[Schicksalswind] Die Nacht erwacht

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[Schicksalswind] Die Nacht erwacht

Beitragvon Shilana » Mo 8. Jan 2018, 15:51

Gedankenverloren nippt sie an dem Kelch, wÀhren ihr Blick langsam durch das Kaminzimmer streift.
Nichts schien verÀndert und doch wirkt es fast fremd. Sie selbst hat sich verÀndert.
Ein leiser Seufzer entrinnt ihren Lippen wĂ€hrend ihre Fingerspitzen langsam ĂŒber die Verzierungen des Kelches streichen. Ein vertrautes GefĂŒhl, welches ein kurzes LĂ€cheln ĂŒber die zarten ZĂŒge huschen lĂ€sst. So kurz, dass man meinen könnte, einem Trugschluss erlegen zu sein.
Ihr Augen scheinen noch im Tanze des Feuers versunken, als das leise GerĂ€usch der sich öffnenden TĂŒr sie aus ihren Gedanken reißt. Fragend blickt sie einem alten Ghul entgegen.

Bertram...seit sie denken konnte diente er dem Clan bereits treu und stets loyal. Ein Umstand welcher ihn mit einem ihrer selten gewordenen LĂ€cheln belohnt.
Fast verlegen bleibt dieser stehen, senkt den Blick auf seine HÀnde in welchen ein einfaches KÀstchen hÀlt. Gefertigt aus edelsten Holz besticht es durch seine Einfachheit. Mit einer andÀchtigen Bewegung streckt er es ihr entgegen

Ich habe es verwahrt und darĂŒber gewacht.

murmelt er leise, und doch mit einem Hauch von Stolz in der Stimme.
Trotz ihres offensichtlich geschwÀchten Zustandes hat ihre leichte Bewegung, mit welcher sie sich nun erhebt, nichts von ihrer Anmut verloren. Mit einem leichten Neigen ihres Kopfes nimmt sie das KÀstchen an sich.

Ich danke dir.

Dank bekam er wahrlich nicht oft zu hören und so vermag es nicht verwundern, dass seine alten Augen vor Freude aufleuchteten.

FĂŒr alles..

FĂŒgt sie noch hinzu bevor sie sich wieder in den Sessel sinken lĂ€sst, den Blick nachdenklich auf das KĂ€stchen gerichtet.

Also stimmt es...niemand verweilte mehr in diesen alten GemÀuern.
Bertram und die wenigen verbliebenen Ghule hatten es so gut sie vermochten instand gehalten. DarĂŒber gewacht, sollte es doch einmal Jemandem gelingen, durch den Nebel, in welchem jene schauerlichen Kreaturen lauerten und wachten, hin zu den Toren des Schlosses vorzudringen.
Mit einem leichten Nicken entließ sie ihn, bevor sie das KĂ€stchen langsam öffnet.
Lange Zeit ruht ihr Blick auf dem Wappen, welches sorgfÀltig auf Samt gebettet, darin ruht, bevor sie es an sich nimmt.

Nun..

nur eines von unendlich vielen ZwiegesprÀchen mit ihrer selbst....

dann soll es wohl so sein....

Erneut ruht ihr Blick einen Moment auf der Inschrift

Clan der Vampire

ohne sich dessen bewusst zu sein, dringen die Worte ĂŒber ihre Lippen bevor sie es mit einer entschlossenen Bewegung an ihrer Robe befestigt. Solange kein anderes Mitglied Clanes zurĂŒckkehrt wird sie im Schloss verharren. DarĂŒber und auch ĂŒber Jene welche in den Tiefsten Gewölben ruhten. Schwach nur konnte sie sie spĂŒren, aber deutlich genug um zu wissen dass sie noch schliefen....und ungewiss wann oder ob einer von Ihnen erneut erwacht.
Kurz nur gestattet sie sich darĂŒber zu sinnieren was aus den Mitgliedern des Clanes geworden ist, welche sich nicht zum langen Schlafe niedergelegt hatten.
Ihr Blick streift zum Fenster, in jene Richtung in welcher sie die alte Ruine wusste. Doch ihr Weg dahin musste warten. Erst musste sie selbst die Strapazen der Reise hinter sich lassen und...

Sie blickt hinĂŒber zu dem Sofa, auf welchem der zierliche Körper einer jungen Frau im Halbdunkel zu erkennen ist. Nur die schneeweißen Schwingen scheinen selbst im Zwielicht zu strahlen.

...und da gab es schließlich noch etwas um das sie sich kĂŒmmern muss.
Ein leises Seufzen entrinnt ihren Lippen, bevor sich ihr Blick erneut dem Tanz der Flammen hingibt. Den kleinen Augenblick der Ruhe, zu welcher sie lange keine Gelegenheit hatte, geniessend.
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Clan der Vampire
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht

Beitragvon Enoia » Mo 8. Jan 2018, 17:19

Es war niemals Enoias freie Entscheidung gewesen. Nicht zu dem damaligen Zeitpunkt, an dem sie sich zum ersten Mal seit Ewigkeiten lebendig gefĂŒhlt hatte und doch war es so gekommen, dass sie nun in den Tiefen der Festung begraben ruhte. Diese Entscheidung war ihr unfreiwillig und eiskalt abgenommen worden.

Tief unter der Festung, fern ab von allen ruhte die Vampiress fortan an der Seite ihres Gemahls - wenigstens dies hatte man ihr vergönnt. Ihr Körper war durchbohrt mit einem hölzernen Pflock, welcher sie in Starre versetzt hatte und inmitten eines steinernen Sarkophags platziert worden. Eine Tat, von der niemand nur im entferntesten ahnte.

WĂŒrde sie jemals davon befreit werden und wieder erwachen? Man wusste es nicht. Selten nur suchte jemand die dunklen GĂ€nge auf und viel seltener wĂ€re es noch, wenn jemand die Ruhe der Ahnen hinterfragte. Aber auch wenn es ein Wesen gĂ€be, dass so tief in der Dunkelheit graben wĂŒrde, dann wĂ€ren eben jene Katakomben nicht nur durch Mauern, Erde und labyrinthartige GĂ€nge geschĂŒtzt, sondern auch durch filigran gewebte Zauber, welche am Ende der Lordregent selbst gewebt hatte.

Wer konnte schon so weit vordringen und wer wĂŒrde zudem dann noch in den Sarkophag schauen. Der Lord hatte keinen Blick hinein geworfen, wofĂŒr sie ihm jedoch niemals eine Vorwurf machen wĂŒrde. Vermutlich wĂŒrde es auch zukĂŒnftig niemand wagen. Es bedurfte schon einer gottgleichen Macht, einer Eingebung oder eines Wunders damit die einstige Priesterin des Clans an ihren Platz am Feuer zurĂŒckkehren wĂŒrde, denn es lag schlussendlich nicht in ihrer Hand.
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† Gemahlin des Lord-Kain Vykos CdV †
† Schautest mich an was sahest du? - Dein LĂ€cheln war Antwort genug - Deine Lippen sagten es stumm - Mehr brauchte ich nicht. †
† Nur ein flĂŒchtiger Moment - Lang wie eine Nacht - Kurz wie ein Hauch - Eine ewige Erinnerung - Dunkler Krieger, der mich erweckte†
† Omnia vincit amor ~ Semper tua †
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht

Beitragvon Ayani » Mo 8. Jan 2018, 19:51

Ayani hatte das Schloss niemals in seiner BlĂŒte erlebt. Als sie Arie hierher begleitete, schien es bereits, als gĂ€be es außer den Ghulen niemanden mehr, der durch die Flure wanderte und diesen Ort belebte. Landru hatte man damals noch ab und an angetroffen. Doch auch eher selten. Und spĂ€ter, einige Zeit nachdem, Arie sie gewandelt hatte, war auch er verschwunden... Wohin auch immer. So hatte sie dessen Turmzimmer allein bewohnt. Dieses neue Leben und seine ZusammenhĂ€nge versucht zu verstehen, zu entdecken. Und war des Öfteren durch das alte GemĂ€uer gewandert, neugierig darauf, welche Geheimnisse es zu ergrĂŒnden galt. Und derer gab es sicherlich viele. Doch niemanden, mit dem man sie hĂ€tte ergrĂŒnden oder den man darĂŒber hĂ€tte ausfragen können.

