Hause auf uns warten~
“De ijstijd komt eraan.” ~Die Eiszeit kommt bald~
“De oogst moet nog geoogst worden. ~Die Ernte muss noch eingefahren werden~
“Daarna kunnen we onze wonden verzorgen.” ~Unsere Wunden werden wir danach Pflegen können~
“Omdat we ijslanden zijn.” ~Denn wir sind Eisländer~


Wie zu einem Schlachtruf beendet er seine Rede. Diesen Teil übersetzt Pi nicht mehr. Sollte sich dieser für sie auch von selber erschließen.

“Ijslanders”

120 Arme zum Teil mit Waffen in der Hand, zum Teil nur zur Faust geballt gingen in die Höhe, dabei kam aus 120 Kehlen eine Antwort. Auch Pi rief aus voller Kehle und hob seinen Hammer in die Luft.

“Dit zijn wij”

Zufrieden sieht der Krieger, der neben Flaga steht zu Chayna.

Die Gatter der Tiere wurden geöffnet und vorwärts getrieben. Der ganze Tross setzte sich in Bewegung. Relativ schnell hatten sie die Hafenstadt verlassen und sie kamen auf eine weite Ebene. Ein Reiter auf einem Eisbären führte die Gruppe an. Ihnen folgten die Jungen und Mädchen. Trieben die Tiere vor sich her. Dabei kamen sie recht schnell in eine gewisse Reisegeschwindigkeit. Im Dauerlauf steuerten sie die ersten Dörfer im Hinterland an.
Den Abschluss des Zuges bildeten die Wägen, die von Eisbären gezogen wurden.

Flaga ist in einen ruhigen Trab verfallen. Sie begleitet den Tross Mittig an der Seite. So wie andere Reiter ebenfalls die Gruppe wie ein Schutzschild seitlich begleiten.

Pi lief mit den anderen Kriegern. Wie hatte er es auf dem Schiff vermisst einfach nur laufen zu können. Das ausdauernde Laufen befreite ihn. Die Felder an denen sie vorbei kamen standen noch im vollen Korn. Die Wiesen hatten ein sattes tiefes grün. In der Ferne taten sich die ersten Berge auf. Doch genau wie Pi es Chayna bereits erzählt hatte waren keine Bäume oder Wälder zu sehen. Vereinzelt gab es Sträucher und ein paar Büsche.

 
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Chayna Lucis
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#18

Beitrag: # 54406Beitrag Chayna Lucis »

......ihre Laune besserte sich von Minute zu Minute, und bald schon war ihr Unmut vergessen. Es war auch einfach viel zu wenig Zeit um auf irgendeiner Weise nachtragend zu sein.
Es dauerte ein wenig um sich frisch zu machen, selbstverständlich auch nicht übermäßig, denn sie wollte Pi nicht unnötig warten lassen, doch das ein oder andere musste halt erledigt werden, und sie war froh, das man ihr die nächtliche Unruhe nicht ansah.
Ihre Haare ließ sie offen, kämmte jene nur rasch durch, sie liebte es, wenn der Wind hindurchwehte, andererseits boten ihr die Haare auch oftmals einen natürlichen Schutz.
Als sie wieder zu Pi trat hatte er keine Zeit verstreichen lassen, pflichtbewusst hatte er schon das gesamte Hab und Gut zusammengepackt und nun ging es auch schon wieder zurück.
Sie wollte beim Ziehen der Karre helfen, merkte das sie im Grunde kaum etwas ausrichtete, blieb aber dicht an seiner Seite, und mit eiligen Schritten ging es nun zu den anderen. Auch dort ging es sehr schnell und routiniert von statten.

Alles ging Hand in Hand, und jeder wusste was zu tun sei. Chay wusste gar nicht wohin mit den ganzen Eindrücken, es war so ganz anders wie auf dem Schiff, und auch der Umgang untereinander ließ ihr das Herz erhellen.

Sie würde also auf Flaga reiten…. Sie lächelte in sich hinein, als sie daran dachte wie ungewohnt es ihr am Anfang war, welche Sorgen sie hatte, doch mittlerweile hatte sie sich an das mächtige Tier gewöhnt, und sie immer mehr ins Herz geschlossen, der Reisesattel würde bequem sein, und sie würde durch ihre unbeholfene und verträumte Art die Gruppe auch nicht behindern, zeitgleich würde sie sich ausgiebig umschauen können........Doch bevor es losging ertönte erst einmal wieder das Horn, und sie wusste, dass es um Aufmerksamkeit verlangte.

Die Rede die nun folgte war in allem Maßen etwas, was Chayna´s Herz berührte, und sie war froh, das Pi ihr die Worte übersetzte.

