(PPS) Graue Bund

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(PPS) Graue Bund

Beitragvon Deltion » Mo 25. Feb 2013, 14:40

Eines Morgens waren Caecilia und Deltion unterwegs durch den Wald, als sie ein Blinken an einem Baum bemerkten. Neugierig untersuchten sie den Baum und fanden ein kleines Amulett. Offenbar musste jemand dieses Amulett verloren haben. Oder hatte dieser Jemand das Amulett absichtlich dort platziert?

Als sie das Amulett ins Sonnenlicht hielten, reflektierte es das Licht, welches tief in den Wald hinein schien. Gebannt von diesem Lichterspiel folgten sie dem Strahl in das Dickicht. Immernoch ging der Lichtschein vom Amulett aus, obwohl keine Sonne mehr unter dem Bl├Ątterdach zu erkennen war. Fasziniert dar├╝ber verga├čen die beiden sogar die Zeit.

Sie waren bereits mehrere Stunden unterwegs als sich auf einmal der Wald auftat. Beide betraten eine Lichtung, auf der wohl einmal ein gro├čes Geb├Ąude gestanden haben musste. Doch nach Jahrhunderten waren einzig die Grundmauern davon ├╝brig geblieben.
Neugierig betrat Deltion die Ruinen. Er dachte wohl, bestimmte R├Ąumlichkeiten erkennen zu k├Ânnen. Eine gro├če Eingangshalle. Davon abgehend ein noch gr├Â├čerer Saal. In einem Raum schienen die Reste eines Ofens noch eher erhalten geblieben zu sein, als die Luke, auf die er trat - und pl├Âtzlich einbrach.

Er fiel bestimmt mehrere Meter in die Dunkelheit hinab und sein Schrei, der ihm dabei mehr vor Schreck entfuhr, rief Caecilia herbei, die sich bisher noch au├čerhalb der Ruinen umgesehen hatte.
Caecilia eilte herbei und sah sich um, doch entdeckte sie keinen Hinweis, wo und wie Deltion verschwunden war.

Doch der Schrei hatte noch mehr Wesen im Wald auf sie aufmerksam gemacht. Kramorna Silme war zusammen mit Aradraug und ihrer Tochter Tawariel unterwegs gewesen, um der Kleinen die Natur, die Spuren wilder Tiere und die Pflanzen n├Ąherzubringen.
Als der Schrei ert├Ânte, rannten sie in die Richtung, aus der dieser hatte kommen m├╝ssen. Auch sie betraten die Lichtung und sogleich rannte Tawariel auf die Person zu, die in den Ruinen stand. Sie rief laut, als sie ihre "Tante Tschitschila" erkannte und blieb direkt vor ihr stehen. Auch Aradraug und Kramorna hatten wenige Augenblicke sp├Ąter Caecilia erreicht.
Kramorna, feinf├╝hlig in solchen Dingen, sprach direkt an, dass etwas passiert sei, worauf Caecilia berichtete.

Zusammen gingen sie nun auf die Suche nach Deltion, der unterhalb der Luke auf den Boden geschlagen war und benommen dalag. Sie stie├čen auf eine Steintreppe, die offenbar fr├╝her in einen Keller f├╝hrte, doch war der Eingang mittlerweile durch etliche Steine versperrt. Sie m├╝hten sich bis die D├Ąmmerung einbrach, den Eingang begehbar zu machen. Und als die Sonne fast g├Ąnzlich verschwunden war, z├╝ndete Aradraug eine Fackel an und gemeinsam begaben sich die vier in die Dunkelheit unterhalb der Ruinen.

Die W├Ąnde waren fein behauen und trotz der Jahre der Einsamkeit schien die Luft angenehm und kein bisschen modrig zu sein. Sie ├Âffneten eine T├╝re und betraten einen gro├čen Raum, der von der Zeit offenbar g├Ąnzlich unber├╝hrt geblieben war. Im Schein der Fackel lie├čen sich Regale erkennen, gef├╝llt mit Folianten, schweren W├Ąlzern und Schriftrollen, die fein s├Ąuberlich aufgestapelt waren.
An der einen Wand fand sich ein gro├čes Buch, fast doppelt so gro├č wie eines, welches man normalerweise in einer Bibliothek zu Gesicht bekam, und mindestens dreimal so schwer.
Kramorna und Caecilia erkannten, dass dies wohl ein Inhaltsverzeichnis sein musste, in dem alle Schriftst├╝cke in diesem Raum verzeichnet sein mussten.

Doch die Sorge um Deltion trieb die Gruppe weiter. Von dem Gang aus dem sie gekommen waren, gingen noch weitere T├╝ren ab. Jedoch alle, bis auf eine T├╝r waren verschlossen und mit keiner Macht zu ├Âffnen. Einzig die letzte T├╝r lie├č sich unter lautem Quietschen ├Âffnen und hustend kam dahinter Deltion zum Vorscheinen, der nicht verletzt, aber wohl in den alten Vorratskeller gefallen sein musste.
Neugierig h├Ârte er sich die Funde der anderen an, denn letztlich hatte er selbst nichts verwertbares mehr finden k├Ânnen - wenn man von den verstaubten und verdreckten Flaschen absah, die wohl uralten Lik├Âr und Schnaps enthielten.