Irgendwann hatte es sie zurĂŒck in die WĂ€lder gezogen, die lange zuvor eine Art Zuhause geworden waren. Sogar die alte Baumhöhle, die ihr einst als Unterkunft diente, hatte es noch gegeben und sie hatte sie wieder hergerichtet. Ihrer Abneigung gegen Mauern aus Stein nachgegeben. Doch hin und wieder zog es sie tief hinein in den dunklen Teil des Waldes. Dort, wo das alte GemĂ€uer den Zeiten zu trotzen schien. Denn immer noch bestand die Hoffnung, dass so mancher Bewohner seinen Weg zurĂŒck dorthin finden wĂŒrde oder etwa nicht?

Diese Nacht war wieder eine solche, in der sie sich auf den Weg gemacht hatte. Bogen und Köcher geschultert hatte sie schon bald das Tor erreicht und schob eben jenes auf. Ein Knirschen, ein Quietschen und sie blickte erschrocken hinauf zu den Angeln. >Das muss aber auch nochmal geölt werden...< Spricht sie zu sich und schloss das Tor, nachdem sie hindurch getreten war, wieder. Langsam wanderte anschließend ihr Blick ĂŒber den Hof. Ob sie wohl heute jemanden hier antreffen wĂŒrde? So wirklich rechnete sie nicht damit.
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht

Beitragvon Kyrana » Mo 8. Jan 2018, 19:59

Das Schloss liegt in Dunkelheit, als sie darauf zu geht...versteckt in den Nebeln ist es fĂŒr jeden normalen Menschen kaum zu finden. Doch sie kennt den Weg, denn dieses GemĂ€uer ist ihr Zuhause auf diesen Inseln.
Seit Landru sie damals in den Clan aufgenommen hat, gibt es fĂŒr sie keine Alternativen mehr...keinen anderen Ort, an dem sie sein will, sich sicher und willkommen fĂŒhlt.

Stille.

Es scheint, dass das Schloss verwaist vor ihr liegt...Sie seufzt leise und ĂŒberwindet die letzten Meter bis zu dem großen Tor. Einst schob rund um die Uhr ein Ghul hier Wache...um ungebetene GĂ€ste...sollten sie tatsĂ€chlich den Weg hierher gefunden haben...fortzuschicken...oder einzulassen, wenn den Bewohnern nach Zeitvertreib stand.
Das Tor öffnet sich quietschend, als sie es auf schiebt und den Hof betritt...Gespenstische Ruhe liegt ĂŒber den alten und ehrwĂŒrdigen Mauern des Schlosses... KrĂ€hen ziehen ihre Bahnen um einen der TĂŒrme...schwarzen Schatten gleich, die Unheil versprechen.

In einem der Fenster sieht sie einen fahlen Lichtschein...das Kaminzimmer. Es sieht fast so aus, als hielte sich dort jemand auf. Ihre nackten FĂŒĂŸe hinterlassen kleine, patschende GerĂ€usche auf dem Pflaster...als sie nĂ€her heran geht...und einer Gestalt gewahr wird, die im Hof steht und auf das Schloss blickt. Misstrauisch betrachtet sie diese...nĂ€hert sich nun wesentlich langsamer und spricht sie an. Den Göttern zum Gruß...Fremde. Wie kommt es, dass Ihr den Weg hierher finden konntet?
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht

Beitragvon Melli Vykos » Mo 8. Jan 2018, 20:15

Viele, eher sehr viele Monde waren vergangen als Melli in den alten GemÀuer erwacht war.
Verstört, Hungrig und mit dem Schleier des Vergessens belegt, hatte sie die schĂŒtzenden Mauern ungesehen und spĂ€rlich bekleidet verlassen.

Lange war sie umhergeirrt, nicht wissend was sie wirklich suchte, doch mit jedem bissen und jeden Schluck den sie mehr zu sich genommen hatte, löste sich der Schleier und die Klarheit kehrte zurĂŒck.

Jetzt sass sie hier, am Rande des Nebels, der leicht um ihre nackten FĂŒsse strich, fast so als wĂŒrde er sie liebkosen. Nicht jeden lies der Nebel hinein, nicht jeden hieß er willkommen.

Der Blick aus dunklen Augen, strich ĂŒber die weißlich wirkende DunstflĂ€che vor ihr. Dort weit oben konnte sie das alte GemĂ€uer förmlich vor sich sehen, in ihren Gedanken jedenfalls, denn der Nebel verhinderte den wahren Blick hinauf.

Es kribbelte in ihr, sie fĂŒhlte die alte Macht, sie spĂŒrte wir ihr Zuhause sie rief, sie förmlich in den Nebel hinein ziehen wollte.
Dort oben, neben der alten Ruine, war auch dieser Ort ihr Zuhause, ihre Festung. Hier lebten ihre Großeltern, ihre Freunde, ihre Familie !
Wobei, sie sollte wohl eher sagen: hier lebten sie !

Ihre Großeltern, sie hatten sich fĂŒr den tiefen langen Schlaf entschieden, irgendwo in den Tiefen, dorthin wo es ihr verboten war hinzugehen.. so hatten sie IHN allein zurĂŒck gelassen und mit IHM all die anderen.

IHM gleich der Regent des Clans, der Lord, ihren Vater.
Jenen Mann den sie mehr liebte als ihr Leben, den sie vielleicht sogar weit aus mehr liebte, als eine Tochter eigentlich dĂŒrfte..
Wobei was wusste sie schon von Liebe ?

Als Menschenkind, da hatte sie sich IHN ausgesucht, was hatte er ihr alles angetan um sie wieder los zu werden, doch egal was er sich ausdachte, sie hatte IHM getrotzt und am Ende gewonnen !
Er machte sie zu einem Kind der Nacht, zu seiner Tochter..
Heute war sie weit aus mehr als nur seine Tochter, die er in dieses einst neue Leben geholt hatte.
Inzwischen war so viel mehr passiert, er hatte sie sterben lassen, sie neu erschaffen..
Sie hatte den Tot im Licht gesucht und er sie aus der Asche erneut erwachen lassen.
Was nur alles hatte er getan, mit seinem Blut, seinem Schweiß, seiner Macht der Dunklen Magie.
Nun war sie war ein Teil von ihm und er ein Teil von ihr.
Daher liebte sie ihn mehr als ihr Leben.

Aber sie hatte versagt. Er war fort, nicht mehr zu finden.. und der Schmerz in ihrer Brust war stÀrker denn je.
Sie hĂ€tte ihn besser beschĂŒtzen mĂŒssen. Sie hĂ€tte.. Verdammt, sie war Schuld das er fort war !!!

Ein Stein fort von sich kickend, eine TrÀne die ihre Wange leicht benetzte.. wollte sie sich grad erheben und somit die sanfte Verbindung zum Nebel kappen, als ein Quietschen sie aufhorchen lies.
Wie von selbst schon schien der Nebel seine FĂŒhler weiter um sie herum auszustrecken, verstĂ€rkte das nachhallende GerĂ€usch das ihre Aufmerksamkeit erregte.

~ Das kann nicht sein ~ nur ein flĂŒstern, was ihre Lippen verließ und doch wusste sie, das ihre Sinne sie nicht tĂ€uschten. Sie war gestĂ€rkt, sie war wach und sie hatte eindeutig etwas gehört.