Der Stolz war aus jenen Worten genau herauszuhören, und sie war dankbar das sie solche Momente mit Pi teilen durfte. die Atmosphäre war angefüllt von Freude und Ihre eigenen Augen strahlten mit ….sie Blickte über die Gruppe, dieser Zusammenhalt war einfach einmalig.


Nun sollte es losgehen. Die Hafenstadt wurde kleiner und kleiner, der Geruch der salzigen Meeresluft ebnete ab und bald war sie gar nicht mehr zu erkennen, Chayna konnte ihren Blick weit schweifen lassen, zog den Umhang fest um ihren Körper, den Wind in ihren Schwingen fühlend, und ihr offenes Haar noch im Wind wehend.
Nach kurzer Zeit flochte sie einen schnellen Zopf, das Reisetempo war wirklich recht zügig und Flaga trabte gleichmäßig mit den anderen mit, Pi hatte recht, sie hätte jenem Schritt nicht mithalten können, und sie freute sich für Pi, welcher regelrecht aufzublühen schien, als er selber mit der Gruppe mitrannte, er schien mit sich und der Welt im reinen zu sein.


Welche Entbehrungen hatte er immer auf sich genommen, jenes wurde ihr in solchen Momenten erst richtig bewusst, und sie konnte seine Sehnsucht nur zu gut verstehen.
Vor ihren Augen breitet sich ein weites Tal aus. Wiesen, die in verschiedenen Schattierungen von Grün schimmern, erstrecken sich bis zum Horizont. Das Gras bewegt sich sanft im Rhythmus des Windes, der über die Felder streichte.

In der Ferne sieht sie die majestätische Berge, deren Gipfel von einer leichten Decke aus Schnee bedeckt sind. Der Himmel darüber ist von einem tiefen Blau, durchzogen von zarten, weißen Wolken. In dieser idyllischen Umgebung konnte sie sich wohlfühlen ganz im Einklang mit der Natur, sie wusste nicht ob sie sich freuen sollte irgendwo anzukommen, oder ob sie noch stunden und Tagelang genau in diesem Zustand verweilen wollte.

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#19

Beitrag: # 54414Beitrag Pi- »

Sie kamen zu den ersten Höfen und die ersten jungen Leute aus der Truppe sonderten sich ab und trieben ein paar der Tiere in die Richtung der Höfe die wohl einen Dorfverbund bildeten. Schon vom weiten sahen die Hofbewohner die Ankömmlinge und liefen den Kriegern entgegen. Hauptsächlich waren es noch jüngere Kinder die sich freuten das die Krieger zurück kamen. Aber natürlich freuten sich auch die Erwachsenen. In einem Bogen schwenkten sie zu den Läufern ein und liefen mit ihnen zusammen in das Dorf.

Der Tross hingegen lief ohne Unterbrechung weiter. Die Ausdauer welche jeder einzelne an den Tag legte war überaus erstaunlich. Jung wie Alt hielten ein gleichbleibendes Tempo was einem Dauerlauf gleich kam. Sie waren in etwa 15 km in das Landesinnere gelaufen als sie zu einem Dorf kamen das von einem hohen Eiswall umgeben war. Obwohl das Land drum herum noch immer im satten grün, gelb und rot leuchtete. Es gab 3 Tore die in das innere führten. Aus einem der Tore strömten ihnen ebenfalls Hauptsächlich die jüngeren Bewohner des Dorfes entgegen. Auf den letzten Metern vor dem Wall hielten sie an. Vom Tor aus ertönte eine Trommel und es erhob sich eine Stimme die im Gesang den Kriegern eine Frage stellte. Im Chor antworteten alle die vor dem Tor standen. Auch jene die ihnen entgegen gelaufen waren.




„Wohin führte euch die Reise, oh Söhne des Nordens?“ ~ist eine tiefe feste Stimme zu hören.~


„Westwärts über raue See auf dem Weg zu neuen Orten“ ~war die Antwort des Chors.~

„Warum suchst du so weit entfernt von deinem Land, über der rauen See?“ ~wurde weiter gefragt.~


„Wir suchen nach neuem Boden, geleitet von der Götter Hand“ ~antorteten die Jungen.~

„Yngwaz' Söhne segeln dem Horizont entgegen
Fern von der Heimat auf der suche nach neuem Land“
~sangen die Ankommenden und das Dorf gemeinsam~

„Warum habt ihr euer Land verlassen, oh Söhne des Nordens?“ ~fragte die dunkle Stimme des Anführers des Dorfes~


„Das Meer verschlang unser Heim und Haus und die Ernte ging verloren
Das Blatt wendet sich gegen uns und den Hunger plagt der Stamm
Wir brachen auf, als Winterkälte vielen Menschen das Leben nahm“
~erklärte der Chor der Jungen weiter~