Sogleich wollte er das Archiv mit seinen Schriften sehen und gemeinsam kehrte man nun zur├╝ck in den Raum.
Seltsame Dinge waren in den Schriften geschrieben. Manche in unverst├Ąndlichen Sprachen, manche erz├Ąhlten von der Vergangenheit, manche gar von der Zukunft.

In einem gut erhaltenen Buch mit einem Einband aus weinrotem Leder machte Deltion die bisher merkw├╝rdigste Entdeckung und las den anderen vor:



Und dereinst, wenn unsere Gemeinschaft l├Ąngst zerbrochen und die Sterne weitergewandert, werden sie kommen, um unserer zu gedenken und unsere Geschichten zu lesen. Doch unter dem Ersten wird sich der Boden auftun und ihn verschlingen, um ihn dann erneut frei zu geben. Diesem Ersten wird es obliegen, zusammen mit den anderen den Bund zu erneuern, den wir einst schlossen.




Als er geendet hatte, leuchtete auf dem Einband ein bisher nicht erkennbares Symbol auf. Vor einem Lindwurm, wohlm├Âglich auch einem Drachen, der sich selbst in den Schwanz biss, waren ein Bogen, ein Stab und ein Schwert gekreuzt.

Dieses Buch wollten sie n├Ąher untersuchen, erz├Ąhlte es doch die Begebenheit, wie sie auf die Ruine gesto├čen waren ann├Ąhernd exakt. Als sie den Raum nun wieder verlassen wollten - es war bereits weit nach Mitternacht - zog Tawariel, die so garnicht m├╝de schien, an dem gro├čen Folianten. Dieser rutschte mit einem Get├Âse zu Boden und gab den Blick auf den blanken Tisch preis, auf dem er bisher gelegen hatte.

Offenbar war dieses Wappen dort auch zu sehen, doch fanden sich nur die Einkerbungen der Waffen, nicht diese selbst. Weiterhin umgab das Wappen eine Reihe von Edelsteinen, abwechselnd klar und durchsichtig und schwarz poliert.

Einer Eingebung folgend nahm Aradraug seinen Bogen zur Hand und auch wenn er ihn sonst nie aus der Hand gab, legte er ihn in die passende Vertiefung im Wappen. Gleiches tat Caecilia mit ihrem Stab und Kramorna mit einem Dolch, den sie immer bei sich trug. Doch als die Waffen platziert waren, begann das Wappen zu vibrieren und die Steine leuchteten und Wirbel aus Licht und Schatten flossen zwischen ihnen.
Und nun fiel ihnen auch eine einzelne Seite Pergamentes auf, die bisher ganz hinten im Folianten gesteckt hatte.



Wer dieses Schriftst├╝ck liest und die Zeichen zu deuten vermag, soll hinnehmen die Steine des Bundes und ihn erneuern. Und jeder Stein wird leuchten, wenn er denjenigen erreicht, f├╝r den er bestimmt ist. Denn dies ist das Schicksal der Bewahrer: Zu Beh├╝ten das Wissen. Zu Leiten den M├Ąchtigen. Zu Bewahren das Gleichgewicht. Zu Bek├Ąmpfen die Ungerechtigkeit. Zu Sch├╝tzen das Leben. Vereint im Geiste, entgegen aller ├äu├čerlichkeiten.

Und so soll ein jeder, der seine Bestimmung annimmt, den Schwur sprechen und vereint mit seinen Br├╝dern und Schwestern diesen Zielen und Idealen folgen.




Und Deltion nahm seinen Edelstein als Erster. Danach folgten Caecilia, Kramorna, Aradraug und Tawariel. Und sie wussten bereits, wer die weiteren Steine bekommen sollte: Chloe, Jason, Dayana und Sophya. Und da waren noch ein paar weitere Steine, deren Besitzer sie bestimmt finden w├╝rden wenn die Zeit gekommen war.

Und als sie die Edelsteine nahmen, die ein warmes und beruhigendes Gef├╝hl ausstrahlten, sagten sie den Schwur, den sie erst seit kurzem kannten, der ihnen aber richtig und gerecht erschien:


Wir stehen zwischen Licht und Schatten. Wir stehen zwischen Gut und B├Âse. Wir stehen zwischen und Bangen. Wir sind der Graue Bund!

®Tawariel
Zuletzt ge├Ąndert von Deltion am So 14. Apr 2013, 09:07, insgesamt 6-mal ge├Ąndert.
Deltion del Vere

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Zieh meine Schuhe an und lauf meinen Weg,durchlaufe die Stra├čen, Berge und T├Ąler,verarbeite den Verlust der Menschen, die gingen.
Erlebe den Schmerz, den ich erleben musste, und ertrage die Schmerzen, die mir zugef├╝gt wurden.
Durchlaufe die Jahre die ich ging, stolpere ├╝ber jeden Stein, ├╝ber den ich gestolpert bin und stehe jedes Mal wieder auf, genau wie ich es tat.
Danach kannst du ├╝ber mich und mein Leben urteilen und wei├čt, warum ich so bin wie ich bin.
Deltion
Bauer / B├Ąuerin
 
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