Nur kurz kaute sie auf ihrer Lippe, ehe sie einen Schritt hinein in den Nebel trat, jener Nebel der sie sofort umschlang und doch auch gleich wieder frei gab um ihr den Weg nach oben zu öffnen und zu weisen.

Ein weiteres Quietschen lies sie leicht zusammen zucken und zugleich ihre Neugierde wachsen.
So lief sie den offenen Weg gesĂ€umt vom Nebel Schritt fĂŒr Schritt weiter hinauf.
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht

Beitragvon Shilana » Mo 8. Jan 2018, 21:13

Lediglich die leichte Bewegung ihres Kopfes in Richtung des Fensters lĂ€sst erahnen, dass sie es gespĂŒrt hat. Ein sanftes LĂ€cheln umspielt ihre Lippen, doch auch diesem gelingt es nicht den Schleier der Wehmut aus ihrem Augen zu vertreiben. Langsam leert sie noch ihren Kelch, bevor sie sich erhebt.
Nach all den unzĂ€hligen Jahren, dem Erlebten und Erlittenen hat ihre Bewegung nichts von seiner geschmeidigen Anmut verloren. Ihre wilden Locken tanzten noch immer im Gleichklang jeder ihrer Bewegungen ĂŒber ihren RĂŒcken, wĂ€hrend sie zu der Gestalt auf dem Sofa tritt.
Nur die einst nachtschwarze Robe lÀsst erahnen, welch Strapazen und Gefahren ihre lange Reise mit sich gebracht hatte.

Nachdenklich wirkt sie, wÀhrend sie auf die junge Frau herabblickt, bevor sie dieser mit einer sanften Geste eine StrÀhne des dunklen Haares aus dem Gesicht streicht. In ihrer Reglosigkeit, gepaart mit der BlÀsse ihrer Haut, den fehlenden Anzeichen eines atmenden Wesens erhebt sich der Verdacht, das kein Leben mehr in diesem Körper ruht.

Leise seufzt sie bevor sie sich fast abrupt abwendet und dem wartenden Ghul deutet zu verharren und ĂŒber die Reglose zu wachen.
Ein erneuter rascher Blick zurĂŒck bevor sie das Kaminzimmer verlĂ€sst und raschen Schrittes jenen GĂ€ngen folgt, welche sie zum Hof geleiten.

Zwei der Auren werfen ihr Licht nur zaghaft und schwach...nicht fremd, aber auch nicht wirklich vertraut. Doch jene dritte Aura spĂŒrt sie umso vehementer. Und fast als könne sie wahrnehmen in welcher Verfassung sich der TrĂ€ger dieser Aura befindet, beschleunigen sich ihre Schritte, wohl wissend, wie unberechenbar und oft unvorhersehbar sich das Verhalten der jungen Vampiress offenbart.
Das sich hinter jenen wilden und hÀufig trotzigen Fassade vermutlich nur zu oft jene Unsicherheit verbirgt, welche Halt benötigt und sucht. Gerade so wie die Lebenden die Luft zum atmen.

Melli...

Streicht ihre sanfte Stimme ihr voraus durch die GĂ€nge, bevor sie endlich die TĂŒr erreicht und ohne zu zögern in das helle Licht des Mondes hinaus tritt, den beiden Gestalten im Hof entgegenblickend, wĂ€hrend ihre Hand sich in jene Richtung erhebt...einladend...in welcher sie Melli wahrnimmt.
Doch ihr prĂŒfender Blick weicht nicht von Ayani und Kyrana.
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht

Beitragvon Ayani » Mo 8. Jan 2018, 21:35

Der Hof lag ruhig da. Nur die Schatten rangen miteinander. Irgendwo am Rande ihres Bewusstseins konnte sie etwas wahrnehmen... Doch nur ihre Stirn legte sich grĂŒbelnd in Falten. Ayani konnte nicht zuordnen, was es war. Geschweige denn woher es kam. Wie so vieles. Gerade begann sie darĂŒber zu grĂŒbeln, als eine Stimme nun bereits fast neben ihr ertönte. Gekonnt hatte sie in Gedanken vertieft ĂŒber jene ungewohnte Wahrnehmung und auch nicht damit rechnend, hier wirklich jemanden anzutreffen außer den Ghulen, ihre Umgebung fĂŒr diesen Augenblick vergessen.

Jetzt jedoch wandte sie sich schnell herum und helle Augen suchten die Gestalt der Fremden, die sie angesprochen hatte. >Seid gegrĂŒĂŸt.< Klar, hell und zurĂŒckhaltend erklingt ihre Stimme gen Kyrana. Kurz hĂ€lt sie inne, lĂ€sst Kyrana noch etwas nĂ€her heran kommen. >Ich lebe...< Naja, nicht mehr so ganz. >...lebte hier. Und regelmĂ€ĂŸig zieht es mich zurĂŒck, zu meist verwaisten Mauern.< Spricht sie schließlich. >Aber dieselbe Frage könnte ich Euch ebenso stellen.<

Und gerade, da sie noch etwas erwidern wollte, öffnete sich die TĂŒre, auf die sie bis gerade eben ihre Schritte gerichtet hatte. Es war aber wirklich erstaunlich viel los hier an diesem Abend. >Guten Abend.< Nun doch wachsam wandert der Blick hin zu Shilana. So viele Gesichter... Und natĂŒrlich kannte sie nicht eines davon.
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht

Beitragvon Kyrana » Mo 8. Jan 2018, 22:05

Aufmerksam hört sie der Fremden zu...Nachtkindern gegenĂŒber ist sie stets aufgeschlossen und freundlich, denn sie liebt ihre untote Existenz...und alles, was damit einhergeht.
FrĂŒher, als Mensch, war sie so oft unglĂŒcklich und einsam...fĂŒhlte sich unverstanden und als Außenseiter. Das neue Unleben, welches ihr einst eingehaucht wurde, hat sie zu einem ganz neuen Wesen erweckt.

Ihr lebtet auch hier? Fragt sie leise...denn so viele Jahre war es still um den Clan geworden...viel zu still fĂŒr ihren Geschmack. In einer geschmeidigen Bewegung reicht sie der Fremden ihre Hand...gehĂŒllt in einen spitzenbesetzten Handschuh. Mein Name ist Kyrana aus dem Hause Yiory. Stellt sie sich vor. Auch ich lebe...lebte...lebe hier. Es ist schön, neue Gesichter zu sehen. Frischer Wind fĂŒr die alten Mauern. FĂŒgt sie ernst an.

Gerade schiebt sie die Kapuze ihres viel zu langen, schwarzen Umhangs nach hinten und entlĂ€sst ihr schneeweißes Haar in den lauen Nachtwind...als sich die EingangstĂŒr öffnet und eine Frau heraus tritt. Sie bewegt sich so anmutig, dass Kyrana unwillkĂŒrlich an die Blonde denken muss...und kurz schluckt. Doch dann vernimmt sie das leise Wort -Melli- . Ein LĂ€cheln findet auf ihre Lippen, denn Landrus Tochter ist ihr ans Herz gewachsen...obwohl sie Kinder ansich nicht besonders mag...Menschenkinder vornehmlich.