„Yngwaz' Söhne segeln dem Horizont entgegen
Fern von der Heimat auf der suche nach neuem Land“
~sangen die Ankommenden und das Dorf wieder gemeinsam.~

„Jetzt wandert ihr auf der rauen See, oh Söhne der Flut“ ~stellt der Anführer fest~


„Dort am Ende liegt unser Ziel, die Götter helfen uns
Es geht nun Richtung Westen, Richtung Land, über wilde Wellen
Dort werden wir unsere neue Existenz aufbauen und viele werden folgen“
~sangen alle aus voller Brust~

~alle zusammen sangen den Rest des Liedes gemeinsam~


„Yngwaz' Söhne segeln dem Horizont entgegen
Fern von der Heimat auf der suche nach neuem Land“

„Dort erwartet uns die Zukunft, dort bauen wir eine Halle
Wo das Meer keine Bedrohung darstellt, herrscht sonst Hungersnot
Dort erwartet uns die Zukunft, dort erwartet uns unsere Existenz
Dort feiern wir wie Götter und trinken, bis wir nicht mehr stehen“

„Yngwaz' Söhne segeln dem Horizont entgegen
Fern von der Heimat auf der suche nach neuem Land“


„Welkomme et huis.“ beendet die tiefe feste Stimme das Ritual des Dorfes.

Nachdem sie mit ihrem Lied endeten machten die Erwachsenen den Weg frei und ließen die jungen Leute rein.
Die Tiere wurden in die Langhäuser im äußeren Ring getrieben und versorgt. Viele Stimmen gingen durcheinander und jeder hatte seine Geschichte von der Reise zu erzählen.

Das Dorf war in einem runden Kreis aufgebaut. Das Zentrum bildete ein großer Platz, der Marktplatz und Versammlungsort in einem war. Sieben Langhäuser aus Eis und Schnee gebaut standen im inneren Kreis. Eines stand der Länge nach, die anderen 6 wie Strahlen mit der Stirnseite zum Platz. Im zweiten Kreis waren versetzt wieder die Langhäuser wie Strahlen ausgerichtet. Den äußeren Ring schlossen die Häuser nun der Länge nach den Ring um das Dorf. Um diesen äußeren Häuserring zog sich ein 5 Meter hoher Wall aus Meter dicken Eis.

Pi zeigte Flaga an das sie sich hinlegen sollte. Er hielt Chayna die Hand entgegen, das sie an Flagas Seite herunterrutschen konnte und er würde sie dann auffangen.
Die Menschen verteilten sich in den Häusern. Auch Pi ging mit Chayna durch die Gassen in die Mitte des Dorfes. Dabei erklärte er ihr den Aufbau.


„Wie du siehst, das Dorf umschließt der Wall. Nachts werden die Tore geschlossen. Damit das Dorf sicher ist. Im äußeren Ring sind die Tiere und die Ernte unter gebracht. Falls es doch eine Horde Trolle schaffen sollte den Wall zu überwinden, würden sie erst die Vorräte Plündern und nicht den Rest des Dorfes angreifen. Die Ernte wird das ganze Dorf in den nächsten 4 Tagen einfahren. Das ist jedes Jahr der gleiche Ablauf. Die Vikings kommen 5 Tage vor der Eiszeit nach Hause zurück. Vikings nennen wir diejenigen die fremde Länder gesehen haben. Dann müssen alle mit raus auf die Felder und die Ernte einholen. Sonst wird die Nahrung in der Eiszeit knapp. Wir werden ebenfalls mithelfen müssen.“

Er geht mit ihr weiter bis zur Mitte des Dorfes. Dann deutet er auf das Langhaus das als einziges Quer zu allen anderen stand. Mit gemischten Gefühlen sah er zu dem Haus rüber. Kurz presse er die Lippen zusammen. Er ist nie damit Hausieren gegangen wessen Sohn er war. Doch nun würde er es wohl nicht länger verbergen können.

„Dort ist das Heim meines Vaters Pjeer Gunnarson. Meiner Familie. Es war seine Stimme die du eben als erstes hörtest. Er ist der Anführer hier im Dorf. Er hat das erste und das letzte Wort. Es leben 3 Familien in dem Haus. Bitte erschrick nicht wenn du rein kommst. Es wird für dich alles sonderbar erscheinen. Aber es macht alles einen Sinn.“

Er reicht ihr wieder die Hand.

„Komm lass uns Flaga erst rein bringen und den Sattel abnehmen....“
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Chayna Lucis
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#20

Beitrag: # 54419Beitrag Chayna Lucis »

Chayna war nach wie vor in der Rolle der Beobachterin, sie nahm die ganzen Eindrücke in sich auf, die Gruppe wurde nach und nach etwas kleiner, also wusste sie das das Ziel nun nahe sein würde.
Sie setzte sich aufrechter hin, schaute sich nach allen Seiten um, bemerkte natürlich die Wiedersehensfreude der jungen und der etwas älteren Kriegern und sie lächelte vor sich hin, und sog alles in sich auf.
Es waren so schöne Eindrücke die sie gerade aufnehmen durfte, und als sie das kräftige Schlagen der Trommel hörte, hielt sie für einen Moment die Luft an, denn der Gesang der nun beginnen sollte hatte wieder etwas Magisches an sich.

Sie liebte jetzt schon diese Rituale, und lauschte der tiefen und festen Männerstimme, und eine kribbelige Gänsehaut überschwemmte ihren gesamten Körper, dass sie Jenen Mann später wieder begegnen würde, und wer er überhaupt war, wusste sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Nachdem Pi der Eisbärin bedeutete, dass sie sich ruhig hinlegen sollte, und jenes auch sogleich umsetzte, rutschte sie so vorsichtig wie es ihr möglich war an Flagas Seite herunter, und direkt in Pi´s arme.
Kurz schmiegte sie sich fest an ihn und blickte ihm vertrauensvoll in seine Augen, genoss seine Nähe, dennoch sie war ängstlich und aufgeregt zugleich, und war froh das er wie immer eine beruhigende Ruhe auf sie auswirkte, einige Minuten blieben sie so stehen, bevor sie sich wieder voneinander lösten.
Es wurde stetig leerer um sie herum, jeder fand so nach und nach seinen Weg zu seinem Haus, alle schienen in freudiger Erwartung zu sein, jeder wollte von der Reise erzählen und seine liebsten wieder in die Arme schließen.
Hand in Hand ging sie mit Pi los, hatte ihre Finger mit seinen verwebt und so liefen sie gemeinsam durch die Gassen, bis in die Mitte des Dorfes hinein, und sie hörte gut zu was er ihr erzählte und erklärte, ihre Augen hatten einen leuchtenden Glanz angenommen.
Hier würden sie nun also die nächste Zeit verbringen., mit Pi leben und wohnen und versuchen sich so gut wie möglich in diese Gemeinschaft mit einzubinden, wenn man sie denn ließ. Ihre Gefühle glichen mal wieder einem Chaos, sie hatte sich gewünscht, anzukommen, doch nun war ihr je näher der Zeitpunkt kam, recht bange zumute.
Sie gelangten zu einem großen Langhaus, welches als einziges Queer stand, und sie Fragte sich warum dies wohl war.


Ihr Blick richtete sich auf Pi´s Gesicht, und sie war sehr irritiert, er hatte die Lippen fest aufeinandergepresst und auch er schien mit gemischten Gefühlen zum Haus hinüber zu schauen, aber… warum nur?
Warum konnte sie keine Wiedersehensfreude bei ihm entdecken, obgleich sie nun am Haus seines Vaters angelangt waren? Was war hier eigentlich los? Es war doch sein zu Hause, der Ort seiner Sehnsucht, so dachte sie zumindest.
Sie erfuhr nun das sein Vater der Anführer des Dorfes war, und das erste sowie das letzte Wort hatte und nun wurde es ihr erst recht mulmig zumute, da jener eine wichtige Position in der Gemeinschaft vertrat, und sie nun wohl mit unter seinem Dach wohnen würde.

Sie hätte sich gewünscht, das ein oder andere vorher zu erfahren, sie fühlte sich wie ins kalte Wasser geworfen, doch nun waren sie hier, alles würde seinen Lauf nehmen, im Guten, oder auch im schlechten.
Mit erschrecken wurde ihr gerade bewusst, das sie nun zum ersten mal Pi´s vollen Namen erfuhr… Pi Gunnarson … hatte sie dies tatsächlich nie erfragt, oder war Pi jener Frage immer ausgewichen?.. ihre Gedanken wirbelten nach wie vor umher, so viele Fragen, doch keine stellte sie wirklich.

Es lebten also drei Familien im Haus, für einen kurzen Moment schloss sie ihre Augen, was genau würde ihr dadrinnen sonderbar vorkommen, wenn Pi es nun schon ansprach? Das alles einen Sinn machen würde, beruhigte sie keineswegs, sondern warf eher im Gegenteil noch mehr Fragen auf.
Fest nahm sie seine Hand, fast froh darüber, dass es nun noch ein wenig Aufschub gab, denn auch Flaga musste natürlich versorgt werden,
sie gingen zu der Eisbärin und nahmen ihr den Reisesattel ab und verstauten diesen an den vorgesehenen Platz. immer wieder betrachtete Chayna die Gesichtszüge von Pi.