In der Erwartung, eben jene sei gerade durch das Tor gekommen, wendet sich Kyrana um...nachdem sie der anmutigen Dame kurz zugenickt hat.
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht

Beitragvon Arie » Mo 8. Jan 2018, 22:10

Der Wald.. Verdammt ewig zu Leben.. Verdammt ewig zu Sterben.. Der Wald, er umgibt das Schloss und schĂŒtzt es, SchĂŒtzt die Bewohner vor der Aussenwelt und schĂŒtzt die Aussenwelt vor den Bewohnern.
Der einstige WaldlÀufer hat schon das eint oder andere Wesen darin gesehen, Dinge, nicht Tiere, Dinge welche die Eingeweide anstelle des Felles tragen, Dinge die unfÀhig sind sich zu Bewegen, Dinge die offensichtlich unter immenser doch unsichtbarer Qual am Sterben sind, jedoch kein Mund haben um diese Qual zum ausdruck zu bringen.
Manche sind auch ganz Körperlos, nur im Augenwinkel zeigen sich die Bewegungen, hinterlassen nur ein sich bewegendes Blatt oder das rauschen im Wind. Wesen die Arie auch nie sehen will, so unaussprechlich sind Sie wohl.
Doch genau in diesem Wald hat er die letzte Nacht verbracht, angelockt von einem vertrauten Wesen das seine Hilfe durchaus brauchen konnte. Doch nun braucht es diese nicht mehr, denn es braucht Zeit, Zeit die Arie nutzen kann.


Sein Blick geht ĂŒber die anhöhe zum Schloss. Zu lange war er nicht mehr dort, aber soll er wirklich dahin? An diesen Ort der Abgeschiedenheit? denn selbst zu der Zeit als er mit Ayani noch dort gelebt hat, war es ein trostloser Ort und mehr 'Zuflucht' als 'Heimat'.

Schweigend steht er wohl mehrere Stunden am Waldesrand, schliesslich hat er genug Zeit, denn die Zeit ist nicht mehr sein feind, schon sehr lange nicht mehr.
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht

Beitragvon Melli Vykos » Mo 8. Jan 2018, 22:12

Die nackten FĂŒsse fanden immer genau den richtigen Fleck, kein Dorn, kein Zweig der brechen wĂŒrde.. nichts was ihren Fußsohlen schmerzen bereiten könnte. Sie war ein Kind des Waldes, sie liebte und lebte in und mit ihm.
Und hier im schĂŒtzenden Nebel, verschwendete sie nicht einmal einen Gedanken an Gefahr.

Aber dieser Gedanke kam auch gar nicht auf, denn das was sie dort oben spĂŒrte, das was der Nebel ihr fast wie eine Nabelschnur entgegen brachte, war nichts lebendes. Es waren 


Ein Pusten kam ĂŒber ihre Lippen, ein kurzer Augenaufschlag und könnte jetzt ihr Herz schlagen, so wĂŒrde es wohl rasen. Das tat es natĂŒrlich nicht, was tot war, blieb tot.

Ihre Schritte kamen zum stehen, die kleinen HĂ€nde geballt.
Es war nicht ihr Vater dort.. Was ihr ein Stich durch die Brust jagte..
Hin- und Hergerissen verharrte sie einen kurzen Moment, bis schließlich eine sanfte Stimme ihren eigenen Namen an ihr Ohr trug.
Oh wie lange war das nur her ?

Der leise Schrei eines Falkens durch brach fĂŒr einen Moment die Stille im Nebel und holte sie sogleich aus ihrer Starre heraus.
Schon warf sie ihren Frust, ĂŒber die Erkenntnis das es nicht ihr Vater war, beiseite und eilte den restlichen Weg hinauf um dann direkt vor den dreien einen kleinen Moment zum stehen zu kommen. Drei.. doch jene beiden vor ihr, eine schöner als die andere, waren in diesem Moment nicht ihr Ziel.. auch wenn eine der beiden etwas an sich hatte, das ihr mehr als bekannt vor kam.. dennoch war ihr Ziel in diesem Moment ein anderes..

~ Shilana ~ nur ein Hauch von Wort..

Und nun... Sollte sie wohl Erwachsen sein.. und alle vernĂŒnftig begrĂŒssen.. doch wer wollte schon erwachsen sein ? Außerdem hatten sich ihre TrĂ€nen plötzlich einfach so entschlossen, das zu tun was TrĂ€nen so gern taten.. Und so stĂŒrzte sie sich auch schon direkt auf Shilana und damit vorbei an den zwei anderen Untoten Wesen..

Das wĂŒrde eine riesige Umarmung werden... Denn endlich war sie nicht mehr allein !!
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht

Beitragvon Shilana » Di 9. Jan 2018, 13:21

Erneut spielt jenes zarte LĂ€cheln mit ihren Lippen, bevor sie leise und doch entschlossen sagt.

Ihr habt hier ein Heim...ihr beide....ihr seid hier...

es scheint als suche sie nach dem richtigen Worte und ihr Tonfall verrĂ€t, das kein Wort es wohl wirklich auszudrĂŒcken vermag.

zu Hause

Als sei es vom Schicksal so bestimmt und kein Zweifel könnte je daran nagen.
Und auch wenn sie vorher keiner der beiden je begegnet war, so spĂŒrt sie deren Zugehörigkeit zum Clan....das Blute Kains...ein zartes und doch so starkes Band, welches alle seine Kinder miteinander verbindet.

Erst als sie Mellis leise Stimme vernimmt, erscheint auf ihren ZĂŒgen jenes strahlende LĂ€cheln welches einen fast magischen Zauber auf ihren feinen ZĂŒgen erstrahlen lĂ€sst. Eine Wandlung der sich nur wenige zu entziehen vermögen und doch so offen und ehrlich, wie es wiederum nur wenigen vergönnt ist.
Mit offenen Armen und einer fließenden Bewegung, mit welcher sie leicht in die Knie sinkt, erwartet sie den Wildfang.
Schon lange verbindet sie eine ungewöhnliche Beziehung zu Melli. Seit sie ihr damals mit Valia gefolgt war, als der ungestĂŒme Drang Melli mal wieder hinaus in die Welt getrieben hatte. Nie war es wirklich offensichtlich und doch immer vorhanden...jenes Band durch welches sie Melli in ihr Herz geschlossen hat.
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht

Beitragvon Ayani » Di 9. Jan 2018, 13:52

Nach einem kurzen Zögern erwiderte sie Kyranas HĂ€ndedruck und sogar ein kleines LĂ€cheln hob sich auf ihre Lippen. >Ich bin Ayani.< Gab sie schließlich bekannt > Es freut mich, Euch kennen zu lernen... Und nach so langer Zeit nochmal jemanden hier anzutreffen. Und dabei direkt so viele.< Kam es leise, nachdenklich und ein wenig andĂ€chtig. Dabei beobachtete sie fasziniert die Kaskade schneeweißen Haares und kann nun auch Kyranas Antlitz betrachten. Somit konnte sie den Namen nun auch mit einer Person zu verbinden. Ayani selbst trug ihre weiche, geschmeidige Lederkleidung zu Bogen und Köcher. Schlank, gar zierlich und mit blassblondem Haar und ebenso hellen Augen, die sich wach und neugierig zugleich umschauten.

Dann schoss geradezu ein Wesen an ihr vorbei. Sie vernahm nur noch die Worte der beiden... Shilana. Das musste die Dame dort in der TĂŒr stehend sein. Und jemanden - ein MĂ€dchen? - die sie kurz darauf in ihre Arme schloss. Ein schönes Wiedersehen, so schien es. Und vielleicht ließen all jene hier zumindest ein wenig erahnen, wie groß der Clan einst gewesen war.

Nachdenklich wanderte ihr Blick schließlich weiter durch den Hof. Geradezu suchend. Denn jene Gestalt, die ihr wirklich fehlte und die sie immernoch am meisten gehofft hatte, hier zu finden, schien nicht anwesend. Wer ahnte denn, dass Arie gar nicht einmal so weit weg war? Und Ayani vermisste ihn und fragte sich oft wohin er wohl verschwunden war. Sogar seine freche, zeitweise herrische, teils grausame - nunja wer von ihnen war das nicht von Zeit zu Zeit? - Art fehlte ihr.