„Bevor wir nachher hineingehen, und deine Familie Begrüßen, sag mir, was muss ich wissen? Was denkst du, wird mich erwarten?… wie zum Donnerknispel soll ich mich verhalten…? Möchtest du zuerst alleine hineingehen und ich warte zunächst noch draußen?“
Ihr war fast ein wenig Schlecht, ein seltsames Gefühl, da sie ansonsten immer gerne neue Menschen kennen lernte, doch Pi verhielt sich so eigenartig, dass sie sich nun gerade schwer auf das später kommende einlassen konnte.
So ging sie auf ihn zu, nahm ihn behutsam aber fest in ihren Arm und suchte nach Nähe und Geborgenheit. Ihre Hände wanderten zu seinem Rücken, und sie ließ sie dort sanft streichelnd ruhen.
Die Welt um sie herum schien still zu stehen und es gab gerade nur sie beide. Sie brauchte nicht mehr und wollte auch nicht mehr, hatte sie doch gerade das Wichtigste in ihrem Armen, sie atmete tief ein und aus, und wappnete sich innerlich auf alles, was sie bald erwarten würde….
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Pi-
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#21

Beitrag: # 54420Beitrag Pi- »

*Pi zeigte Chayna das Dorf bevor sie vor dem Haus seiner Familie zum stehen kamen. Nein, er hatte nie darüber gesprochen aus welchem Haus er genau kam. Bei Chaynas Frage ob er alleine rein gehen wollte, winkte er ab* Natürlich gehen wir zusammen rein. Wo denkst du hin? *Sie gingen an die Stirnseite des Hauses und brachten Flaga ins Innere. Die Eisbärin drehte sich zwei mal im Kreis und lies sich sofort nieder und schloss die Augen. *

Dann sag mir zumindest bitte vorher, was mich dort erwartet *sie studierte sein Gesicht* sie wissen bisher nicht, das du Besuch mitbringst, oder?
 
*Pi presst erst die Lippen zusammen und grinst dann aber etwas*
Du wirst doch nicht glauben das hier irgend einer den Mund hält. Ich denke das hat sich schon wie ein Lauffeuer rum gesprochen
 
 ist das nun gut, oder eher schlecht?.... werde ich nun gleich noch bevor ich das Haus betrete... wieder hinaus geworfen? *weiß selber nicht ob sie grinsen soll*
 
*Pi schüttelt den Kopf*
Du hast Ideen... * Eine halbhohe Wand, welche Flaga mit Sicherheit mit Leichtigkeit überwinden könnte, trennten den Stall vom Wohnbereich ab. Man konnte bereits den Küchenbereich erkennen, mit der Feuerstelle und einem langen Tisch in der Mitte des Raumes. Das Langhaus selber bestand vollständig aus Eis. Im Bereich des Stalls hatte jemand kleine Eisbärenskulpturen in das Eis eingearbeitet. Pi erkannte das es wohl von einem der jüngeren Mädchen gewesen sein muss, die dort ihre Fertigkeiten geübt hatte. Er deutet darauf um Chayna darauf aufmerksam zu machen. Dabei lächelt er etwas. * „Das muss eines der Mädchen gewesen sein. Das ist hier wie wenn die Kinder bei euch mit Stiften an den Wänden malen und sich ausprobieren. Hier entstehen kleine Kunstwerke.
 
 *sie seufzte*
es ist mir halt ungewohnt ... ich kenne dort doch nun wirklich niemanden und weiß nicht mal ob ich willkommen sein werde *gab sie leise zu bedenken.... dann folgte sie den Blick von Pi und sah die kleinen Eisbärenskulpturen und ein lächeln huscht über ihr Gesicht* das schaut wirklich wunderbar aus... sage es sind drei Familien die dort wohnen, wie viele Menschenaugen erwarten mich dann?
 

*Pi hebt die Schultern an* Wie viele Augen? Also wenn ich mich nicht irre und die sich nicht weiter vermehrt haben dann leben unter diesem Dach aktuell 6 Erwachsene und 7 Kinder und Jungen
 

*sie betrachtete das große Haus von außen* Einer davon ist also dein Vater und wer sind die anderen der Familie? deine Geschwister? Onkel, Tanten Großeltern? *so fragte sie sich langsam durch, um einen Überblick zu bekommen*
 
*Pi verstaute im Nebenraum des Stalls das Sattelzeug und auch ihre Gepäckstücke lässt er dort, dann reicht er Chayna die Hand. Durch eine Türe in der niederen Wand gehen sie direkt in den Hauptbereich des Langhauses*
 

*sie ergriff seine Hand und atmete tief durch* du willst da also wirklich nun,,, hinein?
 