Schließlich verzog sich der nachdenkliche, kurz traurige Schleier ĂŒber ihren Augen, als sie sich bereits wieder Kyrana zu wandte und sie dabei in Richtung der beiden anderen deutete. >Wollen wir zu ihnen gehen?<
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht

Beitragvon Kyrana » Di 9. Jan 2018, 16:37

Zuhause... Die wenigen Worte der anmutigen Dame dringen tief in ihr Herz ein und veranlassen sie,erneut zu lÀcheln.
Was fĂŒr eine schöne und ereignisreiche Nacht dies doch zu werden verspricht...die Einsamkeit, welche schon wieder nach ihr greifen wollte... und die sie rastlos in der Gegend herum ziehen ließ... scheint vorĂŒber zu sein.

So wendet sie sich wieder Ayani zu und nickt...ernst geworden. Ich freue mich auch. Es tut gut, zu wissen, dass dieses Schloss...der Clan...weiter bestehen, so wie sie es seit Jahrhunderten tun.
Worauf auch schon Melli in den Hof stĂŒrmt...ohne sie beide groß zu beachten, in die Arme der anmutigen Dame stĂŒrzt. Deren Name...nun ist es offenbar...wohl Shilana lautet.
Still verharrt Kyrana fĂŒr eine ganze Weile und nimmt das Bild in sich auf. Ein GefĂŒhl von WĂ€rme schleicht sich durch ihren Körper...ein GefĂŒhl der Geborgenheit. Ja, jetzt ist sie wieder Zuhause...vorbei die unstete Suche in der Weltgeschichte. Hier gehört sie hin.

Ja, gesellen wir uns dazu. Mit einem leichten Nicken zu Ayani tragen sie ihre nackten FĂŒĂŸe bereits die ersten Schritte in die Richtung von Melli und Shilana. Dabei sieht sie sich suchend um...wo Melli ist, da ist Landru nicht weit...zumindest war es frĂŒher so. Vielleicht...ja, vielleicht wĂŒrde auch er gleich durch das Tor kommen, um sich an der allgemeinen BegrĂŒĂŸung zu beteiligen.

FĂŒr Außenstehende...wĂ€ren sie denn in der Lage, diese Szenerie zu beobachten...sĂ€he es wahrscheinlich wie ein gewöhnliches Zusammentreffen von Leuten aus, die sich lange nicht gesehen haben. In Wirklichkeit jedoch kamen hier gerade Generationen von Clans-Mitgliedern zusammen, welche das Banner des Clans ĂŒber Jahre und Jahre hoch gehalten haben. Auf dass er weiter lebe...nie vergessen werde und nie sterben kann. Bis zum heutigen Tag.
Kyrana nickt zufrieden und wartet still an Ayanis Seite, bis man sich ihnen zuwendet.
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht

Beitragvon Melli Vykos » Di 9. Jan 2018, 17:39

Ein, zwei, na vielleicht waren es auch drei oder sogar mehr TrÀnen die da ihre Wangen benetzten, auf jeden Fall hatten sich die kurzen Arme fest um Shilana gelegt, so als hÀtte sie die junge Frau ewig nicht gesehen.

Schließlich jedoch schluckte sie und löste sich langsam, wirklich langsam, fast so als hĂ€tte sie Angst das Shilana gleich wieder verschwinden wĂŒrde.

~ Wo warst du ? ~ ein fragender Blick legte sich auf das Antlitz, bevor es auf die zwei Damen die sich nun zu ihnen gesellten zum liegen kam.

~ Kyrana ? ~ Verwunderung schwang in der Stimme mit, sie hatte wirklich mit allem gerechnet, jeden verdammten Tag in den letzten Monaten, aber nicht damit ĂŒberhaupt jemanden vom Clan wieder zu sehen und vom Clan waren sie alle, selbst die Unbekannte, denn sie trug das Blut Kains in sich, was sie nur all zu deutlich fĂŒhlen konnte.
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht

Beitragvon Shilana » Di 9. Jan 2018, 19:16

Eng schließen sich ihre Arme um Melli, wĂ€hrend sie den Kopf leicht senkt, nur zu gut wissend wie klar ihre ZĂŒge ihre RĂŒhrung verraten. FĂŒr einen Moment scheint die Zeit stillzustehen. Als ob Zeit fĂŒr Ihresgleichen noch irgendeine Bedeutung hĂ€tte.
Schließlich hebt sie leicht den Kopf, blickt Ayani und Kyrana aufmerksam entgegen, wĂ€hrend sie Melli nur widerstrebend aus der Umarmung entlĂ€sst. Fast scheint es als quĂ€len sie die gleichen Ängste wie Melli.

Unverwandt ist ihr Blick nach vorne gerichtet, sollte sich einer der Ihren nĂ€hern wĂŒrde sie es spĂŒren. Ebenso wenig fragt sie Melli nach Landru. Der Sohn Kains pflegte gewöhnlich recht unverhofft aufzutauchen und ebenso auch wieder zu entschwinden. Ebenso wie seine Tochter frĂŒher auch. Auch wenn ein Teil von ihr hoffte, dass das alte GemĂ€uer wieder mit Leben erfĂŒllt wird. Ein Gedanke der ihr ein Schmunzeln abringt, denn angesichts der Beschaffenheit ihrer Existenz von Leben zu sprechen, ist ein Widerspruch an sich.

Auf der Suche...

Beantwortet sie ruhig Mellis Frage, wÀhrend sie wartet, das die beiden jungen Damen nÀher treten.

Ihr kennt euch?

Fragt sie forschend, den Blick auf das Kind gerichtet und nicht anders kann, als leise aufzulachen.

Ich hĂ€tte frĂŒher nicht gedacht das du noch wilder aussehen kannst...aber ich habe mich eindeutig getĂ€uscht.

Zum Teil sollte das Lachen darĂŒber hinweg tĂ€uschen, wie sehr sie das Aussehen Mellis erschreckt hat. Man sah ihr an, das die letzte Zeit nicht sanft mit ihr umgegangen war. Und nur mit MĂŒhe hĂ€lt sie sich zurĂŒck, ihr nicht ĂŒber das zerzauste Haar zu streichen. Es gibt nicht viel, was Melli noch weniger mochte, soweit sie sich zu erinnern vermochte.

Forschend blickt sie von Ayani zu Kyrana und wieder zurĂŒck, als versuche sie herauszufinden, wer von den beiden Kyrana sein mochte.
Doch dann strafft sie unverhofft die schmalen Schultern und schĂŒttelt leicht den Kopf, wĂ€hrend sie mit einem einladenden LĂ€cheln auf die TĂŒr deutet.

Doch kommt doch erst einmal herein. Im Kaminzimmer lÀsst es sich besser kennenlernen und 


ihr prĂŒfender Blick streicht ĂŒber die Drei, bevor ihre ausdrucksvollen Augen aufblitzen und sie den Satz beendet

..und ihr wirkt als könntet ihr eine StÀrkung vertragen...

Mit einem aufmunternden Nicken schickt sie sich an in das alte GemĂ€uer zurĂŒckzukehren.

Ohne sich jedoch anmerken zu lassen, dass sie jene ,die den Schlaf der Ahnen hielten, wahrnehmen kann, wenn auch nur sehr undeutlich..fast verschwommen. Und doch vermeint sie zu spĂŒren, dass etwas nicht stimmt. Eine der Auren scheint anders..nicht jene Ruhe auszustrahlen....fast als drohe ihr Gefahr. Aber war es kaum mehr als der Hauch eines GefĂŒhl..ein sehr vagen GefĂŒhls.
Zumal dies zu ĂŒberprĂŒfen ganz sicher kein leichtes, wenn nicht gar unmögliches, Unterfangen sein dĂŒrfte. Doch sollte dies GefĂŒhl nicht weichen, wĂŒrde sie dem ohne zu Zögern nachgehen.
Mit einer kaum merklichen Kopfbewegung schiebt sie jene Gedanken vorerst einmal beiseite.
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht

Beitragvon Arie » Di 9. Jan 2018, 21:31

Der Wald, so abscheulich er sein mag, beschĂŒtzt etwas noch viel Schlimmeres.