Willst du im Stall bleiben? Hier in dem Haus leben die Dorfvorsteher. 3 Männer und ihre Frauen. Pjeer ist mein Vater. Ich stelle ihn dir gleich vor. *bekundet er ihr* Und dich ihm.. *Schiebt er noch nach*
 
 

Natürlich mag ich nicht auf dauer im Stall bleiben *entrüstung war in ihrem Blick zu lesen* also gut, dann... dann lass es uns hinter uns bringen... die ersten minuten sind die unangenehmsten
 
*Das Langhaus erstreckte sich über gut 20 Meter länge und 8 Meter breite. Obwohl das Haus aus Eis bestand, war es im inneren gemütlich warm. Der Boden war mit getrockneten Moos ausgelegt. Auf die gesamte Länge gab es links und rechts eine Empore auf die man Mittig vom Raum jeweils mit einer Treppe hoch kam. Dort oben waren die Schlafbereiche der Familien. Die Schlafbereiche selber waren nur mit Decken und Fellen von einander abgegrenzt. Nur im oberen Bereich war der Eisboden mit Holzdielen ausgelegt. Darauf lagen dicke Teppiche und Felle. Im Haus selber herrschte auch schon wieder emsiges Treiben. Die drei Familien bestanden aus 6 Erwachsenen und 7 Kindern. 2 im ganz jungen Alter, vielleicht 3 oder 4 Jahre. Die nächsten 6 und 10 Jahre alt. Die drei Heimkehrer waren 15 , 17 und 19 Jahre alt. Die drei Frauen standen im Küchenbereich und bereiteten das Abendessen vor. Die Kinder sausten um die Tische und stellten den älteren tausend Fragen zu ihrer Kaperfahrt. Die Männer saßen in einer Ecke beieinander und bearbeiteten verschiedene Werkzeuge. Schärften Sicheln und Messer. Beim eintreten kamen sie an dem langen Tisch vorbei und er führte Chayna auf die Männer zu. Einer der Männer stand auf, als sie sich ihnen näherten. Er baute sich vor Pi auf und sah ihn eine weile grimmig an.*


*mit sehr gemischten Gefühlen, und einem Grummeln in der Bauchgegend folgte sie Pi nun in das innere des Hauses, sie blickte sich vorsichtig um und nahm den Trubel der dort herrschte wahr, die Kinder waren ihr eine Freude, doch dann... auch sie fing den grimmigen Blick des Mannes auf, und hätte am liebsten das Haus sofort wieder verlassen, doch sie blieb, und wartete ab, was folgen würde*
 
 *Mit einem mal wurde es Still im Haus. Die Kinder sahen gespannt zu den beiden Männern rüber. Nur die Frauen im Küchenbereich gingen ihrer Arbeit unbeeindruckt weiter nach. Die beiden Männer sahen sich ähnlich, wenn gleich der eine um ein vielfaches Älter war als der andere. Mit starren Blick sahen sie sich in die Augen. Keiner der beiden Rührte sich. Man erkannte das es eine Art Kräftemessen war, doch auf einer ganz anderen Ebene*
 

 *sie atmete mehrmals tief ein und aus, es blieb ihr nichts anderes als abzuwarten, doch das Gefühl welches sie hatte verbesserte sich nicht, sie wunderte sich nur um die unbeeindrucktheit der Frauen in der Küche, und kurz überlegte sie, einfach dorthin zu gehen*
 
*Keiner der beiden Männer blinzelte. Doch fingen beide an Luft in ihre Lungen zu pumpen. Fast gleichzeitig schrien sich Vater und Sohn mit einem lauten
AAARRRR an.
So wie sie sich anschrien jolten dann auch die Kinder und fingen an zu jubeln. Im Chor feuerten sie den jüngeren an*
Pi....Pi....Pi.....*Pi brüllte seinen Vater an bis ihm die Luft ausging. Auch der Vater hatte zu kämpfen um den Ton zu halten*
 
*
sie fuhr bei dem AAARRRRR erschrocken zusammen, ihr ganzer Körper zuckte auf, und ehe man sich versah, lief sie erst mal richtung Türe... blieb dann unverhofft stehen, als sie das jubeln vernahm...sie wusste nun gar nicht mehr wie sie sich verhalten verhallten sollte und war wie zu einer Eisäule erstarrt*...oo(( wenigstens darauf hätte Pi mich vorbereiten können...)Ooo.. *dachte sie bei sich*
 
*Aus dem Augenwinkel raus sah Pi das Chayna die Fluccht ergreifen wollte. Er beendet die Begrüßung als erstes um seinen Vater nicht zu übertrumpfen. Immerhin war er der Dorfvorstand. Pjeer öffnet die Arme und Klopfte Pi mit einer Umarmung auf die Schultern. Nachdem das Schauspiel der Begrüßung um wahr, und Pjeer wie gewohnt den letzten Atemzug hatte, drehten sich die Kinder wieder um und kümmerten sich um ihre eigenen Belange. Verstohlen sah das eine oder andere Augenpaar jedoch zu Chayna rüber. Pjeer sah Pi mit stolzen Blick an*
Schön das du den Weg nach Hause gefunden hast.

*Pi sah dann offen zu Chayna rüber und hielt ihr die Hand entgegen* Ich habe einen Gast mit gebracht, Voddr... Das ist Chayna. Eine der Töchter, des Mannes den ich mittlerweile selber Vater nenne.

*langsam schien sie sich wieder zu fangen, im Grunde war sie selten ängstlich, doch mit so einer Begrüßung konnte sie nicht wirklich rechnen, oder? Fast schon war es ihr peinlich das sie zur Türe gegangen war, sie striff sich ihre Robe zurecht und einige Haarsträhnen wieder hinter ihre Ohren, nach einem weiteren durchatmen ging sie dann wieder zu Pi zurück, und stellte sich neben ihn* "Himmlische Grüsse, alle zusammen" * kam es ihr dann fest über die Lippen*
 
Pi's Vater musterte Chayna von oben bis unten. Dann reiche er ihr die Hand und lachte herzlich bei ihrer Begrüßung.
" Himmlische Grüße auch an dich. ... Sagt man das so bei euch?"

Pjeer war ein großer kräftiger Mann mit rotblonden langen Haaren, die mit mehreren Zöpfen zusammengeflochten waren. Sein Bart war dicht, fest und ebenfalls mit Zöpfen versehen. In seinem Bart waren Perlen und Metallringe eingearbeitet.

An beide gewandt spricht er weiter.
" Wie war eure Reise? Ihr müsst hungrig sein. Lasst uns essen"

Es war als hätten alle nur darauf gewartet dass Pjeer zum Essen rief. Emsig wurde der Tisch gedeckt und kurze Zeit später saßen 15 Leute am Tisch. Zwischen ihnen ein reichhaltiges Angebot an Speisen.
Jeden Morgen und jeden Abend würden sie mit den Familien so essen.
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Chayna Lucis
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#22

Beitrag: # 54423Beitrag Chayna Lucis »

sie musterte Pjeer ebenso, wie er es tat, ein seltsames Gefühl überkam sie, das sie nun Pi´s Vater gegenüber stand, warum nur, hatte er nie wirklich von seiner Familie gesprochen, warum immer eine Art Geheimnis daraus gemacht?... sie verwarf ihre Gedanken um sich auf das hier und jetzt zu konzentrieren

Auch ihre blauen Augen blitzen freundlich und sie nahm seine Hand fest entgegen*
„Nun, ich zumindest sage es sehr gerne, es ist die Begrüßung welche mich meine Mutter gelehrt hatte, aber sie ist nicht im allgemeinen so weit verbreitet, Lichte Grüße, das Licht sei mit dir… Artherk zum Gruß… ist da schon etwas gängiger"

Sie löste ihre Hand wieder von der seien, überließ es Pi von der Reise zu erzählen, und ging derweilen einfach beim Tisch eindecken zur Hand, es würde sich sicherlich noch viel Zeit finden einander näher kennen zu lernen, gerade nach den ersten erschreckenden Minuten, brauchte Chay nun so etwas wie Seelenfrieden…
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Pi-
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#23

Beitrag: # 54424Beitrag Pi- »

Pi setzte sich neben Chayna in die Mitte der langen Tafel. Pjeer und seine 3. Frau Nala, wie Chayna erfahren durfte, saßen beieinander an der einen Stirnseite. An der anderen hatte sich ein anderes Paar der erwachsenen gesetzt. Pi und Chayna gegenüber setzte sich das dritte erwachsenen Paar. Die Kinder setzten sich jeweils zwischen die erwachsenen. Immer ein älterer neben einem jüngeren. So dass sie sich gegenseitig helfen konnten.

Neben Chayna saß ein Mädchen, sie war vielleicht 5 oder 6 Jahre alt. Immer wieder starrte sie zu der Fremden neben sich.