Ein Schloss, leicht erhoben auf einer sanften Anhöhe, majestĂ€tisch scheint es ĂŒber das Feld zu blicken auf den Ankömmling.
So aus der Ferne sieht es aus wie ein Jahrhundert, gar Jahrtausend Bauwerk, hoch bis zum Himmel und hinein in die Wolken ragen die höchsten der TĂŒrme.
Das Zwielicht des Nebels macht die Konturen etwas fahrig und scheint das Schloss zu hinterleuchten, was es noch grösser erscheinen lÀsst.

Das alten GemÀuer fasziniert ihn, diese Fokussierung von Macht und Gewalt, welcher er noch nie widerstehen konnte zieht ihn an wie das letzte Verderben.
Angezogen von einem scheinbaren Unwetter oder vielleicht einem Sturm der sich zusammenbraut, wie die Vorahnung der Tiere im freien Wald, glaubt er die sich aufbĂ€umende Macht zu spĂŒren, dort, drĂŒben, auf dem HĂŒgel. In der Ruine, nur das Sie von hier nicht aussieht wie eine.


Seine Schritte fĂŒhren ihn langsam vorwĂ€rts, noch hat er nichts bewusst bemerkt von den Anwesenden darin.

Dennoch werden seine Schritt schneller, je nĂ€her er dem GemĂ€uer kommt. Die Mauern scheinen aus dem Boden zu Wachsen, von fern majestĂ€tisch, wirken sie jetzt nur noch riesig, unĂŒberwindbar weder fĂŒr feind noch freund!

Das Tor scheint nur angelehnt, wie schlampig! oder hat er selbst es etwa vergessen zu schliessen? .. Möglich, meist wenn er jemand anderen ĂŒbles wĂŒnscht wegen Kleinigkeiten, ist er selbst der Auslöser dafĂŒr.
Mit Handschuhen, auf der Innenseite bereits eins geworden mit seiner Haut, stösst er das Tor weiter auf um durchzuschlĂŒpfen, Ă€rgert sich sogleich ĂŒber das leise knarren der Angeln und setzt erneut ein leisen Fluch ab vor er den Innenhof betritt und die sich ihm bietende Szenerie erfasst.

Perplex bleibt er stehen.
Schaut zu den MĂ€dchen und Frauen.
Sein Blick wandert zu den StĂ€llen, langsam weiter zum Turm auf wo noch immer ein Teil des gefĂŒhlt mindestens tausendjĂ€hrigen riesigen Wandteppiches hĂ€ngt der das Wappen des Clans zeigt.
Langsam senkt sich sein Blick wieder zu den Frauen.

Ganz offensichtlich hat er etwas verpasst.. und niemand ist da dem er die Schuld dafĂŒr geben kann!
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht

Beitragvon Ayani » Mi 10. Jan 2018, 00:49

Zwei paar nackte weiße FĂŒĂŸe nahmen sodenn den Weg gen Shilana und Melli auf. Denn auch Ayani hatte nicht viel fĂŒr Stiefel ĂŒbrig, die ihre FĂŒĂŸe einengten und nur dafĂŒr sorgten, dass sie sich unwohl fĂŒhlte und den Waldboden nicht richtig spĂŒren konnte. Gerade bei den anderen beiden angelangt lĂ€chelt sie sie schließlich zwar noch zurĂŒckhaltend, doch offensichtlich freundlich an. >Freut mich, Euch kennen zu lernen... So viele Gesichter...< Und selbst Ayani, die bisher nur wenig von dem weiß, was vielleicht in ihr schlummern mag, spĂŒrt eine Art Verbindung zu jenen noch fremden Damen, die nun mit ihr vor dem Torbogen verweilen. Ein seltsames GefĂŒhl. Aber zugleich tat es gut, zu wissen, dass man tatsĂ€chlich ein Zuhause hatte. Und dieses nicht mehr völlig verwaist war. Es auch noch andere Bewohner gab, die nun nach und nach zurĂŒck gekehrt waren.

Gerade schickte sie sich an, Shilana hineinzufolgen, als sie jedoch etwas anderes wahrnahm, das sie ablenkte. Ein GefĂŒhl, das sie tatsĂ€chlich lange nicht mehr gespĂŒrt hatte, aber tatsĂ€chlich zur Abwechslung einmal zuordnen konnte. >Arie..< FlĂŒsterte sie nur leise in den Wind hinein. Und nun hob sich tatsĂ€chlich ein freudiges LĂ€cheln auf ihre Lippen, das bis tief in die hellen Augen drang, die zugleich frech zu funkeln begannen.

Der Weg hinein wurde unversehens abgebrochen. Stattdessen sprang sie geschmeidig die Stufen wieder hinunter. Und sollte Arie es zulassen, wĂŒrde er kurz darauf in eine wahrscheinlich unerwartete Umarmung gezwĂ€ngt, die auch nicht gerade als typisch fĂŒr Ayani zu bezeichnen wĂ€re. Aber andererseits... Verdammt sie hatte ihn wirklich vermisst! Und irgendwie... War er nunmal auch ein Teil von ihr. Wirklich ĂŒberdeutlich bewusst war ihr das jedoch erst geworden, nachdem er verschwunden war. Nur kurz sollte jene Umarmung andauern, ehe sie sich mit einem Hauch der Schamesröte auf den Wangen von ihm lösen wĂŒrde, ein gehĂŒsteltes RĂ€uspern folgend. >Huch..<
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht

Beitragvon Kyrana » Mi 10. Jan 2018, 10:43

Melli, wie schön, dich wiederzusehen. Ein kleines LĂ€cheln findet seinen Weg auf Kyranas ZĂŒge. Spontan wĂ€re sie versucht, das MĂ€dchen zu umarmen...doch dazu ist sie viel zu zurĂŒckhaltend. Daher steht sie nur still da und pfriemelt mit den behandschuhten Fingern an ihrem Umhang herum. Und... im Gegensatz zu Shilana...behĂ€lt sie die Frage, die ihr auf der Seele brennt, nicht fĂŒr sich. Ist denn...dein Vater auch in der NĂ€he? Dabei sieht sie sich wieder nach dem Tor um. Ich habe ihn so lange nicht gesehen. Den leisen Worten folgt ein Seufzer...bevor sie sich hinter Shilana einreiht und den Weg ins Kaminzimmer aufnimmt.

Gerade haben sie die Treppe passiert, als Ayani abrupt stehenbleibt und einem Neuankömmling in die Arme rennt...der soeben eingetroffen ist. Kyrana kennt den Mann nicht...doch es scheint, dass auch er den RĂŒckweg zum Schloss des Clans gefunden hat. FĂŒr einen Moment beobachtet sie die Beiden...und muss schon wieder lĂ€cheln.

Sie selbst spĂŒrt diese Verbindung nicht, die das Blut Kains unter seinen Kindern schafft. Der Grund ist ganz einfach...Kyrana kam bereits als Kind der Dunkelheit nach Althea...auf der Suche nach... Doch das ist eine andere, lange und traurige Geschichte. Ihre Verbindung zum Clan besteht lediglich aus ihrer Treue zu einem neuen Zuhause...und denjenigen, die es ihr gegeben haben. Daher ahnt sie auch nicht, was tief im Inneren des Schlosses vor sich geht.
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht

Beitragvon Melli Vykos » Mi 10. Jan 2018, 11:13

Ein Nicken folgt auf die Frage und ein kurzes LĂ€cheln gen Kyrana.