"Ich bin Yuli Dragasdotir" Dabei deutet sie auf den Mann der ihnen gegenüber saß "Wie heißt du? Wie lange bist du schon auf Reisen? Magst du mal die Süßkartoffeln probieren? Kennst du Süßkartoffeln? Du hast schöne Augen. Schau wir haben fast die gleichen Augen. Kennst du Pi schon lange? Ich kenne ihn noch nicht so lange. Ich war noch ein kleines Kind wie er weg gefahren ist. Aber ich kenne alle seine Geschichten....Soll ich dir eine Geschichte erzählen? Erzählt man sich bei dir daheim auch Geschichten?"
Yuli plapperte wie ein Wasserfall und wurde es auch nicht müde weiter zu fragen. Ohne Punkt und Komma ließ sie Chayna kaum die Möglichkeit zu Antworten
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Chayna Lucis
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#24

Beitrag: # 54426Beitrag Chayna Lucis »

.......sie machten es sich an der langen Tafel gemütlich, die Sitzordnung machte wahrlich Sinn und Chay fühlte sich gerade recht entspannt, sie liebte gemeinsame Essenszeiten, ganz wie sie es gewohnt war, sprach sie bevor sie zu essen begann ein Dankesgebet. Noch während sie sich über die Vielfalt der Speisen klar wurde, und sich noch nicht ganz sicher war, worauf sie Hunger hatte, wurde sie schon in den Bann von Yuli gezogen.

"Himmlische Grüße, Yuli, mein Name ist Chayna Lucis, du kannst Chayna sagen, oder Chay, ganz wie du magst"
*sie lächelte sanft, und hörte dann recht unbeeindruckt den ganzen Fragen zu, während sie schmunzelnd mitzählte*

„Oh, das mit den Fragen, wirst du gewiss noch besser können, das waren ja nur sieben… da fehlen noch drei bis dreizehn
sie lachte und ihre blauen Augen funkelten vergnügt, da die kleine ihr sehr ähnlich zu sein schien

„Ich bin mit Pi auf Reisen, seit ich 17 bin, und nein ich kenne Süßkartoffeln nur aus Erzählungen, aber ich werde sie als erstes Probieren, wenn du sie mir empfiehlst“
Sie nahm sich von dem orange farbigen Gemüse, welches ähnlich wie Kürbis oder Möhre leicht süßlich schmeckte, und Chay gut mundete.

Ich kenne Pi schon lange, ja wir hatten vor unserer Reise aber recht wenig Kontakt, und ich kenne kaum Geschichten von ihm, würde mich aber sehr freuen, wenn du mir nachher einige davon erzählen magst, ich höre da nämlich recht gerne zu“ sie hatte ihre Schwingen entspannt zusammen gelegt

„Später wenn alles veräumt ist, kannst du mir auch gerne etwas vom Haus zeigen, ich bin wirklich arg neugierig, und vielleicht erzählst du mir auch noch mehr von dir? Wie alt bist du denn? hast du noch Geschwister hier, und wie heißen die? Welches ist dein Lieblingslied? also… ich habe eines, das heißt…. Groß ist die Sonne, kennst du das? Ansonsten singe ich es dir gerne gleich vor, und du könntest es lernen, wenn du denn magst. Sage, wie geht der Nachmittag Gewohnheitsgemäß weiter? Habt ihr Kinder auch ein gemeinsames Zimmer wo ihr spielen könnt?
Ich habe eine Puppe aus Kindertagen dabei, sie heißt Lena. Du hast ganz bestimmt auch eine Puppe, nicht wahr? Soll ich dir noch weitere Fragen stellen, mir fallen bestimmt noch hunderte ein
sie zwinkerte dem Mädchen zu und hatte ihre Freude daran
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#25

Beitrag: # 54438Beitrag Pi- »

Yuli blieb der Mund offen stehen. Eine erwachsene die so viele Fragen auf einmal stellen kann war etwas neues. Bei der letzten frage war die erste schon wieder vergessen.
"Was ist ein Zimmer? Normal ruhen wir nach den Essen eine Stunde. Man kann mit vollen Magen nicht arbeiten." Erklärt die kleine altklug.

Nach einiger Zeit beschloss sie genug gegessen zu haben. Sie sah an Chayna vorbei zu Pi.
"Pi, darf ich Chay mitnehmen? Ich zeige ihr alles dann kannst du Erwachsenen Kram machen."
Schüchtern war die kleine bei weitem nicht und zupfte Chayna am Ärmel.
"Komm ich zeig dir alles."

Am Tisch wurde von den Fahrten berichtet. Pi erzähle davon dass er Holz von den Inseln Goldmonds mitbrachte. Was sein Vater mit Interesse verfolge.
Als Pi von den Wandernden Bäumen erzählt war auch Yuli für einen Moment still. Kinder in Eisland konnten sich keine Bäume vorstellen.

"Sie sind groß und mächtig und knarzen beim Laufen" erklärt er.

Als Yuli Chayna mitnehmen wollte, nickt er nur.
"Erzähle aber keine Dummheiten. Chayna glaubt es dir sonst noch."
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