~ öh.. ich bin gar nicht wild ~ leicht murrend wischt sie sich durch das Gesicht und streift kurz eine ihrer Wilden Locken hinter das Ohr, wo es natĂŒrlich kaum das ihre Hand fort ist, sich sofort wieder befreit.

Nein, sie war nicht wild, auf keinen Fall, sie doch nicht !

Und so wandert der blick von Kyrana zu Ayani und schließlich zurĂŒck zu Shilana wo das kleine LĂ€cheln wieder erwacht, was jedoch nur von kurzer Dauer ist, denn kaum das Shilana sich schickt ins Innere zurĂŒck zu kehren, erklingt auch schon die Frage der Fragen.

Ein leichtes Zittern ĂŒberkommt sie, fast als fröstelte sie. Sofort streicht sie sich ĂŒber die nackten Arme um dann schließlich den Kopf zu schĂŒtteln.

~ Er ist fort 
 ~ und weiter kommt sie nicht, denn schon kommt wieder Unruhe in den kleinen Trupp.

~ Arie ?! ~ es war wirklich erstaunlich, ein jeden aus dem Clan zog es zum gleichen Tag hier her. VerrĂŒckt. Da irrte man monatelang durch den Wald, sah niemand und nix und nun..
Es war fast so, als riefe das alte GemÀuer nach ihnen..

Sie löste den Blick von den zwei und lies ihn ĂŒber das alte GemĂ€uer streichen..

~ Ob es uns gerufen hat ? ~
eine kleine leise Frage, eigentlich mehr zu sich selbst.
Vielleicht war es wirklich an der Zeit, mehr in sich hinein zu horchen, dem Blut zu folgen, etwas was sie meist gekonnt ignorierte, vielleicht wĂŒrde sie dann auch spĂŒren, das tief unten im alten GemĂ€uer etwas nicht so ganz stimmig war.
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht

Beitragvon Shilana » Mi 10. Jan 2018, 12:20

Sie lacht leise und ihre Augen blitzen vergnĂŒgt auf wĂ€hrend sie mit einem fast frechen Schmunzeln Melli mustert und dann nachdrĂŒcklich nickt.

Doch das bist du..wild..es ist ein Teil von dir...

sie zwinkert leicht

ĂŒbrigens ein liebenswerter Teil..

Sie schickt sich an durch die TĂŒr ins innere zu treten, als sie spĂŒrt wie sich ein weiteres Wesen der Nacht nĂ€hert. Langsam wendet sie sich um und ihr Blick durchstreift das Dunkel der Nacht, ahnend das keine Gefahr droht, bevor die Frage Ayanis ihre Aufmerksamkeit erregt.
Ein besorgter Blick streift Melli und mustert sie aufmerksam, bis sie schließlich nach einer gefĂŒhlten Ewigkeit leise sagt.

Es wird alles gut...ich bin mir sicher..

Ihre samtige Stimme vermittelt tatsÀchlich den Eindruck, als sei sie sich dessen absolut gewiss.
Noch bevor der letzte Klang ihrer Worte verklungen war und fast zeitgleich mit Ayanis leisem Ruf hebt sich erneut ihren Kopf und ihre Augen folgen Ayani in das Dunkel der Nacht. Ein leises LĂ€cheln ist zu erkennen. Wie es scheint, hat ihr GefĂŒhl sie also nicht getrogen.

Kaum sichtbar schĂŒttelt sie gleich darauf sacht den Kopf bevor sie zeitgleich mit Melli den Blick ĂŒber die alte verwitterte Fassade streichen lĂ€sst.

Bestimmt....oder etwas in ihm...diese Mauern sind zu einem Teil des Clanes geworden...

beantwortet sie Mellis Frage. Und so wie sie es sagt, meint sie es auch. Der Clan und dieses Schloss sind unabÀnderlich verbunden...als sei es Schicksal und eine bestehende Tatsache. Gerade so als sei das Eine ohne das Andere nicht vorstellbar.

WĂ€hrend sie auf Ayani und Arie wartet wird ihr Blick von ihrem geliebten Mond, welcher voll und so vertraut den Nachthimmel erhellt, angezogen und ein inniges lĂ€cheln verzaubert ihre ZĂŒge, wĂ€hrend sie leise murmelt.

Du hattest recht....es war richtig zurĂŒck zu kommen.
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht

Beitragvon Melli Vykos » Mi 10. Jan 2018, 12:49

Zum Teil des Clans.. .. ja, so wie auch die alte Ruine ein Teil von Landru war.. und nun so ohne ihn.. nun starb sie mit jedem neuen Zyklus des Mondes..

Gedanken die ihr wieder schmerzlich bewusst machten, wie sehr sie ihren Vater vermisste und vor allem wie sehr sie und andere ihn eigentlich brauchten.
Und genau diese Gedanken ließen sie einen kleinen Schritt zurĂŒck machen, ĂŒberlegend ob sie nicht wieder zurĂŒck in den Wald kehren sollte..
IHN suchen..

Tief die nutzlose Luft einatmend, schĂŒttelt sie schließlich den Kopf. Es hatte im Moment keinen Sinn und ĂŒberhaupt, hatte sie diese Einsamkeit erstmal satt.
Sie hatte hunger und außerdem war sie grad ein wenig mĂŒde und viel zu erschöpft um auch noch weiter dort draußen zu suchen.
Sie wĂŒrde es erstmal verschieben.. auf morgen, oder ĂŒbermorgen, aber dann wĂŒrde sie ihn weiter suchen ! ganz ganz sicher


--es wird alles gut.. -- Shilanas Worte.. also griff die kleine Hand nach ihrer.. sie war nur kurz nach ihr zum Clan gestoßen.. und somit eine der letzten der nun Alten hier..
Im Moment jedenfalls.. Wer wusste schon, wer wieder alles Heim finden wĂŒrde.. Das Blut lebte ewig und es rief seine Kinder heim !
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht

Beitragvon Aphrodite » Mi 10. Jan 2018, 22:08

Ein Ruf. Ja, das mag es sein, was alle an diesem Zeitpunkt zum alten Schloss treibt.

Eine weitere Gestalt nĂ€hert sich, mit hĂ€ngenden Schultern, wenig leisen und schlurfenden Schritten. Der Leib gehĂŒllt in eine schĂ€bige RĂŒstung, die zusammengewĂŒrfelt aus Leder und Kettenteilen besteht. Auf dem RĂŒcken zerfetzte FlĂŒgel, die die bezeichnung kaum noch verdienen. Einstmals wohl weiß, sind sie nun grau und zerrissen, teils ledrig und an nicht wenigen Stellen sticht blanker Knochen hervor.
Unter einem alten Helm mit einer Schiene ĂŒber dem Nasenbein lugen filzige StrĂ€hnen einstmalig goldblonden Haares hervor- und unter dem Rand eisblaue Augen, ehemals durchaus betörend, mittlerweile jedoch erkaltet- doch noch immer klar gen des Ziels blickend, als der erste Nebel des Waldes die abgelaufenen Stiefel umschlingt, berĂŒhrt und prĂŒft.

Weiter gehen die Schritte der Brujah, die niemals so zum Clan gehört hatte, wie sie es wollte, und sich nun doch wieder dort hingezogen fĂŒhlte. Eigentlich hĂ€tte sie nichts außer Schmerz und DemĂŒtigungen damit verbinden sollen- und doch war es der einizge Ort auf der Welt, an dem sie den Bruchteil einer Chance hatte, noch einmal zu beginnen, zu sein, was sie sein wollte, sich zu beweisen oder zumindest einen Ort fĂŒr ein ehrbares Ende zu finden.

Viele Fehler begleiten sie durch den finsteren Wald, vor dem sie sich nicht fĂŒrchtet. Frechheiten gegenĂŒber alten Mitgliedern, Übermut in KĂ€mpfen, die Liebe zu einem Mann, den zu lieben ihr nicht zugestanden hatte. Dennoch war sie hier- dennoch stand sie irgendwann vor dem Tor, und ebenso wie jene zuvor war sie ĂŒberrascht, es nicht verschlossen vorzufinden.

So schlĂŒpft auch sie durch das Tor, vermutlich mit der wenigsten Anmut aller, grob und weder leise noch zart- und steht dann dort, in ihrer schĂ€bigen RĂŒstung, ihr altes Schwert am GĂŒrtel. Ein jĂ€mmerlicher Anblick, bei dem die ein oder andere Dame vielleicht die Nase rĂŒmpfen dĂŒrfte. Obgleich weiblich, scheint sie das mĂ€nnlichste Individuum im Hof zu sein- zumindest ihrer Ansicht nach, nachdem sie einen Moment wortlos die Anwesenden gemustert hat. Und auch nach diesem Moment spricht sie noch nicht, vielleicht der Überraschung wegen.
Zuletzt geÀndert von Aphrodite am Mi 10. Jan 2018, 22:12, insgesamt 1-mal geÀndert.
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht

Beitragvon Arie » Mi 10. Jan 2018, 22:13

Gerade wollte er sich weiterbewegen auf die kleine Gruppe zu als ihm Ayani entgegensprintet. Ayani, vor wenigen Tagen erst hat er Sie wiedergefunden oder eher Sie ihn.
Freudig fÀngt er Sie auf und hÀlt sie ebenfalls ein-zwei Momente fest. Strahlend betrachtet er Sie, jetzt nach dem seine Erinnerungen wiederkehren.

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FlĂŒstert er, Er kann Ihre Aura noch nicht wahrnehmen, den vor kurzem hat er ein Teil seines wiederbelebenden Blutes bereits weitergespendet. Denn draussen im Wald, gut verborgen in einer Höhle ist noch ein Vampir, verletzt doch auf dem Weg zur Besserung. Doch wird er davon nichts erwĂ€hnen, denn der Vampir will nichts mit dem Schloss zu tun haben.

Wie geht es dir?

Fragt er Sie darauf und hebt seine Hand um Ihr durchs Gesicht zu streichen. Wie lange ist es her, das er dies das letzte mal tun durfte? Wie sehr hatte er Sie vermisst, ohne es zu Wissen?

Es ist so lange her...

Die anderen, die soeben noch im Eingang standen, hat er ausgeblendet, es wird noch genug Zeit bleiben, denn Zeit, haben sie alle bis in die Ewigkeit.
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht

Beitragvon Ayani » Do 11. Jan 2018, 00:20

>Arie!< Und dieses Mal klang ihre Stimme nicht unglĂ€ubig, sondern endgĂŒltig feststellend. Da stand er doch tatsĂ€chlich vor ihr lebendig - so wie sie eben alle irgendwie lebendig waren - und aus Fleisch und Blut. >Jetzt, jetzt geht es mir gut.< Und dabei lĂ€chelte sie ihn freudig an, das freche Funkeln blitzte aus den grauen Augen hervor. Und es war die Wahrheit. HĂ€tte sie zuvor jemand gefragt, hĂ€tte sie eben diese Antwort wohl auch gegeben. Doch nun wird ihr wirklich bewusst, dass erst gerade in diesem Moment alles in Ordnung war. >Und wie geht es dir? Wo warst du? Eines Tages warst du verschwunden...< In ihren letzten Worten klang Vorwurf mit, den sie nicht ganz heraus halten konnte. Es auch gar nicht wollte.

Ganz kurz schmiegte sie ihre Wange in seine Hand. Jene Hand die herrlich sanft sein konnte und ebenso grausam. Beides Seiten seines Charakters, die sie nur zu gut kannte. Schließlich schloss sie einen Augenblick die Augen und sog seinen Geruch ein. Nach Wald, Erde, Blut, Leder... Und einfach nach Arie. Anschließend blickte sie ihn wieder an. >Viel zu lange.<

Und dann fasste sie bereits nach seiner Hand, um ihn zu den anderen zu ziehen. >Irgendwie zieht es uns heute Nacht alle wieder hierher...< Sprach sie und deutete du den anderen hinĂŒber. >Wir wollten gerade ins Kaminzimmer gehen... Eine StĂ€rkung... Ein Kennenlernen. Kommst du mit?< Nicht, dass sie vorhatte, ihn so schnell wieder verschwinden zu lassen, wie er gerade aufgetaucht war. Pah!

Doch noch wĂ€hrend sie sich umwandte und an Arie vorbei schaute, hielt sie bereits wieder inne. Denn da war noch jemand durch das Portal getreten. Laut, scheppernd und Ă€ußerlich ein Schatten ihrer? seiner? selbst. Schwer zu sagen, denn so richtig schien es ihr sogar Ă€ußerlich nicht erkennbar. >Guten Abend.< Versuchte sie es dann vorsichtig mit einem Gruß in Richtung der Fremden. Ein/e weitere/r Heimkehrer/in?
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Re: [Schicksalswind] Die Nacht erwacht

Beitragvon Kyrana » Do 11. Jan 2018, 16:56

Landru ist fort. Mellis Worte versetzen ihr einen Stich...dennoch nickt sie langsam, als hĂ€tte sie es schon erwartet. Normalerweise wĂ€re er, als Regent des Clans, einer der Ersten, die in solch einer ereignisreichen Nacht auftauchen wĂŒrden.

Und wÀhrend Kyrana nun hier neben den anderen auf der Treppe steht und darauf wartet, dass Ayani und der junge Mann mit Namen Arie sich zu ihnen gesellen, greift wieder die kalte Hand der Einsamkeit nach ihr. Jeder hier scheint jemanden zu finden...den er oder sie lange vermisst hat...und jetzt froh um dessen Anwesenheit ist. Sogar Ayani, die wohl noch recht neu in den Reihen des Clans ist.
Sie selbst hatte auch frĂŒher keine enge Bindung an jemanden aus dem Clan...außer an Landru. Sie ist nicht gesegnet mit besonderen VorzĂŒgen wie Liebreiz...oder einer besonders offenen Art. Sie ist einfach nur...Kyrana. Still, ernst, meistens in sich gekehrt ...eher im Hintergrund, als vorne mit dabei. Das macht es natĂŒrlich um ein Vielfaches schwieriger, Anschluss zu finden. Dessen ist sie sich wohl bewusst.

Gerade, als sie sich entschlossen hat, schon einmal hinein zu gehen, erscheint am Tor eine Gestalt. Stumm steht sie dort und schaut zu der kleinen Gruppe hinĂŒber. Ein Anblick des Jammers...der Kyranas Herz berĂŒhrt. So verloren, wie diese Gestalt aussieht, hat sie selbst sich unzĂ€hlige Male gefĂŒhlt.
Ohne groß darĂŒber nachzudenken, rafft sie Robe und Umhang empor und steigt die Treppe hinab...geht langsam, aber zĂŒgig, ĂŒber den Hof auf die Gestalt zu...bis sie sie erreicht hat. Vor ihr angekommen, streckt sie vorsichtig eine Hand nach der neu Angekommenen aus und sagt leise: Mein Name ist Kyrana. Bitte, tretet doch nĂ€her.

NatĂŒrlich weiß sie nicht, ob diese Person zum Clan gehört...sollte es nicht so sein, wĂŒrde sie sicher noch zu etwas zu gebrauchen sein.
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